Fast das Ende – Mit „Bußestunde“ ist, sechs Jahre nach dem Original, der zehnte und fast letzte Band von Arne Dahls Reihe um eine Gruppe schwedischer Elitepolizisten erschienen. Eine Besprechung von Frank Rumpel. Zehn Bände in zehn Jahren – Arne Dahl hatte sich da eine sportliche Marke gesetzt, die sich freilich an Maj Sjöwall und Per Wahlöö orientierte, jenen Autoren, die bis heute meist herhalten müssen, wenn es um schwedische Kriminalromane geht – bei zehnbändigen sowieso. Die beiden veröffentlichten zwischen 1965 und 1975 ihren zehnteiligen „Roman über ein Verbrechen“, in dem
Read More Bloody Chops – voll auf den Punkt treffen heute Alf Mayer (AM) Michael Robothams „Bis du stirbst“, Stefan Linster (SL) Andrea Camilleris „Die Tage des Zweifels“ und Joachim Feldmann (JF) L.R. Carinnos „Der Verstoß“. Ein nicht alltägliches Versprechen (AM) „Books Alive“ war 2008 eine Kampagne der australischen Regierung, bei der im ganzen Land für etwa zwei Millionen australische Dollar kostenlos „50 Books You Can’t Put Down“ verteilt wurden. Heute ist daraus „Get Reading“ geworden, eine Kleinversion der Stiftung Lesen. Exklusiv für diese Kampagne schrieb damals Michael Robotham den kleinen, schnellen,
Read More Gutes Buch, falscher Titel – Greil Marcus ist zu Recht eine Ikone der internationalen Kulturkritik. Dieses Mal aber hat er sich wohl eine Themenverfehlung geleistet.Von Andreas Pittler. Jeder, der irgendwann zwischen den frühen 70er und den späten 80er Jahren von Rock’n’Roll fasziniert war, stolperte früher oder später über den Namen Greil Marcus – und der Autor dieser Zeilen war wohl nicht der einzige, der ursprünglich glaubte, es handle sich dabei um einen abgefahrenen Deutschen, dem es Spaß mache, den Vornamen an den Familiennamen anzuhängen. Marcus krachte Anfang der 80er Jahre mit
Read More Science-Fiction und Fantasy kamen bislang im CULTurMAG nur recht selten vor. – Dies wird sich nun ändern: In ihrer Kolumne „Annes Andere Welten“ stellt uns Anne Schüßler regelmäßig interessante Bücher aus Genre und Subgenres vor. Diesmal werden jede Menge Welten gerettet. Dreimal Eskapismus zum Mitnehmen, bitte! Während man in Science-Fiction-Büchern üblicherweise eine Welt präsentiert bekommt, die zwar nicht besonders wahrscheinlich, aber unter gewissen Umständen eventuell, möglicherweise so passieren könnte (irgendwann), erschaffen die Autoren von Fantasyromanen ganz neue Welten. Wer hinter Fantasy vor allem Varianten des Tolkienschen Drachen-Elfen-und-Zwerge-Epos vermutet, liegt allerdings
Read More Abdriften, Abheben, Wegfliegen – Ohne Netz und doppelten Boden geht der junge Thomas Martini in seinem Debüt aufs Ganze und schickt seinen Protagonisten auf einen radikalen Höllentrip zwischen Sinnsuche und Selbstzerstörung. Von Karsten Herrmann. Martinis Protagonist Nain hätte eigentlich das Zeug für eine Bilderbuchkarriere: Nach einem Politikstudium mit Auslandssemester in Barcelona und einem Praktikum im Bundestag hat er einen gut bezahlten Job im Europaparlament vor Augen. Doch ihm graust vor einem Leben nach wohl temperiertem und von einer „verrückten Vernunft“ bestimmten Schnittbogenmuster. Immer drängender fragt er sich, was den Menschen
Read More Good Morning Sinners – Mit „God bless America“ hatte Warren Ellis vor ein paar Jahren einen der abgedrehtesten Romane über Schein und Sein der USA abgeliefert. Jetzt also „Gun Machine“ – oder New York City als Palimpsest. Eine Besprechung von Roland Oßwald. In Manhattans Geschichte finden sich immer wieder Auswüchse besonders verquerer Ideen moderner Menschen. Eine relativ junge ist der algorithmische Handel, ein automatischer Handel von Wertpapieren durch Computerprogramme. Dabei werden bestehende Kauf- bzw. Verkaufsverträge auf elektronischem Weg an die Börse geleitet. Nahe liegt, dass dabei Geschwindigkeit eine große Rolle
Read More Monumental – Der historische Thriller gehört zu den Opfern des Krimibooms. Heruntergewirtschaftet, verblödelt und verdödelt von Myriaden von Freizeitschreibern, die meinen, zur Recherche reiche Wikipedia aus. Aber zum Glück gibt es immer noch Gisbert Haefs, der seinen epochalen Alexander-Zyklus endlich fortsetzt. Sophie Sumburane hat „Alexanders Erben“ gelesen … Alexander der Große, Mythos und Geschichte in einem. Um kaum eine antike Gestalt ranken sich derart viele Sagen und Erzählungen wie um den König mit den feuerroten Haaren. Einer, der diese und so ziemlich sämtliche gesicherten Fakten rund um die Gestalt kennt, ist
Read More Notgeil in London – Alles hätte schiefgehen können bei Penny Hancocks Roman „Ich beschütze Dich“, Setting, Figuren, Stil. Ist es aber nicht. Carlo Schäfer zeigt, warum … Man nehme: ein Londoner Haus an der Themse, eine Art Entführung, eine nicht mehr junge Gegenspielerin zur Protagonistin (Miss Marple?), ein rätselhaftes, dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit. Dann gebe man dem Buch auf Deutsch den blöden pilcherhaften Titel „Ich beschütze dich“, man gestalte das Cover wie einen Abenteuerroman für Lausbuben. Ahnen wir da nicht Schreckliches? Wohl schon, wir irren aber. Zum Glück. Zuerst mal
Read More Grausamkeiten à la Grimm – Tötende Kinder – ein Schock-Thema. Gut, dass Liz Jensen in „Die da kommen“ nicht in erzählerische Hysterie ausbricht. Ein Lob von Joachim Feldmann. Es dürfte kaum ein literarisches Motiv geben, das derart geeignet wäre, erwachsenen Lesern einen gehörigen Schrecken einzujagen, wie das des mordenden Kindes. Unter den an Grausamkeiten nicht armen Grimm’schen Märchen beispielsweise nehmen zwei Erzählungen, die im Protokollton davon berichten, wie fünf- bis sechsjährige Kinder mit verteilten Rollen nachspielen, was sie am Schlachttag gesehen haben, eine ganz besondere Stellung ein. Wohlweislich verzichteten die Brüder ab
Read More Münsterland ist durchgeknallt – Schrille Typen, kranke Vögel: Nicht nur die Pathologie scheint in den Münsteraner-„Tatort“-Folgen eine ausgeflippte Klapsmühlen-Dependance zu sein, auch Jürgen Kehrers eigenbrötlerischer Privatdetektiv Georg Wilsberg gehört zur Spezies der in Münster hängengebliebenen Außenseiter. Kehrer hat nun für eine neue Krimi-Reihe Kommissar Bastian Matt erfunden. Der muss herausfinden, weshalb plötzlich mehrere Personen auf der Strecke bleiben, die profitable Verbindungen zu einem Pharmakonzern haben. Von Peter Münder. Der Münsterländer an sich genießt – jedenfalls bei Hundehaltern – den besten Ruf: Der grauschwarz oder auch braunweiß gefleckte Vierbeiner ist nämlich
Read More „Wer Musik verstehen will, muss auch ihre Vergangenheit kennen“ – Martin Büsser war ein kenntnisreicher Enthusiast, dem das aufbegehrende Element in der populären Musik eine Herzensangelegenheit war. Joachim Feldmann über Büssers neuaufgelegte „wahre Geschichte der Popmusik“. Im Herbst 1967 erschien in der als Fachblatt für Jazzfreunde gegründeten Zeitschrift „Sounds“ eine ungewöhnliche Plattenbesprechung. Gegenstand der ebenso euphorischen wie programmatischen Rezension war „Freak Out“, die bereits im Vorjahr veröffentlichte erste Schallplatte der Mothers of Invention. „Sounds“-Gründer Rainer Blome zeigte sich überwältigt: „Diese Musik ist so spontan und kreativ, dass man sie nicht
Read More Überschäumende Fabulierlust – Nach seinem schräg-lustigen Debüt „Flieg, Hitler, flieg“ inszeniert der junge Engländer Ned Beauman in seinem zweiten Roman mit dem endlosen Titel „Egon Loesers erstaunlicher Mechanismus zur beinahe augenblicklichen Beförderung eines Menschen von Ort zu Ort“ die Literatur als ebenso hintersinniges wie überschäumendes Spektakel. Von Karsten Herrmann Beaumans Protagonist Egon Loeser ist als selbst ernannter „Neuer Expressionist“ Bühnenbauer zur Zeit der Weimarer Republik. Der begnadete Rhetoriker und Antimoralist bewegt sich auf den Spuren Lavincinis, der im Venedig der Spätrenaissance eine Teleportationsmaschine auf die Bühne brachte und dabei das ganze
Read More Die Entdeckung der Langsamkeit – Vollgestopfte und Kontinente überbrückende Chartermaschinen, überfüllte Strände, All-inclusive-Hotelanlagen und mit klickenden Kameras von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hetzende Touristengruppen – so sieht das (Klischee-)Bild des modernen Tourismus aus, das schon den großen Reiseschriftsteller Bruce Chatwin zu dem Ausspruch verleitete: „Tourismus ist eine Todsünde.“ Von Karsten Herrmann Ganz in diesem Geiste stellt Dan Kieran in seinem Buch „Slow Travel“ eine andere Art des Reisens dar, die sich fernab vom „Zwangskorsett“ der Reiseführer und der damit verbundenen Touristenrouten abspielt. Erhellend zeigt er, wie die Sehnsucht so vieler Menschen
Read More Mit Terror gegen den Terror? Sind Sie zwischen 19 und 40 Jahren, männlich, kennen einen, der einen kennt, der eventuell ein Auto abgefackelt hat? Und haben Sie bei Google schon mal das Wort „Gentrifizierung“ nachgeschlagen? Mit etwas Pech finden Sie sich dann eines Morgens von maskierten Männern mit Maschinenpistolen aus dem Bett gezerrt und gefesselt wieder. Und landen erst mal in Isolationshaft. Denn dann sind Sie in eine Rasterfahndung geraten, das kann passieren. Ein „präventiver Zugriff“ eines Spezialeinsatzkommandos nach langer Observierung, worauf „präventive Freiheitsentziehung“ erfolgen kann, ist weder Ausnahme noch
Read More Undercover – John le Carrés Polit-Thriller „Der Spion, der aus der Kälte kam“ von 1963 ist sicher einer der berühmtesten Romane des 20. Jahrhunderts. Er begründete le Carrés internationale Karriere und löste nicht nur die naiven James-Bond-Märchen ab, die damals das Bild der Spionageliteratur prägten, sondern begründete eine neue Sicht auf die Welt. Thomas Wörtche hat den Roman nach „hundert“ Jahren noch einmal gelesen. Ob „Der Spion, der aus der Kälte kam“ heute noch bei einem breiten Publikum einer der bekanntesten Romane des 20. Jahrhunderts ist, darf man bezweifeln. Insofern
Read More Bloody Chops – sprotzzzzzzz’n splatter … Heute choppen Henrike Heiland (HH) P.D. James’ „Der Tod kommt nach Pemberley“, Anna Veronica Wutschel (WUT) Keigo Higashinos „Verdächtige Geliebte“ und Joachim Feldmann (JF) „Kalt geht der Wind“ von Welter/Gantenberg. Wozu? (HH) Es gibt ja einen Grund, warum Liebesgeschichten mit der Hochzeit enden. Danach wird’s nämlich arg fad. Das mag im richtigen Leben auch so sein, literarisch jedenfalls teilte P.D. James diese Überzeugung und gab den Protagonisten von Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ einen Mordfall zum Rumspielen. England, 1803. Ein großes Anwesen wie aus einer
Read More Am 7. Juni vor 33 Jahren ist Henry Miller in Los Angeles gestorben. Christopher G. Moore hat die Memoiren des Fotografen Brassaï („Henry Miller: The Paris Years”) gelesen und blickt zurück auf Millers Frankreich-Aufenthalt, dessen stürmische Ehe mit June Edith Smith Mansfield seine und Beziehung zu Anaïs Nin. Re-imagining Henry Miller – In Bangkok and New York, Barney Rosset told me many stories about Henry Miller. He’d published Miller and knew the author personally. My views about Henry Miller have been shaped by Barney’s recollections over the years. Richard Seavers also
Read More Klischeefreier Blick auf das Reich der Mitte – Christian Y. Schmidt, Ex-Redakteur der Titanic und mittlerweile wohnhaft in Peking, schreibt regelmäßige Kolumnen für die taz, in denen er aus seinem Alltag in China berichtet. Ein Alltag, der so ganz anders ist, als das, was man in den sogenannten „Leitmedien“ über das Riesenreich erfährt. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass die deutsche Komikerin Martina Hill („Knallerfrauen“) in China ungefähr so bekannt ist wie bei uns Mr. Bean, und ebenso beliebt? Vielleicht liegt es ja daran, dass ihre Sendung bei den Chinesen
Read More Fulminantes Eingedenken – Die Jean-Paul-Bildbiografie blättert Leben & Werk einlässlich auf. Von Wolfram Schütte. Zeitgenau zum 250. Geburtstag hat man es nicht geschafft. Aber das literarische Prachtstück, das jetzt der Schweizer Nimbus Verlag mit seiner Bildbiografie von Jean Paul unter dem Titel „Das Wort und die Freiheit“ vorlegt, ist dennoch das opulenteste Geburtstagsgeschenk für das Erinnern des großen, einzigartigen Jubilars. Der Herausgeber & Autor Bernd Echte, der den großformatigen Band mit Zeugnis-Materialien aus einer Vielzahl von Museen gepflastert (wie einst der Weg zur Rollwenzelei mit Granitsteinen) und gespickt hat wie
Read More Schlaues Buch – Erinnern Sie sich an die Donald-Duck-Story „Das Goldene Vlies“? Carl Barks schuf diese Geschichte um einen sagenhaften Goldschatz im Jahr 1955, der er in seinem unvergleichlichen Stil ein plausibles historisch-antikes Setting verpasste. Als Kind (und auch noch heute) beeindruckten mich besonders die Harpyien: unansehnliche Wesen mit Vogelkörpern und Frauenköpfen, die eklige Speisen zubereiten und dem goldgierigen Dagobert aufdrängen. Dazu kreischen und lachen sie die ganze Zeit und wirken mehr als furchteinflößend. Dass die Harpyien nicht Barksʼ lebhafter Fantasie entsprungen waren, wusste ich damals natürlich noch nicht. Irgendwann
Read More „Gone Girl“ Manche Bücher findet man so gut, dass man nicht auf die deutsche Übersetzung warten mag. Wir verstehen das. „Gone Girl“ von Gillian Flynn ist so ein Fall, deswegen hat Robert Schekulin für uns das Original gelesen. Zum Glück ist alles nur Fiktion, Crime Fiction, nur ein Roman. Die Autorin entpuppt sich hier als ebenso gnadenlose, fiese Manipulatorin wie ihre böse strahlende Heldin Amy – vielleicht ein ins Extreme übersteigertes negatives Alter Ego? Dann möchte man diese zu Recht gefeierte Autorin vielleicht lieber nicht persönlich kennen oder gar zur
Read More Womöglich können nur schwache und nicht allmächtige Richter im Italien von heute überleben. Vielleicht ist das der Grund, weshalb die Literatur zum Refugium der Richter wird … (Michele Smargiassi, la Repubblica, 7. September 2011) Furcht und Hoffnung – Andrea Camilleri, Giancarlo De Cataldo, Carlo Lucarelli – drei Autoren, drei Geschichten, ein Thema: Richter in Italien. Stefan Linster über ein schmales, aber sehr lohnendes Bändchen. Zugegeben, beim Anblick der drei illustren Namen auf dem Buchdeckel hatte ich unwillkürlich mal wieder zu viel erwartet. Denn wie sollte so ein recht schmales Bändchen
Read More Hitlers Sohn – Eigentlich ist das Dritte Reich nicht ihr bevorzugtes Krimi- und Thrillerthema. Doch wenn es dabei auch um Lateinamerika und dann ganz speziell noch um Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires geht, weicht sie auch mal von ihren ehernen Grundsätzen ab. Für den Nazi-Zeit-Thriller „Ein fremder Feind“ von Jörg Isringhaus hat sich dies jedoch nicht gelohnt, findet Eva Karnofsky. Als ich gleich beim ersten Durchblättern die Kapitelüberschrift „Buenos Aires, 27. Juli 1940, Avenida Alvarez“ las, sträubten sich mir schon die Nackenhaare. Erstens schreibt man bei aller dichterischen Freiheit Álvarez mit
Read More Science Fiction und Fantasy kamen bislang im CULTurMAG nur recht selten vor. – Dies wird sich nun ändern: In ihrer Kolumne „Annes Andere Welten“ stellt uns Anne Schüßler ab sofort regelmäßig interessante Bücher aus Genre und Subgenres vor. Diesmal versorgt sie uns mit ein paar interessanten Weltuntergängen. Ein Weltuntergang kommt selten allein – Diesen Monat konnte ich gleich mehrere Apokalypsen erleben, wenn auch glücklicherweise nur auf dem Papier. Sieben Staffeln „Buffy“ haben mich zwar abgehärtet, was Apokalypsen angeht, allerdings konnte man sich damals in Sunnydale wenigstens auf ein paar Konstanten
Read More Wie wird deutschsprachige Literatur eigentlich im Ausland aufgenommen? CULTurMAG wirft einen ungewöhnlichen Blick auf aktuelle Neuerscheinungen. Lucy Renner Jones übersetzt (u.a.) deutschsprachige Literatur ins Englische – und klopft für uns in unregelmäßigen Abständen Neuerscheinungen interessanter Autoren auf Ihre Aussichten auf dem englischsprachigen Markt ab. Diesmal hat sie Astrid Rosenfelds Roman „Elsa ungeheuer“ gelesen. Like opening a can of air freshener – Spanning an arc from the 1960s in southern Germany to the 1980s art scene in Düsseldorf, Astrid Rosenfeld’s latest novel will have you in stitches of laughter, as you
Read More Genie irgendwie – Tom Folsom porträtiert in seiner Biografie einen Schauspieler, dessen Ziel es anscheinend war, vom Enfant terrible direkt zum „grumpy old man“ zu werden. Dennis Hopper hielt den Widerstand gegen den Mainstream wohl wesentlich länger als alle anderen Hippies durch, dennoch musste auch er am Ende kleinbeigeben. Und so stellt sich die Frage, welche Karriere der Mann aus Dodge City gemacht hätte, wenn seine Kapitulation früher erfolgt wäre. Von Andreas Pittler Mit gedruckten Biografien ist das ja heutzutage so eine Sache. In Zeiten, da ein Buch schon vor
Read More