Liebe ist unerschütterlich – Das Erstlingswerk des Argentiniers Eduardo Sacheri ist in dessen Heimat bereits 2005 erschienen. Gemeinsam mit dem Regisseur Juan José Campanella schrieb der Autor dann seinen Roman zu einem Filmdrehbuch um und im März 2010 wurde „In ihren Augen“ mit dem Oscar für den besten ausländischen Film bedacht. Wahrscheinlich, weil Fußball sich gut verkauft, hat Sacheris deutscher Verlag zunächst zwei Fußballbücher aus seiner Feder auf den Markt gebracht und „In ihren Augen“ erst jetzt ins Deutsche übertragen. Der Roman, findet zumindest Eva Karnofsky, zählt zu den literarischen
Read More Bloody Chops – kurz, knapp, erhellend: Heute choppen Senta Wagner (SW) Amaryllis Sommerer und Joachim Feldmann (JF) Jim Thompson und Simone Buchholz. Voll daneben (JF) Hochintelligent, belesen, amoralisch, misogyn und voller Wut: Der 18-jährige Allen Smith ist eine bemerkenswerte Erscheinung. Jim Thompson, der wegen anderer Romane zu Recht Klassikerstatus genießt, hat ihn um 1970 herum erfunden, um den offenen und versteckten Rassismus der amerikanischen Gesellschaft satirisch bloßzustellen. Smith ist eine reine Kunstfigur. Als Sohn einer weißen Luxusprostituierten und eines schwarzen Vaters, den er nie kennengelernt hat, gehört er nirgendwo dazu.
Read More Text, Bild, Form – Am 1. Dezember werden auf Malta die Europäischen Filmpreise verliehen. Hanekes „Liebe“ ist sechsmal nominiert (Film, Regie, Drehbuch, Kamera, Darsteller). Gleichgültig, wie oft er gewinnt, ob er zum Jahresende noch einmal ein paar Statuetten einsammelt oder nicht – Kritiker und Jurys haben sich längst darauf verständigt, dass er in der Höhenluft jenseits solcher Ehrungen angekommen ist. Von Gisela Trahms Der Film über den langen Weg zum Tod, seit September in den Kinos, läuft immer noch. Erzählt man einem/r Dreißigjährigen die Handlung, antwortet er/sie: Muss ich mir
Read More Anti-traditionell, avantgardistisch – Doris Wieser über ein aufregendes und vielseitiges Buch, das sich im Bereich zwischen Roman, Kurzgeschichte und Lyrik bewegt. „Es waren viele Pferde“ des Brasilianers Luiz Ruffato (*1961 Caraguases, Minas Gerais) ist – das sei vorweggenommen – ein ganz erstaunliches und unkonventionelles Werk. Angekündigt wird es als „Roman“, erfüllt aber keineswegs die gängigen Erwartungen an dieses Genre. Das Werk besteht aus 69 Kapiteln. Alle spielen in São Paulo, doch in jedem werden Figuren eingeführt, die gleich darauf wieder verschwinden. Ein Roman ist das Werk also nicht, wenn man
Read More Posted On November 21, 2012By Ulrich NollerIn Bücher, Litmag
Gesellschaft ohne festen Boden – Gute Bilder erzählen Geschichten. Würde man das Geschehen des Romans „Wodka und Brot“ von Mira Magén in einem Bild konzentrieren, sähe man ein kleines Haus am Dorfrand, eine Mittdreißigerin mit Kind, die nur schemenhaft erkennbare Figur einer 17jährigen, zwei Männer auf dem Sprung, bei denen unklar ist, ob sie kommen oder gehen. Von Ulrich Noller. Amia heißt die Frau mit dem Kind, sie war Managerin einer Bank, ist ausgestiegen, hat ein Haus auf dem Land bezogen, irgendwo nahe Tel Aviv. Gideon, ihr Mann, einst Staranwalt,
Read More Neue Bücher von/über Beth Ditto, Blondie, Lady Bitch Ray, J.J. Halberstam und Ellen Willis - nichts für brave Mädchen, aber durchaus was für Christina Mohr.
Read More Wittgenstein und die Stubentiger – Paul-Hermann Gruners fulminanter Roman über alles, was in Darmstadt und der sonstigen Welt der Fall ist. Von Bruno Arich-Gerz Katzen und Kriminaldelikte, da kommt’s einem eigentlich hoch. Nicht nur, weil so ziemlich jeder Stubentiger seinen Hang zum serial killer an Mäusen auslebt. Auch das Rollenfach Opfer und sogar den Rang der Ko-Ermittler hat sich das Katzenvolk in der U- und E-Literatur längst erobert: Man denke nur an Akif Pirinçci und Rita Mae Brown, oder, Stichwort Opfer, an die sadistischen Katzenquälereien des gestörten Randy Lenz in
Read More Tu’s einmal, und zwar richtig – CrimeMag, wir geben es gerne zu, ist Jack-Reacher-Fan. Allerdings bietet die Figur von Lee Child auch genug Aspekte, um sich immer wieder mit ihr zu beschäftigen – voilà: Tom Cruise war möglicherweise der erste Adressat dieses kleinen, 152 Seiten starken Handbuchs. Denn er, zwei Köpfe kleiner als die literarische Vorlage, wird ab 3. Januar 2013 in unseren Kinos „Jack Reacher“ sein. Nicht auf die Größe, auf die Haltung komme es an, meinte der Autor Lee Child zur Verfilmung seines Thrillers „One Shot“ (dt. Sniper),
Read More Wo ist der Zarenschatz, wo der Zarensohn Alexej? Mit Protest-Demos von Pussy Riot, Hardcore-Leninisten, Ultra-Orthodoxen, weißrussischen Reaktionären etc. wird nun auch die Diskussion über die Zaren-Epoche wiederbelebt. Auch Thriller- und Krimi-Autoren werfen wieder einen Blick zurück auf diese blutige und „glorreiche“ imperialistische Epoche. Munter werden dabei historische Fakten mit abstrusen Yellow-Press-Effekten vermischt, aber lässt sich aus diesem Stoff auch ein spannender Krimi fabrizieren? Yes, indeed! Sam Eastland demonstriert mit seinem gelungenen Band „Roter Zar“ wie das funktioniert: Sein Super-Star Pekkala war der unbestechliche, loyale Sonderermittler und Beschützer von Zar Nikolaus
Read More Super Camp – James Bond allerorten, auch CrimeMag möchte sich nicht entziehen. Nach den Romanen von Ian Fleming (hier bei CrimeMag) geht es heute um Bilder, also um die Dinger, die aus einer blassen Romanfigur eine weltweite Ikone gemacht haben. Thomas Wörtche über eine einschlägige Ausstellung des Folkwang-Museums. Eine hübsche James-Bond-Devotionalie kommt aus dem Hause Steidl, dort als Ausstellungskatalog der Edition Folkwang: Im Museum Folkwang hängen noch bis 13. Februar nächsten Jahres eine Menge seltener und wunderlicher Bond-Plakate und Fotografien (Fotosessions und Stills, aus denen dann wiederum Plakate hervorgingen). Kino
Read More Posted On November 14, 2012By Judith Momo HenkeIn Bücher, Litmag
Abgesang auf die narrativen Muster der Vergangenheit – Nora Bossong hat mit „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ einen Roman über die deutsche Wirtschaftsmacht nach der Finanzkrise geschrieben – Judith Momo Henke stellt uns diese Geschichte über „Aufstieg und Fall eines Familienunternehmens“ vor. Gerade in New York gelandet, nimmt ein deutscher Geschäftsmann im feinen Zwirn am Flughafen den falschen Ausgang. Statt am Taxistand findet er sich in der Warteschlange für den Bus wieder. Eine blondgefärbte Amerikanerin hievt ihre Koffer in den stählernen Bauch des Fahrzeugs. Eine andere Frau verwechselt ihn, ruft ihn
Read More Eine Liebeserklärung an die Mulatten von Bahia – „Die Werkstatt der Wunder“, eine wahrhafte Liebeserklärung Jorge Amados an seine Heimat Bahia im Nordosten Brasiliens, erzählt die Lebensgeschichte Pedro Archanjos, eines dunklen Mulatten aus armen Verhältnissen mit außergewöhnlichem Kampfgeist und Überlebenswillen. Vier anthropologische Essays schreibt der fiktive Autodidakt und Freidenker zwischen 1907 und 1930 und lässt sie auf schlechtem Papier mit miserabel gesetzten Lettern unter größten finanziellen Schwierigkeiten drucken. Seine Bücher werden allerdings bald dem Vergessen anheim gegeben, passen sie doch nicht zum damals vorherrschenden wissenschaftlichen Diskurs, der Mischlinge zu Menschen
Read More Posted On November 14, 2012By Thomas WoertcheIn Bücher, Litmag
Kate ist klasse – Wer braucht einen 3 Kilo schweren, 78 Euro teuren, in der ersten Auflage gleich mit acht verschiedenen Covern gelieferten tea table-Klotz, der nur eines zeigt: eine meist nackte Frau? Kate-Moss-Fans natürlich, die schon immer vom Anti-Image des britischen Models fasziniert waren. Undiszipliniert, rauchend, saufend und alle möglichen und unmöglichen Substanzen einpfeifend, alles andere als eine trophy women, mal Lolita, mal heroine chick, mal Luxusschlampe, aber nie Oberschichts-Tusse. Der neue Prachtband resümiert über 20 Jahre Model-Business und versammelt so ziemlich alle Fotografen, mit denen Kate Moss zusammengearbeitet
Read More Alf Mayers „Blutige Ernte“: Die Verhältnisse zum Tanzen bringen – Aus Anlass der „Backup-Männer“: Warum man Ross Thomas lesen muss. Rundum vorbildlich als Edition, das sind die von Alexander Wewerka herausgegeben, sorgfältig (und oftmals erstmals vollständig) übersetzten Romane von Ross Thomas (1926–1995). Insgesamt 25 oftmals komödiantische Thriller hat dieser Ausnahmeautor geschrieben, im Alexander-Verlag ist jetzt der zehnte Band erschienen: „Die Backup-Männer“ (The Backup Men) von 1971, auf Deutsch ehemals bei Ullstein gekürzt unter dem Titel „Was ich nicht weiß, macht mich nicht kalt“. Es ist der dritte der insgesamt vier
Read More „Welche Regierung braucht schon glückliche und kluge Menschen?“ Auf der kriminalliterarischen Europa-Karte gibt es ein paar weiße Flecken. Der Balkan gehört dazu. Nicht, weil es dort keine spannenden Bücher und Autoren gäbe, sondern weil sie auf unserem Markt viel zu wenig vorkommen. Das ist schade, wie Elfriede Müller anhand von Edo Popović demonstriert. Edo Popović ist durch seine Kriegsreportagen und schnoddrigen Romane über die Schwierigkeit des Älterwerdens in einer zerstörten Gesellschaft bekannt. Sein neuer Roman „Der Aufstand der Ungenießbaren“ unterscheidet sich von seinen bisherigen Texten durch den Mangel an Schnoddrigkeit
Read More Posted On November 7, 2012By Birgit HaustedtIn Bücher, Litmag
Versammeltes weibliches Wissen – Für ihre in „Der Augenblick“ versammelten Reportagen hat Gabriele Goettle 26 sehr unterschiedliche Frauen getroffen und sich mit ihnen über ihre Berufs- und Lebensrealitäten unterhalten. Birgit Haustedt über die so entstandenen „Reisen durch den unbekannten Alltag“. In ihrem ersten Buch „Deutsche Sitten“ (1991) griff Gabriele Goettle zu ungewöhnlichen Recherchemethoden. Einmal klaute sie drei Säcke Kleiderspenden, die ein Lehrerehepaar für die Arbeiterwohlfahrt auf die Straße gestellt hatte. Dann beschrieb sie detailliert Zustand, Farbe, Material plus Etikett der Hosen, Blusen, Mäntel und was sonst noch drin war. Wie
Read More Zwischen Kreuzberger Kiez und Kamakura –Der Berliner Autor Jürgen Ebertowski war schon immer sehr Nippon-affin: Er studierte Japanologie, war Sprachlehrer am Goethe-Institut in Tokio, betrieb in Kreuzberg seine eigene Aikido-Schule und hatte die Nippon-Connection auch in einigen Krimis entwickelt. Den Schauplatz Kamakura hatte er bereits in „Blutwäsche“ beschrieben. Mit mildem, nostalgisch verklärendem Blick ist er nun in „Die Stadt am Meer“ nach Kamakura zurückgekehrt – auf den Spuren des Mediziners Robert Koch, der 1908 von den Japanern in diese Puppenstubenidylle eingeladen wurde. Von Peter Münder. Es ist jetzt genau vier
Read More Posted On November 7, 2012By Christina MohrIn Bücher, Litmag
Drei aktuelle Bücher beschäftigen sich mit der Geschichte und Wirkung von Mode – Christina Mohr hat sie für CULTurMAG gelesen. Mode? Absolut! Es war natürlich ein kluger Mensch, nämlich Oscar Wilde, der konstatierte, dass nur oberflächliche Menschen der Oberfläche keine Beachtung schenken. Seit dem 19. Jahrhundert haben sich die Moden und der Blickwinkel auf selbige zwar -zigmal geändert, aber auch heutzutage gibt es genügend Leute, die betont modisch (= stylish) gekleidete ZeitgenossInnen aufgrund vermuteter Eitelkeit und eben Oberflächlichkeit verachten – wobei die Verachtung auf Gegenseitigkeit beruht: Sowohl Hipster/Fashionistas als auch
Read More Posted On November 7, 2012By Lucy Renner JonesIn Bücher, Litmag
Wie wird deutschsprachige Literatur eigentlich im Ausland aufgenommen? CULTurMAG wirft einen ungewöhnlichen Blick auf aktuelle Neuerscheinungen. Lucy Renner Jones übersetzt (u.a.) deutschsprachige Literatur ins Englische – und klopft für uns in unregelmäßigen Abständen Neuerscheinungen interessanter Autoren auf Ihre Aussichten auf dem englischsprachigen Markt ab. Diesmal hat Sie Clemens J. Setz‘ Roman „Indigo“ gelesen und sich mit Ross Benjamin, dem amerikanischen Übersetzer des jungen österreichischen Autors unterhalten. That rare thing – “So könnte die Zusammenfassung einer Handlung lauten, die sich jeder Zusammenfassung entzieht. Am besten, Sie blättern gleich um und lesen
Read More Inbrünstiges „Inmitten der Welt“ Gott sei Dank bin ich Atheist (Luis Buñuel) Dieu deconstruit. Lui-même. (Jacques Derrida) Ouvertüre – Ver Nancy Nach wie vor erweist sich als schwierig, abzuwägen, womit man es bei dieser aufregend enigmatischen, unverschämt verstiegenen Schreibe, einer Umschrift sämtlicher traditionell eingeschliffener Denkgewohnheiten, zu tun hat. Der man hierzulande im seriösen Wissenschaftsdiskurs nach wie vor nicht gerade mit großer Aufgeschlossenheit begegnet. Handelt es sich im Fall dieses „post-dekonstruktiven Realismus“, wie Jacques Derrida es in seinem ihm gewidmeten Buch „Le Toucher“ (deutsch: Berühren. Jean-Luc Nancy. Berlin 2007) formuliert, um
Read More Posted On Oktober 31, 2012By Joe Paul KrollIn Bücher, Litmag
Verweile doch, du bist so schön! Bereits zum Erscheinen der Originalausgabe wurde auch bei uns in Deutschland viel über Simon Reynolds „Retromania“ diskutiert. Nun hat der Popjournalist die deutsche Ausgabe seines Buches auf einer Lesereise präsentiert, Joe Paul Kroll war in Frankfurt mit dabei. „Übersättigung einer Zeit in Historie“, so die bekannte Klage, sei nicht nur „dem Leben feindlich und gefährlich“, sondern besonders der Kunst. Ganze Welten künstlerischen Ausdrucks waren noch gar nicht entdeckt worden, als es Friedrich Nietzsche vor einem Übermaß der verfügbaren Historie graute. Doch mit dem, was
Read More Posted On Oktober 31, 2012By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Feinsinniger Metropolenroman – Mit „Open City“ hat der 1975 in den USA geborene, in Nigeria aufgewachsene und heute wieder in Brooklyn lebende Teju Cole einen bemerkenswerten Flaneurs- und New-York-Roman über das Eigene und das Fremde und die bis heute währende Geschichte von Verfolgung und Völkermord geschrieben. Von Karsten Herrmann Teju Coles Protagonist ist der junge, farbige Psychiater Julius, der als Kontrapunkt zu seinen Arbeitstagen im Krankenhaus immer ausgedehntere Spaziergänge durch seine Heimatstadt unternimmt: „So drang New York City … im Schritttempo in mein Leben ein.“ Einsam im Gewimmel der Menschen
Read More Wwwwwwwwwwwwwwwwwww – Mit dem Buchstaben w bewegt man sich im Onlinerollenspiel „Life of Lore“ (LoL) vorwärts. Das ist auch genau das, was Familie Delpe möchte – sich vorwärtsbewegen. Raus aus der Trauer, rein ins Leben, zurück ins Glück oder das, was davon übrig geblieben ist, seit ihr jüngstes Mitglied – Donald – gestorben ist. Von Kira Kötter Anthony McCartens neuer Roman ist geprägt von der unüberwindbaren Trauer, die aus seinem Debüt „Superhero“ herübergeschwappt ist. In „Superhero“ stirbt Donald Delpe nach langem Leiden als junger Teenager, als glänzender Comiczeichner und schließlich
Read More Getötete „Gooks“ auf der Müllkippe entsorgt – In seinem Vietnam-Roman „Matterhorn“ beschreibt Karl Marlantes autobiografisch geprägte Kriegserfahrungen, die er als junger Lieutenant machte. Er möchte mit dem Buch, an dem er über dreißig Jahre lang schrieb, seine eigenen Traumata abarbeiten, aber auch zur Aussöhnung zwischen Veteranen und Kriegsgegnern beitragen. Von Peter Münder Zur Lesung und Diskussion im Hamburger Amerikazentrum in der Hafen City erscheint Karl Marlantes, 67, im akkurat gebügelten hellblauen Hemd, an dessen Brusttasche ein Kugelschreiber steckt. Die kastanienbraune Krawatte ist mit hübschen kleinen Rechtecken dekoriert, der Bart ist
Read More Alf Mayers „Blutige Ernte“: We, the living – Eine Strandlandschaft, Dünen, windgebogene Bäume und Büsche, hohes gelblichgoldenes Gras, fremd anmutende Vegetation, ein paar Holzhäuser im Hintergrund, eine Bucht. So ist der Einstieg in den Roman „Rocking Horse Road“ von Carl Nixon. Fünf farbige Fotodoppelseiten, ungewöhnlich genug für ein in Deutschland erscheinendes Buch, ungewöhnlich erst recht für einen Kriminalroman. Zu verdanken haben wir das zum einem der diesjährigen Frankfurter Buchmesse mit ihrem Gastland Neuseeland, zum anderen und entscheidender dem feinen kleinen Bonner Weidle Verlag. Verleger Stefan Weidle ist Vorsitzender des Vorstands
Read More Geniale Masche? „Kings of Cool“ erzählt die Vorgeschichte zu Don Winslows „Zeit des Zorns“, unter dem O-Titel „Savages“ von Oliver Stone verfilmt und gerade in den Kinos (siehe dazu unser heutiges KickAss). Anfangs war Eva Karnofsky skeptisch … Nanu, sollte er doch fehlbar sein, dieser Gott unter den Spannungsautoren? Denn irgendwie kommt es bekannt vor, was Don Winslow da auf den ersten Seiten seines neuen Thrillers „Kings of Cool“ präsentiert. Nicht nur den Figuren – Ben, Chon und der schönen O – sind seine Leser in „Zeit des Zorns“ schon begegnet.
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