Kurzrezensionen – diesmal mit Wolfgang Herrndorf, Gabriele Kögl, Martin Kessel, Marcel Maas, Anne Tyler und Kwame Anthony Appiah, von Jan Karsten (jk), Senta Wagner (sw), Anna Veronica Wutschel (avw), Frank Schorneck (fs) und Carl Wilhelm Macke (cwm). Publikumsliebling (jk). Ganz Literatur-Deutschland ist in Wolfgang Herrndorfs schmalen Roman „Tschick“ verliebt. (Fast) nur Lob in den Feuilletons der Printpresse, die Sternchen bei Lovelybooks und Amazon leuchten gelb, sein Autor hat dafür den Clemens-Brentano-Preis bekommen, er steht auf der Shortlist des Preises der Leipziger Buchmesse – und ginge es nach einer Umfrage unter
Read More Neue Deutsche Welle und Punk - zwei Jugendkulturen, die die Musikgeschichte entscheidend verändert und ganz subjektiv so manche Jugend erst zu dem gemacht haben, was sie war. Christina Mohr hat sich zwei Bücher zu Punk und NDW angesehen.
Read More Weinende Kerle – Ein Killer wird von seinen Opfern heimgesucht. Sie wollen, dass er seine Auftraggeber umbringt. Und das alles vor einer IRA-Kulisse. Prima Idee! Erst mal. Von Henrike Heiland. Gerry Fegan tötete für die IRA, damals, als es in Belfast auf den Straßen noch brannte und sich Protestanten und Katholiken gegenseitig abmurksten. Dann saß er einige Jahre im berüchtigten Maze Prison. Nun ist es 2007, Belfast ist ganz anders und er schon wieder ein paar Jahre draußen. Es gibt viele Gründe, warum er das Trinken angefangen hat: weil ihm
Read More Kriminalliteratur hat viele Inkarnationen. „Krimi“ ist nur eine davon. Vermutlich nicht die Wichtigste. Matthias Penzel hat sich mit einem Text beschäftigt, über den man sagen kann, dass er Kriminalliteratur ist. Aufzeichnungen aus einer blutlosen Zeit Ob dies nun ein Krimi ist oder nicht: Auch nach 230 Seiten plus Nachwort ist es nicht ganz klar, auch mehr als fünfzig Jahre nach seiner Entstehung ist nicht eindeutig zu beweisen, was für ein corpus delicti hier vorliegt. »In den Tiefen der Hölle« ist androgyn. Es gibt Leichen; die erste gleich nach den ersten
Read More Unwiderstehlicher Sog – Nach dem hochgelobten New York-Roman „Cash“ von Richard Price hat der S. Fischer Verlag nun auch dessen schon 1992 erstmalig auf Deutsch erschienenen und lange vergriffenen Roman „Clockers“ wieder aufgelegt – eine grandiose (Wieder-) Entdeckung! Es schwärmt Karsten Herrmann. Richard Price, der sich insbesondere auch als Drehbuchautor von Filmen wie „Die Farbe des Geldes“, „Sea of Love“ oder „Kiss of Death“ und für einzelne Folgen der Kult-Serie „The Wire“ einen Namen gemacht hat, siedelt seinen Roman in der heruntergekommenen Roosevelt-Siedlung in Dempsy und damit vor den Toren
Read More Bloody Chops, heute als Solo von Thomas Wörtche. Schauerroman – Wie bekommt man einen arg gealterten Auguste Dupin, Geister auf Droge, Anubis, Grand Guignol, Herrn Beyle (Hugo, nicht Henry) und grünes Ektoplasma (oder so) spuckende Medien zusammen? Am einfachsten unter dem Schlagwort „Schauerroman“, wie eine Figur des ziemlich lustigen Auftaktcomics zur Serie „PIK AS. Die Fantastische Detektei“ namens „Die Parapsychologin“ meint, als die herausgeschnittenen Augen einer medialen Zwergin in einem Kristallglas gefunden werden. Zeichner Jacques Lamontage und Texter Thierry Gloris treiben Scherz und Frohsinn mit den Standardrepertoires aller Crime &
Read More Hauptseminar in Sachen Metal und Pop – Matthias Penzel hat sich mit Gewinn zwei Bücher angeschaut, die sich weitab von Fan-Gedudel mit zeitgenössischer Musik beschäftigen. Irgendwann nach dem Split der Sex Pistols hat Johnny Rotten mal einen Spruch vom Stapel gelassen, der in etwa so ging: „Es wird Zeit, dass wir die Sache mal ernsthaft angehen, schließlich haben wir lange genug aus dem Arsch gepisst.“ Daran anknüpfend ließe sich ableiten: Pop ist – inzwischen auch in Deutschland – aus den Kinderschuhen raus, Pop muss nicht mehr wie ein Abenteuerspielplatz betrachtet
Read More Bloody Chops, subtil, doch gleichzeitig brachial veranstaltet, von Frank Rumpel (rum), Joachim Feldmann (JF) und Thomas Wörtche (TW) Bescheidener Titel, klasse Roman (rum). Der Arzt und Industriellensohn Robert Lubisch findet nach dem Tod des Vaters in dessen Nachlass das Bild einer jungen Frau und einen SS-Ausweis mit fremdem Namen. Die Neugierde treibt ihn herauszufinden, wer die Frau war, um so vielleicht den Vater, zu dem er ein distanziertes Verhältnis hatte und dessen Fassade nach außen so perfekt war, im Nachhinein etwas anzukratzen. Bei seinen Nachforschungen hilft ihm die Journalistin Rita
Read More Inszenierte Wirklichkeiten – Wie wirklich ist unsere Wirklichkeit noch und wer schreibt das Drehbuch unseres Lebens wirklich? Diesen Fragen spürt Jonathan Lethem in seinem neuen Roman „Chronic City“ nach und nimmt die Leser mit auf einen grenzüberschreitenden Trip durch die Kulissen Manhattans und seiner Schickeria aus Reichen, Schönen und subversiven Quertreibern. Von Karsten Herrmann Nach seinen großartigen Brooklyn-Hommagen „Motherless-Brooklyn„ und „Die Festung der Einsamkeit“ erweist sich der gebürtige New Yorker einmal mehr als avancierter Chronist seiner Heimatstadt: „In Manhattan zu leben bedeutet, ständig darüber zu staunen, wie viele Welten hier
Read More Geschichten vom Silberfluss – Nackt bis auf die Sonnenbrille und ihrer Wirkung gewiss, schreitet eine junge Frau durch die belebteste Einkaufsstraße von Paraguays Hauptstadt Asunción. Welche Turbulenzen sie erzeugt, schildert Ana María Strahms Erzählung „Calle Palma“ mit fühlbarem Vergnügen, die Motive der Blitzerin werden jedoch nur angedeutet. So schwebt trotz aller Entblößung ein zarter Schleier über dem Text, was ihm sehr bekommt. Dass die Schöne es auch auf das Cover schaffte, ganz ohne Schleier, versteht sich von selbst. Der Fluss, auf den der Titel anspielt, ist der Rio de la
Read More Reden ist Silber, brillant reden ist Gold – Dieser Streifzug durch die Geschichte der antiken Rhetorik ist sehr aufschlussreich, auch hinsichtlich der rhetorischen Defizite unserer zeitgenössischen Redner. Von Peter Münder Es ist peinlich und erschütternd, anrührend und extrem irritierend wie diese Panikattacke des stotternden Herzogs von York, „Bertie“, des späteren King George VI., einem zu Herzen geht: Man scheint beim Betrachten des grandiosen Films „The King’s Speech“ direkt in die Seele einer zutiefst verletzten, verunsicherten und verzweifelten Kreatur zu blicken – nur weil statt einer überzeugenden Rede vor den im Wembley-Stadion versammelten
Read More LitMag-Quickies – Kurzrezensionen, diesmal zu Martin Sonneborn, Björn Kuhligk, James Orbinski, Christian Y. Schmidt und Paul Ginsborg von Tina Manske (tima), Frank Schorneck (fs) und Carl Wilhelm Macke (cwm). „DDR war sowas wie Krieg, glaube ich“ (tima) Im Jahr 2008 unternimmt der Satiriker Martin Sonneborn, Ex-Chefredakteur der Titanic und Gründer der PARTEI, einen ungewöhnlichen Ausflug: Er wandert einmal um Berlin herum, 234 Kilometer. Mit dabei ist der Dokumentarfilmer Andreas Coerper, der die Begegnungen auf dieser Reise durch den Osten mit der Kamera festhält. Das Buch „Heimatkunde“ ist die äußerst vergnüglich
Read More Get Your Kicks In The MFS – Überwachen, kontrollieren, bespitzeln – und das rund um die Uhr. Das ist die Aufgabe der mit gigantischen Mitteln ausgerüsteten Geheimdienste, die dann doch alles verpatzen und verpennen, wie wir gerade am Beispiel Tunesien und Ägypten erleben konnten, wo niemand die massiven Protestbewegungen vorhergesehen hatte. So war es eigentlich schon immer, nicht nur bei der CIA oder beim britischen Auslandsdienst MI6. Auch wer für den BND oder die Stasi als Spion im Einsatz war, kann ein hübsches Potpourri an Pleiten, Pech und Pannen präsentieren,
Read More Schaurig, schaurig… Huuubuuu, auf´m Dorf geht´s ab. Mord und Unzucht, Leichenberge …. Thomas Wörtche hat sich schwer geschaudert… Am Anfang pisst eine Frau auf das Grab einer frisch verstorbenen Jugendfreundin. Das ist nicht nett und ein klein bisschen drastisch. Ein Hingucker auf jeden Fall. Damit beginnt der Roman „Hemmersmoor“ von Stefan Kiesbye, der laut Paratext (hier: Klappentext) ein „Schauerroman“ sein soll. Mit Paratexten will man Rezeptionen vorgeben, was allerdings nur bei einem arg naiven Publikum funktioniert, wenn Paratext und Text derart erstaunlich inkongruent sind. In „Hemmersmoor“ passieren auf schmalen 206
Read More Bloody Chops, frisch & dampfend, heute von Joachim Feldmann (JF) und Thomas Wörtche (TW) Ein Zissemännchen der Spannungsliteratur – (JF) Freunde der literarischen Leichenschnippelei kommen in Simon Becketts viertem Roman um den „forensischen Anthropologen“ Dr. David Hunter kaum auf ihre Kosten. Nur einmal darf der geniale Erforscher der „Chemie des Todes“ seine Expertise unter Beweis stellen. Aber ausgerechnet diesen kleinen Triumph gönnt ihm der ebenfalls bei der Ausgrabung eines Mordopfers im schauerlichen Dartmoor anwesende „forensische Archäologe“ nicht. Ja, man wundert sich, wer heutzutage alles im Dienste kriminalistischer Ermittlungen tätig wird.
Read More Posted On Februar 23, 2011By Kerstin CarlstedtIn Bücher, Litmag
Beeindruckende Vorstellungskraft – Selten war es nachteilig, als Schriftstellerin gut auszusehen. Im Gegenteil. Wie bei Opernsängerinnen, bei denen früher nur die Stimme zählte, ist es heute auch für den Erfolg im Literaturbetrieb immer wichtiger, dass Newcomerinnen schön anzusehen sind. Oder wäre Zoe Jennys „Blütenstaubzimmer“ so wohlwollend besprochen worden, wäre sie nicht dieses ätherische, elfengleiche Scheidungsmädchen gewesen? Und wäre das Kurzgeschichtendebüt „Sommerhaus, später“ von Judith Hermann genauso zahlreich über den Ladentisch gewandert, wäre die Autorin nicht ausgesprochen vorteilhaft auf Klappentext- und Katalogbildern abgebildet worden? Bei Nicole Krauss hingegen ist es wohl
Read More Posted On Februar 23, 2011By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Quälende Chronik einer scheiternden Liebe – Mit „die letzten schönen Tage“ serviert Helmut Krausser seinen Lesern ein seltsames literarisches Mahl – es ist weder feurig-würzig, noch raffiniert-opulent, geschweige denn süß und verlockend. Es ist eher zäh und trocken und schwer zu schlucken – und gleicht damit dem Leben und der Liebe in diesem Roman. Von Karsten Herrmann Im Zentrum des Buches steht Serge, ein zwanghafter, grundsätzlich pessimistischer und tendenziell hämisch-menschenverachtender Werbetexter in den Dreißigern, der an einen von Houellebecqs Antihelden erinnert. In dem von einem Jahrhundertwinter heimgesuchten eiskalten Berlin soll
Read More Posted On Februar 23, 2011By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag
Der Staub der Glasmurmeln – Allein für den Titel kann man das Debüt von Carolina Schutti lieben. Ihrem Roman stellt sie zwei Betrachtungen voran: Zum einen beschreibt sie, wie enttäuschend der Blick auf den feinen Staub von zertretenen Glasmurmeln sein kann, die das Geheimnis ihres Innenlebens nicht preisgeben; zum anderen beschreibt sie, dass, wer getragen wird, keine Glasmurmeln zertritt: „Wer getragen wird, hat einen Träger.“ Der Wunsch nach einem Träger, nach jemandem, der vor Verletzungen schützt und Verantwortung übernimmt, scheint auch Anna zu erfüllen. Nur scheinbar ist die 18-Jährige selbständig,
Read More Die Oberfläche des Spiegels Der Stil so mittelmäßig wie der Held – Die Geschichte eines gescheiterten jungen Mannes Ein kleines Nest im Süden. Nebensaison. Bis auf die Gäste einer Versicherungstagung befinden sich keine Fremden im Ort. Julian, ein junger Tagungsteilnehmer, ignoriert die einheimische Warnung vor gefährlichen Strömungen und nutzt die Mittagspause, um im angrenzenden See schwimmen zu gehen. Gedankenverloren lässt er sich treiben und kommt vom Ufer ab. Er gerät in Panik, verliert das Bewusstsein, erwacht erschöpft an einem Ufer liegend, ohne zu wissen, wie er sich hat retten können.
Read More Bloody Chops – heute von Henrike Heiland (HH), Joachim Feldmann (JF) und Thomas Wörtche (TW) Porno und Elfen (HH) Per Mörner, Sohn des Pornoproduzenten Jerry Morner, hat ein altes Sommerhäuschen auf Öland geerbt. Vendela und ihr Mann, der Schriftsteller Max, haben eine neue Sommervilla gegenüber gekauft. Der 84-jährige Gerlof zieht sich ebenfalls auf die Insel zurück, weil er keine Lust hat, im Altersheim zu sterben. Noch kennen sie sich nicht, aber bald wird klar, wie eng ihre Leben miteinander verflochten und voneinander abhängig sind. Der Brandanschlag auf Pers Vater Jerry
Read More Posted On Februar 16, 2011By Friederike von Criegern de GuinazuIn Bücher, Litmag
Kein Trost, nirgends –Roberto Bolaño widmet seinen letzten Roman über zwei Waisen seinen Kindern. Ein Trostbuch ist es nicht, es ist bitter und beklemmend – und lesenswert. Von Friederike von Criegern. Ein Mädchen und ein Junge verlieren ihre Eltern, von da an gibt es „keine Nacht mehr und alles [ist] ein Dauerzustand von Sonne und Licht. […] Sonne, Licht und berstende Fenster“. So setzt der „Lumpenroman“ ein, in dem das Mädchen Bianca erzählt, wie sie und ihr kleiner Bruder nach und nach aus dem bürgerlichen Leben fallen. Es ist das
Read More Posted On Februar 16, 2011By Bernhard OberreitherIn Bücher, Litmag
„Das“ Cola, bitteschön! Es gibt mehrere Methoden, die in Österreich lebenden Deutschen einzuteilen. Zum Beispiel in die, die die Bezeichnung „Piefke“ kennen, und in die, mit denen man so lange auf gutem Fuß bleibt, bis sie es rausgekriegt haben. Oder in die, die unsere Studienplätze vollsitzen (böse), und die, die bei uns Steuern zahlen und/oder Mozartkugeln kaufen (gut). Oder, und das scheint wohl das wichtigste Kriterium zu sein, in solche, die möglichst bald einen Deutschenstammtisch gründen, und solche, die das nicht tun. Darum, um diese letzte Unterscheidung, geht es in
Read More Frische Häppchen – Kurzrezensionen zu Ela Angerer, Willibald Sauerländer, Heinz Strunk, Arno Jaeger und Henning Ritter von Senta Wagner (sw), Tina Manske (tima) und Carl Wilhelm Macke (cwm). Auf allen vieren krabbeln (sw) – Das erste trashige Bändchen aus der Buchreihe Moderne Nerven des Czernin Verlags verspricht „Unterhaltung für Nachtmenschen, Szenekenner und Junggebliebene, Vielleser und Literatureinsteiger“. Nachtmenschen waren/sind wir alle, Szenekenner speziell der Szene Wien nicht unbedingt/ganz und gar nicht, Vielleser, aber ja, Literatureinsteiger, bitte? Kurz: Lektüre für Menschen mit modernen Nerven von eben solchen Menschen geschrieben. Den Irrsinn, Abstürze,
Read More Never Fuck Your Friends – Sophie Andresky schreibt erotische Literatur für Frauen (und Männer), die mehr ist als eine bloße Aneinanderreihung von „Szenen“: Sie verbindet Sex, Gefühl und einen tragfähigen Plot sehr gekonnt zu „Romantic Porn“, findet Petra Vesper. Zugegeben: Die Feststellung, ein Porno habe eine gute Handlung, erinnert ein wenig an das früher gern genutzte Alibi, man(n) kaufte den „Playboy“ allein wegen der Interviews. Doch die Zeiten, in denen jenes Magazin tatsächlich einen lesenswerten Textteil hatte, der mehr sein wollte als Beiwerk zu den Fotos, sind lange vorbei. Noch
Read More Die Methoden des Machtkampfes – In diesem Frühjahr erscheinen in einer Neuauflage zwei lange vergriffene Klassiker amerikanischer Spannungsliteratur: James Dickey, Flussfahrt (280 Seiten, 14 Euro, Seeling Verlag, Frankfurt) und David Osborn, Jagdzeit (272 Seiten, 10,95 Euro, Pendragon Verlag, Bielefeld). Beide Romane haben einen vergleichbaren Ausgangspunkt. Beide wurden Weltbestseller und beide wurden verfilmt – der eine mit Burt Reynolds, der andere mit Peter Fonda in der Hauptrolle. Der eine Film ist längst ein Klassiker, der andere ein weitgehend vergessenes B-Movie. Für sein Nachwort zu „Jagdzeit“ hat sich Frank Göhre auf Spurensuche
Read More Vom Polizeireporter zum Aktivisten gegen Menschenhandel – Jake Adelsteins bahnbrechendes Buch über die Yakuza gibt es jetzt endlich auf Deutsch. Susanna Mende hat es gelesen. Der amerikanische Journalist Jake Adelstein war von 1992 bis 2005 bei der auflagenstärksten Tageszeitung Japans, der Yomiuri Shimbun, als Polizeireporter tätig. Vielleicht wäre es korrekter zu sagen, seine Tätigkeit bei der Yomiuri Shimbun hat aus ihm einen mit allen Wassern gewaschenen Journalisten gemacht, dessen Kompromisslosigkeit ihn schließlich mit einem Anführer einer der zweiundzwanzig offiziell anerkannten Yakuza-Gruppen in Japan 2004 in einen lebensbedrohliche Konflikt bringt, als
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