Fressen und gefressen werden – Andrea Camilleri kann auch Bücher ohne seinen Comissario Montalbano. Aber muss er das auch? Kerstin Klamroth ist skeptisch … Dass die Medien immer nur die Wahrheit berichten, glaubt im Berlusconi-geschüttelten Italien wohl keiner mehr. Um diese Binsenwahrheit ans Licht zu bringen, braucht es folglich auch keinen Comissario Montalbano. So siedelt Andrea Camilleri seinen neuesten Krimi (2009 in Italien erschienen) gleich in den Redaktionsstuben des öffentlich-rechtlichen Sender RAI an und knüpft ein Netz zwischen Mafia, Medien und Politik. Hauptfigur ist Programmdirektor Michele Caruso, wohnhaft in Palermo,
Read More Gewalt entziffern: Das bin doch nicht ich – Warum verlässt eine bürgerlich-mittelständische Frau mit allen Freiheiten ihren Mann nicht, der immer wieder gewalttätig wird? Das ist das zentrale Thema des Buches „Schattenfangen“ und die US-amerikanische Autorin gibt eine interessante Antwort darauf. Von Christiane Geldmacher. Irene America und Gil LaRose, beide US-Amerikaner mit indianischen Wurzeln, führen ein wohlhabend-bürgerliches Leben. Gil ist ein bekannter Maler (er gilt in Fachkreisen als der indianische Edward Hopper), Irene ist Kunsthistorikerin. Die beiden haben kluge, außergewöhnlich begabte Kinder, der ältere Sohn Florian will Physiker werden, seine
Read More Geld oder Leben? – Piraten sind Grenzgänger zwischen fiktionalen und realen Welten. Historisch und aktuell. Metaphorisch und referentiell. Zwei neue Bücher über ihr Wesen und Treiben auf dem Meer und in der politischen Philosophie stellen die Jungs mit dem Messer zwischen den Zähnen in die jeweiligen Kontexte. Friedemann Sprenger freut sich … Piraten gehören zum Grundbestand populärer Mythen. Sie gehören historisch und aktuell zur Realpolitik. Piraten sind Outlaws, und als solche sehr dialektisch besetzt: als „Feinde aller“ oder als Rebell, gar Revolutionär, als subversives Element. Bemerkenswerterweise beschäftigen sich gleich zwei
Read More Bloody Chops – heute aus fiction, non-fiction und Bilderbuch von Joachim Feldmann (JF) und Thomas Wörtche (TW) … Jack Black: Profunde Gedanken (TW) 1930. Jack Black hebt an zum Abgesang auf den guten alten Outlaw, der stiehlt, raubt und mordet. Der aber noch Ehre im Leib hatte, Ganovenehre eben. Black war so einer (gemordet hat er, nach allem, was wir wissen, wohl nicht; gestohlen und betrogen schon), saß im Knast, war auf Opium und konnte schreiben. Eine Art Genet, ein Früh-Bukowski, ein Edward Bunker seiner Zeit. Black verschwand 1933 in
Read More „Kommerziell“ ist oft in aestheticis ein Schimpfwort. Mainstream auch. Aber alle Autoren möchten kommerziell erfolgreich sein. Kriminalliteratur ist zur Zeit erfolgreich und Mainstream, aber das ist auch nicht wieder jedem recht. Henrike Heiland untersucht diese seltsame Dialektik … „Nee, die sind mir jetzt zu kommerziell.“ – Vom bösen Mainstream Von Henrike Heiland Ich weiß noch, damals, als das bei mir mit dem Vinyl kaufen anfing – wie alt war ich da, dreizehn, vierzehn – was haben wir auf dem Schulhof Bands und ihre Alben diskutiert. Da galt es noch, alles
Read More Politik, Kriminalliteratur & Grimmi – Glanz und Elend des deutschen Kriminalromans lagen selten so nahe beisammen wie in zwei aktuellen bemerkenswerten Debüt-Romanen, die sich mit aktuellen politischen Ereignissen befassen. Thomas Wörtche über zwei Bücher und ein grundsätzliches Problem … Gregor Webers „Feindberührung“ thematisiert den Krieg der Bundeswehr in Afghanistan und dass Krieg etwas mit Menschen macht, was man nicht unbedingt öffentlich thematisiert sehen möchte. „Der Spitzenkandidat“ von Bettina Raddatz dekliniert am Fall eines ermordeten Politikers in Niedersachsen die Porosität und den allmählichen Kollaps der „demokratischen“ Verfasstheit unserer Gesellschaft und ihrer
Read More DU SOLLST DEINE FEINDE NICHT HASSEN – Mafia-Filme sind cool. Top-cool ist immer noch DER PATE. Und der hatte Folgen. Friedemann Sprenger hat ein GODFATHER-Fanbuch für die gebildeten Schichten gefunden. Filmliebhaber mögen den sekundären Diskurs, das unterscheidet sie von Krimi-Freunden. Deshalb gibt es eine relativ blühende, qualitativ ziemlich elaborierte Film-Publizistik an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kritik. Da stören dann auch ein paar ziemlich unzeitgeistige Themen nicht. Wie zum Beispiel ein schönes Buch über die Godfather-Trilogie von Coppola und ihr Echo in den korrespondierenden Filmen von Sergio Leone, Brian de
Read More Blut, Ironie und Bodenschätze – Der Kongo ist eine der schlimmsten Krisenregionen dieses Planeten. Gleichzeitig eine der schönsten Gegenden der Welt. Lena Blaudez kennt den Kongo bestens, sie erkennt ihn auch wieder in einem hervorragenden Buch von Andrea Böhm. Gleich im Vorwort von Andrea Böhms „Gott und die Krokodile. Eine Reise durch den Kongo“ wird klar, dass in diesem Buch nicht die tausendfach wiedergegebenen Klischees über die Projektionsfläche europäischer Ängste und Vorstellungen schlechthin – also über den Kongo – zu erwarten sind. Andrea Böhm schreibt in erster Linie über die
Read More Bloody Chops – bluttriefend heute aus Romanen & Comics von Thomas Wörtche (TW), Joachim Feldmann (JF) und Kirsten Reimers (KR) Wunderbar rhythmisch erzählt und gezeichnet (TW) Bei dem Hype um die Parker-Romane von Donald E. Westlake alias Richard Stark vergisst man gerne die nicht minder großartigen Romane, die vom genialen, aber meist erfolglosen Dieb John Dortmunder und seinen jeweils neuen, sehr komischen Katastrophen erzählen. Der erste Dortmunder-Roman erschien 1970, „The Hot Rock“ (auf deutsch damals: „Finger weg vom heißen Eis“, 1991 bei Ullstein, eine Verfilmung unter dem Titel „Vier schräge
Read More Gelungene Persiflage über den Islam in Deutschland – Schwer und bedeutsam und angestrengt, so wird meistens diskutiert und erzählt, wenn Moscheebauten, Kopftuchträgerinnen und das Verhältnis von Muslimen und Nicht-Muslimen in Deutschland das Thema sind. Es geht auch anders – das beweist Birand Bingül mit seinem Roman „Der Hodscha und die Piepenkötter“. Von Ulrich Noller Eine Kleinstadt, irgendwo in NRW. Ein neuer Imam, der samt seiner Tochter aus der Türkei anreist. Eine CDU-Bürgermeisterin, die in Amt und Würden bleiben will. Und ein Showdown von gut anderthalb Monaten bis zur Wahl. Das
Read More Ein Meister des Sub- und Kontextes – „Der letzte Sommer auf Long Island“ des afroamerikanischen Schriftstellers Colson Whitehead ist ein an der Schwelle zwischen Kindheit und Adoleszenz angesiedelter, autobiografisch anmutender Roman, der in unerwartete Textlandschaften führt. Von Karsten Herrmann. Whiteheads Alter Ego Benji erzählt vom Sommer 1985, den er wie schon viele Sommer zuvor gemeinsam mit seinem Bruder Reggie und seinen Eltern im Ferienort Sag Harbor verbringt. In diesem Jahr kommen seine Eltern jedoch nur noch sporadisch aus Manhattan in das Ferienhaus, und so erlebt der 15-Jährige gemeinsam mit seiner
Read More Von Shibumi nach Satori und zurück – Don Winslow schreibt eine Abenteuerschwarte von Trevanian aus dem Jahr 1979 fort … Ach, ist das schön! Abenteuergeschichten, hauptsächlich für Jungs, mit schönen Frauen, bösen Killern, viel Verschwörung, Höhlenklettern und Floßfahrten, köstlichen Speisen und schönen Gemetzeln. Ganz fiese Schurken und fröhlich krachlederne Sidekicks. Zusammen fast 1200 Seiten. Thomas Wörtche konnte sich trotzdem nur halbwegs amüsieren. 1979 erschien „Shibumi“ von einem Autor, der unter dem Pseudonym Trevanian schrieb und eigentlich Rodney William Whitaker (1931–2005) hieß. Liest man heute die Paratexte zu der gerade stattgefundenen
Read More Böses, ganz, ganz böses Brooklyn … Ein Kauftipp vom Buchhändler unseres Vertrauens, Christian Koch vom „Hammett“ – heute: Jason Starr Mit „Brooklyn Brothers“ hat der Diogenes Verlag nun endlich den im amerikanischen Original bereits 2006 erschienenen Roman „Lights Out“ von Jason Starr ins Deutsche übersetzen lassen. Ausnahmsweise ergeben beide Buchtitel Sinn, der amerikanische ist konsequenter, der deutsche ist sicherlich ironischer. Denn „Brüder“ sind Jake Thomas und Ryan Rosetti nun wahrlich nicht. Zwar wuchsen beide zusammen in Brooklyn auf, beide waren damals Sport-Asse, aber das war’s dann auch schon mit den
Read More „Es war eine widerliche, blutige und räudige Zeit.“ – Der Traum von einem Land und einer Stadt; eine Doppelbesprechung neuer serbischer Literatur von Elfriede Müller. Dragan Velikić stellte fest, dass der Balkan zum Genre geworden ist. „Ein politisiertes Stück Wirklichkeit, getränkt mit typischen balkanischen Absurditäten, vermengt mit einer guten Portion Humor und unabdingbar einer Prise Provokation.“ Wenn man den Humor rausnimmt, trifft dies auf Sreten Ugričić‘ erste Veröffentlichung in deutscher Sprache zu. Sreten Ugričić hat viele Talente, er leitet die serbische Nationalbibliothek, ist Philosoph, Astronom, Konzeptkünstler und Essayist. „An den
Read More Kurzrezensionen – diesmal mit Michael Stavaric, Clemens J. Setz, ATAK und Nino Haratischwili; besprochen von Brigitte Helbling (hel), Gisela Trahms (gt) und Frank Schorneck (fs). Dystopie für geduldige Melancholiker (hel) – In Brenntage, dem neuen Roman des österreichisch-tschechischen Autors Michael Stavaric, wird der Leser in abseitigen Wald geführt und dort sitzen gelassen, um sich die erratische Chronik einer Siedlung anzuhören, die ein namenloser Jüngling teils in autobiografischen Erinnerungsmomenten, teils als Weitergabe der Erzählungen von Bewohnern vorträgt. Anonymus lebt bei Onkel und Tante, der Vater ist verschollen, die Mutter tot, trotzdem
Read More Italien, keine Pizza, keine Pasta – Erfreulicherweise finden sich inmitten des ganzen Grimmigedöns immer mehr Romane, die sich mit den diversen Wirklichkeiten ins Handgemenge begeben. Man kann sie „politisch“ nennen, weil sie Politik zum Thema haben. Giancarlo de Cataldo gehört in die erste Reihe. Thomas Wörtche ist begeistert. Giancarlo de Cataldo gehört zu den Namen der zeitgenössischen Kriminalliteratur, die die allmählich verblassende Reputation eines zunehmend verdödelten Genres wieder restituieren können. Ähnlich wie seine italienischen Kollegen Gianrico Carofiglio, Bruno Morchio, Angelo Petrella und Francesco de Filippo, ähnlich wie seine internationalen Kollegen
Read More Tödliche Bach-Begeisterung – Sebastian Knauer beschreibt in seinem Musik-Krimi „Tödliche Kantaten“, wie das Faible eines amerikanischen Milliardärs für JSB zur Manie mutiert und bei der Jagd auf verschollene Partituren andere Bach-Enthusiasten auf der Strecke bleiben. Von Peter Münder. Als Hausmeister Didi Heinzmann in der Leipziger Thomaskirche unter Johann Sebastian Bachs Grabplatte eine versteckte Blechkassette mit dem Notenblatt einer verschollenen Kantate und diversen Negativen weiterer Bach-Noten findet, weiß er nicht recht, was er mit seinem Fund anfangen soll. Dann bringen ihn seine Recherchen mit dem Hamburger Privatdetektiv Pit Koch in Kontakt
Read More Fred Vargas und Edmond Baudoin – der zweite Band. Beim ersten, „Im Zeichen des Widders“, wollten die Paratexte vom Comic noch nichts wissen – hier schon. Kerstin Klamroth ist beinahe rundum zufrieden. Nicht exclusiv, aber trotzdem sehenswert: Auch die zweite Graphic Novel, die der Aufbau-Verlag als Kooperation von Fred Vargas und Edmond Baudoin präsentiert, ist nicht ganz taufrisch. Die Original -ausgabe mit dem Titel „Le Marchand d´eponges“ basiert auf der Erzählung „Cinq Francs Piéce“ von Fred Vargas , die 2002 in Paris erschien. Zuerst war also die Geschichte da, dann
Read More Mysteries und Mysterien – Blendwerk, Tricks, Zauberei und Kriminalliteratur haben viel miteinander zu tun. Sehr viel sogar. Friedemann Sprenger hat sich wohlgemut durchs einschlägige Material gewühlt. Die Crux mit den riesigen, kiloschweren Prachtbänden des Taschen Verlages ist zugegebenermaßen eine Luxus-Crux: Man versinkt darin, schaut sich Bilder an, macht sich Notizen, findet. Das reicht noch nicht, man macht zwei Wochen später weiter, das gleiche Spiel, viel zu viel Material, man will nichts übersehen und so weiter. Dann ist plötzlich ein Jahr um, und der Tomus ist immer noch nicht erschöpfend behandelt.
Read More Flüchtige Sentimentalität der Dinge – Geben wir es lieber zu, werte Leser, wir sind doch alle Voyeuristen. Wir lesen nicht der edlen Regung wegen, sondern um in fremden Küchen, Wohnzimmern, Betten, Herzen und Unterwäschen herumzuschnüffeln. Gut, manche haben eine noch geradeso geltende Ausrede, sie seien nicht wegen der Beziehungskisten, sondern der Sprache, des Stils wegen im Roman unterwegs. Die noch wenigeren genießen die diplomatische Immunität eines Literaturwissenschaftlers, der sowieso alles lesen kann, darf und muss. Den Rest der Leserschaft interessiert aber eigentlich nur wer mit wem. Und wenn nicht, wieso.
Read More Posted On Mai 25, 2011By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Emir Suljagic: Srebrenica – Notizen aus der Hölle – Aus aktuellem Anlass erinnert Carl Wilhelm Macke an ein erschütterndes Buch, das bereits Ende 2009 erschienen ist und fragt sich bei der Lektüre des Berichts über diesen Symbolort des Schreckens, ob Srebrenica vielleicht sogar irgendwann einmal zu einem Symbolort des Friedens auf dem Balkan werden kann. Die Verhaftung von Ratko Mladic‘ steht nicht am Ende dieses Prozesses, sondern ist immer noch ein wichtiger Schritt auf einem noch langen Weg. Während der Belagerung von Srebrenica wurden alle Briefe, die die Stadt verließen
Read More Postkarten ohne Idyll – In Zeiten von Facebook mit einem „Postkartenroman“ zu debütieren, klingt ziemlich gewagt. Der 1977 geborene Marco Dzebro hat es geschafft, für solch ein anachronistisch klingendes Vorhaben einen Verlag zu finden: Den noch jungen Verlag Asphalt & Anders, der sich in der Eigendarstellung als „urban und rau“ beschreibt. Von Frank Schorneck. Als urban und rau ließe sich auch „Dorian“ charakterisieren, nur als Roman funktioniert dieses Buch überhaupt nicht. In einer Art Vorbemerkung wird den folgenden Texten eine fiktive Herausgeberschaft zugeordnet. Demnach habe der Autor Marco Dzebro in
Read More Bloody Chops – heute akustisch von Mike Wuliger (Wu), literarisch von Joachim Feldmann (JF) und visuell von Thomas Wörtche (TW). Kosher Nostra Music (Wu) Wenn Benjamin „Bugsy“ Siegel in den 30er-Jahren seinen Lieblingsnachtklub betrat, stimmte die Kapelle stets die Melodie von „My Yiddische Mamme“ an. Bugsy musste dann weinen und gab den Musikern dicke Trinkgelder. Der Gangster war nicht nur ein psychopathischer Killer, sondern auch ein sentimentales jüdisches Jingele. „My Yiddische Mamme“ gibt es auf der neuen CD „Kosher Nostra“ in gleich zwei Fassungen zu hören, dem Original von Sophie
Read More Barcelonas mysteriöse Zwischen-Räume – Ein Junge namens Oscar Drai schleicht in ein altes Haus, in dem ein alter Maler lebt, dessen wunderschöne Tochter sich trotz schwerer Krankheit zusammen mit dem Jungen auf den Weg macht, um uralte Geheimnisse und Verschwörungsszenarien zu lösen: Eine verstummte Opernsängerin spielt da eine Rolle; ein Arzt, der ein geheimnisvolles Serum hütet; ein Mann, der dem Tod eine Schnippe zu schlagen versucht und dabei zum Monster für die Lebenden wird. Eine Fieberfantasie? Nein, der Roman „Marina“ von Carlos Ruiz Zafón. Von Ulrich Noller Manchmal braucht man
Read More Der Schriftsteller Houellebecq ermordet sich selbst – Mit „Karte und Gebiet“ streift Michel Houellebecq das Etikett des Skandalautors ab und präsentiert sich als gereifter Romancier. Auf der Folie von Kunst und Kommerz bürstet er Zeit und Gesellschaft jedoch abermals gegen den Strich und beschwört als postmoderner Décadent die Vergänglichkeit und Vergeblichkeit aller Anstrengungen. Von Karsten Herrmann. Die Hauptfigur in Houellebecqs Roman ist der Künstler Jed, ein weitgehend eigenschaftsloser und vom Wirbel des Weltgeschehens unberührter Mann. Er begann seine Künstlerlaufbahn „mit dem ausschließlichen Ziel … eine objektive Beschreibung der Welt zu
Read More Buschfeuer – Peter Temple gehört inzwischen zu den Großen der Zunft. Neben Garry Disher ist Temple der zweite Autor von Rang, der Australien anhand der Kriminalität des Kontinents erzählt. Und weil er das so gut tut, erzählen seine Bücher nicht nur von Australien. Thomas Wörtche hat den neuen Roman „Wahrheit“ gelesen. Melbourne. Um die australische Metropole herum wüten die Buschfeuer. Die City selbst bietet alles, was eine Großstadt auf diesem Planeten zu bieten hat: Ganz normale scheußliche Morde, Bandenkriminalität, Organisiertes Verbrechen an den Schnittstellen von Politik und Big Business, domestic
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