Ein Superintendent langweilt sich Ein Polizist soll Urlaub machen, aber dazu kommt es nicht, weil vor seiner Nase unter ungeklärten Umständen gestorben wird. Alter Hut, altes Buch? Nun. So ein Rätselkrimi kann auch ganz erfrischend sein. Von Henrike Heiland. Liebe Hill-Fans, wir stehen hier vor dem vierten Buch in der Reihe. Es ist das Buch, in dem Pascoe und Ellie heiraten. Pascoe verzieht sich auf Hochzeitsreise – wohlweislich hat er den Ort geheim gehalten, damit ihm Superintendent Dalziel nicht auf die Pelle rücken kann – und Dalziel hat für den selben
Read More „True Grit“ ist ein lustiger Kriminalroman. Auch wenn Western draufsteht. Oder umgekehrt. Thomas Wörtche hat sich auf jeden Fall mit einem schrägen Buch amüsiert. Ist schon okay, wenn erst die Coen-Brüder kommen müssen, damit ein gut eingestaubter Klassiker wie „True Grit“ nach Jahrzehnten wieder ein wenig aufpoliert ans Licht der Öffentlichkeit kommt. Denn die Coen-Brüder haben bekanntlich ein Remake des alten John-Wayne-Western „Der Marshal“ von Henry Hathaway vorgelegt und damit stapelweise Dollarmillionen eingespielt. Wenn die Coens so etwas machen, stürzt sich alle Welt auf die Vorlage – neulich auf Cormac
Read More Gut und aufrecht Oberinspektor Chen, Qiu Xiaolong und Eva Karnofsky – eine schöne Kombination. Lesen Sie, warum… Ich gestehe, ich bin ein Fan von Oberinspektor Chen. Ungeduldig harre ich immer seines nächsten Falls. Und werde nie enttäuscht. Ich könnte viele hehre Argumente dafür anführen: Das Reich der Mitte hat mich schon immer interessiert, das chinesische Wirtschaftswunder erst recht. Und keiner versteht es so gut wie dieser Oberinspektor aus Shanghai, mir vorzuführen, wie es funktioniert. Oder wie es der Allmächtigen Partei gelingt, trotz wirtschaftlicher Freiheiten die Fäden in der Hand zu
Read More Bloody Chops – heute dargeboten von Christiane Geldmacher (CG), Frank Rumpel (rum), Anna Veronica Wutschel (AVW) und Friedemann Sprenger (Frisp) El Stoffo Grandioso (CG) Und wieder wurde von der Edition Phantasia ein monumental unerträgliches Buch von Rex Miller voll echtem Menschenhass, voll echter Mordlust und voll echtem Splatter veröffentlicht. Was allerdings – wie immer interessant gemacht von Rex Miller – von einer veritablen, da unvorhersehbaren Romanze konterkariert wird – und nicht zuletzt deswegen bis zum Schluss spannend bleibt. Der Plot: Das US-amerikanische Militär sucht Serienkiller für die Drecksarbeit: illegale Interventionen,
Read More Posted On Februar 9, 2011By Joerg von BilavskyIn Bücher, Litmag
Leid und Leidenschaft – In den nur vier Erzählungen des Bandes „Goethe schtirbt“ spiegeln sich Werk und Leben von Thomas Bernhard. Von Jörg von Bilavsky. Hier spricht Bernhard, hätte der schmale Band mit den vier Erzählungen aus den Jahren 1982 und 1983 auch heißen können. In kaum einem dichterischen Werk steckt so viel selbst Gelebtes, Gedachtes und Verdammtes wie in Bernhards. Gewiss sollte man vorsichtig sein, hinter dem Fiktiven immer die Biografie des Autors zu vermuten. Doch Bernhard lässt seinen Lesern nur selten eine andere Chance. Unerbittlich entführt er ihn
Read More Posted On Februar 9, 2011By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag
Echte Freunde – In ihrem Debüt „Durst ist schlimmer als Heimweh“ schilderte die aus Hamburg stammende Lucy Fricke die Verhältnisse in einer Jugendwohngruppe zwischen Drogenkonsum und sexuellem Missbrauch. Die Protagonisten ihres neuen Romans „Ich habe Freunde mitgebracht“ befinden sich in den Dreißigern, machen „was mit Medien“ und haben mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Dabei geht es ihnen aber nur vordergründig besser als den Jugendlichen von damals: Martha ist Radiomoderatorin bei einem Lokalsender und selbst, wenn sie von Entlassungen und Terroranschlägen berichtet, gibt es für den Comiczeichner Henning kaum etwas
Read More Posted On Februar 2, 2011By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag
Schulz hat den Blues – Mit der Hagener Trilogie hat der 1957 bei Stade geborene Hamburger Autor Frank Schulz ein Meisterwerk der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur geschaffen. Wie kaum ein anderer vermag er gesprochene Sprache in all ihren regionalen und emotionalen Nuancen in Lettern zu gießen, tiefgründigen Witz mit menschlicher Tragik zu verknüpfen und hunderte von Seiten ohne Längen zu füllen. Von Frank Schorneck Als die 1991 mit „Kolks blonde Bräute“ begonnene Trilogie 2006 mit „Das Ouzo-Orakel“ ihr Ende fand, stellte sich die Frage, wie Schulz an dieses furiose Großwerk anschließen
Read More Comics sind klasse. Vor allem, wenn sie spannende Geschichten spannend erzählen und auch noch prächtige Schauwerte haben. Auch – oder gerade – wenn sie im Barock spielen, das man um Himmels willen nicht einfach so mit heute gleichsetzen kann. Thomas Wörtche hat Bilder angeschaut … Jeronimus – Nennen wir das Ding mal einen 3-teiligen historischen Psychoabenteuerthrillercomic mit allerlei kunst- und sozial- und geistesgeschichtlichen Unterböden. Man könnte es auch graphic novel nennen. Aber dieser Begriff ist in letzter Zeit zum Marketing-Speech für „kulturell besonders wertvoller Comic für die gebildeten Schichten, die
Read More Bloody Chops – Heute angerichtet von Kirsten Reimers (KR), Frank Rumpel (rum) und Joachim Feldmann (JF). Was bleibt (KR) Frank Allcroft ist berühmt für seine schlechten Witze. Allabendlich moderiert er bei einem Lokalsender in Birmingham die Nachrichtensendung: ein Mann, der nicht in ein Loch in seinem Garten gefallen ist, landesweite Steak&Kidney-Pie-Wettbewerbe oder das neue Löschauto der Feuerwehr. Die schalen Kalauer, die Frank in seine Überleitungen einbaut, denkt er sich nicht etwa selbst aus, sondern er kauft sie beim ältlichen Witzeautor Cyril – allerdings nicht wegen deren Qualität, sondern weil Cyril
Read More „Ich weiß nicht, warum alle denken, ich sei ein Genie …“ – Marina Durnowos Leben ereignisreich zu nennen, wäre wohl untertrieben. Von „mehrfach dem Tod entronnen“ bis „friedliches Alter“ stand eine Menge auf dem Programm. Literarischer Höhepunkt: die Ehe mit einem Genie. Von Gisela Trahms – Dreiundneunzig Jahre alt ist Marina Durnowo geworden und von Russland bis nach Venezuela gelangt. Geboren 1909, gestorben 2002 – jeder weiß, welche Schrecken diese Zeitspanne umfasst, besonders wenn man wie Marina im damaligen Leningrad groß wurde und bis 1942 dort lebte. Mit einem der
Read More Posted On Januar 26, 2011By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
„Poesie … ist ein blinder König ohne Reich“ – Rolf Dieter Brinkmann ist ein Schriftsteller, der zeit seines kurzen Lebens versucht hat, die Grenzen der Literatur zu überschreiten und sich dabei nicht einordnen zu lassen. Der Rowohlt Verlag hat nun die frühen Gedichte „vorstellung meiner hände“ veröffentlicht. Von Karsten Herrmann Der 1940 in Vechta Geborene und 1975 bei einem Autounfall in London Verstorbene hat ein Werk hinterlassen, das von Lyrik, Prosa, Essays und einem Roman über experimentelle Hörspiele und Filme bis zu späten Collage-Bänden wie „Rom, Blicke“ reicht. Das lyrische
Read More Max Hardberger – Der „Dirty Harry“ der Handelsschifffahrt im Zeitalter der Globalisierung – Piraten haben wieder Konjunktur, sie sind ein erklecklicher Wirtschaftsfaktor des global crime. Natürlich haben sie Widersacher. Susanna Mende hat sich mit einem dieser Leute beschäftigt. Eine offizielle Berufsbezeichnung gibt es für die Arbeit, der der aus Louisiana stammende Amerikaner Max Hardberger seit den späten 80er Jahren nachgeht, nicht. Er selbst nennt sich Schiffsretter, doch wenn man sich die Rahmenbedingungen dieser Tätigkeit anschaut, kommen viele Rollen zusammen, die ein Schiffsretter spielen muss: Er ist ein Abenteurer, weil er
Read More Das Diktat des U – „Der Hypnotiseur“ als Beispiel für Verthrillerung – schwedische Variante. Und über Hype … Von Tobias Gohlis. Die schwedischen Autoren Alexandra und Alexander Ahndoril haben sich ein prätentiöses Pseudonym zugelegt: Lars Kepler. „Lars“ verstehen sie als Hommage an Stieg Larsson, den posthumen Spitzenreiter auf der dritten Krimi-Schwedenwelle, „Kepler“ erinnert an den Astronomen, der das europäische Weltbild erschütterte. Ihr erster gemeinsam verfasster Kriminalroman „Der Hypnotiseur“ wird gerade von Lübbe massivst beworben und allseits gehypt. Er ist ein Beispiel dafür, wie Krimi zur Masche und ein spannendes Thema
Read More Eine Reise quer durch die Kriminalliteratur – Lesen Sie dieses Buch nur, wenn Sie sich ein bisschen mit Krimis auskennen. Sonst geht das Meiste an Ihnen vorbei und Sie finden das Buch noch seltsamer, als es sowieso schon ist. Von Henrike Heiland Immer, wenn man denkt, es hätte schon alles und jeder ermittelt – vom Frühstücksei bis zum Aal, vom einarmigen Jazztrompeter bis zur selbstmordgefährdeten Kommissarin mit fünf Kindern –, kommt doch noch eine weitere Detektivvariation von irgendwo daher. Colin Bateman stellt uns für seine neue lustige Kriminalromanreihe, die wieder
Read More Bloody Chops – Heute von Kirsten Reimers (KR), Peter Münder (PM) und Thomas Wörtche (TW). Blasse Kopfgeburt (KR) Miles ist auf der Suche nach seinem Zwillingsbruder, Lucy auf dem Weg in ein neues Leben, und Ryan reist durch die USA, um für seinen Vater undurchsichtige Aufträge auszuführen. Alle drei sind in Dan Chaons Roman „Identität“ unterwegs zu einem neuen Leben, einem neuen Sinn, einem neuen Selbst. Herausgekommen ist dabei ein Thriller um Identitätsdiebstahl und gleichzeitig eine Reflexion über die Frage, was Identität denn nun eigentlich ist. Die Konstruktion des Romans
Read More „Was tun wir alle miteinander uns an?“ – Seit Jahrzehnten gehört er als Kritiker und Schriftsteller zu den produktivsten, umstrittensten und widersprüchlichsten Personen seiner Zunft. Nun hat Fritz J. Raddatz noch zu Lebzeiten seine Tagebücher veröffentlicht. Sie enthalten sehr persönliche Offenbarungen, Äußerungen, Gedanken und Reflexionen, auch wenn sie vom Gestus her spürbar auf Veröffentlichung zielen. Hier hat einer ohne Rücksicht auf Verluste aufgeschrieben, wie das Leben ihm und wie er in diesem Leben mitgespielt hat. Wend Kässens hat die fast 1.000 Seiten vermessen. „Haus bestellt“. Das Grab in Keitum auf
Read More Bild mit Rehfamilie – Mit ihrem zweiten Roman „unter uns“ trifft Angelika Reitzer mitten hinein ins Hier und Jetzt. Das Leben unserer Generation ist eine einzige fragile Angelegenheit; Zukunft demonstrieren ihre größte Herausforderung. Von Senta Wagner Clarissa gehört zu einer überschaubar großen Familie, sie ist aber aus dem, sagen wir, Bild einer Familie herausgekippt. Es wird zu Beginn des Romans das Geburtstagsfest der Mutter gegeben, der die Eltern, die Geschwister und weitere Angehörige zusammenbringt. Gewöhnlich sind Feste zum Feiern da. Oder wie in diesem Fall zur raschen Verbreitung von Neuigkeiten.
Read More Posted On Januar 19, 2011By Henrike HeilandIn Bücher, Litmag
Kein Feuer – Was soll man da noch sagen, ist nicht schon alles zu diesem Buch gesagt worden? Vielleicht. Aber probieren wir es heute ausnahmsweise auch mal mit etwas mehr Abstand. Von Henrike Heiland Erst mal das Offensichtliche, was auch schon oft gesagt wurde: das Cover. Der Autor ist drauf, also seine Haare, und wer mit ihm vertwittert oder verfacebookt ist, erkennt das Bild sofort. Ja, von wegen verkaufsfördernd und so weiter. Hat zur Folge, dass man bei der Hauptfigur wenigstens bis zur Hälfte des Buches immer zusammenzuckt und denkt:
Read More Ansichten eines Expropriateurs – In seinen Erinnerungen „Baustelle Revolution“ erzählt der spanische Anarchist Lucio Urtubia aus seinem zuweilen abenteuerlichen Leben als „Expropriateur“ und Dokumentenfälscher im Dienste der Revolution. Leider werden die Memoiren am Ende von einem Wust von Bekenntnissen überwuchert. Von Jörg Auberg „Spanien ist die klassische Heimat des Anarchisten“, konstatierte John Dos Passos in seinem Spanien-Buch „Rosinante to the Road Again“ (1922). Aus New York kommend, der „märchenhaft prosaischen Stadt des kapitalistischen Automatismus“ (wie Leo Trotzki die Metropole an der amerikanischen Ostküste nach seinem Aufenthalt im Winter 1917 genannt
Read More Posted On Januar 19, 2011By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag
Wenn Sprache (aus)wandert – Die 1966 geborene Nina Jäckle hat sich in ihren bisherigen Romanen zu Recht den Ruf einer Autorin erworben, die ein besonders feines Gespür für Melodie und Rhythmus ihrer Prosa hat, die Möglichkeiten der Sprache auslotet, ohne dabei manieriert zu klingen. Frank Schorneck über zwei Bücher von Jäckle, die sich den üblichen Kategorien entziehen. Die Ich-Erzählerin im Roman „Sevilla“ hat es in ebenjene spanische Metropole verschlagen. Ihr früheres Leben, ihren Namen hat sie hinter sich gelassen. Zwei Tüten voller Geld sind alles, was an früher erinnert. Sie
Read More Posted On Januar 19, 2011By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Der verborgene Teil der Epoche – Mario Luzi war zu seinen Lebzeiten in Italien sehr populär. Von vielen wurde er sogar wie ein Vater, später dann wie ein Großvater geliebt. Liest man jedoch seine Gedichte, fällt es schwer, diese ihm entgegengebrachte große Verehrung nachzuvollziehen. Von Carl Wilhelm Macke. Luzis Gedichte setzen an den Leser höchste Ansprüche an Konzentration, an Wissen um den geistesgeschichtlichen Horizont, in dem sie angesiedelt sind, an eine Offenheit auch gegenüber dem in ihnen angeschlagenen spirituellen Ton. Sie eignen sich nicht für Postkartengrüße oder für die poetische
Read More Metaphysiker des Verbrechens – Ein ganz starkes Stück Literatur legt der Argentinier Ricardo Piglia mit seinem neuen Roman „Ins Weiße zielen“ vor. Sozusagen ein weiterer Beweis, dass man über Kriminalliteratur nachdenken und selber welche schreiben kann, wenn man es kann. Karsten Herrmann hat das Buch gelesen. In den Siebzigern wird in einem kleinen Dorf der argentinischen Provinz der amerikanische Glücksritter und Spieler Tony Durán in seinem Hotelzimmer ermordet. Der mysteriöse Fremde hatte Aufsehen durch seine ménage à trois mit den lebenslustigen Belladonna-Schwestern, den Sprösslingen einer alten Dorf-Dynastie, gesorgt und war
Read More Bloody Chops – heute angerichtet von Kirsten Reimers (KR), Frank Rumpel (rum) und Joachim Feldmann (JF). Geplatzte Träume, fadenscheinige Lebenslügen (KR) In Tana Frenchs drittem Roman steht der Undercover-Ermittler Frank Mackey im Mittelpunkt, er hatte bereits in „Totengleich“ eine wichtige Rolle inne. Weil eine Frauenleiche in einem alten Abrisshaus entdeckt wird, kehrt Mackey nach zweiundzwanzig Jahren in die Straße zurück, in der er aufgewachsen ist: „Faithful Place“ (so auch der weitaus treffendere Originaltitel des Buches), eine Sackgasse in einem Dubliner Arbeiterviertel. Die Krimihandlung ist kaum mehr als ein schmaler roter
Read More Posted On Januar 12, 2011By Brigitte HelblingIn Bücher, Litmag
„Die Monkey Wrench Gang“ und andere schöne Bücher – Zu Besuch beim Verlag Walde + Graf in Zürich. In diesem Bericht werden erwähnt: Reklametafeln, konstruktiver Vandalismus, zottelige Revolutionäre, die Schweiz, „die Schweiz“, Comics, Wetterpropheten und das Glück des Verlegers, das dem Glück des Lesers immer um ein Programm vorauseilt. Von Brigitte Helbling. „Die Monkey Wrench Gang“ hieß das Buch, das man im vergangenen Messeherbst sofort anfassen wollte, ach was, anfassen: mit nach Hause nehmen, in sein Zimmer schmuggeln und mit der Taschenlampe unter der Bettdecke lesen. Wir reden hier von
Read More Überlebensgroß: Herr Schmidt – Wenn in diesen turbulenten Zeiten Ex-Kanzler Helmut Schmidt in einer öffentlichen Diskussion seine eigene Amtszeit Revue passieren lässt, über seine Rolle als ZEIT-Herausgeber spricht und die Euro-Krise analysiert, dann spürt man, dass die Hanseaten ihn am liebsten wieder als Kanzler oder zumindest als Bürgermeister installieren würden – Heldenverehrung ist angesagt … Von Peter Münder Bis auf den letzten Platz war Hamburgs Thalia Theater schon wochenlang vor dieser Diskussion zwischen Helmut Schmidt und dem ZEIT-Redakteur Theo Sommer (er nennt sich „Editor-at-Large“, ist also nicht auf der Flucht,
Read More Posted On Januar 12, 2011By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Erinnerung an ein „vergessenes Ideal“ – Rob Riemens humanistisches Plädoyer „Adel des Geistes“ und die Faulheit der Kritik. Von Carl Wilhelm Macke Manchmal stolpert man in die Lektüre eines Buches hinein. Vielleicht hätte ich das Buch „Adel des Geistes“ nie gelesen, wenn der Autor Rob Riemen nicht ein im besten Sinne neugierig machendes Widmungszitat an den Anfang gesetzt hätte. „Wer wirklich wissen will, wie es um diese Welt bestellt ist, muß mindestens einmal sterben. Und da dieses das Gesetz ist, ist es besser, jung zu sterben, wenn man noch alle
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