Christopher G. Moore diskutiert die Schnittstellen von Politik und Ästhetik, die für alle realitätsbearbeitende Literatur so wichtig ist anhand von Orwells berühmter Besprechung des Skandalromans jener Jahre: Henry Millers „Wendekreis des Krebses“. An Orwellian Look on Henry Miller George Orwell’s 1940 review of Tropic of Cancer is worth revisiting for several reasons. Not least of which is the critical lens that one novelist uses to examine, evaluate and analyze another novelist’s work. Reviews often reveal as much about the biases of the reviewer as they do with the book under
Read More Christina Mohr hat gelesen: Journalistische Texte zu Popkultur und Feminismus von Tine Plesch, Lyrics von Jarvis Cocker und eine Reportage von Alexander Dluzak über Punk und Politik in Myanmar. Spitze Feder Als im Dezember 2005 das erste Nürnberger Ladyfest stattfand, war die wichtigste Initiatorin bereits seit über einem Jahr tot: Bettina „Tine“ Plesch starb am 4. November 2004 im Alter von 45 Jahren an den Folgen eines septischen Schocks, ausgelöst durch eine Blutvergiftung. Ein völlig unerwarteter Tod, der FreundInnen und KollegInnen erschütterte und in den deutschen Popjournalismus eine riesige Lücke
Read More Posted On September 11, 2013By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Literatur, die auf’s Ganze geht – Clemens Meyer hat den Sprung auf die Shortlist des „Deutschen Buchpreises“ geschafft, mit einem Roman, der sich wenig schert um Konventionen oder Erwartungshorizonte. Karsten Herrmann ist gepackt, fasziniert – und ein wenig genervt. In einem Interview bezeichnete sich der 1977 in Halle an der Saale geborene Clemens Meyer selber einmal als „Kind der Straße“, das „in der Gosse rumkrebste“. Auch später, während seines Studiums am Literaturinstitut Leipzig, schlug er sich als Bauhelfer, Wachmann und Möbelpacker durch und landete sogar einmal im Jugendarrest. Die Annahme
Read More „Voll das Hippieding“ – Karl Schmidt, das ist der eher unscheinbare Typ, der in Sven Regeners Erfolgstrilogie um Frank Lehmann immer mal wieder auftaucht, aber nicht weiter auffällt, und den „Herr Lehmann“ dann in der Nacht des Mauerfalls mit einem akuten Nervenzusammenbruch im Berliner Urban-Krankenhaus abliefert. In „Magical Mystery“ spielt Schmidt nun die Hauptrolle. Von Tina Manske Sven Regener hat einmal gesagt, er hege eigentlich schon immer mehr Sympathie für Karl Schmidt (auch Charlie genannt) als für Frank Lehmann, weil der Erstere ein größeres Herz habe. Nun schlägt sich diese
Read More Posted On September 11, 2013By Christiane QuandtIn Bücher, Litmag
Vielfältige Familienstimmen und –geheimnisse – Die brasilianische Autorin Beatriz Bracher, deren Name auf ihre deutschen Wurzeln verweist, hat in Brasilien bereits, neben etlichen Erzählungen und Drehbüchern, vier Romane publiziert. Ihr drittes größeres Werk, wurde im Zuge der Frankfurter Buchmesse als bislang einziger ins Deutsche übersetzt. Und kann sich durchaus sehen lassen, findet Christiane Quandt. Haroldo hat fünf Kinder, aber eines davon ist tot. Mit dieser enigmatischen Aussage beginnt sich eine komplexe und verschlungene Familiengeschichte voller Geheimnisse zu entspinnen. Antonio, die titelgebende Figur kommt hierbei nur am Rande vor, hat tatsächlich
Read More Peter Kürten ‒ Eine Chronik des Grauens ‒ Der Düsseldorfer Serienmörder Peter Kürten schockierte in den Jahren 1929/30 ganz Deutschland, seine Morde und Überfälle waren Tagesgespräch, auch im europäischen Ausland und den US-amerikanischen Metropolen bewegten die Berichte Menschen und Medien. Der Düsseldorfer Historiker und Journalist Hanno Parmentier hat sich über Monate mit den Polizei-und Gerichtsakten beschäftigt – Thomas Backs interviewte ihn zu seinem Werk „Der Würger von Düsseldorf“. A little girl has lost her way, with hair of gold and eyes of grey. We lie beneath the autumn sky, my
Read More Was ein Chihuahua alles fressen kann oder Jäger machen keinen Urlaub – „Den Verkommenen, Maßlosen und Abtrünningen“ ist „Krieg der Bastarde“ von Ana Paula Maia gewidmet. Gut, dass Brasilien dieses Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse ist, sonst hätten wir diesen kapitalen Roman womöglich verpasst. Auf dem WELTEMPFÄNGER N° 20 ist sie schon. Eine Besprechung von Christiane Quandt. Nichts in diesem Roman scheint zufällig, jedes scheinbar noch so nebensächliche Detail wird wieder aufgegriffen und bekommt einen Sinn. Der Erzähler Dimitri hat eigentlich am wenigsten mit der ganzen Sache zu tun, er
Read More Mit allen notwendigen Mitteln Leonid McGill ist eine Art Wiedergänger des klassisch chandleresken PIs. Und das ist als Methode des Erzählens gar nicht falsch, findet Elfriede Müller, die „Manhattan Fever“ gelesen hat. Walter Mosley erfreut sich nicht nur im CrimeMag großer Beliebtheit, wo jedes seiner auf Deutsch erschienenen Bücher Beachtung findet (zum Beispiel hier, hier und hier). Trotz der Manie des Verlags, auch aus den besten Titeln Mosleys, wie dem aktuellen „All I did was shoot my man“, New-York-Reiseführer machen zu wollen, ist diese Leonid-McGill-Geschichte die spannendste. Auch wenn sich
Read More Arche Noah in einer weit, weit entfernten Galaxis – George R. R. Martin ist zurzeit als Autor der Vorlage zu „Game of Thrones“ in aller Munde. Aber er kann auch weniger episch. Elly Bösl hat den frühen Episodenroman „Planetenwanderer“ gefunden und sich gut unterhalten. Irgendwann in ferner Zukunft: Die Menschheit hat sich über das All ausgebreitet, Planeten kolonisiert und sich zum Teil stark verändert. Es gab Begegnungen mit Aliens, die nicht immer konfliktfrei abliefen, und ein Imperium, das vor Jahrtausenden in einem Krieg vernichtet wurde. Haviland Tuf ist ein intergalaktischer
Read More Bloody Chops – kurz, hart, aber gerecht … Heute auf dem Block: Marisha Pessl: „Die amerikanische Nacht“ gechopt von Karsten Hermann (KaHe), Pontus Ljunghill: „Der Mann im Park“, bearbeitet von Joachim Feldmann (JF) und der 18. Reacher-Roman von Lee Child: „Never go back“, am Beil Alf Mayer (AM). Im Sog des Bösen (KaHe) Sieben Jahre nach ihrem Debüt „Die alltägliche Physik des Unglücks“ legt die junge US-Amerikanerin Marisha Pessl einen packenden Spannungsroman vor, der die Grenzen der Wirklichkeit auslotet und auf ihre dunklen und magischen Seiten führt. Im Mittelpunkt stehen
Read More Mit den Apachen fing es an … Wenn Elvis Jesus wäre, wer wären dann seine Apostel? Eine Zitaten-Reise durch Elmore Leonards Werk (Teil II), zusammengestellt von Alf Mayer. Seiner Frau widmete der Mann der sparsamen Worte eines seiner schrägsten Bücher: „Freaky Deaky“ von 1988, in dem halbwegs bürgerlich gewordene, sprengstoffkundige Untergrundrevoluzzer und auch Musikgruppen wie MC 5 auftauchen, jene Band, die ihr Publikum mit dem Ruf zu begrüßen pflegte „Who you are? ‒ Are you part of the problem? ‒ Or are you part of the solution?“, ein dem Black-Panther-Mitbegründer
Read More Posted On September 4, 2013By Peter MuenderIn Bücher, Litmag
Ist das Kunst oder kann man damit auch fahren? Anmerkungen von Peter Münder zu Ulf Poschardts Porsche 911-Studie anlässlich des 50jährigen 911-Jubiläums. Zuerst ein Prolog für rasende Praktiker, dann die Exegese für sensible Ästheten: PROLOG: Als der Hamburger Proktologe Erik Brandenburg sich mit seinem Porsche 911-Safari, Baujahr 1975, vor zwei Jahren auf die 6000 km lange, durch Mauretanien nach Dakar führende Afrika–Eco-Rallye vorbereitete, bretterte er erstmal durch meterhohes Schilfgras und abgelegene Steinbrüche in Hamburgs Außenbezirken. Er donnerte über schmale Waldwege und steile Autobahnböschungen und fand auch nichts dabei, mit seinen
Read More Posted On September 4, 2013By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Glanzstücke des rasenden Reporter – Der rasende Reporter Egon Erwin Kisch ist eine journalistische Legende. Mit seinen Berliner Reportagen brachte er in den ersten Dekaden des letzten Jahrhunderts die Symphonie der nie schlafenden und einem neuen Zeittakt folgenden Großstadt zum Erklingen. In einer feinen und in edles rotes Leinen gebundenen Ausgabe des Wagenbach-Verlags sind jetzt einige Glanzstücke seiner Reportagen (wieder) zu entdecken. Von Karsten Herrmann. In ebenso geschliffener wie flotter Prosa nimmt Kisch in seinen Reportagen das Berliner Leben in seinen schillernden und auch abseitigen Ausprägungen in den Fokus –
Read More Thomas Braschs zärtlicher Ziegelstein – Gesamtausgaben nerven. Sie sind schwer, kleingedruckt und gerade im Lyrikbereich erschlagen sie einen. Thomas Braschs gesammelte Gedichte „Die nennen das Schrei“ sollte man sich trotzdem zulegen. Einmal wäre es schade, wenn die Gedichte des 2001 viel zu früh verstorbenen Dramatikers vergessen würden. Zum anderen lässt der von Martina Hanf und Kristin Schulz hervorragend recherchierte Anhang das enge Geflecht von persönlichen Beziehungen und politischem Hintergrund entstehen, auf dem Braschs Gedichte über 40 Jahre gewachsen sind. Von Jörn Borges. Brasch, Kind kommunistischer Führungskader der DDR, begehrt gegen
Read More Ein „Mohr Music“-Glam-Spezial zur Frankfurter Schirn-Ausstellung „Glam. The Performance of Style“ und drei Neuerscheinungen rund um Mode, Kunst und Glamour. Glam Yourself! Noch bis Ende September läuft in der Frankfurter Schirn die Ausstellung „Glam. The Performance of Style“, die zuvor in Liverpool zu sehen war. Kurator Darren Pih will anhand der Exponate – angefangen mit Bryan Ferrys und Brian Enos Bühnenoutfits über Andy Warhols Filme und Fotos von Nan Goldin – zeigen, dass Glam als popkulturelles Phänomen bedeutender und offener war als Punk. Diese Behauptung mag angesichts schriller Make-up-Kreationen auf
Read More Posted On September 4, 2013By Sophie SumburaneIn Bücher, Litmag
Verfranzt im Ring-Zyklus – Hier in Leipzig weiß man: 2013 ist Wagner-Jahr! Richard Wagner und sein Schatten sind seit Neuestem als Denkmal zu bewundern, seine Musik spielt in allen Gassen und immer wieder finden auch seine Werke einen Weg ins Jetzt. Anlässlich der Münchner Opernfestspiele schrieb die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek ihren Beitrag zum Wagner-Jahr: Die Paraphrase „Rein Gold.“ Mit ihr nimmt Jelinek den „monumentalen“ Ring-Zyklus aus Wagners „Walküre“ auf, versetzt ihn in die Gegenwart des Kapitalismus und bleibt dennoch nah am Originaltext Wagners. Gedacht für die Bühne, bei Wagner gestärkt
Read More Kaum einer versteht es, so über Musik zu schreiben, wie Thomas Meinecke das seit Jahren tut. Er ist selbst Musiker, hat die Band F.S.K. mitgegründet und u. a. bei den Lassie Singers als Musiker und Produzent mitgetan. Seit den 90er-Jahren ist er als DJ auf der ganzen Welt unterwegs, und von diesem Leben und den dabei gemachten Erfahrungen berichteten seine Kolumnen im Magazin „Groove“, die jetzt im Verbrecher-Verlag als Sammlung unter dem Titel „Analog“ erscheinen.
Read More Zu Besuch bei Jerome Charyn – Jerome Charyn gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Schriftstellern dieses Planeten. Seine Saga um Isaac Sidel, Cop, Mörder, guter Mensch und bald Präsident der Vereinigten Staaten gehört zu den Schlüsselwerken der Kriminalliteratur. Dirk Schmidt hat ihn in New York City besucht. Jerome Charyn geht es nicht so gut. Er hat sich vor zwei Tagen beim Tischtennis verletzt. Wahrscheinlich eine Zerrung. Er empfängt in seinem Apartment im West Village. Der Blick geht auf das Grün eines idyllischen kleinen Parks, die Klimaanlage summt und rattert. Mr. Charyn
Read More Inszenierte Realität ‒ Mit seinen Fotos des nächtlichen Paris hat der in Ungarn geborene Fotograf Brassaï wesentlich zur Ikonografie des letzten Jahrhunderts beigetragen. Eine Besprechung von Thomas Wörtche. Zwischen 1929 und 1934 hat Gyula Halász (1899–1984), der unter dem Namen Brassaï weltberühmt werden sollte, eine ganze Serie von Schwarz-Weiß-Fotos gemacht, die allesamt das nächtliche Paris zum Thema hatten. Veröffentlich in drei Fotobänden: „Paris de nuit“ (1932), „Voluptés de Paris“ (135) und dann – mit erheblicher Verspätung „Le Paris secret des années 30“ (1976). Jetzt haben Sylvie Aubenas und Quentin Bajac
Read More Mit Lichtinstallationen und viel Lärm zum Mann ‒ Es spukt in der Geisterbahn. Man muss schon Stephen King sein, wenn man daraus allen Ernstes noch was machen möchte. King kann es, findet Sophie Sumburane. Stephen King, wer kennt ihn nicht? Den mittlerweile 65-jährigen Master of Horror, dessen Bücher fast ausnahmslos zu Bestsellern avancierten. Bücher, die ich mit 15 mit Taschenlampe unter der Bettdecke las, und nun, mit 25 im Strandkorb unter der Sonne. Und so unterschiedlich wie meine Leseplätze sind auch die Schauplätze von Stephen Kings neuestem Roman „Joyland“. „Joyland“
Read More Bloody Chops – von Thomas Wörtche (TW) zu Jan Faber: „Kalte Macht“, Joachim Feldmann (JF) zu Martin Calsow: „Quercher und die Thomasnacht“ und Val McDermid: „Der Verrat“. Geht’s noch? (TW) 1989 wurde der Vorstand der Deutschen Bank ermordet. Nein, die RAF war es nicht, sondern der BND (oder so), angestiftet von Helmut Kohl und der US-amerikanischen Regierung, der Herrhausens Geldpolitik nicht passte. Frau Merkel holt sich hier und heute eine Provinzpolitikerin als Staatssekretärin ins Kanzleramt, die für sie dort die wirklichen Strukturen, Pipelines und Netzwerke ausspionieren soll, auf dass die
Read More Im österreichischen Mischwald der Dichtung – Literatur aus Österreich ist mehr als Handke und Bernhard – das stand zwar schon vor der Lektüre fest, ist aber danach nicht mehr von der Hand zu weisen. Eindrücke von Senta Wagner. Sie muss überfällig gewesen sein: An Literatur aus Österreich mangelt es ja nicht, aber offensichtlich an deren Geschichtsschreibung. Seit zwei Jahren gibt es gleich zwei brandaktuelle österreichische Literaturgeschichten, in der Sonderklasse Schwergewicht: „Eine kurze Geschichte der Literatur in Österreich“ (2011) von Wynfrid Kriegleder mit 600 Seiten und „Eine Literaturgeschichte: Österreich seit 1650“
Read More Posted On August 28, 2013By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
In der Kürze liegt die Würze – Vor 10 Jahren starb der Dichter Rainer Malkowski. Nun ist ein Band mit Aphorismen und kurzer Prosa erschienen, den Carl Wilhelm Macke gelesen hat. „Das Einfache kann federleicht sein – und hat doch, wenn es glückt, das Gewicht der Welt“. In diesen wenigen Worten ist schon der ganze Gehalt dieses schmalen und so vollkommen unprätentiösen Büchleins von Rainer Malkowski enthalten. Nichts als Aphorismen finden wir hier. Mal sind es sehr kurze, scheinbar flüchtig hingeschriebene Gedanken. Mal sind sie etwas länger in der Form,
Read More „Ein zentrales Stück deutsch-niederländischer Geschichte“ – Selbst Justin Bieber nahm sich auf seiner Europatournee die Zeit, das Amsterdamer Versteck von Anne Frank zu besuchen (und einen recht unbescheidenen Eintrag im Gästebuch zu hinterlassen). Ihr Tagebuch vermittelt wie kein anderes Buch ein Gefühl und ein Bild für das Leben der untergetauchten Juden im Nationalsozialismus. Und doch war Anne Franks Schicksal nicht in jeder Hinsicht exemplarisch. Barbara Beuys hat sich in „Leben mit dem Feind“ mit der Judenverfolgung in Amsterdam beschäftigt, wo die deutschen Besatzer in gewisser Weise einen Sonderweg beschritten. Die
Read More The King of Cool – Ein Nachruf auf Elmore Leonard Von Alf Mayer ‒ Fragt jemand in seinen Büchern: „Wollen Sie Kaffee?“, wird es heißen: „Schwarz, zwei Zucker“, niemals aber „Das wäre schön“, „Sicher“ oder „Danke“. Wörter zu finden in seinen Romanen, die man streichen könnte, darauf lohnt sich beinahe ein Preisgeld auszusetzen. Nun schläft er den großen Schlaf, der Mr. Cool der Kriminalliteratur, dort wo die Schafe ihn zählen. Für einen, der seinen Körper einst geschunden, exzessiv getrunken hatte, bis er seinen Alkoholismus überwand, hat er ein biblisches Alter
Read More Slish-slash – Eimerweise Menschenfetzen, meterlange Gedärme, das Grauen, Horror & Kreisch – da sind Kettensägenmassaker Kinderkram dagegen. „Schwarzes Blut“ – ein Roman von Max Wilde, den man ansonsten als Roger Smith kennt. Der eigentliche Roger Smith, wie Thomas Wörtche meint. Die erfolgreichen Südafrika-Thriller von Roger Smith sind clever gemachte Reißer, bei denen der hysterische Unterton stört, mit dem Smith die „Angst vorm schwarzen Mann“ inszeniert (Rezension bei CULTurMAG) und in schicke Metzelgemälde verwandelt. Das lässt sich gut als „knallharten“, „kompromisslosen“ Realismus ans schaudernde Publikum verkaufen, das gerne seine noch so krausen Afrika-Bilder
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