Frank Göhres "Seelenlandschaften" liefern faszinierende Autorenporträts, gesellschaftskritische Reflexionen und eine groteske Satire über einen neuen Krimi-Trend. Die Rezension von Peter Münder ist gleichzeitig ein kleines Göhre-Porträt.
Read More Gleich für sein Romandebüt "Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao" erhielt der US-Autor Junot Díaz den renommierten Pulitzer-Preis – zu Recht, denn der Sohn eines dominikanischen Einwanderers erweist sich als literarische Urgewalt und erzählerisches Naturtalent, der in diesem Roman auch ein eigenes Stück Geschichte verarbeitet. Von Karsten Herrmann
Read More Mechthild Borrmann verknüpft in ihrem dritten Kriminalroman eine Familientragödie und einen dilettantisch ausgeführten Raub zu einer feinnervigen Kriminalgeschichte. Frank Rumpel ist voll des Lobes.
Read More Licht und Schatten und ein nicht sehr kompetentes Lektorat. Krimikultur à la Suhrkamp? Henrike Heiland ist gerecht …
Read More Posted On Juli 2, 2009By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Arjun Appadurai versucht, die neue Gewalt auf der Welt zu verstehen – jenseits hochspekulativer Terrorexpertisen. Von Carl Wilhelm Macke
Read More Tunnelblick
Man schwankt während der Lektüre immer wieder zwischen dem Gefühl, etwas wirklich Großes zu lesen und dem Eindruck, dass hier jemand, der es noch besser kann, sein Thema nicht wirklich gefunden hat. Von STEFAN BEUSE
Read More In seinem Debütroman kreiert Mark Sarvas einen Typen, der versucht, sich dem modernen Leben mit dantèsker Heldengröße zu stellen. Und das macht er ziemlich unterhaltsam. Von Senta Wagner
Read More Ethno-Krimis waren mal schwer in Mode. Aus Deutschland kamen sie eher selten. Jetzt aber ist es soweit – und geht voll daneben. Peinlich, findet Tina Manske.
Read More Der Kriminalroman schaut in Peru auf eine ziemlich dünne Tradition zurück. Wie in vielen anderen lateinamerikanischen Ländern wurde das Thema Gewalt bis zu den 1990ern vorrangig in anderen Sparten des Romans verarbeitet, etwa im indigenistischen Roman, Revolutionsroman, Violencia-Roman oder Diktatorenroman. Von Doris Wieser
Read More Eine Gruselgeschichte mit Mutter. Joachim Feldmann winkt ab.
Read More Stuart MacBride liebt es heftig, blutig und sehr, sehr komisch. Zum vierten Mal erfreut er uns mit seinem durchgedrehten Personal, das durch die nordschottische Hafenstadt Aberdeen tobt. Aber MacBride ist durchaus nicht der ultrabrutale Frohgeist des Kriminalromans, sondern ein Schriftsteller mit einem sehr klugen Konzept. Eine eindringliche Empfehlung von Thomas Wörtche.
Read More Reisen, Abenteuer, Männerfreundschaft ohne Worte: Carola Ebeling fragt sich, ob Hermann Mensing mit Poplife einen klugen Männerroman geschrieben hat.
Read More Posted On Juni 22, 2009By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
„Schreiben, damit es vor sich hin summt.“ Carl Wilhelm Macke über Philippe Jaccottets Augenblicksskizzen "Notizen aus der Tiefe".
Read More Die Easy-Rawlins-Serie von Walter Mosley startete als Projekt, die Geschichte von Watts in einer Reihe von Kriminalromanen um einen schwarzen Weltkriegsveteranen seit 1948 bis heute zu erzählen. "Cinnamon Kiss" spielt 1966, Nadja Israel hat sich die Entwicklung der Saga angesehen …
Read More Nepper, Schlepper, Bauernfänger Alle wahnsinnig geworden, alle Maßstäbe in der Tonne? Ein biederer, mittlerer deutscher Autor wie Horst Eckert wird in der Nähe von Ross Thomas gesehen, Jörg Juretzka in die Gegend von Raymond Chandler gerückt. Hallo? Dabei kann man gerade Juretzka auch mit sinnvollen Gründen für großartig halten. So wie das Jörg von Bilavsky tut … Ja, es gibt sie noch. Die Kuschel-Reservate für altgewordene und junggebliebene Hippies. Versteckte Buchten in den südlichen Gefilden Europas. Fernab der Zivilisation, wo man nach Herzenslust kiffen, meditieren und vögeln kann. Eigentlich ein
Read More Michael Robothams Romane liefern Action und Thrill am Fließband. Aber beileibe keine Fließbandprosa. Wie man das brillant machen kann, beschreibt uns Henrike Heiland ...
Read More Die Vermutung, Inspektor Larry Holt könnte wieder auferstanden und von London nach Havanna umgezogen sein, ist falsch. Der Titel "Die toten Augen von Havanna" stammt nicht aus dem Nachlass von Edgar Wallace. Vielmehr verbergen sich dahinter zwei Krimis kubanischer Autoren, die dies Genre nutzen, um die dunklen Seiten des Alltags hinter den charmant-morbiden Fassaden Havannas ans Licht zu bringen. Eine spannende Lektüre nicht nur für Kuba-Reisende, findet Eva Karnofsky
Read More Der US-amerikanische Autor Don Winslow liefert uns mit Boone Daniels einen surfenden Detektiv, der im sonnigen Kalifornien einem Menschenhändlerring auf die Spur kommt. Ein leichtfüßig daherkommender, schnittiger Kriminalroman. Frank Rumpel steigt mit aufs Brett …
Read More Ein weiterer Beitrag zu den Conan–Doyle-Festwochen, eine kritische Perspektive von Doris Wieser.
Read More Jeder für sich sind Ken Bruen und Jason Starr außerhalb ihres sie anhimmelnden Fandoms eher für die schwankende Qualität ihrer Romane notorisch. Wenn sie allerdings zusammen die Clowns geben, kommen sogar richtige lustige Bücher heraus. FRANK GÖHRE auf jeden Fall hat sich prächtig amüsiert
Read More Theater als Obsession und Glücksspender - Peter Münder über den faszinierenden Andrea-Breth-Interviewband "Frei für den Moment".
Read More Brauchen wir Klamauk, brauchen wir Dorfpossen? Vermutlich nicht, aber weil wir keine Vorurteile haben wollen, hat sich Joachim Feldmann ein Exemplar dieser Spielarten angeschaut. Naja …
Read More Der Diogenes-Verlag ehrt Raymond Chandler zu seinem 50. Todestag mit einer extensiven Hörbuchfassung des Romans Der lange Abschied, die jedoch weder dem Verlag noch dem Vorleser Gert Heidenreich zur Ehre gereicht. Jörg Auberg ist verärgert
Read More Auch in seinem neuen Roman erweist sich Willy Vlautin als Meister darin, aus dem ganz und gar Gewöhnlichen etwas ganz Besonderes zu machen und den vermeintlichen Bodensatz der amerikanischen Gesellschaft ins literarische Licht zu rücken. Von Karsten Herrmann
Read More Zeller demontiert den Alltag und verleiht ihm scheinbar im Vorübergehen eine neue Poesie – nicht durch Kitsch, sondern durch genaues Beobachten gepaart mit vehementer Fantasie und Sprachwitz. Von Tina Manske
Read More In dem jetzt wieder aufgelegten schmalen Band "Der Geruch von Heu" sind einige verstreute Arbeiten von Bassani versammelt, in denen man sofort seinen melancholischen, aber nicht nostalgischen, in der Personenbeschreibung immer leicht unscharfen, manchmal auch geheimnisvollen Ton spürt. Von Carl Wilhelm Macke
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