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Posted On September 22, 2012By Carlo SchaeferIn Bücher, Crimemag

Carlos

Irgendjemand muss es ja tun, die Sittlichkeit in diesem Lande regulieren. Wer, wenn nicht Carlos? Voilà … Gesetzentwurf zur Neuregelung der Sexualität wegen immenser Peinlichkeit ihrer öffentlichen Praktizierung, Besprechung und Wahrnehmung.   Präambel: Die Sexualität ist dem Menschen mitgegeben, sie ist in der Regel angenehm und dient der Arterhaltung. Alles dieses gilt aber auch für den Stuhlgang, diesen wir diskret verrichten. Es gilt, die Öffentlichkeit der beiden Verrichtungen wieder einander anzugleichen und nicht zu Lasten der Darmtätigkeit!   § 1: Es ist selbstverständlich nicht zu unterbinden, dass pornografische Filme gedrehtRead More

Posted On September 22, 2012By Frank GoehreIn Bücher, Crimemag

Frank Göhre über Daniel Woodrells Bayou-Trilogie

Im Rahmen unseres kleinen Daniel-Woodrell-Specials präsentieren wir Ihnen einen schönen Essay von Frank Göhre über die sogenannte „Bayou-Trilogie“. Welcome to Frogtown Die Stadt liegt dicht an den Louisiana-Sümpfen, und das hier ist ein ganz spezieller Sumpf, mon ami. Es ist der Marais du Croche. Das heißt soviel wie ‚hinterhältiger Sumpf‘. Ein riesiges, endloses schwarzes Monster, sag ich dir. Voller Untiefen und glitschiger Wesen und Sumpflöchern mit Strudeln, und überall sieht es gleich aus, so dass die meisten Leute sich gar nicht merken können, was wo ist und wie man wiederRead More

Posted On September 19, 2012By Joe Paul KrollIn Bücher, Litmag

Marjana Gaponenko: Wer ist Martha?

Verdunkelungsgefahr? Joe Paul Kroll über Marjana Gaponenkos zweiten Roman, der eine literarische Hommage an die Romantik versucht. Torten brechen Lewadski das Herz. An Torte erinnert er sich noch im Sterben: Wie er einst durch die Fensterscheibe eines Cafés die angebetete sah, Torte essend, in Begleitung eines Andern, und daraufhin nicht sein Herz, aber doch seinen Mageninhalt auf den Gehsteig ausschüttete. Wie, Jahre später, in Odessa eine Möwe mit seinem Tortenstück davonflog und ihm eine Enttäuschung beibrachte, die ihn sein Leben lang begleiten sollte. Lewadski hielt zwar seitdem Abstand zu denRead More

Posted On September 19, 2012By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag

Jean Echenoz: Blitze

Die Idiotie des Erfindergenies – Wolfram Schütte über Jean Echenoz‘ biografische Miniatur „Blitze“. Der französische Schriftsteller Jean Echenoz hat eine literarische Form entwickelt, die ganz & gar seine Eigenart & sein Eigentum ist. Der deutsche Leser hat sie in den vergangenen Jahren mit den Romanen „Ravel“ & „Laufen“ kennenlernen können. Nun folgt in dieser Serie „Blitze“. Deutete der erste Titel dieser immer schlanken Romane seinen erzählerischen Gegenstand & Romanhelden wortwörtlich an, so erhebt „Laufen“ die Tätigkeit, für die der tschechische Langstreckenläufer Emil Zatopek in den sechziger Jahren des vergangenen JahrhundertsRead More

Posted On September 19, 2012By Ulrich NollerIn Bücher, Litmag

Steven Uhly: Glückskind

Mit Mut und Witz vom Glück erzählt – Was tun, wenn man die Mülltonne öffnet – und einem aus derselben ein frisch geborenes Baby entgegengrinst? Steven Uhly, Münchener Schriftsteller mit deutsch-bengalisch-spanischen Wurzeln, hat in seinem neuen Roman „Glückskind“ aus einer möglichen Antwort eine fabelhafte Geschichte gezaubert. Von Ulrich Noller Nichts zu essen im Haus, Chaos in allen Zimmern, die Müllsäcke stapeln sich, die Klamotten ewig nicht mehr gewechselt und im Kopf eine unendliche Verlorenheit – Hans D. hat sich längst von seinem Leben verabschiedet, als er eines Tages wider WillenRead More

Posted On September 19, 2012By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

David Mitchell: Die tausend Herbste des Jacob de Zoet

Verpasste Chance – David Mitchell ist einer jener polyglotten britischen Autoren, dessen Schreiben die Welt umspannt und der mit sprühender Fantasie Zeiten, Räume und Kulturen verschränkt. Eine besondere Rolle spielen dabei immer wieder der Ferne Osten und Japan, wo er selbst für einige Zeit lebte. Und hier spielt auch der neue voluminöse Roman von David Mitchell – und zwar an der historisch bedeutsamen Schwelle vom 18. zum 19. Jahrhundert. Von Karsten Herrmann Japan ist zu dieser Epoche des blühenden westlichen Kolonialismus hermetisch von der Außenwelt abgeschlossen und einzig ein HandelspostenRead More

Posted On September 15, 2012By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Peter Münder über Aspekte zum Tod von Osama bin Laden

Dichtung und Wahrheit: Wie starb Osama bin Laden? Umstrittener Bestseller schon vor der Veröffentlichung: „No Easy Day“, der Bericht eines Navy Seal-Kämpfers über den Einsatz gegen Osama bin Laden in Pakistan, enthält etliche Ungereimtheiten und Widersprüche. Eine restlose Aufklärung der Vorgänge in Abbottabad würde aber Jahre dauern, meint der US-Geheimdienst-Experte Robert Baer. Von Peter Münder Schon vor seiner Veröffentlichung am 4. September befand sich der von Mark Owen (Pseudonym für Matt Bissonette) mit dem Ko-Autor Kevin Maurer verfasste Augenzeugenbericht „No Easy Day“ (Startauflage 400 000 Exemplare) auf der Amazon-Bestsellerliste undRead More

Posted On September 15, 2012By Zoe BeckIn Bücher, Crimemag

Zoë Beck zum Thema Print vs. Netz

Die Debatte geht weiter – Print, Netz, Papier, Digital, Amateure, Profis, Pöbler und Demokratie … ganze Cluster von Aspekten. Zoë Beck differenziert wieder: Orientierungslos im Shitstorm Bettina Wulff – das ist die Ex-Bundespräsidentengattin, die von dem stressigen Amt ihres Mannes einst Hautirritationen bekam – geht in die Offensive, um sich gegen Internetgerüchte zu wehren. Mehrere Printmedien drucken Interviews mit ihr und nehmen sie auf die Titelseite. Wie praktisch, dass auch gerade ein gedrucktes Buch mit ihrer Autobiografie erschienen ist. Die Welt soll die Wahrheit über sie erfahren. Denn wahr istRead More

Posted On September 15, 2012By Nele HoffmannIn Bücher, Crimemag

Jonas Hartmann: Südstern

Nicht unbedingt … Kriminalromane müssen schließlich irgendwo spielen. Berlin ist – zumindest dem Klischee nach – eine sexy Location. Also werden Berlin-Thriller feilgeboten. Die Berlinerin Nele Hoffmann hat sich so ein Teil angeschaut: Sie funktioniert immer wieder, die Regionalkrimi-Falle: ein Titel, der ein bekanntes Setting verspricht, hier „Tatort Berlin“, ein Autor, der ein Kind dieser Stadt ist. Schreibt der über mein Berlin? Was interessiert den am Südstern, wie beschreibt er den Hermannplatz? Schon hat man ein Buch bestellt und sich dazu verpflichtet, es auch zu rezensieren. Jonas Hartmann, Schauspieler undRead More

Posted On September 15, 2012By Anna Veronica WutschelIn Bücher, Crimemag

David Mark: Sterbensangst

Ein monströser Zauderer – Gute Hauptfigur, eigene Erzählstimme, feine Nebenfiguren, eigentlich ist eine Menge gut gelungen in David Marks Roman „Sterbensangst“ – aber am Ende ist alles vermurkst. Anna Veronica Wutschel begründet, warum … Erlaubt ist, was nicht den Spaß verdirbt. Zumindest in der Literatur, sollte man meinen. Doch alles ausprobieren birgt auch seine Tücken, und im schlimmsten Fall führt nur eine einzige Idee dazu, dass sich ein guter Text komplett in sich selbst verstolpert. David Mark erzählt in „Sterbensangst“ von gescheiterten, kranken, zerbrochenen Seelen. Ein Mörder schlachtet kurz vorRead More

Posted On September 15, 2012By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Carl Hiaasen: Sternchenhimmel

Schlimme Dinge mit Seeigeln – Carl Hiaasen schreibt komische Romane über Florida. Früher waren sie eher radikal, heute sind sie eher von einer gewissen Altersweisheit, aber komisch sind sie immer noch. Wenn auch ein bisschen anders als früher. Thomas Wörtche mag ihn … Seit „Tourist Season“, seinem ersten eigenständigen Roman aus dem Jahr 1986, gehören Carl-Hiaasen-Bücher zum intellektuellen Inventar von Lesern, die dem Schrecken, dem Irrsinn und der Unvernunft der Welt nur noch mit Lachen begegnen möchten oder können. 17 Romane aus dem täglichen Wahnsinn sind es bis heute geworden,Read More

Posted On September 15, 2012By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – heute auf dem Hackblock von Joachim Feldmann (JF) Max Landorffs „Die Stunde des Reglers“ und Petros Markaris‘ „Zahltag“; Stefan Linster (SL) hat sich Ewart Huttons „Die Guten und die Bösen“ vorgenommen und Thomas Wörtche (TW) eine schöne, von Alexandra Rügler in 3D-illustrierte Ausgabe von Patricia Highsmith‘ „Der talentierte Mr. Ripley“. Kollateralschaden Nazi (JF) Gabriel Tretjak ist „der Regler“. Für eine finanzkräftige Kundschaft beseitigt er diskret und elegant alle Widrigkeiten, die das Leben so mit sich bringen kann. Mal muss ein unliebsamer Konkurrent unschädlich gemacht werden, mal gehtRead More

Posted On September 13, 2012By Brigitte HelblingIn Bücher, Litmag

Richard Calder: Tote Mädchen

„Puppen“, Vampirsex und eine heiße Schreibstube in Thailand – Es schadet nicht, dass Dietmar Dath in diesen Roman einführt, in einem Vorwort, das ihm als Herausgeber der „Newgothic“-Reihe bei Suhrkamp (wo Richard Calders „Tote Mädchen“ erschienen ist) ohnehin zusteht. Vorwörter sind zwar zum Überspringen da, außer Kurt Vonnegut hat sie geschrieben, in welchem Fall sie heimlich-integraler Bestandteil der Romane sind, die Vonnegut selbst, vom allerersten Satz bis zum ENDE am Textende, als Autor verantwortet hat. Kennt einer noch Kurt Vonnegut? Tot, tot, alle sind sie tot, nur Calder lebt, imRead More

Posted On September 12, 2012By Senta WagnerIn Bücher, Litmag

Jean-Pierre Abraham: Der weiße Archipel

Sie geht weiter – die Blütenlese im Salzburger Verlag Jung und Jung (die erste finden Sie hier, die zweite hier, die dritte hier). Heute mit dem in diesem Jahr erschienenen zweiten Buch, einem Büchlein, des Franzosen Jean-Pierre Abraham. Von Senta Wagner. Runter vom Leuchtturm, rauf auf die Inseln Jahrzehnte nach seinen Exerzitien auf dem bretonischen Leuchtturm Armen („Der Leuchtturm“ – zur CM-Rezension) heißt es für den Exwärter Jean-Pierre Abraham wieder „… schreib mal schön!“ Eine reizvolle Selbsteinladung. Der Ozean ist der gleiche geblieben, die Bretagne und das Klima auch, vielleicht auchRead More

Posted On September 1, 2012By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

James Sallis: Driver 2

Der Bleifuß-Zarathustra – James Sallis und sein „Driver“: Diese Erfolgsstory ist einfach schwer zu toppen. „Driver 2“ bietet wieder spannende „On the Road“-Action, einen melancholischen Anti-Helden mit schlagkräftigem Selbsterhaltungstrieb sowie lakonisch abgesonderte Nietzsche-Reflexionen. Von der Mafia angeheuerte Killer sollen Driver ausschalten – ein unwiderstehlicher Noir-Mix vom Feinsten. Peter Münder ist begeistert … Er will eigentlich nur Gas geben und seine Fahrkünste in Filmszenen demonstrieren, doch dann übernimmt der begnadete Stuntfahrer Driver auch Fluchtfahrer-Jobs für Bankräuber und andere Kriminelle und wird in gefährliche Situationen verwickelt. Als eine Tasche mit 250000 DollarRead More

Posted On September 1, 2012By Joachim FeldmannIn Bücher, Crimemag

Jakob Arjouni: Bruder Kemal

Kayankaya kehrt zurück – Jakob Arjounis Kayankaya-Romane waren immer eher etwas für Leute, die „sonst keine Krimis“ lesen, aber sie gehörten immer zum Hintergrundrauschen des Genres. Jetzt kommt ein fünfter Roman, „Bruder Kemal“ – Joachim Feldmann hat ihn in milder Stimmung gelesen … Alle paar Jahre erfindet Jakob Arjouni einen neuen Fall für Kemal Kayankaya. Seinen ersten Auftritt hatte der türkischstämmige Privatschnüffler aus Frankfurt 1986. Im linken Hamburger Buntbuch Verlag erschien der Kriminalroman „Happy Birthday, Türke“. Der Rezensent, damals selbst noch ein manchmal sehr kritischer junger Mann, bescheinigte dem geradeRead More

Posted On September 1, 2012By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

– Bloody Chops: Heute schwingen das Beilchen Kirsten Reimers (KR) über Patrick de Witts „Die Sisters Brothers“, Joachim Feldmann (JF) über Jacques Berndorfs „Die Grenzgängerin“ und Thomas Wörtche (TW) über den Comic „Der Frevel am Altar der Heiligen Klara“ von Valerio Bindi/MP 5. Ein Hauch von Nichts (KR) Eli und Charlie sind die berühmt-berüchtigten Sisters-Brüder: Killer im Dienst des sogenannten Kommodore. In seinem Auftrag reiten sie nach Kalifornien, um einen Goldsucher mit dem Namen Hermann Kermit Warm umzubringen, der den Kommodore angeblich bestohlen hat. Unterwegs treffen die beiden Brüder eineRead More

Posted On August 29, 2012By Aleks ScholzIn Bücher, Litmag

Triggs: The Autobiography of Roy Keane’s Dog

Mensch unter Hunden und umgekehrt – Bücher mit Hunden – entweder auf dem Cover oder im Titel – lese ich aus Prinzip. Es ist kein besonders wertvolles Prinzip und es funktioniert ehrlich gesagt überhaupt nicht, aber ich komme nicht darüber hinweg. Seit Juni hängt im Bahnhof Lansdowne Road in Dublin ein Plakat mit einem großen Hundekopf, das die Autobiografie von Triggs bewirbt. Ich laufe jeden Tag durch diesen Bahnhof. Die Konsequenz war unausweichlich. Von Aleks Scholz Triggs ist der Labrador von Roy Keane, der wiederum der berühmteste irische Fußballer allerRead More

Posted On August 29, 2012By Thomas WoertcheIn Bücher, Litmag

Axel Hacke: Oberst von Huhn bittet zu Tisch

Frikadellen zwitschern einen Stil – Ein großer Fan von Axel Hacke bin ich nicht. Normalerweise ist er mir zu konsensual, zu zielgruppenorientiert, zu Witz-komm-raus-du-bis-umzingelt, zu Ich-erklär-euch-jetzt-mal-die-Pointe. Von Thomas Wörtche Anyway, alle diese Untugenden finden wir auch in seinem neuesten Sampler, in dem er sich sprachliche Unglücke in culinaricis vornimmt. Aber es sei verziehen, das Büchlein ist ein Thesaurus absolut komischer Sachen, die sozusagen rechts und links vom Tische fielen. Was haben wir uns alle schon beömmelt, wenn wir am Gemüsestand auf dem Markt Schilder gesehen haben, die „Oberschienen“ anpreisen oderRead More
Kurzrezensionen – diesmal zu Stephanie Gleißner („Einen solchen Himmel im Kopf“), Vicki Baum („Pariser Platz 13“) und Thomas Ruffs Fotobuch „Works 1979-2011“, geschrieben von Kira Kötter (KK), Christina Mohr (MO) und Christian Geldmacher (CG). Trautes Heim, Glück allein? (KK) – Mit ihrem Debütroman „Einen solchen Himmel im Kopf“ beantwortet Stephanie Gleißner diese Frage auf ihre Art: Hinter einem durchsichtigen poetischen Schleier verdeckt – direkt und wütend. Von Kira Kötter. Was passiert, wenn man sich nicht einfügen kann, nicht passt in die „Ordnung“ und „Netze“ der Alten, die auf den BänkenRead More

Posted On August 25, 2012By Doris WieserIn Bücher, Crimemag

Doris Wieser über Mexikos Helden

Mexiko und seine Revolution, ein unabschließbares Thema – Schon häufig wurde das Ende des mexikanischen Revolutionsromans verkündet und genauso häufig eine neue Phase der literarischen Auseinandersetzung mit den Kriegsjahren von 1910-1920 eingeläutet. Bis zur Gegenwart erscheinen immer wieder Werke, die diesen Teil der Geschichte aufarbeiten und uminterpretieren. Von Doris Wieser Woran mag es liegen, dass sich jede Generation aufs Neue mit den Revolutionsjahren auseinandersetzt? Haben Autoren wie Carlos Fuentes und Elena Garro (hier bei cultmag) nicht ohnehin schon die unterschiedlichsten Facetten dieser chaotischen Epoche und ihre Folgen diskutiert? Die Revolution,Read More

Posted On August 25, 2012By Joachim FeldmannIn Bücher, Crimemag

Heinrich Eppe: Kalte Mauern

Die Mumie im Turm – Irgendwelche skandinavischen Schocker und anderer Unfug demolieren so allmählich das Image des Genres „Kriminalliteratur“. Aber das muss nicht sein. Gute Kriminalromane sprießen überall. Joachim Feldmann wäre beinahe so ein Exemplar durchgerutscht. Der Klappentext verspricht Schröckliches. In Richmond, Virginia, wird der Konservator des Edgar-Allan-Poe-Museums „bestialisch ermordet“, während fast zur gleichen Zeit im norwegischen Trondheim „ein nahezu identischer Mord begangen“ wird. „Die Bibliothekarin Gunn Brita Dahle wird enthauptet und enthäutet aufgefunden. Auf beiden Seiten des Atlantiks beginnen die Ermittlungen. Doch der Killer hat sein nächstes Opfer längstRead More

Posted On August 25, 2012By Eva KarnofskyIn Bücher, Crimemag

Thomas Hesse/Renate Wirth: Eulenblues

Der berühmte „regionale Bezug“ gilt nicht nur für Autoren, sondern auch für Kritiker. Nicht blöd, wenn man in einem Krimi plausibel nachlesen kann, wohin es einen verschlagen hat. Eva Karnofsky ist an den Niederrhein gezogen – voilà: So ein Umzug … … hat allerhand für sich. Nicht zuletzt eröffnet er neue kulturelle Horizonte. In meinem Fall hieß das: Tschöö, Eifelkrimi und Ermittler aus Köln/Bonn und nix wie rein ins niederrheinische Krimi-Vergnügen. „Wat, du kenns Hessewirt nich? Geht gaa nich. Musse lesn, wenne hier wohns“, sagte die Nachbarin und reichte dannRead More

Posted On August 25, 2012By Thomas PrzybilkaIn Bücher, Crimemag

About Crime Fiction – Pick of the Week N° 11

Pick of the Week N° 11 – Seit Jahren bibliographiert, archiviert und kommentiert der Ehrenglauser-Preisträger Thomas Przybilka in seinem BoKAS (= Bonner Krimi-Archiv Sekundärliteratur) wissenschaftliche und publizistische Arbeiten aus aller Welt, die sich mit den unendlichen Facetten von Kriminalliteratur befassen. In unregelmäßig regelmäßigen Abständen erscheinen dann seine unschätzbar wertvollen Zusammenfassungen der aktuellen Sekundärliteratur, die jeder zur Kenntnis nehmen muss, der sich auch nur ein bisschen über seine Lieblingsliteratur kundig machen möchte. Ein solcher „Newsletter“ hat leicht einmal 160 bis 200 Seiten; deswegen empfiehlt CrimeMag jede Woche ein paar Titel ausRead More

Posted On August 22, 2012By Peter MuenderIn Bücher, Kunst, Litmag

Elke Heidenreich/Tom Krausz: Dylan Thomas

Turbulente Akzeptanz – In ihrem herrlichen Bildband (mit Fotos von Tom Krausz) über Dylan Thomas begibt sich Elke Heidenreich an markante Schauplätze aus dem Leben des genialen walisischen Dichters und betreibt eine einfühlsame biografische Spurensuche. Von Peter Münder Das Leben als unendliche, inspirierende, aber auch deprimierende hochprozentige Kneipentour, mittendrin der junge geniale Verseschmied als walisischer Rimbaud – das ist die Vorstellung, die wir uns heute vom früh (mit 39 Jahren) verstorbenen Dylan Thomas (1914–1953) und seiner fragilen Künstlerexistenz machen. Sein Hörspiel „Under Milk Wood“ – eine walisische Variante von ThorntonRead More
Neues aus dem Minutiösitätenkabinett – Bruno Arich-Gerz über Ralf Friedrichs‘ „The Lesson Today“ und das zeitdeckende Erzählen über besondere Tage. „Es ist 19:41 Uhr deutscher Zeit, als Freddie Mercury sich an ein bereitstehendes Klavier setzt und ein, zwei Töne anspielt, ein wenig am Verstärker einstellt und dann die ersten erkennbaren Laute erklingen lässt. Das Publikum in Wembley jubelt, hinter mir raunt man nur ‚Bohemian Rhapsody‘ … ‘Mama, life had just begun, but now I’ve gone and thrown it all away’. Das folgende ‚Mamaaaa, uhuhuhuhuuuu‘ wird nicht nur von den ZuschauernRead More