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Posted On Mai 14, 2011By Joerg AubergIn Bücher, Crimemag

Mordecai Richler: Solomon Gursky war hier

Der Autor als Trickster – In seinem Roman „Solomon Gursky war hier“ verschränkt Mordecai Richler die Geschichte jüdischer Immigranten mit der indigenen Tradition Kanadas und zeichnet ein multidimensionales Bild der kanadischen Gesellschaft. Von Jörg Auberg Im Alter von neunzehn Jahren verließ Mordecai Richler sein Heimatland Kanada, weil er es als literarisches Ödland wahrnahm. Sein erster Roman („The Acrobats“, 1954) handelte von einem jungen kanadischen Maler in Spanien inmitten einer Gruppe desillusionierter Expatriates und Revolutionäre und war nicht mehr als ein Pastiche von André Malraux, Jean-Paul Sartre und Ernest Hemingway –Read More

Posted On Mai 14, 2011By Claus KerkhoffIn Bücher, Crimemag

Daniel Woodrell: Winters Knochen

Eine Blume im dunklen Land der Ozarks – Der 1953 geborene Amerikaner Daniel Woodrell hat für seine Romane den Begriff Country Noir geprägt und als „a noir story set in rural America rather than an urban area” definiert. In Anspielung darauf und auf die Qualität seiner Romane schrieb die Los Angeles Times, dass Daniel Woodrell für die Ozarks das sei, was Raymond Chandler für Los Angeles war. Ende März ist der Independent-Film „Winter’s Bone“ in den deutschen Kinos gestartet, dessen literarische Vorlage Daniel Woodrells gleichnamiger Roman ist.  Ein  beeindruckendes, sehrRead More
Kleine Bomben, große Bomben – In der Riege der Polit-Thriller-Autoren geht David Ignatius immer ein wenig unter. Das ist schade, denn er gehört schon zu den interessanteren, weil sehr gut informierten Autoren des Genres. Gerade ist sein Erstling von 1987,  „Agents of Innocence“ bei Rowohlt neu aufgelegt worden. Susanna Mende hat den Roman einem Klassiker-Check unterzogen. Der amerikanische CIA-Mitarbeiter Tom Rogers wird im September 1969 in die Station von Beirut versetzt, wo er sich um die sogenannte „Palästinenser-Abteilung“ kümmern soll, nachdem nicht mehr zu übersehen ist, dass die Palästinenser undRead More

Posted On Mai 14, 2011By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops … Harte Schnitte, klare Urteile, keine Reste … Heute von Thomas Wörtche (TW), Frank Rumpel (rum) und Jörg von Bilavsky (JvB). Tod & Täter (TW) Eigentlich ein sehr konventioneller Kriminalroman der guten, alten und netten Sorte. Ein ekliger Mord an einem kleinen Mädchen ist seit 25 Jahren nie aufgeklärt worden und verjährt (das geht in der schwedischen Rechtsprechung), ein pensionierter Polizist nimmt den Fall wieder auf und überführt den Täter. Weil wir aber von dem neuen Roman von Leif GW Persson reden, läuft die Sache anders, keinesfalls konventionellRead More
Ausgeschieden! Uns bleibt ein Erdenrest Zu tragen peinlich, Und wär‘ er von Asbest, Er ist nicht reinlich. (Goethe, Faust II) In seinem 2005 auf Deutsch erschienen Werk „Profanierungen“ fordert der italienische Philosoph Giorgio Agamben einen „neuen Umgang“ mit jener Absonderungsform, die von allen feinen und groben Unterscheidungen die profundeste und doch immer unterschätzte zu sein scheint. Und darum von der seriösen Wissenschaft meist ausgespart und gemieden wird. Zu Unrecht, zumal doch gerade die avancierte soziologische Theorie à la Luhmann und Bourdieu ihr Hauptaugenmerk auf operative Unterscheidungen und Distinktionen zu richtenRead More

Posted On Mai 11, 2011By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

Marie T. Martin: Luftpost

Von Melancholie durchwebt – Bislang ist die 1982 geborene Marie T. Martin in erster Linie mit extrem kurzen Texten in Erscheinung getreten. Sei es in Literaturzeitschriften wie Macondo, sei es mit den Kürzestgeschichten der wunderbar versponnenen  Heftreihe „Die kleinen monochromen Freunde“, die sie gemeinsam mit der Illustratorin Ulrike Steinke bei Onkel & Onkel publiziert hat. Nun ist im poetenladen Verlag unter dem Titel „Luftpost“ ein Band mit einigen etwas längeren Geschichten erschienen, den Frank Schorneck genauer gelesen hat. Die Geschichten in „Luftpost“ haben es in sich: Marie T. Martin zeigtRead More

Posted On Mai 7, 2011By Vladimir AlexeevIn Bücher, Crimemag

Hutchins/Weisman: Personal Effects/Dark Art

Haptik des Nervenkitzels – Vladimir Alexeev hat eine multimediale Wundertüte entdeckt und ist begeistert – lesen Sie, von was und warum: Zach Taylor hat einen seltenen Beruf: Er ist Kunsttherapeut für die besonders schwierigen Fälle. Er arbeitet in einer abgeschiedenen Heilanstalt Brinkvale Psychiatric Hospital (kurz: The Brink) und ist erfolgreich in seinem Handwerk, die Patienten mit ihrer kreativen Entfaltung aus ihrem psychosomatischen Problemkreis zu befreien. Doch dann wird er mit einem Sonderfall konfrontiert: Martin Grace. Ein Serienmörder, immun gegen alle anderen Therapien. Er war auf der Flucht. Er soll zwölfRead More
Manchmal fallen Gunter Gerlach Bücher in die Hände, die er lieber doch nicht auslesen möchte (Unmögliche Lektüren 1). Warum, das erfahren Sie hier – Heute in den „Unmögliche Lektüren“: Volker Klüpfel/Michael Kobr: Rauhnacht Wiederholungen für das Gefühl der Geborgenheit „Du liest schon wieder einen Krimi!“ Es  kommt als Vorwurf von Maja. „Der Buchhändler hat gesagt, dieses Autoren-Duo wäre richtig gut.“ „Seit wann traust du einem Buchhändler?“ Da hat sie natürlich Recht, viele Buchhändler haben sich zu Sklaven der Großverlage entwickelt. Wenn ich bedenke, dass noch vor Kurzem selbst progressive BuchhändlerRead More

Posted On Mai 7, 2011By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Klassiker-Check I: David Osborn – Jagdzeit

Kein Bourbon am Tötungstag – David Osborns hammerharter Thriller „Open Season“  von 1974 ist jetzt bei Pendragon in einer Neuausgabe mit einem Nachwort von Frank Göhre erschienen. Ein Klassiker-Check von Peter Münder. Die drei Kumpel Ken, Greg und Art kennen sich schon seit ihrer wilden College-Zeit und nach noch wilderen, brutaleren Kriegserfahrungen in Vietnam;  jetzt sind sie arriviert, haben gut dotierte Jobs, sind im Rotary Club, verheiratet mit Kindern – der Inbegriff gut situierter suburban Middle-class-Typen. Doch einmal im Jahr brechen sie aus ihrem bürgerlichen Ghetto aus und gehen aufRead More
Wiederentdeckt – Joachim Feldmann hat ein Buch gefunden, von dem er kaum noch wusste, dass er es schon einmal gelesen hatte. Er hat es wieder getan. Zum Glück: Gewaltverbrechen sind rar in Hillston. Zumindest in der Oberschicht, die in der kleinen Stadt in North Carolina schon seit Menschengedenken den Ton angibt. In diesen Kreisen bringt man sich höchstens selbst um, wie Detective Justin Savile weiß. Der Polizist kennt sich aus, schließlich stammt er selbst aus einer der einflussreichsten Familien der Stadt. Dass er es nicht zum Senator oder zumindest zumRead More

Posted On Mai 7, 2011By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Christopher G. Moore (Hg): Bangkok Noir

Bangkok Noir – Unser Mann in Bangkok, Christopher G. Moore, schreibt nicht nur brillante Kriminalromane aus seiner Heimatstadt Bangkok, berichtet nicht nur regelmäßig u.a. für CrimeMag von den irrsinnigen Realitäten Asiens, er hat jetzt auch eine schöne Anthologie herausgegeben, die zeigt, dass in und über Bangkok, abseits der literarischen Trampelpfade oder Herrn Willemsens Kurzbesuchen (nix gegen die Fotos von Ralf Tooten), faszinierende Text entstanden sind und entstehen. Eine Empfehlung von Thomas Wörtche. Anthologien gibt es zurzeit wie Sand am Meer. Meistens sind sie überflüssig. Und wenn sie irgendwo anders aufRead More

Posted On Mai 7, 2011By Eva KarnofskyIn Bücher, Crimemag

Don Winslow: Tage der Toten

Zu viel Geld im Spiel – Normalerweise wird es gruselig, wenn US-Thriller-Autoren ihre Romane jenseits der Südgrenze ihres Landes ansiedeln. Da sind die Rollen gewöhnlich klar verteilt: im Norden die Guten, im Süden die Bösen. Don Winslow ist nach akribischer Recherche zu einem anderen Schluss gekommen – die Bösen sitzen auf beiden Seiten. Sein Roman „Tage der Toten“ ist fast schon ein Sachbuch über den Drogenkrieg in Mexiko hat Eva Karnofsky festgestellt und den Roman, der auf allen Besten-Listen zu finden ist, für CrimeMag noch einmal genau gelesen … DonRead More

Posted On Mai 7, 2011By Friedemann SprengerIn Bücher, Crimemag

Lydia Cacho: Sklaverei

Sklaverei, Menschenhandel, Zwangsprostitution – Mexiko gehört mehr und mehr zu den failing states. Das ist sogar schon beim Stern angekommen, Don Winslow hat die Entwicklung dahin geschildert, und Autoren wie Gabriel Trujillo Muñoz haben diesen Umstand schon immer zum Thema. Die totale Verrottung hat ihren deutlichsten Indikator in der Rolle der Warlords, der Narcotraficantes. Aber das Elend greift tiefer und ist globaler. Die mexikanische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Lydia Cacho, die Jürgen Neubauer jüngst für uns porträtiert hat, setzt beim Thema „Sexsklaverei“ ein, auch wenn ihr aktuelles Buch auf Deutsch nurRead More

Posted On Mai 7, 2011By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – kurz, prägnant, kritisch, saignant – heute von Joachim Feldmann (JF), Kirsten Reimers (KR), Frank Rumpel (rum) und Thomas Wörtche (TW) Mörderische Fracht (JF) „Warum, verdammt noch mal, habt ihr die Polizei nicht eingeschaltet“, will der empörte Meeresbiologe Meiners von Thomas Nyström und Anna Jonas wissen. Das ist natürlich die falsche Frage an die Helden des Thrillers „Mörderische Fracht“ von Lukas Erler. In seinem vielgelobten Debüt „Ölspur“ (2010) hatte Erler das ungleiche Paar auf die Machenschaften des ominösen Unternehmens International Maritime Solutions Limited angesetzt, in dessen Auftrag dieRead More

Posted On Mai 4, 2011By Peter MuenderIn Bücher, Litmag

Wolfgang Büscher: Hartland. Zu Fuß durch Amerika

Hakenschlagend am Highway – Nach seinem legendären Fußmarsch von Berlin nach Moskau (2003) und seiner Wanderung durch Deutschland (2006) hat Wolfgang Büscher nun das ultimative Wanderabenteuer gewagt und Amerika zu Fuß durchquert: von der kanadischen Grenze bis nach Mexiko. Der asketische Meister subtiler Impressionen und Chronist faszinierender Episoden hat sich mit „Hartland“ mal wieder selbst übertroffen. Von Peter Münder Als „Amerikadepp“ wurde Wolfgang Büscher, 59, von Freunden und Reiseexperten verhöhnt, als er seinen Plan ankündigte, zu Fuß durch die USA zu marschieren: „Wie blöde kann man denn sein?“ war dieRead More

Posted On Mai 4, 2011By Senta WagnerIn Bücher, Litmag

Stephan Alfare: Der dritte Bettenturm

Ein Lesungsversprechen –Rauchen, trinken, lesen: Bericht von der abenteuerlichen Lesung eines abenteuerlichen Romans. Von Senta Wagner. Ein Mund mit Zahnlücken grinst mich schief an, zwischen den Lippen hängt glaube ich ein Zigarillo, leichter Alkoholgeruch in der Luft. Der Mann mit dem Käppi auf den grauen lang-fransigen Haaren ist Stephan Alfare. Er lässt mir den Vortritt, ich betrete den Lesungsraum, aber nicht ich lese, er liest. Der 46-jährige Vorarlberger präsentiert seinen Ende März 2011 im Luftschacht Verlag erschienenen dritten Roman „Der dritte Bettenturm“. Gastgeber der Veranstaltung ist die Österreichische Gesellschaft fürRead More

Posted On Mai 4, 2011By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

Jana Scheerer: Mein innerer Elvis

Der King lebt – Der zweite Roman der 1978 in Bochum geborenen Jana Scheerer hat ein Vermarktungsproblem: In einigen Buchhandlungen, u.a. bei einem großen Internet-Händler, wird „Mein innerer Elvis“ als Jugendbuch angeboten – dabei ist dieses turbulente literarische Road-Movie auch für Erwachsene eine ungemein witzige Unterhaltung. Die fünfzehnjährige Antje hört ausschließlich Musik von Elvis und ist überzeugt davon, dass ihr Idol noch lebt. Nicht nur deshalb ist sie eine Außenseiterin. Als ihre Familie eine USA-Reise unternimmt, hofft sie, ihren 16. Geburtstag in Graceland zu verbringen. Der Urlaub ist eine Qual,Read More

Posted On April 27, 2011By Peter MuenderIn Bücher, Litmag

Matthias Politycki: London für Helden

Schmeckt im Abgang wie nasser Feudel – Matthias Politycki hat ein erfrischend amüsantes Epos über einen Streifzug durch Londoner Pubs mit raren Ale-Spezialitäten fabriziert. Von Peter Münder. Man kann London auf den Spuren von Jack the Ripper in Whitechapel erkunden, eine Dickens-Tour machen, eine Spionage-Tour mit sachkundiger Führung zu ehemaligen toten Briefkästen und Treffpunkten der berüchtigten fünf KGB-Doppelagenten Philby, Burgess, Blunt, MacLean und Cairncross absolvieren – oder aber auf dem „Ale-Trail“ all die Pubs erkunden, in denen ganz besondere Ale-Sorten mit so exotischen Namen wie „Mr. Scrooge“, „Polar Bear“, „Hobgorlin“Read More

Posted On April 27, 2011By Tina ManskeIn Bücher, Litmag

Karen Duve: Anständig essen

Wer isst, schafft Leiden – Nachdem die Sau „fleischlose Kost“ bereits Anfang des Jahres durchs ökologische Dorf und durch alle TV-Kanäle getrieben wurde, kann man ja jetzt in aller Ruhe und ohne falsche Aufgeregtheit nachlesen, was es mit den Büchern von Duve und Foer so auf sich hat. Wobei es für das, was „Anständig essen“ mit mir macht, im Englischen den schönen Begriff preaching to the choir gibt. Aber auch überzeugte Fleischesser werden dieses Buch mit Sicherheit mit Genuss (!) lesen, denn sie müssen keine Angst haben, eins mit derRead More

Posted On April 27, 2011By Marius HulpeIn Bücher, Litmag

Alexander Kluge/Gerhard Richter: Dezember

Historisch, ahistorisch? Wie Alexander Kluge und Gerhard Richter einen Monat mit Geduld und Sinn für Intensität zusammencollagieren. Von Marius Hulpe. Das Schaffen von Alexander Kluge hat sich in den letzten 50 Jahren nicht nur als überaus intermedial erwiesen, auch ist er auf den verschiedenen Böden, die er betreten hat, jeweils für sich Vorreiter, und obwohl viele in ihm in erster Linie den Filmemacher sehen, zudem eine liebenswerte Form des Kulturpolitikers, bezeichnet nicht nur er selbst seine Bücher als sein Hauptwerk. Nun hat sich Kluge gemeinsam mit dem international renommierten KünstlerRead More
Stille auf der Piazza – Die Anthologie mit Texten jüngerer Schriftstellerinnen und Schriftstellern zeigt, dass trotz oder gerade wegen Berlusconi die Literaturszene in Italien blüht. Die neue Generation an Autoren in Italien schreibt sich frei von den alten Leitfiguren und dem politischen Niedergang des Landes. Man nimmt es mit Freude zur Kenntnis. Von Carl Wilhelm Macke Einige Namen italienischer Schriftsteller kennt jeder – na ja, jeder, der sich für die Literatur aus dem Land interessiert, wo die Zitronen blühen und das Spaghetti-Wasser ständig kocht: Umberto Eco, Claudio Magris, Roberto Saviano,Read More

Posted On April 16, 2011By Frank GoehreIn Bücher, Crimemag

Charles Manson: Meine letzten Worte

Ich mag ihn Auf der Skala der „beliebtesten“ Mörder steht Charlie Manson sicher ganz weit oben. Ganz in der Nähe von Hannibal Lecter, so möchte man beinahe meinen, wenn man Michal Welles Devotionalie liest. Frank Göhre hat sie für CrimeMag gelesen. Und ist ziemlich angefressen … „Hör mir zu, Frau, ich erzähl dir jetzt mal was … Bitte versuch, mich zu verstehen … Ich will dir einen Rat geben … Schreib das Buch, verdammt noch mal. Bring es endlich raus.“ So beschwört Charles Manson, 76, „des Mordes für schuldig befunden“Read More

Posted On April 16, 2011By Eva KarnofskyIn Bücher, Crimemag

Leonardo Padura: Der Mann, der Hunde liebte.

Trotzki & andere Zeitgenossen … Der Kubaner Leonardo Padura hat sich in den letzten Jahren mit nachdenklichen und sozialkritischen Krimis einen Namen gemacht. Schauplatz war immer Paduras Heimatstadt Havanna. Erstmals hat er nun einen Roman vorge­legt, in dem er über die Grenzen Kubas hinausschaut, nach Spanien während des Bürgerkrieges, in die Sowjet­union, nach Mexiko. Padura wid­met sich darin der Ermordung des sowjeti­schen Revolutionärs und Politikers Leo Trotzki am 21. August 1940 in Mexiko-Stadt durch den spanischen Kommunisten Ramón Mercader. Eva Karnofsky über den spannendsten kubanischen Schrifsteller unsere Tage und seineRead More

Posted On April 16, 2011By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – aus Druck- und Bildmaterial angerichtet heute von Doreen Wornest (DW), Joachim Feldmann (JF) und Frank Rumpel (rum). Kommissarin Lund. Das Verbrechen II. (DW) Kommissarin Lund ist zurück! Von ihrem ehemaligen Chef aus der Provinz nach Kopenhagen zurückgerufen, soll sie zusammen mit ihrem neuen Partner Ulrik Strange den Mord an der Rechtsanwältin Anne Dragsholm aufklären. Dieser Mord markiert den Beginn einer grausamen Serie. Die weiteren Opfer haben vor einiger Zeit zusammen als Soldaten in Afghanistan gedient. Jens Peter Raben, einer dieser Soldaten und seit zwei Jahren in derRead More

Posted On April 13, 2011By Christina MohrIn Bücher, Litmag

Tanja Dückers: Hausers Zimmer

Westberlin, frühe 1980er-Jahre – Die 14-jährige Julika ist in ihren Nachbarn verknallt. Sie und ihre Freundinnen verzieren Mauern und Buspolster mit geheimen Zeichen. Und Julika will auswandern, am liebsten in ihr Sehnsuchtsland Patagonien. Mit dieser Protagonistin hätte man einen ganz normalen, handelsüblichen Coming-of-age-Roman gestalten können, circa 250 Seiten lang. Die Berliner Schriftstellerin Tanja Dückers aber hatte mit ihrer Erzählerin Julika Zürn (der Name erinnert gewiss nicht zufällig an die Künstlerin Unica Zürn) anderes vor: Nichts weniger als ein 500 Seiten dickes Denkmal Westberlins der frühen 1980er-Jahre ist „Hausers Zimmer“ geworden.Read More

Posted On April 13, 2011By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Dave Eggers: Zeitoun

Erschütterndes Lehrstück – Mit „Zeitoun“ unternimmt der amerikanische Romancier, Verleger und Creative-Writing-Aktivist Dave Eggers einen Ausflug in das Genre der Doku-Fiction. Von Karsten Herrmann Die Folie des Buches bildet der Hurrikan Katrina, der 2005 die Stadt New Orleans auf unvorstellbare Weise verwüstete: „Eine Katastrophe, deren Größe und Schwere mythische Dimensionen hatte“ – und mit der alle bisherigen Gewissheiten und Sicherheiten plötzlich nichts mehr galten. Dave Eggers zeigt das am Beispiel der Familie Zeitoun. Der Vater Abdulrahman ist gebürtiger Syrer und gläubiger Moslem und hat den Ehrgeiz, seiner Frau Kathy undRead More