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Posted On Dezember 19, 2012By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Serhij Zhadan: Die Erfindung des Jazz im Donbass

Ein Roman wie ein Hefeteig Serhij Zhadan ist neben Juri Andruchowitsch einer der profiliertesten jungen Autoren in der Ukraine. Der 1974 in Starobilsk geborene Autor fängt in seinen Gedichten, Erzählungen und Romanen das Lebensgefühl einer sich im Übergang zwischen bürokratischem Sozialismus und entfesseltem Kapitalismus befindlichen Gesellschaft ein und zeigt ein Land, in dem sich die Einflüsse von West und Ost kreuzen, vermischen und beharken. Von Karsten Herrmann Im Zentrum von Zhadans neuem Roman „Die Erfindung des Jazz im Donbass“ steht der junge Hermann, der als PR-Referent einer Partei in CharkiwRead More

Posted On Dezember 19, 2012By Christina MohrIn Bücher, Kunst, Litmag

Sammelbesprechung: Neue Bücher zu Kunst und Mode

Vier neue Bücher zu Kunst und Mode, besprochen von Christina Mohr. Fehler is King „Fehler is King“, heißt es bei Knarf Rellöm Trinity und meint, dass aus Perfektionismus keine Kunst, sondern Langeweile entsteht. Und was Knarf für Popmusik statuiert, kann auch auf die Bildende Kunst übertragen werden: perfekte Kunstwerke sind schön, aber auch tendenziell uninteressant. Spannung entsteht durch Reibung – respektive Fehler, Ungereimtheiten, einem zu lang gemalten Hals oder unmögliche Perspektiven. Der Kunsthistoriker Thomas R. Hoffmann hat in dem Band „Das sieht doch keine Sau…“ Kunstwerke aus verschiedenen Epochen zusammengetragen,Read More

Posted On Dezember 19, 2012By Gisela TrahmsIn Bücher, Litmag

Lyrikkalender: Fliegende Wörter 2013

Jede Woche Licht – All dein Glück wie nie gewesen, die Tage kurz und nebelschwer, Ich spreiz die schmalen Hände weit Und fass das Paradies. Was soll denn das sein? Ein Gedicht? Nein. Was dann? Fliegende Wörter. ? Ein synergetisches Versmeeting. ? Ein Treffen illustrer Geister. ? Na, rate doch mal, von wem ist die erste Zeile? Eichendorff. Später. Benn. Fast. Der von „Die schönsten Verse der Menschen … sind die Gottfried Bennschen“? Genau. Wie hieß der noch mal? Wohnte in Hamburg. Ah ja. Und die beiden letzten Verse? EineRead More
Ein Wunder-Werk Der literarische Opernbegleiter zur „Zauberflöte“, vorgestellt von Wolfram Schütte. Eine Kindheit oder Jugend, in der Bekanntschaft mit „Der Zauberflöte“ gemacht worden war, kann nicht ganz unglücklich gewesen sein. Mozarts vorletzte Oper dürfte – trotz des grandiosen, dramatischeren „Don Giovanni“ – doch die „Oper aller Opern“ sein, weil sie die ganze ästhetische, intellektuelle & emotionale Spannweite des Genres umfasst & märchenhaft sowohl für Kinder wie Erwachsene beglückend & genießbar ist. Der Ägyptologe Jan Assmann, der jetzt einen hübschen Manesse-Band als „Literarischen Opernbegleiter“ der „Zauberflöte“ herausgegeben hat, stellt das einzigartigeRead More

Posted On Dezember 19, 2012By Joachim FeldmannIn Bücher, Litmag

Hunter S. Thompson: Die Rolling Stone Jahre

Begräbnis erster Klasse Das dicke, etwa ein Kilo schwere Buch versammelt Reportagen und sonstige Artikel, die Hunter S. Thompson für das gleichnamige Magazin geschrieben hat. Als Bettlektüre eignet es sich nicht, eher zur Dekoration auf dem Kaffeetisch. Von Joachim Feldmann Allerdings ist es auch zweifelhaft, ob es überhaupt zur Lektüre gedacht ist. Aber vielleicht gibt es ja tatsächlich hierzulande jemanden, der nur darauf brennt, sich einige hundert Seiten intimer Berichterstattung über den US-Präsidentschaftswahlkampf 1972 einzuverleiben. Für diejenigen, die sich nicht mehr erinnern oder schlicht zu jung sind: Gegenüber standen sichRead More
Das (selbst-)gerechte (Nicht-)Juden-(Nicht-)Spiel „Der Hauptunterschied, wenn man den alten Geschichten glauben kann, bestand darin, dass Gott nicht mehr seine eigene Faust im Kampf erhob.“ Wenn Nathan Englander sich in seinem jüngsten Erzählband, dem der vielbeachtete Roman „Das Ministerium für besondere Fälle“ vorausging, erneut – wie bereits im prämierten Erstlingswerk „Zur Linderung unerträglichen Verlangens“ – den short stories zuwendet, kann man staunend beobachten, dass sich das zwischen zwei Isaacs, Singer und Babel, stilistisch zu verortende Talent des Autors weiter verfeinert hat. Welches nunmehr von einer Weisheit zeugt, die weniger dem LessingschenRead More

Posted On Dezember 8, 2012By Frank RumpelIn Bücher, Crimemag

Heinrich Steinfest: Das himmlische Kind

Zeit der krimifreien Themen – „Das himmlische Kind“ heißt der neue Roman von Heinrich Steinfest, aber noch mehr als seine anderen Bücher verweigert sich das Buch jeder Rubrik. Frank Rumpel hat sich für seine Besprechung mit Heinrich Steinfest unterhalten. Verwundert die Augen reiben werden sich nach der Lektüre des neuen Romans von Heinrich Steinfest wohl manche, die da beherzt ins Regal griffen und sich auch vom etwas lieblichen Titel „Das himmlische Kind“ nicht abschrecken ließen. Der Mann ist schließlich in der Lage, aus nahezu beliebigen Ingredienzien fantastische Geschichten zu PapierRead More
Desaster und Fotos – Craig Robertsons Roman „Snapshot“ erzählt vom Fotografieren von Leichen und Katastrophen, als ob es um die im Bild festgehaltenen Tragödien von Enrique Metinides ginge. Eine Rezension mit einem Exkurs von Thomas Wörtche. Es zieht sich durch die Zeiten – das Bedürfnis der Menschen, Elend, Gräuel und Tod wirklichkeitsgetreu im Bild festzuhalten und irgendwo noch eine ästhetische Dimension darin zu suchen. Das geht von Jacques Callots Stichen aus dem Dreißigjährigen Krieg, Goyas „Desastros de la Guerra“ über die in ihrer ikonographischen Wirkung nicht zu überschätzenden s/w-Fotos desRead More

Posted On Dezember 8, 2012By Henrike HeilandIn Bücher, Crimemag

Stuart Neville: Blutige Fehde

The Troubles, reloaded – Stuart Nevilles Debüt „Die Schatten von Belfast“ wurde international gefeiert. Nun liegt der zweite Roman vor, bekanntermaßen die große Hürde für jeden Schriftsteller. Henrike Heiland hat gelesen. DI Jack Lennon, nach einer Strafversetzung wieder zurück bei der Mordkommission, hat den dringenden Verdacht, einer großen Sache auf der Spur zu sein: Lennon ist sich sicher, dass in Befast ein Killer unterwegs ist, der im Auftrag des berüchtigten Bull O’Kane Zeugen beseitigt, die etwas über das Blutbad auf O’Kanes Farm wissen, dem letzten bekannten Aufenthaltsort von Lennons Ex, Marie McKenna,Read More

Posted On Dezember 8, 2012By Anne KuhlmeyerIn Bücher, Crimemag

Christiane Geldmacher: Love@Miriam

Social Media kills – Christiane Geldmacher hat einen Roman über die tödlichen Aspekte von sozialen Netzwerken geschrieben – oder doch eher über Menschen, die sich dort tummeln? Anne Kuhlmeyer hat „Love@Miriam“ gelesen. Harry liebt Miriam seit der Schulzeit. Inzwischen sind sie Anfang dreißig und es ist vorbei mit ihnen, seit zwei Jahren und seit dem Tod von Harrys Vater schon. Harry liebt Miriam immer noch. So was soll’s ja geben. Er trifft sie wieder. Auf Facebook. Wenn er sich nur genug ins Zeug legt, wird sie ihren neuen Freund BenRead More

Posted On Dezember 8, 2012By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

KickAss – Bloody Splinters aus dem Branchen-Wahnsinn

KickAss – #megafail – Man sollte meinen, dass sich Verlage in diesen Zeiten besonders um ihre Leserschaft bemühen. Dank Social Media kann der direkte Kontakt zu Fans gesucht, gefunden und gepflegt werden, und die kostenlose Werbung, die es gibt, wenn Bloggerinnen und Buchforenjunkies mit genuiner Begeisterung und wahrem Herzblut darüber berichten, wie toll sie ein Buch, eine Autorin, eine Veranstaltung fanden – Word of Mouth, virales Marketing, so muss das heute – ist da sehr wertvoll. Die Presseabteilung von Bastei Lübbe, die nun auch für Eichborn-Publikationen zuständig ist, scheint hingegenRead More

Posted On Dezember 8, 2012By Thomas PrzybilkaIn Bücher, Crimemag

About Crime Fiction – Pick of the Week N° 13

Pick of the Week N° 13 – Seit Jahren bibliografiert, archiviert und kommentiert der Ehrenglauser-Preisträger Thomas Przybilka in seinem BoKAS (= Bonner Krimi-Archiv Sekundärliteratur) wissenschaftliche und publizistische Arbeiten aus aller Welt, die sich mit den unendlichen Facetten von Kriminalliteratur befassen. In unregelmäßig regelmäßigen Abständen erscheinen dann seine unschätzbar wertvollen Zusammenfassungen der aktuellen Sekundärliteratur, die jeder zur Kenntnis nehmen muss, der sich auch nur ein bisschen über seine Lieblingsliteratur kundig machen möchte. Ein solcher „Newsletter“ hat leicht einmal 160 bis 200 Seiten; deswegen empfiehlt CrimeMag jede Woche ein paar Titel ausRead More
„Ich sehe nicht, warum ich die Vorteile meines seltsamen Loses nicht genießen sollte …“ – zwei Bücher über Thomas Mann, den Amerikaner, gelesen von Joe Paul Kroll. Thomas Mann hat vermutlich nie ein Baseballspiel besucht. Auch andere Aspekte der amerikanischen Kultur blieben ihm, der Deutschland im Reisegepäck führte und doch als amerikanischer Staatsbürger starb, Zeit seines Lebens ein Rätsel – so sie überhaupt seine Wahrnehmung kreuzten. Darin unterschied er sich kaum von der Mehrheit der deutschen Emigranten, die in den 1930er- und 40er-Jahren vor dem Nationalsozialismus in die USA flohen.Read More

Posted On Dezember 5, 2012By Nora HelblingIn Bücher, Litmag

Douglas T. Kenrick: Sex, Mord und der Sinn des Lebens

Die Antwort auf alles: die Evolutionspsychologie. So verspricht es Douglas T. Kenrick in seinem Vorwort zu „Sex, Mord und der Sinn des Lebens“. Warum sind wir so wie wir sind, warum gleichen wir uns darin alle? Darüber hinaus will er menschliche Phänomene wie Kultur, Religion und Wirtschaft in ihren Ausformungen erklären und zu guter Letzt dem Sinn des Lebens auf den Grund gehen. Vom Ergebnis berichtet Nora Helbling. Hitzige junge Wissenschaftler Kenricks Wunderwerkzeug ist eine in den 70ern aufkommende Wissenschaft, die menschliches Verhalten im Zusammenhang mit evolutionären Prozessen untersucht. InspiriertRead More

Posted On Dezember 5, 2012By Tina ManskeIn Bücher, Litmag

Linus Volkmann: Kein Schlaf bis Langenselbold

Vergnügliche Zeitreise – Linus Volkmann ist ein umtriebiger Typ; als Musikredakteur arbeitet er für die Intro, mit seinen dortigen Kollegen bringt er das oft sehr witzige Fanzine Super Omi heraus – und solo ist er als auch nicht müder Schriftsteller auffällig. Sein neuestes Werk ist eine sehr unterhaltsame Coming-of-Age-Geschichte, findet Tina Manske. Im Mittelpunkt von „Kein Schlaf bis Langenselbold“ stehen die ziemlich ungleichen Zwillinge Frederik und Malte Borchers. Während der schwule Frederik den großen Zampano markiert (weil er halt auch ein paar Minuten älter ist und damit die natürliche FührungsrolleRead More

Posted On Dezember 5, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

David Albahari: Der Bruder

Mein Bruder? Filip, ein nicht gerade erfolgreicher serbischer Gelegenheitsschriftsteller, erhält eines Tages einen Brief. Er ist über diesen Brief so perplex und sprachlos, dass er es für längere Zeit überhaupt nicht wagt, den Brief zu öffnen. Über mehrere Seiten zieht sich das Zögern und Zagen hin, bis er schließlich doch den Briefumschlag öffnet. Es dürfte schwer sein, irgendwo in der Weltliteratur ein Buch zu finden, in dem mit einer so großen Genauigkeit das Zögern eines Menschen beschrieben werden, den an ihn adressierten Briefumschlag zu öffnen. Allein diese Seiten sind esRead More

Posted On Dezember 5, 2012By Sahar naz ParsaIn Bücher, Litmag

Julian Barnes: Unbefugtes Betreten

Die großen Dinge des Lebens – Julian Barnes ist ein Meister, wenn es um die Darstellung menschlicher Beziehungen geht. Schon in seinem letzten Werk „Vom Ende einer Geschichte“ zeigte der Booker-Preisträger auf beeindruckende Weise den menschlichen Hang zum Betrug, Selbstbetrug und die vergebliche Wahrheitssuche. Von Sahar naz Parsa Sein neuer Erzählband „Unbefugtes Betreten“ besteht aus 14 Kurzgeschichten und erzählt mit außerordentlichem Witz, Ironie und sprachlicher Leichtigkeit von Paarbeziehungen – von Freundschaft und Liebe. Doch unter der Textoberfläche brodelt es gewaltig: Da werden Erinnerungen an die sprachphilosophische Skepsis im Sinne vonRead More

Posted On Dezember 5, 2012By Sophie SumburaneIn Bücher, Litmag

Freie Feder – Plume Libre: Lesebühnenliteratur aus Abidjan

Was bleibt, sind Fragezeichen und die Freiheit – Lesebühnen: Sie schießen aus dem Boden wie Unkraut, überwuchern ganze Stadtteile und geben Raum für jedermann. Bei den vorgetragenen Texten schwankt der Zuhörer oft zwischen peinlich berührt, nett unterhalten und gepackt. Es gibt Lesebühnen, die einen mehr packen als andere, doch das Konzept ist immer ähnlich: Sie sollen ein Sprungbrett sein, sind allzu oft jedoch ein Augenöffner, für den Zuhörer und den Lesenden. Ähnlich ist es bei der Lesebühne „Freie Feder – Plume Libre“. Dass es in Berlin eine Lesebühne gibt, wirdRead More

Posted On Dezember 1, 2012By Christiane GeldmacherIn Bücher, Crimemag

Philippe Djian: Die Rastlosen

Sex im Alter – Philippe Djian ist uns wohlbekannt für seine rasanten, roadmoviehaften Romane wie „Betty Blue“, „Erogene Zone“ oder „Blau wie die Hölle“. Oft haben wir die Franzosen darum beneidet, dass sie so einen haben wie ihn, furchtlos, kompromisslos, aufrührerisch. Mit „Die Rastlosen“ hat Djian nun einen Roman geschrieben, in dem er sich über das Kreative Schreiben lustig macht: Die Dozenten, die Teilnehmer. Wir lachen gern mit ihm – allerdings ist er selbst ein bisschen zu sehr selbst in diese Falle getappt. Obwohl er das überhaupt nicht nötig hat.Read More

Posted On Dezember 1, 2012By Sandra BakerIn Bücher, Crimemag

Roger Smith: Stiller Tod

Goodies, now – Roger Smith’s books are not for the faint of heart. Having previously read and enjoyed Wake up dead and Dust Devils, I was forewarned. But it was not without trepidation that I reached for Capture, the blurb on the back alerting me to the fact that the book had to do with children who were either going to die or who were going to be hurt in someway. Being a mother of small children, reading about child abuse is difficult for me. However, I persevered and readRead More

Posted On Dezember 1, 2012By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Rick De Marinis: Götterdämmerung in El Paso

The Crystal Frontier – Endlich mal wieder ein hardboiler aus harten Gegenden am Rio Grande. Toughe Kerle, coole Ladies, große Kaliber und starke Drinks! Ayyy, hombre! Wenn nur nicht der Wagner’sche Titel „Götterdämmerung in El Paso“ wäre, denn so heißt Rick De Marinis‘ neuer Roman. Thomas Wörtche hat sich blendend amüsiert … Hoffentlich ist der Spruch auf dem Cover von Rick De Marinis „Götterdämmerung in El Paso“, der Roman versöhne Hardcore mit Metaphysik, ironisch gemeint. Denn weder das eine noch das andere hat etwas mit diesem großartigen Stück Kriminalliteratur zuRead More

Posted On November 28, 2012By Gisela TrahmsIn Bücher, Litmag

Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf

In einem Atemzug mit Nabokov – Gaito Gasdanow versetzt uns mit dem 1947 erschienen Roman in die Zeit des russischen Bürgerkriegs. Gisela Trahms hat den nun erstmals in Deutsche übersetzten Klassiker gelesen. Ein russischer Autor, geboren 1903 und damit derselben Generation angehörig wie Nabokov, schrieb Mitte der vierziger Jahre in Paris einen Roman, der in einer in den USA erscheinenden Zeitschrift gedruckt wurde. International also, sollte man meinen, aber das Gegenteil war der Fall: Gaito Gasdanow schrieb russisch, die Zeitschrift wurde von Exilrussen herausgegeben und nur von Exilrussen gelesen. SoRead More

Posted On November 28, 2012By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Florian Illies: 1913. Der Sommer des Jahrhunderts

Das magische Jahr 1913 – Das Jahr 1913 bildet in der Weltgeschichte ein magisches Jahr: Es ist das Jahr bahnbrechender Werke in Literatur, Kunst, Musik, Philosophie und Wissenschaft, es ist aber auch das Jahr, in dem schon dunkle Kriegswolken heraufziehen und das kommende Verhängnis in Europa ahnen lassen. 1913 ist der entscheidende Moment zwischen Tradition und Moderne, zwischen einem „nicht mehr“ und einem „noch nicht“, zwischen Triumpf und Untergang. Von Karsten Herrmann Dieses magische Jahr 1913, dieser „Sommer des Jahrhunderts“, steht im Fokus des neuen Buches von Florian Illies, demRead More

Posted On November 28, 2012By Joachim FeldmannIn Bücher, Litmag

Paul Lukas: Vinyl

Durch nasskalte Pipelines kriechen – Paul Lukas, Gründungsmitglied der Band „Element of Crime“, schreibt mit „Vinyl“ seine Lebensbeichte: Wer noch Illusionen über das Geschäft mit der populären Musik hat, dem wird die Lektüre von „Vinyl“ unbedingt empfohlen. Von Joachim Feldmann Berlin kurz vor der sogenannten Jahrtausendwende. Ein Mann Anfang 40 hadert mit der Welt. Und mit sich selbst. In den Achtzigern war er so etwas wie ein Popstar wider Willen. Als Bassist einer Rockcombo, die sich in dieser an skurrilen Bandnamen nicht armen Zeit „Sonntagsmörder“ getauft hat, erlebt er einenRead More

Posted On November 24, 2012By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Editorial, 24.11.2012

Liebes CrimeMag-Publikum, heute haben wir ein kleines Deon-Meyer-Special für Sie: Henrike Heiland hat sich mit ihm in Berlin unterhalten, und unsere südafrikanische Mitarbeiterin Sandi Baker bespricht seinen aktuellen Roman „Sieben Tage“. Carlos, wer sonst, begibt sich für uns in die Abgründe und Schlünde der Realität, in die sonst niemand so unerschrocken blickt. Und der Schlund starrt zurück. Einen ungewöhnlichen Weg geht Judith Momo Henke: Weil sie Kristina Ohlsson nicht persönlich zu ihren Roman „Tausendschön“ befragen konnte, hat sie sich einfach mit dessen Hauptfigur Fredrika Bergman unterhalten. Eva Karnofsky stellt unsRead More

Posted On November 24, 2012By Sandra BakerIn Bücher, Crimemag

Deon Meyer: Sieben Tage

From high tech to low tech – Südafrika ist Krimiland. Für die einen die reine Hölle, die man sensationalistisch in Thriller umsetzen kann, für andere eher eine Gesellschaft, die man genau und sorgfältig beobachten muss. Deon Meyer ist das mit seinem aktuellen Roman „Sieben Tage“ gelungen, findet seine Landsmännin Sandi Baker. Benny Griessel, hard-bitten cop and recovering alcoholic, is back. He is given a case that is 40 days old and the only lead is a set of nude photographs of the victim, attractive lawyer, Henneke Sloet and bizarre, anonymousRead More