Rubriken Category

Die Unverschämtheit, ich zu sagen – Alf Mayer über Matthias Altenburg und sein Internet-Tagebuch „Jan Seghers‘ Geisterbahn“. Schande auf mein Haupt. Nein, ich habe ihn bisher nicht gelesen, habe nicht verfolgt, was er seit 2005 mehr oder weniger täglich in seinem Internet-Tagebuch veröffentlicht. „Jan Seghers‘ Geisterbahn. Tagebuch mit Toten“ heißt es und ist zu finden unter: janseghers.de. Nicht nur vielen Frankfurtern ist er kein Unbekannter, dieser Matthias Altenburg, dem als Jan Seghers die Berufsbezeichnung Krimi-Schriftsteller anhängt, der aber – natürlich – weit mehr ist. Um das Mindeste in aller KürzeRead More

Posted On Juli 4, 2012By Gisela TrahmsIn Bücher, Litmag

Wolfgang Herrndorf: Der Weg des Soldaten

Literatur und Bildende Kunst sind sehr unterschiedliche Kunstformen. Wo uns das eine als konkrete Tat (Aktions- und Konzeptkunst) oder als direkt sinnlich fassbares Objekt (Malerei) entgegentritt, steht bei der Literatur vor dem Erlebnis die alles andere als voraussetzungsfreie Lektüre. Interessant kann es werden, wenn die Literatur diese Unterschiede (und Gemeinsamkeiten?) reflektiert und sich in Erzählungen oder Romanen mit den Bildenden Künsten beschäftigt. Gisela Trahms hat sich ein paar Beispiele angeguckt. Diesmal: Wolfgang Herrndorfs Erzählung „Der Weg der Soldaten“. Was ist Schreiben gegen Schlucken? Ob ein Hase durch eine Geschichte hoppeltRead More

Posted On Juli 4, 2012By Senta WagnerIn Kolumnen und Themen, Litmag

Vor dem Bachmann-Preis 2012

Fragen an mich im Park – Kurzer Vorbericht zu den 36. Tagen der deutschsprachigen Literatur. Von Senta Wagner. Während ich mir Luft zufächelnd etwa im Ingeborg-Bachmann-Park stehe, bietet es sich an, sich erste Fragen zu stellen zu den knapp bevorstehenden Literaturtagen (4.–8. Juli 2012) rund um den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt. Man muss wissen, es ist sehr heiß heute, wie seit Tagen jeden Tag, und der Park liegt in Wien, genauer im Ortsteil Kagran im 22. Bezirk Donaustadt, und ich fahre morgen zum ersten Mal nach Klagenfurt. Wer in „Malina“ überRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiungdfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: „Das Weltgericht“, ein Mosaik aus dem 12./13.Jahrhundert. Vierte Ausfahrt Das Abbild der Hölle. Ausschnitt eines venezianischen Mosaiks, aus der Basilika auf der Insel Torcello, frühes Mittelalter. Gern habe ich nicht geschaut auf die düsteren Farben unter der Woche. Lag esRead More

Posted On Juli 4, 2012By Kerstin CarlstedtIn Litmag, Porträts / Interviews

Arnon Grünberg im Video-Gespräch

Die Ökonomie der Beziehungen – Arnon Grünberg ist ein wahrer Vielschreiber. Ein Buch pro Jahr ist das Minimum, so scheint es; darüber hinaus bringt er sich mit Zeitungskolumnen und einem eigenen Blog immer wieder ins Gespräch. In seinem Roman „Mit Haut und Haaren“ setzt er ein Statement zu emotionaler Wohlstandsverwahrlosung und Beziehungslosigkeit auf hohem Niveau. Die Inspiration zu solchen Themen findet der Niederländer direkt vor seiner Haustür. Seit Jahrzehnten lebt er in New York – einer Stadt, die, trotz eines kapitalen Bankencrashs, wohl immer noch als Börsen-Mekka schlechthin gelten darf.Read More

Posted On Juli 4, 2012By Carola EbelingIn Bücher, Litmag

Virginie Despentes: Apokalypse Baby

Ein starkes Frauenduo gibt Vollgas – Von der skandalösen Außenseiterin in den Literaturkanon? Mit dem Roman „Baise-moi“ löste Virginie Despentes 1994 in Frankreich große Empörung aus. Die Verfilmung unter dem Titel „Fick mich“ machte sie auch in Deutschland bekannt. Zwei vergewaltigte Frauen holen darin zur Gegenwehr aus. Für ihr neues Buch „Apokalypse Baby“ war sie nun für die beiden bedeutendsten französischen Literaturpreise nominiert und erhielt immerhin einen, den Prix Renaudot. Aber erfreulicherweise ist Despentes nicht handzahm geworden. Der Roman ist eine schräge, doch genau komponierte Mischung aus Krimi, Roadmovie, Sozialkritik.Read More

Posted On Juli 4, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Sturzgeburt 1 bild/100 worte Der URknall: ein Inflaton auf einer Ebene hoch am Berg. Der Berg ist ein Hilfsbild, den gab’s damals nicht. Als „Inflaton“ geriert sich ein Quantenfeld. Vor uns also das Inflaton auf imaginärer Anhöhe, die ein falsches Vakuum meint. Dazu ein Bier, danke Fräulein. Unruhiges Treiben von Energiefluktuationen bringen das Inflaton zum Kippeln, stürzen es hinab ins richtige Vakuum, wobei der umliegende Raum auseinandergeschoben wird, und voilà! Sturzgeburt des Universums. Noch Fragen? O ja. Was war davor. Warum so flach und regelmäßig? Multiversen mitdenken, ja oder nein?Read More

Posted On Juli 4, 2012By Die RedaktionIn Litmag, Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Katerina Anghelaki-Rooke

Das sah man auch bei anderen Gedichten von Katerina Anghelaki-Rooke Ich habe nie den Frühling verstanden – das sah man auch bei anderen Gedichten – deshalb auch all die Missverständnisse mit dem Fleisch der Hoffnung, der Selbsterkenntnis in der Zeit. Ich habe es nie geschafft das alljährliche Wunder mit dem ewigen Schweigen ins Gleichgewicht zu bringen; die Wahrheit der immer wieder neuen Blüte mit dem einen Tod. Ich betrachte heute wieder das junge Grün und wie der eisige Wind verwundert vor dem Überschwang der Natur einen Schritt zurückmacht. Das LichtRead More
Frank Göhre war in Palermo. Er hat im „Grand Hotel et Des Palmes“ gewohnt. Der Aufenthalt hat ihn zu einer Textcollage über ein Gipfeltreffen der Mafia angeregt. Familientreffen im Grand Hotel – Albert Anastasia, ein hochrangiges Mitglied der Cosa Nostra in New York und Anführer der Cambino Familie, betritt am Freitag, dem 25. Oktober 1957, kurz nach zehn Uhr vormittags den Friseursalon des Park Central Hotels in New York. Er nimmt auf dem Stuhl Nummer Vier Platz: Er döste vor sich hin, während der Friseur seiner Arbeit nachging. Der StuhlRead More

Posted On Juni 30, 2012By Carlo SchaeferIn Carlos, Crimemag

Carlos

Was ab jetzt im Krimi verboten ist – An der Hochschule, wo ich im Brotberuf amte, wird heute ein „Gesundheitstag“ abgehalten. Solche Aktivitäten versetzen mich protestantisch Sozialisierten sofort in Gewissensnot, ja – Panik. Hakenschlagend bin ich eifrigen Studiosi, die mir den Blutdruck messen wollten entkommen, schon werde ich vor dem Fahrstuhl mit einer mahnenden Frage belämmert: „Willst du das wirklich tun?“ JA, ICH WILL IN DEN DRITTEN STOCK FAHREN! Vor dem Hörsaal, in den ich nachher muss, ist ein Trainingsgerät aufgebaut, umringt von Waschbrettbauchbuben, die adipose Altersgenossen zwingen, öffentlich ihreRead More

Posted On Juni 30, 2012By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Giancarlo de Cataldo/Mimmo Rafele: Zeit der Wut

Italien jenseits aller Pizza-Pasta-Mafia-Klischees – Gewisse gesellschaftliche Kräfte wollen einen rigide autoritären Staat und richten deswegen Chaos an, um umso wirkungsvoller aufzuräumen. Diese Kräfte bedienen sich realer Terror-Szenarios, die sie in ihrem Sinne übertreiben, damit drastische Reaktionen für die Bevölkerung darstellbar werden. Und Teile dieser Kräfte sind Teile der Polizei eines Landes. So funktioniert, grob gesagt, die beunruhigende Handlung des Romans „Zeit der Wut“ von Giancarlo de Cataldo und Mimmo Rafele. Von Thomas Wörtche Die beiden Autoren – de Cataldo ist Richter und Romancier, Rafele Drehbuchautor, u. a. von „AlleinRead More

Posted On Juni 30, 2012By Kerstin CarlstedtIn Crimemag, Porträts / Interviews

Im Video-Gespräch: Frank Schulz

Berufswelt Privatdetektiv, grotesk gestaltet – Zwar nicht über den Dächern von Nizza, aber immerhin über den Dächern von Hamburg-Hoheluft trafen wir den Krimiautor Frank Schulz im siebten Stock seiner Arbeitswohnung. Wer kann es ihm verdenken, dass er sich bei dem herrlichen Blick auf den Fernsehturm, die Grindel-Hochhäuser und den ehemaligen Wasserturm im Schanzenpark mehr inspiriert fühlt als in seinem eigentlichen Zuhause, wo ihn die vierköpfige Familie, die über ihm wohnt, mit „Trittschall“ mürbe macht? Im Korridor hängt eine ausgestopfte Ente an der Wand, ein Geschenk von Schriftsteller-Kollegin Karen Duve. DasRead More

Posted On Juni 30, 2012By Joachim FeldmannIn Bücher, Crimemag

C.J. Box: Todfeinde

Atmosphäre und Lokalkolorit – Es ist sehr erfreulich, dass C.J. Box‘ außergewöhnliche Serie rund um den Wildhüter Joe Pickett nun auf Deutsch erscheint. Joachim Feldmann über den jetzt übersetzten fünften Band der Reihe, „Todfeinde“, der hoffentlich nicht der letzte bleiben wird. Wer im Jackson Hole Valley, Wyoming, auf die Jagd gehen will, muss viel Geld mitbringen. Um die 5000 Dollar kostet die Lizenz, an einem der malerischsten Flecken der Vereinigten Staaten Wapitihirsche und andere Vierbeiner erlegen zu dürfen. Kein Wunder, dass es hier von Millionären nur so wimmelt und dieRead More
Alles ist aus dem Wasser entsprungen! – Joe Paul Kroll über den Philosophen Hans Blumenberg und die aus dem Nachlass edierte Textsammlung „Quellen, Ströme, Eisberge“. World’s Largest Metaphor Hits Iceberg überschrieb die amerikanische Satirezeitschrift „The Onion“ ein Titelblatt (hier), das vorgab, den Lesern des Jahres 1912 die Kunde vom Untergang der „Titanic“ zu überbringen. Hans Blumenberg hätte wohl seine Freude an diesem Witz gehabt. Denn in ihm verknüpft Blumenbergs Leidenschaft für die Metaphorologie, und der „Daseinsmetapher“ des Schiffbruchs im Besonderen, sich mit einem Thema, das vor allem in den BüchernRead More

Posted On Juni 27, 2012By Kerstin CarlstedtIn Kolumnen und Themen, Litmag

Im Video-Interview: Thomas Rietzschel

Dilettantismus als System – Kaum ist der Fernseher eingeschaltet, schon fällt unser Blick auf das Elend, das Thomas Rietzschel in seinem Sachbuch „Die Stunde der Dilettanten“ hintergründig zu erfassen versucht. Nicht diejenigen, die hart arbeiten und Ahnung von ihrer Materie haben, werden mit Macht und Erfolg belohnt, sondern die, die sich selbst und anderen am besten vormachen können, alles im Griff zu haben. Wir lassen uns verschaukeln, so Rietzschels These. Zur Untermauerung findet er Beispiele aus der Politik, Wirtschaft, Kunst und dem Entertainment. Von Kohl bis Merkel, von Westerwelle bisRead More

Posted On Juni 27, 2012By Ole FrahmIn Comic, Litmag

Simon Schwartz: Packeis

Mythisierende Verdichtung des historischen Geschehens – „Packeis“ von Simon Schwartz wurde beim Comic-Salon in Erlangen zum besten deutschsprachigen Comic gekürt, Ole Frahm hat ihn sich genauer angesehen. Fast alles spricht für den 150 Seiten starken Comic. Er erinnert an die hierzulande wenig bekannte Geschichte des Afro-Amerikaners Matthew Hensen, der Robert Peary mehrfach zum Nordpol begleitete und vermutlich auch vor diesem erreichte. Hensen rettete Peary mindestens einmal das Leben und hat ihn über viele Jahre begleitet, doch dieser hat es ihm kaum gedankt. Schwartz zeichnet den alltäglichen Rassismus nach, denen SchwarzeRead More

Posted On Juni 27, 2012By Michael ZellerIn Litmag, Zellers Seh-Reise

Michael Zellers Seh-Reise (3): Carl Hofer

1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiungdfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Carl Hofer: Zwei Frauen. Dritte Ausfahrt Wie angenehm es war in dieser Woche, mit dem Aufgießen des kochenden Teewassers, beim kleinen Abwasch nach dem Frühstück, unwillkürlich, für ein paar Sekunden, den Blick zu verlieren an diese beiden jungen Frauen, mitRead More

Posted On Juni 27, 2012By Wolfram SchuetteIn Kolumnen und Themen, Litmag

Petits riens (I)

Zwangsverordnete Lampen & Fantasielose Programmplanung – Wolfram Schütte über den Irrsinn rund um die Einführung der Energiesparlampe und die ewige Wiederkehr des Gleichen in den Programmangeboten der öffentlich-rechtlichen Sender. Folgenlose Havarie mit Lampe – Wie oft habe ich schon gelesen & auch im TV gesehen, dass es sich bei den von der EU verordneten neuen (Energie-)Sparlampen um einen gigantischen Betrug handelt! Allein das Faktum, wonach die alten Lampen nicht mehr hergestellt werden dürfen, es also buchstäblich so verboten ist, sie noch in die Welt zu setzen wie es verboten ist,Read More

Posted On Juni 27, 2012By Gunter GerlachIn Kolumnen und Themen, Litmag

Gerlachs (Un-)Mögliche Lektüren

Gunter Gerlach über Bücher, die er einfach nicht zu Ende lesen kann – und über die seltenen Ausnahmen, bei denen es dann doch gelingt … Heute: Wiglaf Droste und Tom McCarthy. Nur den Anfang und das Ende lesen! „Jede Glosse schmeckt wie ein lecker dekoriertes Gericht!“ Ich schwärme von Wiglaf Drostes neuestem Buch „Sprichst du noch oder kommunizierst du schon?“ „Weißt du, Maja, wenn mir ein Buch richtig gut gefällt, dann muss ich wissen, dass es auch dem Autor gut geht.“ Ich setze mich an den Computer. Maja nimmt denRead More

Posted On Juni 27, 2012By Senta WagnerIn Bücher, Litmag

Jean-Pierre Abraham: Der Leuchtturm

Die Blütenlese im Verlag Jung und Jung geht heute weiter, bei der dritten Ausbeute (die erste finden Sie hier, die zweite hier) hat Senta Wagner im Verlagsprogramm einen zweijährigen Sprung zurück gemacht – zu Jean-Pierre Abrahams „Der Leuchtturm“. Mit dem Ozean auf du und du Bei Reisen an die Atlantikküste der französischen Bretagne sind nahe und ferne Begegnungen mit Leuchttürmen und romantischen Vorstellungen unvermeidlich. Waren es nicht die Frauen, die früher ihre Seemänner von der hohen See mit Feuer in die heimatlichen Häfen lotsten? Jean-Pierre Abraham hat sich ins InnereRead More

Posted On Juni 27, 2012By Eric T. HansenIn DeutschCult, Litmag

Eric T. Hansens DeutschCult: Eurokrise

Obama vs. Merkel – Selbst in einer Krise bleiben Amerikaner amerikanisch und Deutsche deutsch. Man braucht nur Obama und Merkel anzugucken und wie sie auf die Eurokrise reagieren. Obama, wie auch die meisten wichtigen amerikanischen Wirtschaftsbeobachter, will, dass Merkel von ihrem harten Sparkurs zurücktritt und viel Geld in Griechenland und sämtliche andere marode nichtsnutzige europäische Länder pumpt. Sie glauben, damit werde die Wirtschaft wieder auf Trab kommen, und wahrscheinlich haben sie auch Recht: Wo Geld investiert wird, gibt’s mehr Jobs, es wird mehr eingekauft, alles kommt wieder in Gang. DieRead More
Die wilden Tiere der Arktis, hautnah – Nicht nur eine Dokumentation: ein verblüffender Film, der bisher nie dagewesene Einblicke in die Welt dieser faszinierenden, doch vom Aussterben bedrohten Tiere auf Spitzbergen bringt. BBC Earth zeigt mit dem neuen Werk „Die Eisbären – Aug in Aug mit den Eisbären“ von Regiesseur John Downer mit modernster Technik, eine völlig neue Art, die Tiere zu beobachten. Die Eisbären werden nicht einfach abgefilmt, sondern interagieren mit den Kameras. Gustav Nowak hat sich den Film angeschaut. Die automatischen Kameras können tagelang an einem Ort warten,Read More

Posted On Juni 27, 2012By David KregenowIn Kunst, Litmag

Foto: Paul Graham: The Present

Banalität als Kunstform? – Streetphotographie ist, je nach Betrachtungswinkel, entweder ein klassisches Genre oder mittlerweile völlig zu Tode geritten. Von David Kregenow. Davon ausgehend, dass beides zutreffend ist, kann man zumindest konstatieren, dass die Aufnahmen des alltäglichen Straßenlebens, im Laufe der Zeit eine Evolution erlebten, die vom perfekten Moment à la Cartier-Bresson, Elliott Erwitt oder Robert Doisneau, über explizit soziale Blickwinkel führte, wie sie Walker Evans und Robert Frank einnahmen, um schließlich bei den amerikanischen Vertretern der New Color Photography – allen voran Garry Winogrand – zu landen, die demRead More

Posted On Juni 27, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Postheroisches Heldenmärchen 1 bild / 100 worte Die Helden, traurig, gründen eine Tanztruppe und reisen damit um die Welt. Heideri und heisassa, was tun wir nicht für Geld. Für Geld tun wir doch alles, Hauptsache dem Gast gefall es. Auweia heissaseia, ihr werdet Sterne sein! Was für Sterne? Scheißegal, solange Dollari fließen. Wirtschaftskritisch wollen wir nicht sein, wir nehmen auch Rubel. Und Tschin, oder wie die heißen, bei den Tschinesen. Die Liebe zur Physik möge uns leiten! Dies spricht Tell, ein Mann von wenigen Worten, und plumps, fällt ein KometRead More

Posted On Juni 27, 2012By Ronald KleinIn Musikmag, Porträts / Interviews

Alina Manoukian im Interview

Alina Manoukian wurde in Teheran als Tochter armenischer Eltern geboren. Im Alter von vier Jahren kam sie nach Hamburg, studierte später an der Universität der Künste Schauspiel und legte unlängst mit „Na Mi Naz Ouni“ ihr Debüt-Album mit armenischen Traditionals vor. Ronald Klein hat mit ihr gesprochen.Read More

Posted On Juni 23, 2012By Lena BlaudezIn Bücher, Crimemag

Stefano Liberti: Landraub

Ausverkauf der knappen Güter – Makrokriminalität ist ein weites und spannendes Feld. Wer sich mit ihr beschäftigt, lernt eine Menge über diese Welt. Es schon immer gewusst zu haben, ist blasiert. Was Menschen Menschen antun, geht uns alle an, vor allem, wenn es um wirkliche basics geht: Lebensmittel, Wasser, Luft.  Ein besonders übles Kapitel ist Landraub. Stefano Liberti hat ein wichtiges Buch dazu geschrieben, Lena Blaudez stellt es uns vor: „Alle investieren in China für die Industrie, in Indien für den Service. Für Nahrungsmittel muss man nach Afrika gehen.“ DieseRead More