Unheimliche Morde in einer Kleinstadt und ein Jugendlicher, der sich für einen angehenden Serienmörder hält. Was im ersten Moment wirkt wie ein halbwegs typischer Gemetzelthriller mit Anklängen an Jeff Lindsays Dexter-Morgan-Bücher, entpuppt sich als Crossover aus Horror-, Serienkiller- und Entwicklungsroman. Das lässt Kirsten Reimers etwas unschlüssig zurück.
Read More Am 1. September 1989, wenige Wochen vor dem Sturz der Mauer, übersiedelte Ronald M. Schernikau aus der BRD in die DDR und wurde deren Staatsbürger; nicht nur deswegen wird er der „letzte Kommunist“ genannt, wie auch das in diesem Frühjahr erschienene Buch heißt, das sein langjähriger Begleiter Matthias Frings über ihn schrieb. Von Tina Manske
Read More Wie und wann wir unsere Kindheit hinter uns lassen und erwachsen werden, ist bei jedem anders. Anne Wiazemsky hat den aufregenden Lebensabschnitt in einem autobiografischen Roman festgehalten, der 2007 in Frankreich mehrfach preisgekrönt wurde. Von Senta Wagner
Read More Posted On November 2, 2009By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Mit seinen großen Romanen "Fette Welt", "Der große Bagorozy" und "UC" hat sich Helmut Krausser in die erste Riege der deutschen Gegenwartsautoren geschrieben und genießt gerade bei der jüngeren Leserschaft Kultstatus. Mit "Einsamkeit und Sex und Mitleid" blickt er nun in das kalte Herz unserer Metropolen-Gegenwart. Von Karsten Herrmann
Read More "Gangster Opfer Detektive" - Warum Jochen Schmidt mit seiner Typengeschichte der Kriminalliteratur scheitert. Von Ulrich Noller
Read More Posted On Oktober 26, 2009By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
David Albaharis grandiose Abrechnung mit den Gesetzen des Literaturmarkts. Von Carl Wilhelm Macke
Read More William Boyd wurde 1952 in Ghana als Kind schottischer Eltern geboren. Seine Jugend verbrachte er größtenteils in Afrika. Bereits 1981 wurde er für seinen ersten Roman A Good Man in Africa zu einem der 20 besten jungen britischen Erzähler gewählt. Für den Roman Restless erhielt sowohl den Costa Book Award (vormals Whitbread Award), als auch den British Book Award. Die blaue Stunde erschien deutschsprachig erstmals 1995 beim Rowohlt Verlag. Ein Kauftipp vom Krimibuchhändler unseres Vertrauens, Christian Koch. (zur Buchhandlung)
Read More Donald E. Westlake ist zurzeit vor allem in seiner Persona als Richard Stark präsent. Das ist aber schade, denn Westlakes Dortmunder-Romane sind schlichtweg großartig. Und vor allem komisch. Weil es den letzten Dortmunder-Roman auf Deutsch nicht gibt, hat ihn Michael Wuliger eben auf Englisch gelesen.
Read More Familienschreck Thomas Raab lässt seinen behäbigen Zufallsdetektiv nicht zur Ruhe kommen. Selbst der Besuch bei seiner kurenden Freundin Danjela entfacht beim Metzger so manches Feuer. „Der Metzger geht fremd“ war für Peter Münder Anlass, über den Status der Kriminalliteratur prinzipiell nachzudenken, den Roman selbst hat sich Jörg von Bilavsky noch einmal genauer angeschaut. Tja … Wer bereits seinen dritten Fall zu lösen hat, ist bestimmt kein Detektiv wider Willen mehr. Es wird also höchste Zeit, dass Thomas Raab, der nicht mehr ganz neue Newcomer aus Österreich, seinen Restaurator endlich zum
Read More Im Jahr 1984 fährt eine Gruppe Jugendlicher, getarnt als christlicher Chor, ins Wendland, um dort gegen den Castor-Transport zu demonstrieren. Mitten drin ist der 17 Jahre alte Florian Beutler. Wie alle seine Begleiter trägt er einen Anzug. Seiner ist braun und viel zu klein, doch er wird die gesamte Geschichte lang nichts anderes tragen – und am Ende wird er sogar sein Totenhemd. Von Tina Manske
Read More Georg Haderer verortet sein Debüt in Kitzbühel, wo ein Serienmörder das Image des Nobel-Skiortes zu gefährden droht. Mal wieder Serienmord also, verpackt in einer einigermaßen soliden, flüssig erzählten Geschichte. Frank Rumpel ist leidlich zufrieden …
Read More Vodka, so der Titel des Thrillers von Boris Starling, ist nicht nur ein Gesöff, das immer und in großen Mengen konsumiert wird, Wodka ist die einzig stabile Währung, Geldanlage, Heil- und Schmiermittel, Droge und hier zugleich Metapher. Ein Roman, der sich ein bisschen nach Martin Cruz-Smith anhört … Aber Lena Blaudez, die zur Zeit der Handlung in Russland gelebt hat, erkennt vieles wieder.
Read More Schon mit der Verfilmung seines Buches The Gang That Couldn’t Shoot Straight, 1972, mit dem jungen Robert de Niro, hatte Jimmy Breslin in Deutschland kein Glück. Der deutsche Titel war tatsächlich Spaghetti Killer. Und jetzt gibt es wieder ein Breslin-Buch auf Deutsch zu kaufen. Das nächste Desaster, meint Joachim Feldmann …
Read More Der Wälzer beginnt, wie es sich für ein Standardwerk gehört, mit einer Widmung an den Leser: „Egal, woran Sie glauben, was Sie gut finden, wem Sie vertrauen oder wen Sie bewundern - wir sind dagegen! (Und das seit 1979) In Liebe, Ihre TITANIC“. Diese Punk-Attitüde ist der Auftakt zu einem Werk, mit dessen mehr als 400 Seiten man ganze Sonntagnachmittage sinnvoll verbringen kann, schlägt Tina Manske vor...
Read More China als Gastland der Buchmesse – das scheint vor allem Ärger und Eiertänze zu produzieren. Glücklicherweise aber auch schöne Bücher wie dieses. Die Auszeichnung „Suggestivstes Cover“ trüge es mit Leichtigkeit davon. Aber drin steckt auch eine Menge, findet Gisela Trahms.
Read More Buch Eins nach dem Man Booker Prize: Der indische Autor Aravind Adiga knüpft in seinem zweiten Buch thematisch an sein Debüt Der weiße Tiger an, drosselt aber Tempo und Witz. Eine Rezension von Frank Rumpel.
Read More Die Argentinierin Lucía Puenzo (*1976) wurde in den letzten zwei Jahren – seit ihrem Filmdebüt XXY – nicht nur hierzulande nahezu durchgehend mit Lob überhäuft und als vielversprechendes neues Talent gefeiert. Anerkennung und Beifall verdient sie zu Recht vor allem für ihren Film, in dem sie das heikle Thema Intersexualität angepackt und eine dringend nötige Debatte darüber entfacht hat. Trotzdem muss man nicht in alle Lobeshymnen einstimmen, denn die literarische Qualität ihres (ebenfalls verfilmten) Romans "Das Fischkind" kann durchaus skeptisch betrachtet werden. Doris Wieser ist skeptisch …
Read More Ein neuer Roman von Lee Child, der es endlich zum deutschen Publikum geschafft hat, ist immer Anlass zur Freude. Childs Romane sind Prototypen dafür, wie zeitgenössische Kriminalliteratur aussehen kann: intelligent, schnell, gut informiert, mit Action, Drive und Ironie. Kluge Geschichten über kluge Leute und dem Risiko einer sehr literarischen Figur. Ein Statement von Thomas Wörtche anlässlich des neues Romans: "Way Out".
Read More Gerald Kersh ist ein Klassiker. Aber nicht unbedingt deswegen, weil er ein Vorläufer des BritNoir ist. Michael Wuliger rückt ein paar Dinge zurecht.
Read More Henrike Heiland hat ein Buch von Johan Theorin gelesen. Sie hat auch viel über das Buch gelesen. Beides ging schlecht zusammen. Deswegen hat sie ein paar Fragen – voilà:
Read More Ken Bruen lebt nach 25 Jahren als Englischlehrer in Afrika, Japan, Südostasien und Südamerika heute in Galway und schreibt Kriminalromane – leidenschaftlich, mutig und mit „Totenkopf-Humor“.
Read More Ein wunderbares Romandebüt: Klasse geschrieben, gut geplottet, witzig erzählt, abwechslungsreich gestaltet – und voller Wärme für die gut gemachten, lebendigen Figuren. Von Ulrich Noller
Read More Ulrich Ritzel kann’s – und zwar am besten mit seinem gewesenen Kommissar Berndorf. In Ritzels siebtem Roman Beifang darf der als Privatermittler in Ulm und drumherum ziemlich Wirbel machen. Die Wellen reichen bis ins baden-württembergische Innenministerium. Frank Rumpel ist zufrieden.
Read More Zum dritten Mal schickt Christian Schünemann seinen Münchner Starfrisör Tomas Prinz auf Mörderjagd. Kirsten Reimers folgte ihm in eine fremde Welt zwischen Glätteisen und Enlightener und ist betört von dem unaufdringlichen Charme des Whodunit.
Read More Posted On September 28, 2009By Peter MuenderIn Bücher, Litmag
Mythenbeschwörung – Verstörende Erinnerungsfragmente, infantile Ausbruchsversuche, riskante Neuanfänge: Mirko Bonnés eindrucksvoller Roman Wie wir verschwinden. Von Peter Münder
Read More Schwarze Küsse ist wieder mal so ein Roman, über den bisher nichts Kritisches geschrieben wurde. Er zählt zur mittelprächtigen hard-boiled-Standardware, der man gern einen Nachmittag widmet, um sich von ihr für ein paar Stunden unterhalten zu lassen. Danach kann man das Buch völlig beruhigt ins Regal stellen, obwohl es eigentlich gar nicht beruhigend war. Denn der Autor, der eigentlich viele narrative Kniffe beherrscht, beschreitet bekannte und bewährte Räume, operiert mit beliebten Effekten und zeigt dadurch, warum es so ungeheuer schwierig ist, etwas wirklich Eigenständiges zu produzieren. Doris Wieser bleibt skeptisch
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