Posted On Juli 23, 2007By Karsten HerrmannIn Bücher
Hardboiled Rowe schreibt schnörkellos, zupackend und stahlhart. Mit wenigen Strichen zeichnet er ausdrucksstarke Charaktere und mixt im klassischen Hardboiled-Stil Coolness und Gewalt mit einem Schuss Liebe und Hoffnung. Sean Rowes Krimi-Debut beginnt mit einem Knalleffekt und endet mit einem klassischen Show Down – dazwischen liegen 200 Seiten temporeiche Spannung zu Lande und zu Wasser. Im Zentrum von Rowes Romans stehen die Stiefbrüder Matt und Jack. Der eine ist ein ehemaliger FBI-Agent und jetziger Sicherheitschef einer Kreuzfahrt-Reederei in Miami, der andere ist gerade aus dem Knast entlassen, er ist „der Betrüger,
Read More Posted On Juli 12, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Flirrende Tage Die Entdeckung des Erzählers, aber auch und vor allem des großen Verlegers Alberto Vigevani (besonders seine Lebenserinnerungen „La febbre die libri“) steht bei uns noch aus. Der „Sommer am See“ ist da – hoffentlich – nur ein Anfang. Was wären wir nur ohne den editorischen Mut kleiner Verlage…?! Kleine Verlage sind wichtig und unverzichtbar für das literarische Leben und Überleben unserer Kultur. Man kann dies laut und mit viel Rhetorik hinausposaunen oder an einem Beispiel zu zeigen versuchen. Wer es sich als ein großer Verlag leisten kann, vertraut
Read More Die Kunst des Mordens Pierre Emme ist in Killerspiele einem mörderischen Wettbewerb auf der Spur. Und der kennt nur einen Sieger: Den vermeintlich perfekten Mörder. Vom perfekten Mord träumen kaltblütige Killer und kreative Krimiautoren. Nichts befriedigt diese beiden Berufsgruppen mehr als ein Verbrechen, das für niemanden zu lösen ist. Sowohl Killer als auch Krimiautoren wollen es nämlich den realen wie fiktiven Kommissaren so schwer wie möglich machen. Vertrackter wird die Sache, wenn die Killer den Krimiautoren ihre erfundenen Tötungsmethoden klauen und in die Tat umsetzen. Und genau das ist im
Read More Knipp liefert eine umfassende Geschichte des Flamenco, nicht im mindesten romantisch, aber dafür von hohem Unterhaltungswert. Er rechnet mit den Mythen und Legenden ab, die um den spanischen Tanz entstanden sind. Von Eva Karnofsky
Read More Posted On Juni 4, 2007By Joerg von BilavskyIn Bücher, Litmag
Mission Impossible Alek Popovs grandiose Groteske lässt uns die Welt der osteuropäischen Diplomaten mit ganz neuen Augen betrachten, und zwar mit Augen voller Lachtränen. Ja, was sind die Bulgaren denn jetzt: hinterhältig, opportun, rücksichtslos oder einfach nur naiv? Womöglich verteilen sich diese Eigenschaften gleichmäßig über alle Völker. Gebündelt kommen sie nur in Alek Popovs spektakulärer Satire „Mission: London“ vor, in der die nicht ganz alltäglichen Machenschaften des freilich fiktiven bulgarischen Botschaftspersonals in der britischen Hauptstadt aufgedeckt werden. Hier hortet ein etwas naiver Koch gestohlene Enten, eine attraktive Putzhilfe geht zwielichtigen
Read More Cool, wild und poetisch Mit seinem neuen Roman „Du liebst mich, du liebst mich nicht“ legt Jonathan Lethem ein kleines funkelndes Meisterstück vor und unterstreicht einmal mehr seine Stellung als einer der wichtigsten und vielfältigsten amerikanischen Gegenwartsautoren. Im Zentrum von Lethems typischem Anti-Helden-Kosmos steht Lucinda, die in Los Angeles bei einer als Kunst-Performance aufgezogenen „Nörgel-Hotline“ arbeitet und in einer Independent-Rockband ohne Namen den Bass spielt. Sie und ihre Band-Mitglieder sind „bald dreißig und haben nichts auf die Reihe gekriegt“, schlagen sich durchs Leben und leben für ihre Musik. Lethem stößt
Read More Posted On Mai 16, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Und das war`s dann Die Lebenserinnerungen von Tiziano Terzani. Von Carl Wilhelm Macke Ein ganz in weiß gekleideter älterer Herr mit ebenso weißen langen Haaren, die übergehen in einen grauen Bart. Mit gekreuzten Beinen auf einer Matraze sitzend und liebevoll spielend mit einem kleinen Kind. Dazu dann ein vieldeutiger, irgendwie buddhistisch klingender Titel „Das Ende ist mein Anfang“. So ganz unrecht wird jene unbekannte Frau wohl nicht haben, die mich vor der Lektüre dieses letzten Buches von Tiziano Terzani per e-mail warnte. Ein schlimmer Guru sei er und dazu auch
Read More Rache fürs Leben Thomas Raab sucht in verstaubten Schulgebäuden und verschneiten Landschaften nach den Spuren längst vergangener Racheakte. Von Jörg von Bilavsky Wer denkt schon gern an seine Schulzeit zurück? Streber und Faulenzer vielleicht. Wer als Außenseiter immer verspottet und verprügelt wurde, denkt an diesen Lebensabschnitt wohl seltener gern zurück. Aber was tun, wenn einen die Vergangenheit so plötzlich einholt wie Willibald Adrian Metzger, der im ersten Krimi des Österreichers Thomas Raab eine grandiose Hauptrolle spielt. Der Metzger, der eigentlich Restaurator ist, stolpert nämlich mitten in der Nacht über die
Read More Posted On Mai 7, 2007By Karsten HerrmannIn Bücher
Nichts als die Wahrheit Nachdem Harry G. Frankfurt in „Bullshit“ mit viel Verve und Polemik unser Zeitalter als eines der heißen Luft und der Schwindler und Blender gebrandmarkt hatte, bläst er nun zum Gegenangriff und zeigt, „weshalb denn die Wahrheit für uns eigentlich so wichtig ist.“ Von Karsten Herrmann Der emeritierte Princeton-Philosoph zielt dabei nicht auf die Wahrheit im Sinne einer hohen – und manchmal auch hohlen – Entität und Letztgültigkeit, sondern im Sinne eines ganz pragmatischen Wertes. Gegen die aus seiner Sicht „schamlosen Widersacher der Alltagsvernunft“ wie die Postmodernisten,
Read More Flirrend und farbenprächtig wie ein Kolibri In ihrem Debüt „Die alltägliche Physik des Unglücks“ erzählt die 30-jährige Marisha Pessl auf sprachlich überschäumende und formal ungewöhnliche Weise eine etwas andere Geschichte vom Erwachsenwerden. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter zieht Pessls Protagonistin Blue mit ihrem Vater, einem renommierten Politikwissenschaftler, von Provinz-Uni zu Provinz-Uni und verbringt so „genauso viel Zeit in dem blauen Volvo wie im Klassenzimmer“. Ihr einziger Anker und einziges Bezugssystem ist die unendliche Welt der Literatur von Homers Odyssee über unbekannte Avantgarde-Lyriker bis zu hochspeziellen wissenschaftlichen Fachartikeln. Ihr letztes
Read More Posted On April 19, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Wie Staubsauger, abgestellt in Besenkammern Eva Karnofsky gelingt es in ihrer fiktiven Sozialreportage soziale Anklage, politische Chronik und Gaumenkitzel in eine Form zu bringen, die niemals peinlich oder zynisch wirkt. Mucama – das klingt nach einem exotischen Cocktail, einem Strand in Brasilien oder einem Modetanz. Für Frauen jedoch, die in Argentinien ihre Arbeitskraft für häusliche Dienstleistungen verkaufen müssen, hat dieses Wort überhaupt keinen unterhaltenden Reiz. ‚Mucamas’, das sind Hausangestellte, die der Oberschicht des Landes dabei helfen, dass sie ihren Reichtum auch ‚standesgemäß’ ausleben kann. Und auch das ist noch eine verharmlosende
Read More Blutige Slapstick-Fiction Dieses schnelle, grelle und exzessive Metafiktions-Spektakel entstand bereits Anfang der 70er-Jahre – endlich kann dieser moderne Klassiker der japanischen Literatur nun in seiner deutschen Übersetzung entdeckt werden. Tsutsui Yasutaka gilt als „japanischer Guru der Metafiktion“ und als einer der innovativsten Autoren Japans. Bereits Anfang der 60er-Jahre entwickelte Tsutsui – parallel zu ähnlichen Bestrebungen in Nord- und Südamerika, jedoch ohne von ihnen zu wissen – literarische Methoden, die den Prozess des Schreibens selbst, den Zusammenhang zwischen Fiktion und Realität, in den Mittelpunkt des Textes rückten. Mitte der 60er schaffte
Read More Carlos Gardel war ein Star. Jedenfalls lassen sein strahlendes Zahnpastalächeln unter der breiten Hutkrempe und der seit über siebzig Jahren anhaltende Kult um seine Person dies vermuten. Doch wer verbarg sich wirklich hinter der „kreolischen Drossel“? Von Eva Karnofsky
Read More Posted On April 12, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Das „andere Österreich“ Karl Magnus Gauß führt seine Salzburger Chronik fort Der Gauß. Nur mit dem Artikel genannt zu werden, ist oft eine Art Adelung, die nur wenigen gegönnt ist. Wenn man im deutschsprachigen Verlags- und Mediengewerbe nach einem Autor sucht, der sich im südosteuropäischen Raum auskennt, dann wird man schnell an „den Gauß“ denken. Und tatsächlich hat sich niemand in den letzten Jahren so tief und profund in die Geschichte, die Kulturen, vor allem aber die Literaturen der Regionen und Länder „östlich von Österreich“ eingearbeitet, wie der in Salzburg
Read More Packendes Endzeitdrama In seinem neuen Roman führt der große amerikanische Romancier Cormac McCarthy seine Leser auf eine Reise an das Ende aller Nächte: unerbittlich und unentrinnbar – und gewann damit zurecht den diesjährigen Pulitzerpreis. Ein Mann wandert mit seinem Sohn durch ein zerstörtes Amerika, durch eine versunkene Zivilisation. Mit einem quietschenden Einkaufswagen, der ihr ganzes Hab und Gut enthält, sind sie auf dem Weg aus dem eisigen Norden über steile Bergpässe an die Küste im Süden. Das Land liegt verbrannt, stumm und gottverlassen vor ihnen, es ist kahl gefressen, geplündert
Read More Posted On April 4, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Zwei, drei viele Identitäten Für Amartya Sen findet der Krieg der Kulturen nicht statt. Unlängst lief im Fernsehen (arte) zu später Stunde ein bemerkenswerter Dokumentarfilm. Denkbar kurz war der Titel des Filmes, mit dem aber auch schon direkt das Thema des Filmes angeschlagen wurde: „White Terror“. In einer schaurigen Szenenfolge führte der Regisseur Daniel Schweizer die Zuschauer da in Welten, in denen es die bunte Lebendigkeit der Welt nicht gibt und auch nicht geben soll. Man lernte Rassisten kennen, die sich nicht tarnten und leugneten, sondern zu ihrer Arroganz auch
Read More Posted On April 4, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Vergifteter Boden Anna Politkovskajas „Russisches Tagebuch“ ist besonders an den Stellen von atemberaubender Dichte, wo sie über die Opfer einer Politik schreibt, von denen die dem Kreml devoten russischen Medien schweigen. Vorne auf dem Podium in einem Leipziger Hotel sitzen eine Journalistin und ein Journalist. Er gelassen, vollkommen souverän, bewundernswert stoisch, große Professionalität ausstrahlend. Professionell auch sie, aber ihre Statements kommen härter, getriebener, leidenschaftlicher. Erst heute, zwei Jahre danach, registriert man als damaliger Zuhörer, an welcher, für den Journalismus historischen Veranstaltung man da teilgenommen hat. Bei dem so gelassenen amerikanischen
Read More Furioser Flop Nachdem DBC Pierre mit seinem Debüt „Jesus von Texas“ einen furiosen und mit wichtigen literarischen Preisen ausgezeichneten Überraschungscoup landete, legt er mit „Bunny und Blair“ nun einen ebenso furiosen Flop vor. DBC Pierre, dessen Lebenslauf als Spieler, Junkie, Schmuggler und Bankrotteur sich schon allein wie ein Roman anhört, erzählt in seinem zweiten Roman die Geschichte der siamesischen Zwillinge Bunny und Blair. Diese werden im Alter von 33 Jahren operativ voneinander getrennt und in ein freies, selbstständiges Leben in London entlassen: „Das Tempo, mit dem sie sich in die
Read More Posted On März 14, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Man pilgert wieder München – Rom. Das ist schon mit dem Auto eine lange Tagesreise. Aber was erfährt man im Blechkasten sitzend und schwitzend von der Landschaft, den Bergen, den lokalen Sehenswürdigkeiten, dem Reiz der Ebenen südlich des Brenners? „Wo alles zu viel fährt, geht alles sehr schlecht“, heißt es bei Johann Gottfried Seume, dem Säulenheiligen’ aller Wanderer, „man sehe sich nur um! So wie man im Wagen sitzt, hat man sich sogleich einige Grade von der ursprünglichen Humanität entfernt.“ Also, raus aus dem Wagen, sich gutes Schuhwerk besorgen und
Read More Posted On März 14, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
„Der übliche Katzendreck“ Das ungewöhnliche Leben des Fritz Lamm Sozialdemokraten, Kommunisten und ab den sechziger Jahren dann die ‚68er’. Ist die politische Linke in den westdeutschen Nachkriegsjahren auf diese wenigen Etiketten zu reduzieren? Wo bleiben da die viele ideologische Schattierungen zwischen den Parteien oder die eigensinnigen Einzelgänger, die in keine dieser bis heute so gängigen Schablonen passen? Alles Stalinisten, Stasi-Spitzel, Sympathisanten des Terrors? Wo soll man etwa den Stuttgarter Gewerkschafter Fritz Lamm, Funktionär der ‚Naturfreundejugend’, Gegner der Nazis ebenso wie der ‚realen Sozialisten’ jenseits der Mauer einordnen? Für Sozialdemokraten wie
Read More Posted On März 11, 2007By Joerg von BilavskyIn Bücher, Litmag
Kranke Kindheit Pawel Sanajew debütiert mit einer tragikomischen Lebensgeschichte. Ein großer Roman über einen kleinen Jungen und die leidvolle Suche nach dem Glück. In der Regel sollen sich Großmütter ja rührend und liebevoll um ihre Enkel kümmern. Nicht so in Pawel Sanajews erstem Roman. Hier ist die Babuschka eine streitsüchtige, misstrauische, vom Leben gezeichnete wie enttäuschte Alte. Nachbarn, Ehemann und Freunde sind Opfer ihrer Unzufriedenheit. Leiden muss aber vor allem ihr permanent kränkelnder Enkel Sascha, den sie ihrer angeblich liederlichen Tochter weggenommen hat. Dabei wünscht sich Sascha doch nichts sehnlicher
Read More Von der „Tugend des Staunens“ und dem „Anfängergeist“ „Warum heißt der Stuhl Stuhl?“, „Wo war ich, bevor ich geboren wurde“ oder „Wo bin ich, wen ich tot bin?“ – tagtäglich fragen Kinder ihren Eltern Löcher in den Bauch und führen sie nicht selten an den Rand ihrer Erkenntnis- und Erklärungsfähigkeit. In seinem Buch „Welche Farbe hat die Zeit?“ zeigt uns Marco Wehr anhand solcher nur scheinbar naiver Fragen, wie Kinder uns wieder neu zum Denken bringen und uns neue Horizonte eröffnen können. In einem lockeren Streifzug verbindet der Physiker, Philosoph,
Read More Posted On März 3, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Vorwärts, es geht zurück! Wenn es Aufgabe eines Intellektuellen ist, zeitaktuelle Phänomene zu registrieren, zu analysieren und auf den Begriff’ zu bringen, dann hat Umberto Eco mit dem Gang des Krebs ein sehr treffendes Bild für die heute weit verbreitete paradoxe Stimmung einer rückwärtsgewandten Zukunftserwartung gefunden. „Der Name der Rose“ – mit dem Titel seines berühmtesten Buches scheint Umberto Eco für immer und ewig verbunden zu sein. Dabei hat der Semiotikprofessor aus Bologna sehr viel mehr Bücher, vor allem aber eine Unzahl an wissenschaftlichen, politischen und kulturkritischen Essays geschrieben. Und
Read More Posted On Februar 25, 2007By Karsten HerrmannIn Bücher
Sublime Hochspannung In die kalte und einsame Welt der Spionage, des Tarnens, Täuschens, Tricksens und Verratens führt der neue Roman des hierzulande noch immer unterschätzten britischen Erzählers William Boyd. Nach einem langen Leben in scheinbar völliger Normalität eröffnet die rüstige Seniorin Sally Gilmartin im heißen Sommer 1976 ihrer in Oxford promovierenden Tochter Ruth ein schockierendes Geheimnis: Ihr wahrer Name sei Eva Delektorskaja und sie sei 1939 in Paris als russische Emigrantin für den britischen Geheimdienst angeworben worden. In einem ständigen Zeitenwechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit eröffnet uns William Boyd in
Read More Posted On Februar 18, 2007By Karsten HerrmannIn Bücher
Kalte Leere Zugleich faszinierend und abstoßend eröffnet Massimo Carlotto mit seinem zynischen Realismus tiefe Einblicke in das kalte Nichts und das Ende der Nacht. Mit hartem, schnellen Pulsschlag erzählt Massimo Carlotto in „Arrivederci amore, ciao“ die Geschichte des Exterroristen Giorgio. Nach zehnjähriger Flucht und einem Zwischenstopp in einem mittelamerikanischen Terroristen-Camp kommt er desillusioniert zurück nach Italien und schließt mit der Staatsanwaltschaft einen Deal als Kronzeuge und Spitzel. Alles, was für ihn jetzt noch zählt, ist der schnelle Aufstieg nach oben, der Weg zu Geld und Macht. Seine Mittel: Mord, Gewalt,
Read More Posted On Januar 28, 2007By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag
Vom Suchen und Verschwinden Thorsten Palzhoff beweist in seinen Geschichten großes Talent für episches Erzählen in vielfältigen Stimmlagen. Als Debütant im Steidl-Verlag hatte man es im vergangenen Herbst nicht leicht. Neben der Grassschen Zwiebelhäutung hat kein Titel des renommierten Verlags so recht die Aufmerksamkeit der Feuilletons wecken können – erst recht kein Neuling. Neben der Herausforderung, aus diesem großen Schatten heraustreten zu müssen, geht der 1974 geborene Thorsten Palzhoff auch noch das Wagnis ein, mit drei auf den ersten Blick eher sperrig wirkenden Erzählungen zu debütieren. „Lewkin“, die erste der
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