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1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: „Les Beaux Jours“ von Balthus. (Alle Folgen hier). Sechste Ausfahrt Jedes Mal war ein Lachen in mir, ein inwendiges, intimes, wenn ich bei meinen alltäglichen Verrichtungen in der Küche, nebenbei und doch gezielt, hochschaute auf dieses Gemälde. Ja, Gemälde sageRead More
1000 Seiten Dürrenmatt – Der Schweizer Peter Rüedi hat mit seinem Sachbuch „Dürrenmatt oder Die Ahnung vom Ganzen“ ein fast 1000 Seiten starkes Werk über den großen Dramatiker, Schriftsteller und Maler geschrieben. Eine unglaubliche Fleißarbeit, an der Rüedi mehr als 20 Jahre gearbeitet hat, die aber noch nicht einmal das gesamte Leben Dürrenmatts umschreibt. Da kommt also noch mehr auf uns zu! Peter Rüedi erzählt im Gespräch mit der „Interview Lounge“, wie er selbst Dürrenmatt erlebt hat, von Dürrenmatts Freundschaft zu Max Frisch und seinem Verhältnis zu Geld und Frauen.Read More

Posted On August 1, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Kalbern 1 bild / 100 worte Von der Titanic nach Grönland, von Grönland zum abgekalberten Eisberg: Wer möchte nicht Satellit sein und endlos im All kreisen, zwischen ausgelutschten Fertiggerichttuben und dem, was Astronauten noch so aus ihren Kapseln warfen, als die Staatlichkeiten das Geld hatten, sie auf den Mond zu spedieren. Drei, zwei, eins, und ab geht’s. Das Auszählen war prima, der Rest gräuliches Fernsehbild. In der Wüste, soweit ich mich entsinne. Wer in sich kehrt, riecht Ingwer, eine allgemein bekannte Tatsache, die Hofmann einst treffend beschrieb. Dichter geht’s nicht.Read More

Posted On August 1, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Attilio Bertolucci

Assenza Assenza, più acuta presenza. Vago pensier di te vaghi ricordi turbano l’ora calma e il dolce sole. Dolente il petto ti porta, come una pietra leggera. Abwesenheit von  Attilio Bertolucci Abwesenheit brennender kann Gegenwärtigkeit nicht sein. ein vages Gedenken an dich ungenaue Erinnerungen flirren durch diese ruhige in milder Sonne daliegende Stunde. Schwer und schmerzhaft das Herz, das dich weiterträgt wie einen leichten Stein. Übersetzt von Carl Wilhelm Macke   In den Berichten über die im Mai von einem schweren Erdbeben erschütterte italienische Region Emilia (hier mehr bei CM),Read More

Posted On Juli 25, 2012By Stella SinatraIn Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Grenzenlos 1 bild / 100 worte Nur im Frieden ist Aussaat möglich, nur im Frieden gedeiht die Ernte. Als Werner Stauffacher den Vogt anreiten sah, wär er gerne ausgewichen, doch wars zu spät. Was an der Krise produktiv sein kann und soll, steht auf einem anderen Blatt, wenn nicht gar in einem anderen Buch. Ein Buch mit sieben Siegeln, Herr Pfarrer Bitzius? Der Anblick des Fluges von Zugvögeln über, dies nur nebenbei, abgeernteten Äckern ist ungemein beruhigend. Da schwebt sie, die Freiheit, grenzenlos und mehr. Und immer schwingt dabei mit,Read More
Gesetzesverrat – Ein paar Fragen zu den Unterlassungen & Tätigkeiten der Verfassungsschutzämter.  Von Wolfram Schütte Wenn man, mit stetig wachsenden Staunen, Kopfschütteln & Empörung verfolgt hat, was nach der Selbstanzeige der rechtsradikalen Mördergruppe (NSU) an Versäumnissen, Verhaltensweisen & Vertuschungen über unsere Landesämter für Verfassungsschutz immer aufs Neue an den Tag gekommen ist & möglicherweise noch kommen wird – und wie die Printpresse damit umgegangen ist –, dann bleiben nicht nur viele Fragen offen, sondern auch einige ganz besonders. Warum haben die Täter z.B. immer dieselbe Mordwaffe benutzt, wo es dochRead More

Posted On Juli 14, 2012By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Howard Linskey: Crime Machine

Die Freuden des organisierten Verbrechens – Fresh blood im britischen Gangsterroman. Keine Posen und Albernheiten, keine fahle Romantik, kein umständliches Rumgeeiere, sondern Sarkasmus und Klarsicht, galore. „Crime Machine“ von Howard Linskey heißt ein sehr starkes Debüt … Thomas Wörtche nennt ein paar Gründe, warum das so ist. Organisiertes Verbrechen hat gegenüber unorganisiertem viele Vorteile. Klare Strukturen, keine Kollateralschäden bei Auseinandersetzungen, eindeutig definierter Geldfluss, Preisstabilität, transparentes Preis-Leistungs-Verhältnis und andere ordnungspolitische Maßnahmen gegen die Anarchie ungeordneter Verhältnisse mehr. So sehen das im nordenglischen Newcastle-upon-Tyne nicht nur die örtlichen Gangster, sondern auch dieRead More

Posted On Juli 14, 2012By Die RedaktionIn Crimemag, Vermischtes

Editorial, 14.7.2012

Liebes CrimeMag-Publikum, in der letzten Ausgabe vor der Sommerpause stellt Ihnen Thomas Wörtche einen großartigen Debüt-Roman vor: „Crime Machine“ von Howard Linskey. Von Mäusen und Menschen lesen Sie bei Carlos und auch darüber, wie sie tickt, diese Welt. Christiane Geldmacher lobt Laura Lippmans Buch „Denn mein ist deine Seele“, Henrike Heiland kann sich allmählich mit dem Rebus-Nachfolger Malcolm Fox anfreunden, der in Ian Rankins „Die Sünden der Gerechten“ seinen zweiten Auftritt hat. Und Joachim Feldmann findet, dass „Schattenstill“ von Tana French ganz ordentlich geraten ist. Das möchte Kirsten Reimers vonRead More

Posted On Juli 14, 2012By Carlo SchaeferIn Carlos, Crimemag, Vermischtes

Carlos

Ganz einfach – Wir lernen bei Carlos, wie das Leben tickt. Endlich! Freunde, das fängt jetzt etwas wirr an, aber das stehen wir gemeinsam durch – zur Belohnung erkläre ich am Schluss auch, wie das Leben tickt. Beziehungsweise Töff erklärt das – aber hierzu später. Mäuse. Plötzlich waren auf meiner beschaulichen Terrasse abscheuliche verseuchte Zwergratten, verniedlichend „Mäuse“ genannt. Ich beschloss augenblicklich diese zu töten. Dafür bin ich aber einfach zu feige – jedoch gibt es ja Schädlingsbekämpfer. Der Herr, der mich dann, wie versprochen, „diskret“ besuchte, sah eigentlich eher ausRead More

Posted On Juli 14, 2012By Christiane GeldmacherIn Bücher, Crimemag

Laura Lippman: Denn mein ist deine Seele

Ich erkenne dich überall –„Der beste Spannungsroman des Jahres“, ruft Stephen King auf der Rückseite von Laura Lippmans neuem Kriminalroman „Denn mein ist deine Seele“. Solche Zurufe machen Christiane Geldmacher neugierig und siehe da: Laura Lippman hält, was Stephen King verspricht. Der Plot des Buches ist nicht meine erste Wahl: viel zu sehr Trendthema. Ein junges Mädchen wird von einem Mann entführt und wochenlang festgehalten. Ihr könntet mal wieder einen Mann einsperren!, denkt man unwillkürlich – wobei wir wieder bei Stephen King wären. Aber „Misery“ ist ja auch schon wiederRead More
Schottische Rhapsodie – Was tun nach Rebus? Eine neue Serienfigur zu bauen ist gar nicht so einfach. Auch für Ian Rankin nicht. Der zweite Versuch mit Malcolm aber lässt hoffen. Henrike Heiland ist optimistisch … Es fängt harmlos genug an: Malcolm Fox und sein Team sollen untersuchen, ob Constable Paul Carter von einigen seiner Kollegen gedeckt wurde. Gegen ihn läuft eine Anklage wegen sexueller Belästigung, und Fox‘ Aufgabe ist es, innerhalb der Polizei für Ordnung zu sorgen. Er gehört zur Abteilung für interne Ermittlungen. Was ihn jetzt nicht gerade zumRead More

Posted On Juli 14, 2012By Joachim FeldmannIn Bücher, Crimemag

Tana French: Schattenstill

Kühler Realismus – Trotz des Einwort-Titels „Schattenstill“ ist Tana Frenchs neuer Roman sehr ordentlich geraten, findet Joachim Feldmann. Brianstown: Das ist der Fantasiename einer Neubausiedlung an der See. Nach Dublin seien es nur 40 Minuten mit dem Auto, hat man den Käufern zu Zeiten des irischen Immobilienbooms erzählt. Wer hier ein Haus erwerbe, könne es mit Sicherheit schon in wenigen Jahren mit Gewinn wieder verkaufen. Und fast alle haben es gerne geglaubt. Auch Jennifer und Pat Spain. Doch dann verlor Pat wie viele andere seinen Job. Die weltweite Finanzkrise ließRead More

Posted On Juli 14, 2012By Kirsten ReimersIn Bücher, Crimemag

Colin Cotterill: Der Tote im Eisfach

Nur noch herzig – Colin Cotterills Krimis um den Pathologen Dr. Siri zeichnen sich durch einen subversiven Witz aus – beziehungsweise zeichneten. Kirsten Reimers ist enttäuscht. „Der Tote im Eisfach“ ist der fünfte Band von Colin Cotterills Reihe um den einzigen und mithin ältesten Pathologen Laos’, den über siebzigjährigen Dr. Siri Paiboun. Siri war aktiv am Kampf gegen die Kolonialherren Frankreichs beteiligt und stand zu dieser Zeit der kommunistischen Partei nahe – doch seit Ende 1975 die Laotische Revolutionäre Volkspartei in der kurz zuvor deklarierten Demokratischen Volksrepublik Laos die MachtRead More

Posted On Juli 14, 2012By Stefan LinsterIn Bücher, Crimemag

Gianrico Carofiglio: In ihrer dunkelsten Stunde

Das Fabeln der Robe „Wer zu viele Bücher liest, tut Dinge, für die es keinen Anlass gibt.“ (G. Carofiglio, S. 60) Schön wär‘ mal wieder ein guter Krimi, ein richtig packender und wenn möglich noch literarischer, dachte sich Stefan Linster, griff auf einige verheißungsvolle Kritiken hin zu G. Carofiglios neuestem Werk „In ihrer dunkelsten Stunde“ (dem vierten auf Deutsch) und musste sich doch sehr wundern. Ein renommierter Strafverteidiger aus dem apulischen Bari wird gebeten, sich einer Vermisstensache anzunehmen und zu erkunden, ob tatsächlich sämtliche Spuren verfolgt, alle Verdächtigen überprüft undRead More

Posted On Juli 14, 2012By Christopher G. MooreIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Christopher G. Moore: Views from Bangkok

Christopher G. Moore war auf Reisen. Und in Buenos Aires, dieser durch und durch literarischen Stadt, fiel ihm auf, dass etwas zu fehlen schien. Ironie … The Death of Literary Irony Irony has been the stock and trade of novelists through the ages. George Orwell’s The Hanging is a perfect example of dramatic irony. We follow a condemned Burmese man on his way to the gallows as he carefully sidestepping the puddle of water along the path so as not to dirty his shoes. Or Shooting an Elephant we witnessRead More

Posted On Juli 12, 2012By Senta WagnerIn Kolumnen und Themen, Litmag

Bachmann-Preis 2012

Eine einzige Umarmung – Rückblickende Betrachtungen zum Ingeborg-Bachmann-Preis 2012 in dezenter Anlehnung an den Vorbericht von Senta Wagner. Ich war Verena Rossbacher, jetzt bin ich wieder ich. Und ich berichte heute rückblickend von den 36. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt. Der Wettbewerb um den Bachmannpreis ist zu Ende, die Gewinnerin steht fest, und die Welt trudelt längst weiter. In den Medien landauf, landab ist bereits alles gesagt geworden, analytisch wie synthetisch, Lob und Kritik wurden verteilt, wie immer nach dem Großen und Spannenden, ja Literarischen in den Texten gesucht.Read More
Erwischt & doch entkommen – Jetzt hat er auch sie erwischt: nämlich der so genannte Relaunch, der nun leider auch die SZ erreicht hat! Von Wolfram Schütte. Im Konzert der großen überregionalen deutschsprachigen Qualitäts- & Printzeitungen war die „Süddeutsche Zeitung” immer etwas Besonderes – besonders zuletzt auch deshalb, weil sie den Relaunch bislang vermieden hatte, dem sich im Laufe der letzten Jahre die „Zeit“, die FAZ , die NZZ – & am radikalsten leider auch die einstens satisfaktionsfähige FR unterzogen haben. Seit Montag dieser Woche ist das Erscheinungsbild der bayerischenRead More
Literatur und Kunst, zweiter Teil (zu Teil eins): Im Mittelstück seines „Weltmüller“-Buchs verwandelt Frank Fischer einen Leipziger Platz in ein sensationell selbsttätiges Kunstwerk. Nachreichen, bitte! Frank Fischer hat in „Der Louvre in zwanzig Minuten“ vorgeführt, wie die Zeit, ist sie nur knapp genug, die Wahrnehmung des Orts erledigt und die der darin aufbewahrten Kunst gleich mit. Jetzt hat er mit „Leipzig, Augustusplatz“, dem Mittelstück seines „Weltmüller“ – Buches, den umgekehrten Prozess geschildert, nämlich auf welche Weise ein Kunstwerk einen Ort nachhaltig in die Zeit einsetzt, indem es eine Deutungslawine lostritt.Read More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: „Die Fröstelnde” von Jean Antoine Houdon. Fünfte Ausfahrt Der Mensch erliegt seinem Auge. Er kann nicht anders, als sich am Schönen zu erfreuen. Die Kunstpostkarte dieser Woche überm Spülbecken aus Aluminiumblech offenbarte mir ästhetische Vollkommenheit: Jean Antoine Houdons Plastik „DieRead More

Posted On Juli 11, 2012By Judith Momo HenkeIn Bücher, Litmag

Maeve Brennan: New York, New York

Und plötzlich hält die Stadt den Atem an – Judith Momo Henke über Maeve Brennans in dem Band „New York, New York“ versammelte Kolumne, die mit einem Schnappschuss beginnen und sich dann zu allen Seiten hin weite Assoziationsräume öffnen. Bis vor kurzem konnte ich mit Amerikanern nicht viel anfangen. Und das meine ich jetzt nicht politisch, ich meine: Bis vor kurzem waren US-amerikanische Autoren not my cup of tea. Updike, Eugenides, Roth – jeder Schritt über den Teich misslang, ich platschte mit einem Fuß ins Wasser, ohne die fremde KüsteRead More
Tales from Facebook – Soziale Beziehungen, traditionell im Fokus der Ethnologie, werden zunehmend im Internet geführt. Daniel Miller wirft einen empirischen Blick auf soziale Netzwerke online und erforscht Facebook – auf Trinidad. Von Kerstin Schoof Die ersten Studien des britischen Ethnologen Daniel Miller beschäftigen sich mit materieller Kultur. „Stuff“, „The Comfort of Things“ und „A Theory of Shopping“ heißen seine Veröffentlichungen aus den 1990er Jahren, in denen er Menschen in ihrem Londoner Alltag begleitet und ihr Verhältnis zu den Dingen studiert. Bereits in seiner letzten Publikation „The Internet – AnRead More

Posted On Juli 11, 2012By Tillmann ReikIn Bücher, Litmag

Tom McCarthy: K.

Tom McCarthy ist ein Autor, der seine Texte mit Anspielungen und Querverweisen belädt, bis sie in alle Richtungen strahlen. Tillmann Reik antwortet mit fröhlich tanzenden Assoziations-Clustern. Weird Wireless World als seidenes Pfingstwunder „Das soziale Band ist als konstitutiv mediales zu denken“ (Daniel Eschkötter, The Wire) TV-Kultserien wie „The Wire“ setzen heutzutage lehrreich Fälle in Szene, die aufzeigen, dass der konspirative Draht, den die Dinge zueinander haben, das soziale Band, was die innerweltlich Seienden stotternd und stockend, oszillierend und gepulst verlinkt, worüber sie einander jedoch auch kriminalistisch abhören und ausspionieren (wiretapRead More

Posted On Juli 11, 2012By David KregenowIn Kunst, Litmag

Foto: Wim Wenders: Places, strange and quiet

Romantische Verklärung – Zugegeben, Wim Wenders hat einen sehr eigenen und durchaus fesselnden Blick, wie er seit Anbeginn seiner Tätigkeit als Filmemacher konsequent bewiesen hat. Wer bislang vermutete, die ausgeprägte Bildsprache des Regisseurs Wim Wenders verdanke sich seinen jeweiligen Kameramännern, wird überrascht umdenken dürfen, wenn er sich dem Photographen nähert, der hierzulande bislang weitgehend ignoriert worden ist. Was interessanterweise soweit geht, dass der Eintrag in der deutschen Wikipedia, diesen Bereich der künstlerischen Tätigkeit gleich völlig unter den Tisch fallen lässt. Von David Kregenow Wer also ist der Photograph Wim Wenders?Read More

Posted On Juli 11, 2012By Andreas HeckmannIn Kolumnen und Themen, Litmag

Aus Literaturzeitschriften

Interessante Literaturzeitschriften gibt es viele – „Am Erker“-Redakteur Andreas Heckmann sorgt dafür, dass wir den Überblick behalten; er berichtet regelmäßig über spannende Hefte. Diesmal: SpritZ, Edit, Neue Rundschau, Signum, poet und BELLA triste. SpritZ 201 SpritZ 201 stellt die Teilnehmer der LCB-Autorenwerkstatt Prosa 2011 vor. Erfreulich, dass Lin Franke, Absolventin des Hildesheimer Schreibstudiums, zu den Auserwählten gehörte, irritierend aber, dass ihr Beitrag nur eine geringfügig überarbeitete Fassung dessen ist, was sie im Frühjahr 2011 in BELLA triste 29 veröffentlichen konnte. Gab es im Herbst darauf in der Werkstatt so wenig zuRead More

Posted On Juli 11, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Föhn 1 bild / 100 worte Higgs winkt, CERN jubelt, aber weitab vom Cybertunnel stürzt der Föhn über die Berge ins Tal und den Leuten direkt auf den Grind. Die wirbelt es rum, erst so, dann anders, Übelkeit, Stechen im Hirn und immer ein Auge auf die unbeständige Natur, die uns foppen will. Wüssten wir, was die Sterne wissen, wir wären weiter. Das spricht nicht die Physik, sondern der Senn mit Blick in den Nachthimmel. Ihn schützt der goldene Ring. Und frevelt er, bricht das ES über ihn ein, kommt,Read More

Posted On Juli 4, 2012By Peter MuenderIn Bücher, Litmag

Gert Voss: Ich bin kein Papagei

Spricht der Papagei im Schlaf? – Der grandiose Schauspieler Gert Voss beschreibt in seiner Autobiographie „Ich bin kein Papagei“ die markantesten Stationen seiner Laufbahn – ein aufregendes und äußerst amüsantes Leseerlebnis. Mit seinem klaren analytischen Blick liefert er darüber hinaus auch eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Theater-Misere. Von Peter Münder. Als Rollstuhl fahrender Großindustrieller Herrenstein in Thomas Bernhards Stück „Elisabeth II.“ feiert Gert Voss auf der Bühne des Berliner Ensemble gerade wahre Triumphe. Der Ausnahme-Schauspieler begeistert mit seiner ins Exzentrische driftenden Intensität und einer einmaligen Ausstrahlung außerdem noch in den Bernhard-StückenRead More