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Posted On Juli 14, 2012By Kirsten ReimersIn Bücher, Crimemag

Colin Cotterill: Der Tote im Eisfach

Nur noch herzig – Colin Cotterills Krimis um den Pathologen Dr. Siri zeichnen sich durch einen subversiven Witz aus – beziehungsweise zeichneten. Kirsten Reimers ist enttäuscht. „Der Tote im Eisfach“ ist der fünfte Band von Colin Cotterills Reihe um den einzigen und mithin ältesten Pathologen Laos’, den über siebzigjährigen Dr. Siri Paiboun. Siri war aktiv am Kampf gegen die Kolonialherren Frankreichs beteiligt und stand zu dieser Zeit der kommunistischen Partei nahe – doch seit Ende 1975 die Laotische Revolutionäre Volkspartei in der kurz zuvor deklarierten Demokratischen Volksrepublik Laos die MachtRead More

Posted On Juli 14, 2012By Stefan LinsterIn Bücher, Crimemag

Gianrico Carofiglio: In ihrer dunkelsten Stunde

Das Fabeln der Robe „Wer zu viele Bücher liest, tut Dinge, für die es keinen Anlass gibt.“ (G. Carofiglio, S. 60) Schön wär‘ mal wieder ein guter Krimi, ein richtig packender und wenn möglich noch literarischer, dachte sich Stefan Linster, griff auf einige verheißungsvolle Kritiken hin zu G. Carofiglios neuestem Werk „In ihrer dunkelsten Stunde“ (dem vierten auf Deutsch) und musste sich doch sehr wundern. Ein renommierter Strafverteidiger aus dem apulischen Bari wird gebeten, sich einer Vermisstensache anzunehmen und zu erkunden, ob tatsächlich sämtliche Spuren verfolgt, alle Verdächtigen überprüft undRead More
Literatur und Kunst, zweiter Teil (zu Teil eins): Im Mittelstück seines „Weltmüller“-Buchs verwandelt Frank Fischer einen Leipziger Platz in ein sensationell selbsttätiges Kunstwerk. Nachreichen, bitte! Frank Fischer hat in „Der Louvre in zwanzig Minuten“ vorgeführt, wie die Zeit, ist sie nur knapp genug, die Wahrnehmung des Orts erledigt und die der darin aufbewahrten Kunst gleich mit. Jetzt hat er mit „Leipzig, Augustusplatz“, dem Mittelstück seines „Weltmüller“ – Buches, den umgekehrten Prozess geschildert, nämlich auf welche Weise ein Kunstwerk einen Ort nachhaltig in die Zeit einsetzt, indem es eine Deutungslawine lostritt.Read More

Posted On Juli 11, 2012By Judith Momo HenkeIn Bücher, Litmag

Maeve Brennan: New York, New York

Und plötzlich hält die Stadt den Atem an – Judith Momo Henke über Maeve Brennans in dem Band „New York, New York“ versammelte Kolumne, die mit einem Schnappschuss beginnen und sich dann zu allen Seiten hin weite Assoziationsräume öffnen. Bis vor kurzem konnte ich mit Amerikanern nicht viel anfangen. Und das meine ich jetzt nicht politisch, ich meine: Bis vor kurzem waren US-amerikanische Autoren not my cup of tea. Updike, Eugenides, Roth – jeder Schritt über den Teich misslang, ich platschte mit einem Fuß ins Wasser, ohne die fremde KüsteRead More
Tales from Facebook – Soziale Beziehungen, traditionell im Fokus der Ethnologie, werden zunehmend im Internet geführt. Daniel Miller wirft einen empirischen Blick auf soziale Netzwerke online und erforscht Facebook – auf Trinidad. Von Kerstin Schoof Die ersten Studien des britischen Ethnologen Daniel Miller beschäftigen sich mit materieller Kultur. „Stuff“, „The Comfort of Things“ und „A Theory of Shopping“ heißen seine Veröffentlichungen aus den 1990er Jahren, in denen er Menschen in ihrem Londoner Alltag begleitet und ihr Verhältnis zu den Dingen studiert. Bereits in seiner letzten Publikation „The Internet – AnRead More

Posted On Juli 11, 2012By Tillmann ReikIn Bücher, Litmag

Tom McCarthy: K.

Tom McCarthy ist ein Autor, der seine Texte mit Anspielungen und Querverweisen belädt, bis sie in alle Richtungen strahlen. Tillmann Reik antwortet mit fröhlich tanzenden Assoziations-Clustern. Weird Wireless World als seidenes Pfingstwunder „Das soziale Band ist als konstitutiv mediales zu denken“ (Daniel Eschkötter, The Wire) TV-Kultserien wie „The Wire“ setzen heutzutage lehrreich Fälle in Szene, die aufzeigen, dass der konspirative Draht, den die Dinge zueinander haben, das soziale Band, was die innerweltlich Seienden stotternd und stockend, oszillierend und gepulst verlinkt, worüber sie einander jedoch auch kriminalistisch abhören und ausspionieren (wiretapRead More

Posted On Juli 4, 2012By Peter MuenderIn Bücher, Litmag

Gert Voss: Ich bin kein Papagei

Spricht der Papagei im Schlaf? – Der grandiose Schauspieler Gert Voss beschreibt in seiner Autobiographie „Ich bin kein Papagei“ die markantesten Stationen seiner Laufbahn – ein aufregendes und äußerst amüsantes Leseerlebnis. Mit seinem klaren analytischen Blick liefert er darüber hinaus auch eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Theater-Misere. Von Peter Münder. Als Rollstuhl fahrender Großindustrieller Herrenstein in Thomas Bernhards Stück „Elisabeth II.“ feiert Gert Voss auf der Bühne des Berliner Ensemble gerade wahre Triumphe. Der Ausnahme-Schauspieler begeistert mit seiner ins Exzentrische driftenden Intensität und einer einmaligen Ausstrahlung außerdem noch in den Bernhard-StückenRead More
Die Unverschämtheit, ich zu sagen – Alf Mayer über Matthias Altenburg und sein Internet-Tagebuch „Jan Seghers‘ Geisterbahn“. Schande auf mein Haupt. Nein, ich habe ihn bisher nicht gelesen, habe nicht verfolgt, was er seit 2005 mehr oder weniger täglich in seinem Internet-Tagebuch veröffentlicht. „Jan Seghers‘ Geisterbahn. Tagebuch mit Toten“ heißt es und ist zu finden unter: janseghers.de. Nicht nur vielen Frankfurtern ist er kein Unbekannter, dieser Matthias Altenburg, dem als Jan Seghers die Berufsbezeichnung Krimi-Schriftsteller anhängt, der aber – natürlich – weit mehr ist. Um das Mindeste in aller KürzeRead More

Posted On Juli 4, 2012By Gisela TrahmsIn Bücher, Litmag

Wolfgang Herrndorf: Der Weg des Soldaten

Literatur und Bildende Kunst sind sehr unterschiedliche Kunstformen. Wo uns das eine als konkrete Tat (Aktions- und Konzeptkunst) oder als direkt sinnlich fassbares Objekt (Malerei) entgegentritt, steht bei der Literatur vor dem Erlebnis die alles andere als voraussetzungsfreie Lektüre. Interessant kann es werden, wenn die Literatur diese Unterschiede (und Gemeinsamkeiten?) reflektiert und sich in Erzählungen oder Romanen mit den Bildenden Künsten beschäftigt. Gisela Trahms hat sich ein paar Beispiele angeguckt. Diesmal: Wolfgang Herrndorfs Erzählung „Der Weg der Soldaten“. Was ist Schreiben gegen Schlucken? Ob ein Hase durch eine Geschichte hoppeltRead More

Posted On Juli 4, 2012By Carola EbelingIn Bücher, Litmag

Virginie Despentes: Apokalypse Baby

Ein starkes Frauenduo gibt Vollgas – Von der skandalösen Außenseiterin in den Literaturkanon? Mit dem Roman „Baise-moi“ löste Virginie Despentes 1994 in Frankreich große Empörung aus. Die Verfilmung unter dem Titel „Fick mich“ machte sie auch in Deutschland bekannt. Zwei vergewaltigte Frauen holen darin zur Gegenwehr aus. Für ihr neues Buch „Apokalypse Baby“ war sie nun für die beiden bedeutendsten französischen Literaturpreise nominiert und erhielt immerhin einen, den Prix Renaudot. Aber erfreulicherweise ist Despentes nicht handzahm geworden. Der Roman ist eine schräge, doch genau komponierte Mischung aus Krimi, Roadmovie, Sozialkritik.Read More

Posted On Juni 30, 2012By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Giancarlo de Cataldo/Mimmo Rafele: Zeit der Wut

Italien jenseits aller Pizza-Pasta-Mafia-Klischees – Gewisse gesellschaftliche Kräfte wollen einen rigide autoritären Staat und richten deswegen Chaos an, um umso wirkungsvoller aufzuräumen. Diese Kräfte bedienen sich realer Terror-Szenarios, die sie in ihrem Sinne übertreiben, damit drastische Reaktionen für die Bevölkerung darstellbar werden. Und Teile dieser Kräfte sind Teile der Polizei eines Landes. So funktioniert, grob gesagt, die beunruhigende Handlung des Romans „Zeit der Wut“ von Giancarlo de Cataldo und Mimmo Rafele. Von Thomas Wörtche Die beiden Autoren – de Cataldo ist Richter und Romancier, Rafele Drehbuchautor, u. a. von „AlleinRead More

Posted On Juni 30, 2012By Joachim FeldmannIn Bücher, Crimemag

C.J. Box: Todfeinde

Atmosphäre und Lokalkolorit – Es ist sehr erfreulich, dass C.J. Box‘ außergewöhnliche Serie rund um den Wildhüter Joe Pickett nun auf Deutsch erscheint. Joachim Feldmann über den jetzt übersetzten fünften Band der Reihe, „Todfeinde“, der hoffentlich nicht der letzte bleiben wird. Wer im Jackson Hole Valley, Wyoming, auf die Jagd gehen will, muss viel Geld mitbringen. Um die 5000 Dollar kostet die Lizenz, an einem der malerischsten Flecken der Vereinigten Staaten Wapitihirsche und andere Vierbeiner erlegen zu dürfen. Kein Wunder, dass es hier von Millionären nur so wimmelt und dieRead More
Alles ist aus dem Wasser entsprungen! – Joe Paul Kroll über den Philosophen Hans Blumenberg und die aus dem Nachlass edierte Textsammlung „Quellen, Ströme, Eisberge“. World’s Largest Metaphor Hits Iceberg überschrieb die amerikanische Satirezeitschrift „The Onion“ ein Titelblatt (hier), das vorgab, den Lesern des Jahres 1912 die Kunde vom Untergang der „Titanic“ zu überbringen. Hans Blumenberg hätte wohl seine Freude an diesem Witz gehabt. Denn in ihm verknüpft Blumenbergs Leidenschaft für die Metaphorologie, und der „Daseinsmetapher“ des Schiffbruchs im Besonderen, sich mit einem Thema, das vor allem in den BüchernRead More

Posted On Juni 27, 2012By Senta WagnerIn Bücher, Litmag

Jean-Pierre Abraham: Der Leuchtturm

Die Blütenlese im Verlag Jung und Jung geht heute weiter, bei der dritten Ausbeute (die erste finden Sie hier, die zweite hier) hat Senta Wagner im Verlagsprogramm einen zweijährigen Sprung zurück gemacht – zu Jean-Pierre Abrahams „Der Leuchtturm“. Mit dem Ozean auf du und du Bei Reisen an die Atlantikküste der französischen Bretagne sind nahe und ferne Begegnungen mit Leuchttürmen und romantischen Vorstellungen unvermeidlich. Waren es nicht die Frauen, die früher ihre Seemänner von der hohen See mit Feuer in die heimatlichen Häfen lotsten? Jean-Pierre Abraham hat sich ins InnereRead More

Posted On Juni 23, 2012By Lena BlaudezIn Bücher, Crimemag

Stefano Liberti: Landraub

Ausverkauf der knappen Güter – Makrokriminalität ist ein weites und spannendes Feld. Wer sich mit ihr beschäftigt, lernt eine Menge über diese Welt. Es schon immer gewusst zu haben, ist blasiert. Was Menschen Menschen antun, geht uns alle an, vor allem, wenn es um wirkliche basics geht: Lebensmittel, Wasser, Luft.  Ein besonders übles Kapitel ist Landraub. Stefano Liberti hat ein wichtiges Buch dazu geschrieben, Lena Blaudez stellt es uns vor: „Alle investieren in China für die Industrie, in Indien für den Service. Für Nahrungsmittel muss man nach Afrika gehen.“ DieseRead More

Posted On Juni 23, 2012By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Kettly Mars: Wilde Zeiten

Polit-Thriller, noir – Auf vielen wichtigen Werken der Kriminalliteratur steht einfach „Roman“. Das ist einerseits schön und gut, andererseits irritierend, weil es einen Roman adeln kann, wenn er als das bezeichnet wird, was er auch noch ist: Ein Polit-Thriller. Thomas Wörtche über Kettly Mars‘ „Wilde Zeiten“. Bei Polit-Thriller denkt man an John le Carré, an Eric Ambler, Ross Thomas, Robert Littell oder Jenny Siler, auf jeden Fall an die Luxusklasse innerhalb der Kriminalliteratur.  Aber ein Polit-Thriller kann auch aus Haiti kommen und eine Art Psycho-Polit-Thriller mit deutlichem roman noir EinschlagRead More

Posted On Juni 23, 2012By Anne KuhlmeyerIn Bücher, Crimemag

Kai Hensel: Das Perseus-Protokoll

Produktive Widersprüche – Ein Roman zur  politisch-ökonomischen Großwetterlage, der Roman zu den Nachrichten? Griechenland als Thema à la mode? Beinahe, meint Anne Kuhlmeyer über Kai Hensels Debüt, aber dann auch wieder nicht … Maria Brecht macht mit der Nachbarin und dem fünfjährigen Julian Urlaub auf Kreta. Von Berlin, vom Nachbarinnen-Ex-Mann, einer WG, kasachischen Eltern mit chronischem Geldmangel und dem Schock, für ein Studium der Diplomatie angenommen zu sein. Selbst als ein Fremder Maria in den Bergen bedroht, dauert es eine Weile, bis ich mich mit Sonne und Strand und AlkoholRead More
Der große Coup lauert immer und überall – Künstler oder Gauner? Das Leben des sagenhaften Kölner Lebenskünstlers, Geldfälschers und Playboys Jürgen Kuhl hat Christoph Gottwald zur spannenden Biografie hochgekocht – nun gibt es auch eine gelungene Hörbuch-Version mit 6 CDs, gelesen von Gerd Köster. Von Peter Münder. Vier Jahre Knast hatte Jürgen Kuhl im November 2011 in der JVA Euskirchen (als Freigänger) bei Köln abgesessen, nun kann er sich wieder auf extravagante, renditeträchtige Aktivitäten kaprizieren: Ausgefallene Klamotten entwerfen, rassige Sportwagen auf großformatigen Siebdrucken abbilden oder mal wieder ins Spielcasino marschieren undRead More

Posted On Juni 23, 2012By Christopher G. MooreIn Bücher, Crimemag

Christopher G. Moore: Views from Bangkok Bücher

Heute geht es Christopher G. Moore schlicht und einfach um das Verhältnis schreibender Menschen zur Wahrheit … The Writer as Truth Seeker – Those who write to support the guardians of received truth, wisdom or belief are caretakers working a garden owned, planted, and harvested according to the garden owners. Like ground staff at airports they take their orders from those above them. Those in authority have used writers as hand wavers for their version of truth and reality. What is being guarded in the name of truth? Mainly itRead More
Die List des Mythos – Joe Paul Kroll über den Musiker Robert Johnson und die historische Akribie, mit der sich Elijah Wald in „Vom Mississippi zum Mainstream“ dem musikalischen Umfeld in dem der Blues entstanden ist annähert. Als der Folklorist Alan Lomax 1941 und 1942 Muddy Waters auf der Plantage bei Stovall, Mississippi besuchte und die ersten Aufnahmen mit dem später als Mitbegründer des Chicago-Blues legendären Sänger und Gitarristen machte, versäumte er nicht, auch einen Blick auf Waters’ Plattensammlung zu werfen. Sieben Stück waren es nur: „ … zwei vonRead More
Christina Mohr und Joe Paul Kroll über zwei neue Modebücher von Paolo Hewitt (eins zusammen mit Mark Baxter), die sich mit dem Dresscodes der Mods und dem Kleidungsstil der Beatles beschäftigen. Fab Fashion, der Beatles-Stil – Anzug ist nicht gleich Anzug. Auf solche Feststellungen legt Paolo Hewitt großen Wert. Denn nichts dürfte einen Erz-Mod wie ihn mehr ärgern, als von ahnungslosen Rabauken (sprich: Rockern) mit einem Bankkaufmann verwechselt zu werden. So stellt Hewitt klar: Die Beatles ließen sich nicht in eine Uniform pressen, sie erfanden vielmehr den Anzug neu –Read More

Posted On Juni 20, 2012By Redaktion CMIn Bücher, Litmag

Jean-Marie Blas de Roblés: Wo Tiger zu Haus sind

Ein brodelnder literarischer Dschungel – Mit dem auf Goethes „Wahlverwandtschaften“ verweisenden „Wo Tiger zu Hause sind“ legt der gebürtige Algerier Jean-Marie Blas de Roblés einen ebenso opulenten wie kaleidoskopischen Roman vor, in dem verschiedenste Welten und Zeiten aufeinander treffen. Von Karsten Herrmann Im Zentrum des knapp 800seitigen Romans steht der im brasilianischen Nordosten lebende französische Pressekorrespondent Eléazard. In seiner reich bemessenen Freizeit arbeitet er an der Herausgabe der Biographie des deutschen Jesuiten Athanasius Kircher. Dieser war ein Universalgelehrter des 17. Jahrhunderts, der mit Inbrunst Kuriosa aus aller Welt sammelte undRead More

Posted On Juni 16, 2012By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Peter Münder über Jake Adelstein

Der Yakuza–Jäger – Der amerikanische Journalist Jake Adelstein arbeitete als erster westlicher Polizei-Reporter bei der größten  japanischen Zeitung Yomiuri Shimbun. Als er die  Machenschaften eines bekannten Yakuza-Bosses entlarvte und daraufhin massiv bedroht wurde, tauchte er in den USA unter. Inzwischen recherchiert er wieder in Tokio und betreibt eine Website zur japanischen Subkultur und organisierten Kriminalität. CrimeMag–Leser kennen ihn natürlich, deswegen sind wir auch über die neuen Entwicklungen besorgt und behalten sie im Auge. Das hat diesmal Peter Münder übernommen: Für seinen Hausbesuch am späten Abend hatte sich der junge PolizeireporterRead More

Posted On Juni 16, 2012By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag, Vermischtes

Editorial, 16.6.2012

Liebes CrimeMag-Publikum, heute, am Bloomsday, lesen Sie Neues über unseren Kollegen und Mitarbeiter Jake Adelstein, den Peter Münder für uns porträtiert. Bei Carlos lernen wir alles über korrektes Fußball-Gucken. Zoë Beck hat sich mit indischen Verlegern über die deutsche Krimilandschaft unterhalten. Doris Wieser wundert sich über einen schwachen Roman von Élmer Mendoza, Thomas Wörtche freut sich über einen Comic von Magdy El-Shafee, Frank Rumpel erklärt, warum Massimo Carlotto gute Bücher über schlechte Dinge schreibt, Susanna Mende hat aufsehenerregende Bilder des Fotographen Yukichi Watabe aus dem Japan der 1950er Jahre gefunden.Read More

Posted On Juni 16, 2012By Doris WieserIn Bücher, Crimemag

Élmer Mendoza: Das pazifische Kartell

Acid Test und Drogenkrieg in Mexiko – Eine actionreiche Handlung, ein schneller Erzählrhythmus, wortgewandte Dialoge, eine Leiche nach der anderen, makabre Verstümmelungen, Sex & Drugs … das sind die Zutaten für einen erfolgversprechenden Thriller. Für ein paar Stunden genüsslicher Unterhaltung reicht das allemal,  findet Doris Wieser … Trotzdem enttäuscht „Das pazifische Kartell“ des Mexikaners Élmer Mendoza (*1949, Culiacán), der im spanischsprachigen Raum schon vielfach als der Autor gelobt wurde, der den Drogenkrieg im Norden des Landes am eindringlichsten darstellt. In Bezug auf seinen neuesten Roman ist dies mindestens eine Übertreibung.Read More

Posted On Juni 16, 2012By Frank RumpelIn Bücher, Crimemag

Massimo Carlotto & Mama Sabot: Tödlicher Staub

Ganz reale Sauereien fiktionalisiert – Massimo Carlotto ist immer dann gut, wenn er ganz nahe an der Realität bleibt und sich italienische Missstände vornimmt. Für die Realität sorgt „Mama Sabot“. Was es damit auf sich hat? Frank Rumpel erklärt es: Im Südosten Sardiniens liegt das militärische Sperrgebiet „Salto di Quirra“, das 116 Quadratkilometer groß ist und seinen Stützpunkt im Dorf Perdas de Fogu hat. Rechnet man die regelmäßig für Übungen gesperrte Meeresfläche hinzu, wächst es auf 28.000 Quadratkilometer an. Eine Fläche, die größer ist als die Insel selbst und dasRead More