Posted On Februar 5, 2014By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag
Fritz Bauer zum Eingedenken – Alexander Kluges literarische Berührungen mit dem Holocaust. Von Wolfram Schütte Der achtzigjährige Alexander Kluge ist immer noch ein Tausendsassa. Seit er vor mehr als zwanzig Jahren aufgehört hat, Filme fürs Kino zu drehen & nur noch mit Eigenprogrammen im Fernsehen auftritt, hat er sich wieder hauptsächlich der Literatur verschrieben. Dabei hatte der Kopf des Neuen deutschen Films, der mit preisgekrönten Filmen wie “Abschied von gestern” oder “Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos” international reüssierte, 1962 & 1964 mit seinen “Lebensläufen” & dem Roman “Schlachtbeschreibung” als
Read More Posted On Februar 5, 2014By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Der Preis des Krieges – Was geschieht mit Menschen, die ihre heimischen Komfortzonen in Westeuropa verlassen und auf einem einsamen Vorposten im afghanischen Gulistan mit Krieg, Angst, Tod und der Frage nach Schuld konfrontiert werden? Dies zeigt der Italiener Paolo Giordano in seinem Antikriegs-Roman „Der menschliche Körper“ auf eindringliche und facettenreiche Weise. Von Karsten Herrmann. „Der menschliche Körper“ ist ein vielperspektivischer Roman, in dem rund ein Dutzend Protagonisten vor, während und nach ihrem Afghanistaneinsatz begleitet werden. Da sind zum Beispiel der Obergefreite Ietri, ein Muttersöhnchen und noch „Jungfrau“ und sein
Read More PFA, VTT, MAM, EKIA, BoNT, CRRC und die anderen kleinen Strolche ‒ Großes Getöse in den letzten Tagen um Don Winslows neues Buch „Vergeltung“. Nachdem TW (Deutschlandradio Kultur) und Tobias Gohlis (TG-Blog) kritisch vorgelegt hatten, gab es eine schöne Gegenrede von Marcus Müntefering (SPON) und ansonsten viel Ratlosigkeit und Gefühligkeitsgedöns. Thomas Wörtche hat noch ein paar Gründe mehr, Winslows Werk suspekt zu finden. Irgendwie fühlt man sich verpflichtet, erst einmal zu Protokoll zu geben: Don Winslow ist spätestens nach seinem kapitalen Roman „Tage der Toten“ einer der wichtigsten und besten
Read More Polizist zu sein in dunkler Zeit – Philip Kerrs „Böhmisches Blut“, außerdem hat Alf Mayer exklusiv für CrimeMag ein Interview mit Philip Kerr geführt … In 40 Sprachen wird der britisch-schottische Autor Philip Kerr übersetzt. Auch wenn sich sein Bekanntheitsgrad hierzulande in Grenzen hält, seine Bernie-Gunther-Romane werden – weil es da Nachfrage gibt – in den Berliner Touristenläden vorrätig gehalten; weltweit prägen sie einen Blick auf Deutschlands Nazi-Vergangenheit mit, von dem viele von uns nichts ahnen. Jedoch, ich kann beruhigen. Dieses Bild ist keineswegs das schlechteste, ambivalent zwar und alles andere
Read More Einfach herzerwärmend und aufregend, dieser Kalte Krieg Die beiden Romane „Honig“ und „Unschuldige“ von Ian McEwan spielen in England und Berlin zur Blütezeit des Kalten Krieges. Es geht um Spionage, geheimdienstlich geförderte politische Indoktrination junger Literaten, um Liebesaffären und um die nostalgische Verklärung einer Epoche, in der man noch altvertraute Feindbilder pflegen konnte. Von Peter Münder Wie lange braucht man eigentlich, um eine robuste männliche Leiche in handliche kleine Stücke zu zersägen? Die Thematisierung dieses Handwerkerproblems erwartet man ja eher von forensisch abgehärteten, stoischen Blut- und Grusel-Autoren wie Patricia Cornwell
Read More Freunde & Kaliber ‒ Vor vierzehn Tagen hat Alf Mayer George V. Higgings einem Klassiker-Check auf Herz und Nieren unterzogen, heute schaut sich Roland Oßwald „Die Freunde von Eddie Coyle“ unter anderen Gesichtspunkten noch einmal genauer an. Daraus ergibt sich, dass CrimeMag diesen Relaunch sehr schätzt. Mit „Die Freunde von Eddie Coyle“ bringt der Kunstmann Verlag einen zweiten Titel des Autors und früheren Anwalts George V. Higgins heraus. Es ist Higgins Debüt aus dem Jahr 1970. 1973 ist das Buch in Deutschland schon einmal unter dem absurden Titel „Hübscher Abend bis
Read More Bloody Chops – schnell, schmerzhaft, au point. Heute liegen bei Joachim Feldmann (JF) auf dem Hackklotz: Dirk van Versendaals „Die Engel warten nicht“, Ludwig Homanns „Jung Siegfried“ und „Attack. Unsichtbarer Feind“ von Preston & Child. Der gute, alte MacGuffin (JF) Dass der gute alte MacGuffin noch immer etwas taugt, um einen Plot in Gang zu halten, zeigt der Journalist Dirk van Versendaal in seinem beeindruckenden Krimidebüt „Die Engel warten nicht“. Das Objekt der Begierde ist eine Metallkiste, gefüllt mit wundersamer Elektronik, die in einem SUV der Luxusklasse versteckt ist. Natürlich
Read More Weg mit der kummervollen Bürde! – „Wie wir verschwinden“ nannte Mirko Bonné seinen 2009 veröffentlichten wunderbaren Roman über zwei französische Jugendfreunde, in dem die Rückblende auf turbulente Erfahrungen verquickt ist mit der Momentaufnahme des tragischen Autounfalls von Albert Camus. Im neuen Roman „Nie mehr Nacht“ beschreibt Bonné die Krise des Hamburger Grafikers Markus Lee, der den Selbstmord seiner Schwester nie verkraftet hat und sich während eines Aufenthalts in der Normandie am liebsten aus dem Leben davonschleichen möchte Von Peter Münder Mag sein, dass Mirko Bonné, 48, in Hamburg lebender Romancier
Read More Posted On Januar 29, 2014By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Am morgigen Donnerstag, dem 30.1., findet zum 5. Mal die „HAM.LIT – Lange Nacht junger Literatur & Musik“ im Hamburger Club Uebel & Gefährlich statt. Mit dabei ist auch Stefanie de Velasco, deren Debütroman Ihnen Karsten Herrmann vorstellt. Aus der Zeit gefallen – In seinem Romandebüt „Das kalte Jahr“ schickt Roman Ehrlich seinen Protagonisten auf einen (alb-)traumhaften Trip in eine landschaftliche und menschliche Einsamkeit voller Poesie, Sprachlosigkeit und Rätsel. Von Karsten Herrmann Unvermittelt bricht Ehrlichs Ich-Erzähler eines Tages aus einer Universitätsstadt im Norden auf und wandert durch eine tief verschneite
Read More Posted On Januar 29, 2014By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Am morgigen Donnerstag, dem 30.1., findet zum 5. Mal die „HAM.LIT – Lange Nacht junger Literatur & Musik“ im Hamburger Club Uebel & Gefährlich statt. Mit dabei ist auch Stefanie de Velasco, deren Debütroman Ihnen Karsten Herrmann vorstellt. Über Freundschaft, Liebe und Verzweiflung – Stefanie de Velasco erzählt in ihrem Debüt eine klassische Coming-Out-Geschichte über Freundschaft, Liebe und Verzweiflung in einer Welt, die nie so richtig heil war und immer mehr auseinanderzufallen droht. Seit sie denken können, sind die in einer Berliner Multikulti-Siedlung aufwachsenden Nina und Jamelaah unzertrennlich. Das Lieblingsgetränk
Read More Posted On Januar 29, 2014By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag
Le Can Can als Tanz mit der Historie – Pierre Michons merkwürdiges Buch “Die Elf”. Von Wolfram Schütte. Wenn man einen umständlichen Redner charakterisieren will, der zwar vom Hundertsten ins Tausendste & dennoch oder lange nicht zu Potte kommt, dann resümiert man dessen fahrige Ausführungen mit dem Satz: er erzähle “von hinten durch die Brust ins Auge”. Mit diesem quasi Morgensternhaften Paradox soll gewissermaßen die unmögliche Verlaufsbahn eines Geschosses im Körper des Betreffenden beschrieben sein. Seine Rede wird dabei als Metapher zum Körper, der Erzählvorgang zum Schuss & dessen Ziel
Read More Posted On Januar 29, 2014By Elfriede MuellerIn Bücher, Litmag
Der Geruch des Geldes –Rafael Chirbes hat nie optimistische Romane oder erbauliche Literatur geschrieben. Der 1949 geborene Autor übernahm die Fackel von Max Aub, dem literarischen Chronisten des Spanischen Bürgerkrieges, und schuf ein hellsichtiges und literarisch überragendes Porträt des franquistischen und postfranquistischen Spaniens bis heute. Von Elfriede Müller. Trotz oder gerade wegen seiner Illusionslosigkeit ist Rafael Chirbes ein erfolgreicher Autor, dem im Laufe der Jahre intellektuelles Lob und viele Preise zufielen. Diese Anerkennung hat seinen kritischen Geist nicht gebändigt. Seine beiden letzten Romane „Krematorium“ und „Am Ufer“ lassen kein gutes
Read More Posted On Januar 22, 2014By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Die Rückseite der Realität – Der ewige Literaturnobelpreiskandidat Haruki Murakami erzählt in seinem neuen und in Japan derzeit alle Auflagen- und Verkaufsrekorde brechenden Roman auf bestechende Weise von Einsamkeit, Freundschaft, Schuld und Zweifel. Von Karsten Herrmann. Murakami entführt den Leser in seiner neuen Erzählung zwar nicht wie gewohnt in fantastische Parallelwelten, spielt aber dennoch meisterhaft mit den oszillierenden Grenzen der Realität und Wahrnehmung. Mit 36 Jahren bricht sein Protagonist Tsukuru Tazaki, der alleine in der Großstadt Tokio lebt und Bahnhöfe baut, zu einer Reise in seine Vergangenheit auf. Denn dort
Read More Posted On Januar 22, 2014By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag
Schnappschüsse – Eine Auswahl von Briefen Arno Schmidts. Von Wolfram Schütte. Als Teil einer Reihe von Büchern, die den 100. Geburtstag Arno Schmidts am 18. Januar 2014 (siehe CM vom 15.1.) nutzen, um den Autor wieder “ins literarische Gespräch” zu bringen – falls es dergleichen überhaupt noch gibt –, ist Ende des letzten Jahres eine Auswahl von Briefen des 1979 mitten in der Arbeit an seinem vierten Typoskript (“Julia”) gestorbenen Autors erschienen. Die von Susanne Fischer & Bernd Rauschenbach verantwortete Edition der Arno Schmidt Stiftung erscheint in der sehr schönen
Read More Plastische Figuren, spannende Geschichte, faszinierendes Tier – Wer sich jetzt sagt: Ach, den Film hab ich schon 50-mal gesehen, da muss ich nicht auch noch das Buch lesen, der liegt falsch. Muss er nämlich doch. Oder sollte er jedenfalls. Denn wem der Film gefallen hat, der wird die Buchvorlage von „Der weiße Hai“ geradezu verschlingen (sorry, der musste sein). Von Tina Manske. Peter Benchley hat eine für einen Autor extrem hilfreiche Eigenschaft: er kann Dialoge schreiben. Dialoge, die nicht gestelzt sind, die sich lesen, als höre man am Strand ein
Read More Posted On Januar 22, 2014By Christiane QuandtIn Bücher, Litmag
Überraschungen, Gegensätze und die Kraft des Wortes –Christiane Quandt über die Anthologie „Wenn der Hahn kräht“, die zwölf Geschichten von brasilianischen Autorinnen versammelt und sich als eine wahre Schatzkiste entpuppt. Auf der Frankfurter Buchmesse 2013 wurde die Vielfalt des Gastlandes Brasilien beeindruckend unter dem Motto „Brasilien – ein Land voller Stimmen“ inszeniert. Hier erfuhr man auch von den diversen Anthologien brasilianischer Erzählungen, die die Metapher der Stimmenvielfalt gar trefflich illustrieren und die, für und durch die Buchmesse übersetzt und herausgegeben, pünktlich im Oktober 2013 vorlagen. Diese Sammlungen sind zwar recht
Read More Mode- und Kulturgeschichte at its best – Allen Fashion Weeks und -Blogs zum Trotz gilt hierzulande das Bekenntnis zur Mode noch immer als oberflächlich, nicht authentisch und antiintellektuell. Wer auf seine/ihre inneren Werte verweisen will, zieht sich bewusst nicht-modisch an, um jeglichen Ruch der Haltlosigkeit zu vermeiden. Aber zum Glück gibt es ja Barbara Vinken, Professorin der Vergleichenden Literaturwissenschaft und Romanischen Philologie – und große Modekennerin und -liebhaberin – die in ihrem Buch „Angezogen. Das Geheimnis der Mode“ so manches Vorurteil mit verblüffenden historischen Tatsachen eben als Vorurteil überführt. Wir
Read More Die Mutter der Gangster-Dialoge – George V. Higgins’ „Die Freunde von Eddie Coyle“ von 1971. Ein Klassiker-Check von Alf Mayer. Dieser Satz ist einer der berühmtesten Romananfänge der Kriminalliteratur: „Jackie Brown war sechsundzwanzig und verzog keine Miene, als er sagte, er könne ein paar Waffen besorgen.“ Wie ein Blitz traf dieser Einstieg damals vor über 40 Jahren einen im letzten Jahr als Altmeister zu Grabe getragenen Autor. Als sein Buch, für das es sich zu sterben lohne, benannte der große Elmore Leonard (hier unser Nachruf) die 1971 im New Yorker
Read More Umtriebig, umstritten und authentisch … ist Paco Ignacio Tabio II. Mexikos rasantester Schriftsteller ist mal wieder auf Lese- und Diskussionsreise in Deutschland. Vorstellen wird er unter anderem seinen Piratenroman „Die Rückkehr der Tiger von Malaysia“; diskutieren über die mexikanischen Realitäten und neue Literatur aus der Region. Knut Henkel hat ihn in Mexiko City getroffen. Ungebetenen Besuch mag Paco Ignacio Taibo II gar nicht. Folgerichtig hat er darauf verzichtet, sein Klingelschild mit einem Namen zu versehen, denn wer es wissen muss, weiß auch so, wo der nunmehr 65-jährige stämmige Mann mit
Read More Wer die Amsel tötet … José Muñoz & Carlo Sampayo haben ein großes, neues Album vorgelegt: „Carlos Gardel. Die Stimme Argentiniens.“ Verbrechen, Musik und Politik gehören bei ihnen immer zusammen – so auch hier. Thomas Wörtche über zwei hierzulande immer noch sträflich unbekannte Künstler und ihre listige Sabotage an verdächtigen Denkschubladen. José Muñoz (Bild) und Carlos Sampayo (Text), die beiden Argentinier aus Buenos Aires mit Wohnsitz in Italien resp. Spanien, gehören zu den großen Konzeptkünstlern des Comics, die endgültig die Auseinanderdividierbarkeit von Bild und Text in dieser Kunst beendet haben.
Read More Kuba & die Sextouristen – Noch im Vollbesitz seiner Kräfte hat Fidel Castro auf einem Treffen lateinamerikanischer Staatschefs 1995 im malerischen Anden-Skiort Bariloche endgültig dafür gesorgt, dass Kuba in den Blickpunkt der Sextouristen geriet: Er erklärte, Dank der Errungenschaften des sozialistischen Gesundheitssystems seien Kubas Prostituierte wenigstens gesund. So sind Krimis, die die geilen Böcke dieser Welt aufs Korn nehmen, denen angesichts von Havannas schönen jungen Mulattinnen und Mulatten der Sabber aus den Mundwinkeln tropft, durchaus aktuell. Die Kanadierin Peggy Blair hat sich an das Thema Kinderprostitution auf der grünen Insel
Read More Das Wandern ist des Mörders Lust … Unauffällige, ganz normale Settings und deren kriminelle Potentiale sind die Spezialität von Regina Nössler. Ihr neuer Roman „Wanderurlaub“ beschäftigt sich genau damit: mit dem normalerweise unspektakulären Wandern. Joachim Feldmann wandert wohlgemut mit … Wer mit der IWO (Internationale Wanderorganisation) auf Tour geht, gehört nicht zu den Ärmeren im Lande. Und das findet der Apotheker Julius auch gut so. Es ist schließlich schon schlimm genug, mit irgendwelchen Pauschaltouristen das Hotel teilen zu müssen. Auch Carina, der ihre Herkunft aus einer Reihenhaussiedlung im Ruhrgebiet noch
Read More „Das kriegt der blödeste Rumäne hin“ Wolfgang Schorlaus Banditen tummeln sich diesmal in der Fleischbranche: „Am zwöften Tag“ heißt der Roman, den Bruno Arich-Gerz für Sie gelesen hat … Den Familienbetrieb im Oldenburgischen gibt es seit drei Generationen, die Probleme erst seit ein paar Jahren. Die Schweine- und Putenmästerei läuft trotz all der Futterzusätze der pharmazeutischen Art nicht rund. Die Kapitulation vor den ganz großen Ausbeinern der Branche – denen, die nicht nur ihr Schlachtvieh ausnehmen, sondern auch am Markt verdrängungswettbewerblich zulangen – liegt nahe. Also nimmt man eine Auszeit,
Read More Posted On Januar 15, 2014By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Ein Leben in der Unbehaustheit – In seinem ersten auf Deutsch erschienenen Roman schickt der Brasilianer Daniel Galera seinen Protagonisten auf eine gefährliche Suche nach dem verschwundenen Großvater, die auch zu einer dramatischen Erfahrung des eigenen unbehausten Seins wird. Von Karsten Herrmann Nachdem sein Vater sich erschossen hat, um seinen weiteren körperlichen Verfall nicht weiter erleben zu müssen, zieht Galeras namenloser Ich-Erzähler zusammen mit dem geerbten Hund Beta von Porto Alegra in das Küstenstädtchen Garopaba. Er will das Schicksal seines Großvaters aufklären, der hier vor vielen Jahren spurlos verschwand und
Read More Die politische Theologie des Anderen ‒ Überlegungen aus Anlass des neuen Buches von Lorenz Jäger. Von Joe Paul Kroll Für die Karriere des Begriffs „politische Theologie“ ist es bezeichnend, dass er heuer weder in der Politik noch in der Theologie am häufigsten zu hören ist, sondern vor allem im Zwischenreich der „Theorie“. Dort finden Gedanken, die in ihren eigentlichen Herkunftsdisziplinen (zumal in der akademischen Philosophie) an den Rand gedrängt wurden, in neuen Kombinationen zueinander und wirken so oftmals auf die Geisteswissenschaften insgesamt zurück. Die „politische Theologie“ gedeiht in diesem Klima
Read More Am 24. und am 25. Januar finden im Frankfurter Literaturhaus die von der LitProm und vom Weltempfänger veranstalteten „Mittelamerika Literaturtage“ statt. Bei uns als Medienpartner, und weil Mittelamerika eines unserer ständigen Themen ist, finden Sie samstags und mittwochs bis dahin einschlägige Artikel zu Autoren und Themen der Veranstaltung, zu der wir Sie herzlich einladen! Héctor Tobar ‒ Ein Porträt Lea Himmelsbach hat sich mit dem Autor und seinem vielschichtigen, spannend zu lesenden Werk beschäftigt. Die Invasion der Papageien Angesichts der laufenden Debatte um die US-amerikanische Einwanderungsreform hat der Journalist und
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