Michael Connellys "The Scarecrow" ist ein faszinierender Krisen-Krimi, der den dramatischen Wandel im Zeitungsmilieu beleuchtet. Peter Münder konnte nicht auf die Übersetzung warten. Wir verstehen das, zumal es zu Michael Connelly mehr zu sagen gibt – eine Rezension plus, sozusagen.
Read More Jedem, der sich schon mal über langweilige Interviews geärgert hat, sei dieses Buch hier empfohlen. Von Tina Manske
Read More Posted On August 17, 2009By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag
Fast alle der 21 Storys kreisen um zerbrechende oder bereits zerstörte Familienstrukturen und um die Aufgabe jeglicher Kommunikation. Wenn geredet wird, dann zumeist aneinander vorbei. Von Frank Schorneck
Read More Risiken der Natur
Jonathon King arbeitet seit knapp 25 Jahren als Gerichtsreporter in Philadelphia und Florida für verschiedene amerikanische Tageszeitungen. Für seinen ersten Kriminalroman (The Blue Edge Of Midnight – Messer im Sumpf) erhielt er 2003 den Edgar Allan Poe Award in der Kategorie „Best First Novel“. Er lebt zusammen mit seiner Familie im Süden Floridas. Ein Kauftipp vom Krimibuchhändler (HAMMETT) unseres Vertrauens, Christian Koch.
Read More Spätestens seit unserem Ausflug in die mörderische Tierwelt wissen wir: Die Crime Fiction ist großes, wenn nicht das narrative Paradigma unserer Zeit. Markus Bennemanns gelehrtes und kurzweiliges Buch über „mörderische“ Tiere, benutzte diese Crime-Metapher als Kommunikationsvehikel – auf den Prachtbildern des amerikanischen Malers Walton Ford morden Tiere ganz bewusst, zielstrebig und oft begeistert – oder werden ermordet. Das ist natürlich eine arge Anthropomorphisierung, aber ob so etwas zulässig ist oder nicht, das interessiert "in" aestheticis niemanden. Thomas Wörtche schwelgt …
Read More Posted On August 10, 2009By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag
Der erste Roman des Autors Daniel Zahno, der bereits durch seine Kurzgeschichten („Doktor Turban“) oder Stilspielereien („Im Hundumdrehen“) von sich reden machte, ist eine sehr ruhige, unaufgeregte Liebesgeschichte traditioneller Prägung. Eine Sommerbuch-Empfehlung von Frank Schorneck.
Read More Hvorecky zeichnet einen unsympathischen, gleichwohl spannenden Anti-Helden, der im Nachhinein, von der großen Krise aus betrachtet, sogar fast zu einer Symbolfigur der kurzen Zeit werden könnte, in der alle (Markt-) Gesetze ad absurdum geführt wurden. Von Ulrich Noller
Read More Holm ist wieder da! Felix Holm, der vor rund drei Jahren zum ersten Mal aufs Komischste die Probleme des modernen Mannes verkörperte. Auch in der Fortsetzung ist Holm kein Held, dessen Abenteuer in exotischer Ferne oder schwindelerregendem Tempo stattfinden, sondern einer, der schon an den Tücken des Alltags vor seiner Haustür zu scheitern droht. Von Frank Schorneck
Read More Dieser Roman kommt nicht so recht in Gang, Boyles komplexe Erzähltechniken führen ins Nichts, umkreisen die Hauptfigur in immer gleichen Schleifen, ohne wirklichen Erkenntnisgewinn – und sind auf Dauer schlicht langweilig, ärgert sich Petra Vesper.
Read More Diese manischen Aufzeichnungen sind auch Betrachtungen aus einem inneren Exil, in dem das, was nicht gesagt oder geschrieben werden darf, herausbricht wie ein Beben. Matthias Penzel über Hans Falladas intensives Gefängnistagebuch "In meinem fremden Land"
Read More Ein Comedyroman? Oder eher ein banaler Schwank mit Multikultitouch? Ulrich Noller sortiert die Genres.
Read More Urban Priol legt mit der „Box“ seine Soloprogramme aus den Jahren zwischen 1997 und 2005 vor - eine kurze persönliche Geschichte des politischen Kabaretts. Von Jörg Auberg
Read More Eine wundervoll spleenige, herzzerreißend neurotisch und abgrundtief traurige, schräg-schöne Liebesgeschichte, findet STEFAN BEUSE.
Read More Trotz eines umfangreichen, in zahlreichen Ländern erschienenen Werkes ist Raymond Federman auch im Alter von über 80 Jahren immer noch ein Geheimtipp. Der Avantgardist versucht in Pssst! eine autobiografische Annährung an das Trauma seiner Kindheit, voller Sprünge, Volten und Brechungen – ganz im Stil der von ihm entwickelten „Surfiction“. Von Frank Schorneck
Read More Mit achtjähriger Verspätung präsentiert der Verlag Nagel & Kimche die Übersetzung der „Originalversion“ von William S. Burroughs’ Naked Lunch und muss sich die Frage gefallen lassen, inwieweit man bei Burroughs’ Textproduktionen überhaupt von einer „ursprünglichen Fassung“ geschweige denn von „unterdrückten Textpassagen“ sprechen kann. Jörg Auberg über marktschreierische Transparente eines ignoranten Verlagsmarketings.
Read More Camilla Way wurde 2007 mit Ihrem Erstlingsroman Dead of Summer auf die Shortlist des „CWA New Blood Fiction Dagger“ gewählt. Heute arbeitet sie als freie Autorin und Journalistin u. a. für das Männermagazin Arena. Im November 2008 wird mit Little Bird ihr zweiter Roman erscheinen. Der Kauftipp von Christian Koch (Hammett-Krimis).
Read More Thriller und Kriminalromane mit Kindern sind zurzeit groß en vogue. Das geht oft völlig daneben. Hier, findet Joachim Feldmann, bekommt C.J. Box gerade noch die Kurve.
Read More Der Tod einer prominenten Enthüllungsjournalistin in einer exklusiven Privatklinik erinnert zwar an Agatha Christies betuliches Whodunit-Rätselraten in der Mausefalle, doch P.D. James’ "Ein makelloser Tod" liefert auch scharfsinnige Bestandsaufnahmen einer Gesellschaft im Umbruch. Von Peter Münder
Read More Belgrader Zen Die Serbin Barbi Markovic ist Germanistin und Thomas-Bernhard-Fan. Sie hat sich den Bernhard-Klassiker Gehen vorgenommen und daraus einen literarischen Remix gemacht. Von Tina Manske Anders als beim österreichischen Vorbild geht es bei Ausgehen denn auch nicht um einen Hosenkauf und um das Gespräch über verrückte Mitmenschen, sondern um das Clubben in der Hauptstadt Belgrad, über Locations, die „flashen“ und solche, die eher zum Selbstmord animieren. Markovic kopiert und modifiziert Bernhards Erzählung Satz für Satz, und es ist schon erstaunlich, dass dabei nicht völliger Murks oder pseudointellektueller Wittgenstein-Schwachsinn herauskommt,
Read More Ehrlich währt am längsten Jakob Arjouni legt einen famosen Schelmenroman hin. Inklusive tragikomischem Happyend. Jörg von Blivasky war begeistert. Sind Sie schon einmal auf einen Trickbetrüger reingefallen? Wenn ja, dann werden sie sich gewiss noch an seinen Charme, seine Unbeholfenheit oder seine Überredungskünste erinnern. Und an das taube Gefühl, dass diese Begegnung in ihrem Kopf hinterlassen hat. Und natürlich an die lähmende Wut, nachdem sie ihr Portemonnaie oder ihren Cashmere-Mantel schließlich vermisst haben. All diese Erinnerungen werden wieder wach, wenn sie auf „Eddy“ stoßen. Nur sind sie diesmal gänzlich ungefährdet.
Read More Der Debütroman Verlangen nach Drachen ist eine irrwitzige Groteske in üppigen Bilderfluten. Frank Schorneck hat sich in Rossbachers schillernd wuchernde Prosa versenkt.
Read More Science-Fiction-Autoren weltweit mühen sich, eine schaurige Zukunft zu erfinden, und dann kommt SPIEGEL-Redakteur Thomas Darnstädt daher und stellt so manche schriftstellerische Kopfgeburt in den Schatten. Dabei hat er „nur“ recherchiert. Was er in deutschen Gesetzen, europäischen und amerikanischen Verordnungen sowie in den Schubladen von Politikern und angesehenen Staatsrechtsprofessoren fand, lehrte Eva Karnofsky das Gruseln.
Read More Joachim Feldmann hat die Gummistiefel angezogen und bereut es am Ende noch nicht einmal.
Read More Andalusisches Requiem ist der letzte Teil der Tetralogie um den spanischen Polizeiinspektor Javier Falcón aus Sevilla, der vor andalusischer Kulisse stets höchst brisante Fälle lösen muss, nachdem im vergangenen Jahrzehnt an der südlichen Grenze Europas eine Gemengelage entstanden ist, bei der neben organisierter Kriminalität auch Terrorismus eine zentrale Rolle spielt.
Read More Die Figur Shaft und ihre multimediale Präsenz sind einerseits beispielhaft für die Kalkulierbarkeit der populären Kultur und andererseits für die Dynamik einer fiktiven Figur, die den Zeitgeist trifft und ein Eigenleben entwickelt, das die schnöden kommerziellen Interessen weit hinter sich lässt.
Read More Stillos Ian Rankin versucht mit „Ocean’s Eleven“ und „Thomas Crown“ zu konkurrieren. Ähnlichkeiten sind gewollt und das merkt man dem Roman auch an. Jörg von Bilavsky ist ein wenig angefressen … Ian Rankin kann sich vor Krimipreisen kaum retten. Mit seinem neuesten Werk wird er allerdings wohl leer ausgehen. Zu fantasielos das Sujet, zu durchschaubar der Plot, zu charakterlos die Figuren. Aber der Reihe nach. Das Sujet: Kunstraub. Sicher, endlich mal kein Mord, keine Vergewaltigung, keine Terrorattacken. Aber wer hätte nicht schon einmal von gefälschten Kunstwerken gehört, die von pfiffigen
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