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Posted On Januar 11, 2014By Alf MayerIn Bücher, Crimemag

Robert Littell: A Nasty Piece of Work

Ausflug in Chandlers Territorium Wir verstehen das – bei verehrten und geschätzten Autoren mag man nicht immer auf die deutsche Übersetzung warten. Und deswegen hat – kaum ist „A Nasty Piece of Work“ von Robert Littell erschienen – Alf Mayer das Buch schon gelesen ‒ voilà: 79 Jahre alt wurde Robert Littell gerade am 8. Januar. Mit seinem im November in USA erschienenen 18. Roman „A Nasty Piece of Work“ hat er sich selbst ein Geschenk gemacht und nach einer Reihe meisterhafter Thriller, der letzte eine ingeniöse Biografie des jungenRead More

Posted On Januar 11, 2014By Ilaria UrbanoIn Bücher, Crimemag

Helene Henke: Totenmaske

Thanatologie – Nach den Tatortreinigern kommen jetzt die Bestatter und -innen, Kriminalliteratur als Rundumservice für Leichen – wir sind mäßig beeindruckt. Helene Henkes „Totenmaske“ hat zudem noch eine Menge ästhetischer Defizite – Ilaria Urbano ist schon allein deswegen nur sehr, sehr mäßig beeindruckt. Zoe Lenz, eine 21-jährige Bestatterin, die das Unternehmen ihres Großvaters geerbt hat, ist schön und doch sehr verschlossen. Sie wohnt in einem kleinen Dorf im Hunsrück, in der Nähe eines Steinbruchs und der ehemaligen Raketenstation in Kastellaun. Ihr einziger Freund ist Josh, der sogar noch zwei JahreRead More

Posted On Dezember 18, 2013By Andreas PittlerIn Bücher, Litmag

Terézia Mora: Das Ungeheuer

Der Weg ist das Ziel – oder auch nicht ‒ Terézia Moras neuer Roman wurde mit Auszeichnungen überhäuft. Mehr als zu Recht. Kaum ein Werk beschreibt unsere Zeit und unser Sein besser. Ein Text, der das Zeug zum Klassiker hat. Von Andreas Pittler Als Terézia Mora vor knapp zehn Jahren die Welt der Literatur betrat, tat sie dies auf mehr als beachtliche Weise. Ihr Roman „Alle Tage“ war für mich, der ich damals eine Kolumne für die „Wiener Zeitung“ zu osteuropäischer Literatur schrieb, ein potentielles „Buch des Jahres“. Mit einerRead More
Revolution, schwarz auf weiß – „Cherry Guevara“, so heißt ein in Australien verkauftes Eis-am-Stiel der beliebten Magnum-Reihe von Langnese. Auf der Verpackung steht: „Der revolutionäre Kampf der Kirschen wurde erstickt, als sie zwischen zwei Schokoladenschichten in die Falle tappten – möge ihr Andenken in Ihrem Mund weiterleben!“  Von Patrick Spät Ja, der Kapitalismus versteht sich meisterlich darin, seine Gegner einfach zu verwursten und für sich zu nutzen. Auf der Eisverpackung prangt auch das weltberühmte Konterfei des „Guerillero Heroico“ Che, fotografiert 1960 von Alberto Korda. Natürlich darf dieses Bild, das auchRead More
Neuer Bücher von Junot Diaz, Jelle Behnert, Hans Magnus Enzensberger und Konrad Lorenz – kurz vorgestellt von Karsten Herrmann (KH), Frank Göhre (FG), Carl Wilhelm Macke (CWM) und Brigitte Helbling (HEL). Ein Erzähler wie ein Vulkan (KH) Der Pulitzer-Preisträger und gebürtige Dominikaner Junot Diaz ist einer der wichtigsten literarischen Vertreter des farbigen Amerika. In seiner kurioserweise als „Roman“ titulierten Kurzgeschichtensammlung „Und so verlierst du sie“ erzählt er vom Leben und Lieben der (dominikanischen) Einwanderer in New Jersey. Hauptprotagonist ist der Ich-Erzähler Junior, der wie alle Helden bei Diaz eigentlich „kein schlechter KerlRead More

Posted On Dezember 18, 2013By Anne SchuesslerIn Bücher, Litmag

Joël Dicker: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

Die Faszination des schlechten Bestsellers – Ein Buch steht auf Bestsellerlisten und gewinnt Preise. Dabei gehört es zu den ärgerlichsten Veröffentlichungen des Jahres. Wie das nur sein kann, fragt sich Anne Schüßler. Ich lese selten schlechte Bücher. Oder anders gesagt: Ich lese selten Bücher, die ich schlecht finde. Das mag zum einen daran liegen, dass ich grundsätzlich vor allem erwarte, dass ich über eine Spanne von 300 bis 800 Seiten ausreichend unterhalten werde, und solange ein Buch das irgendwie schafft, auch geneigt bin, das okay zu finden. Zum anderen vielleicht auch,Read More

Posted On Dezember 18, 2013By Christiane QuandtIn Bücher, Litmag

Bernardo Kucinski : K. oder die verschwundene Tochter

„Alles ist erfunden, doch fast alles ist geschehen“ – Von Christiane Quandt. Brasilien scheint auf den ersten Blick kein Land, wo Vergangenheitsbewältigung großgeschrieben würde. Eher die Gegenwart, Tanz, Körperkult und Karneval scheinen in diesem Land wichtig. Denkmäler, Orte der Erinnerung an die Opfer der verschiedensten Phasen von Gewalt verfallen tatsächlich eher, als dass sie so gewürdigt würden wie die Erinnerungsorte und Mahnmale des 2. Weltkrieges in Europa, vor allem in Deutschland. Auch in Lateinamerika ist Brasilien (noch) eines der Länder, die erst langsam eine aktive Erinnerungskultur bezüglich ihrer blutigen MilitärdiktaturRead More

Posted On Dezember 18, 2013By Christina MohrIn Bücher, Musikmag

MohrBooks Dezember 2013

(Musik-) Bücher – Neue It´s the time of the season… um mal wieder was zu lesen, zum Beispiel. Weihnachten und die Zeit „zwischen den Jahren“ bieten sich perfekt dazu an, und rein zufällig hätte Christina Mohr hier was für Sie. Nämlich Bücher rund um Musik, Bands, DJs, Mode und Kunst von Jonnie Schulz, Jürgen Teipel und Farkas, Seidl, Zwirner. Senfkanone und Döner-Bass Wer mit den Begriffen Senfkanone, Döner-Bass, Frank The Raving Sausage und „Entfaltung“ etwas anfangen kann, gehört ziemlich sicher zu den wenigen Auserwählten, die einem Konzert der Butch MeierRead More

Posted On Dezember 14, 2013By Alf MayerIn Bücher, Crimemag

Alf Mayer … für Frank Göhre

Zeitgenosse Göhre Zu den „sonstigen“ Texten eines außergewöhnlichen Autors. Von Alf Mayer Er hat es wieder getan – und endlich gibt es Nachschub für meine kleine heimliche Sucht. Ja, ich bin ein wenig süchtig. Nachwortsüchtig. Begierig nämlich auch auf jene Texte, die Frank Göhre außerhalb seiner Romane und Erzählungen schreibt, meist eben als Nachworte. Diesmal heißt der Text „Es war einmal St. Pauli“ und rundet im buchstäblichen Sinne den Sammelband „Geile Meile“ ab, den der Pendragon Verlag jetzt zum 70. Geburtstag Frank Göhres herausgebracht hat. 507 Seiten Göhre sind hierRead More

Posted On Dezember 14, 2013By Lutz GoellnerIn Bücher, Crimemag

Klassiker-Check: Erskine Childers/Sam Llewellyn

Letzte Heuler ‒ Segelbücher von Erskine Childers und Sam Llewellyn und die Angst vor Deutschland im Wandel der Zeit. Ein Klassiker-Check von Lutz Göllner. Segelboote und Bücher sollten eigentlich natürliche Feinde sein. Ich meine: Wo verstaut man auf einem engen Boot das unhandliche Papierzeugs? Was tun, wenn das Buch nass wird? Und hat man beim Segeln überhaupt Zeit zu lesen? Trotzdem bieten sich ja doch einige Bücher für eine kleine, aber feine Segelbibliothek an: Patrick O’Brians „Aubrey & Maturin“-Serie kommt da in den Sinn (dazu TW auf kaliber.38), der ziemlichRead More

Posted On Dezember 14, 2013By Frank RumpelIn Bücher, Crimemag

Uta-Maria Heim: Wem sonst als Dir

Zu karstiger Zeit ‒ Uta-Maria Heim ist schon immer eine glücklicherweise nicht ausrechenbare Autorin, komplex, spröde und konturiert. Das gilt auch für ihr neues Buch „Wem sonst als Dir“. Eine Rezension von Frank Rumpel. „Wem sonst als Dir.“ ‒ so widmete Friedrich Hölderlin den Hyperion seiner heimlichen Geliebten Susette Gontard und so hat nun Uta-Maria Heim ihren neuen Roman betitelt. Hölderlin ist darin ein  wichtiger Bezugspunkt. Heims Protagonist Christian Schöller war Gymnasiallehrer und schrieb nebenher, nachdem es mit einer Promotion nicht klappen wollte, an einem Roman über Hölderlin. Er lebteRead More

Posted On Dezember 14, 2013By Sophie SumburaneIn Bücher, Crimemag

Frank Bill: Der Geschmack der Gewalt

„Pfuhl der Wehrlosigkeit“ – Im direkten Fight gegen „Fight Club“ hat Frank Bills Romanerstling „Der Geschmack der Gewalt“ schlechte Karten, findet Sophie Sumburane. Wir befinden uns irgendwo im Nirgendwo des amerikanischen Mittleren Westens, einer krisengebeutelten Region der USA. Hier gibt es nichts außer Verlierer, brutale, desillusionierte Menschen, die einzig an die Macht des Stärkeren glauben, und natürlich Drogen. Chemische Drogen, ausgefallene Zähne und Whiskey. Mit diesem Cocktail liefert der amerikanische Autor Frank Bill in seinem Debütroman „Der Geschmack der Gewalt“ etwas ab, das ganz klar ins Genre „transgressive fiction“ einzuordnenRead More

Posted On Dezember 14, 2013By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops ‒ kurz, grausam und gerecht – heute führen das Beil Alf Mayer, AM, („Tabu“ von Ferdinand von Schirach), Stefan Linster, SL (Michèle Minelli: „Wassergrab“) und Joachim Feldmann, JF (Ragnar Jónasson: „Todesnacht“). Sensation! Goyas nackte Maya im Spermabad! (AM) Hut ab vor Matthias Brandt, der es geschafft hat, diesen Roman, ohne ins Lachen auszubrechen, als Hörbuch einzusprechen. Keine andere Lektüre des Jahres 2013 ließ mich öfter an Karl Krausens Diktum denken: „Manches erledigt sich durch lautes Lesen.“ Oft, zu oft, riecht es in „Tabu“ nach Dichterschweiß und krachlederner Bedeutungsseligkeit.Read More
Grundrechte für Tiere?! Die Literary Review of Canada nennt es „das wichtigste Buch über die Mensch-Tier-Beziehung seit Singers ‚Animal Liberation’“, und wer einmal einen tieferen Bick in „Zoopolis“ geworfen hat, der wird diesem Urteil nur zustimmen können. Der Titel allein sagt schon viel über den Inhalt: Tatsächlich ist „Zoopolis“ der Versuch, die Tierrechtsbewegung auf neue, staatsbürgerschaftliche Füße zu stellen. Ganz konkret vertreten die Autoren die These, dass die Praxis der Staatsbürgerschaft auch auf Tiere angewandt werden und so zu einem ebenso transparenten und einheitlichen wie ethisch akzeptierbaren Umgang mit ihnenRead More

Posted On Dezember 11, 2013By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Ben Lerner: Abschied von Atocha

Auf der Suche nach der verlorenen Erfahrung – In seinem Debütroman lässt der amerikanische Lyriker Ben Lerner den amerikanischen Lyriker Adam Gordon ein Jahr als Stipendiat in Madrid verbringen und ein ebenso unterhaltsames wie tiefsinniges „Forschungsprojekt“ rund um die Themen Ich-Bewusstsein, Kunst und Politik durchführen – Ähnlichkeiten zwischen dem Autor und dem Held sind dabei wohl nicht ganz ausgeschlossen. Von Karsten Herrmann Die meiste Zeit seines Forschungsprojektes verbringt Adam Gordon ganz relaxt mit Kaffetrinken, Kiffen, Schlucken von Anti-Depressiva und Besuchen im Prado, wo er die flämischen Meister meditativ betrachtet undRead More

Posted On Dezember 11, 2013By Christiane QuandtIn Bücher, Litmag

Benjamin Moser: Clarice Lispector. Eine Biographie

Das bewegte Leben der brasilianischen Literatur-Ikone Clarice Lispector – Wie die ersten Bände der Werkausgabe der ‚Grande Dame‘ der brasilianischen Literatur erscheint diesen Herbst auch die erste ins Deutsche übersetzte Biographie von Clarice Lispector im Schöffling-Verlag. Es verwundert etwas, dass dieser umfangreiche Text von Benjamin Moser, einem US-Amerikaner, zur Übersetzung ausgewählt wurde und nicht etwa eine der Lispector-Biographien aus Brasilien. Dennoch ist es erfreulich, dass sich Schöffling dieser enigmatischen Autorin annimmt und nicht nur ihre Werke, sondern auch ihre Lebensgeschichte dem deutschen Publikum zugänglich macht. Von Christiane Quandt Das LebenRead More

Posted On Dezember 11, 2013By Andreas PittlerIn Bücher, Litmag

Michael Stavaric: Königreich der Schatten

Durch den Fleischwolf gedreht – Michael Stavarics schrieb einen Roman über Fleisch. Herausgekommen ist Brei. Von Andreas Pittler. Michael Stavaric zählt schon seit geraumer Zeit zu den absoluten Modeautoren. Und das anfangs durchaus zu Recht. Er arbeitete sich von kleinen, nahe am Selbstzahler angesiedelten Verlagen hoch zu den österreichischen Platzhirschen, wo 2006 der Roman „Stillborn“ erschien, eines der wenigen Werke des Autors, das eine 2. Auflage erlebte. 2007 kam „Terminifera“ auf den Markt, auch dies ein durchaus gefälliges Stück Literatur. Seitdem ist er aus der österreichischen Literatur nicht mehr wegzudenken.Read More

Posted On Dezember 11, 2013By Carlo SchaeferIn Bücher, Litmag

Urs Widmer: Gesammelte Erzählungen

Es raunt – Warum ich über Urs Widmers gesammelte Erzählungen nichts schreiben kann: S. 13: Es ist schwierig Donald Duck zu beschreiben. Vielleicht ist sein Name Eugen. In Bodio hat es immer Rauch. Eugen: Rote Haare und eine hohe Stirn, auf der Schweißperlen perlen. Es ist elf Uhr, Eugen kommt, den rechen geschultert von der Mahd. Er hat lustig zwinkernde Augen und ein markiges Kinn. Wenn Eugen die Mahd nicht nackt vornemmt, trägt Eugen Krawatten von Annas Onkel Donald, rufen Tick, Trick und Track: Onkel Dagobert. S. 62/63: Der BäckerRead More

Posted On Dezember 7, 2013By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Jörg Armbruster: Brennpunkt Nahost

Weiter hochexplosiv: der Nahost-Dampfkessel ‒ Die großen Erwartungen an den Arabischen Frühling sind innerhalb von zwei Jahren durch repressive Militärs und aggressive Islamisten pulverisiert worden: Syrien ist in der Region der brutalste Kriegsschauplatz, an dem man auch vor Giftgaseinsätzen nicht zurückschreckt; in Ägypten, Libyen und Tunesien stecken die Protestbewegungen und Systemveränderungen in einer Sackgasse. Der ehemalige ARD-Krisenreporter und Nahost-Experte Jörg Armbruster liefert Rückblicke und Analysen und wagt in seinem spannenden Buch „Brennpunkt Nahost“ einen Ausblick auf weitere Entwicklungen. Eine Besprechung von Peter Münder. Was ist bloß los im Nahen Osten?Read More

Posted On Dezember 7, 2013By Thomas PoettgenIn Bücher, Crimemag

Massimo Carlotto: Die Marseille-Connection

Ödes Schwarz in Schwarz – Marseille ist die Stadt von Jean-Claude Izzos gleichnamiger Trilogie (mehr hier) und dieses Jahrhundertwerk der (Kriminal-) Literatur setzt immer noch den Maßstab, wie man literarisch mit dieser faszinierenden Hafenstadt am Mittelmeer umgehen kann. Oft kopiert und nie erreicht, sozusagen. Auch Massimo Carlottos „Die Marseille Connection“ kann Izzos opus magnum nicht das Wasser reichen, findet Thomas Pöttgen. Kennen Sie die Kulturhauptstadt Europas 2013? Richtig (bzw. falsch!) – das ist (neben Košice) Marseille. Die zweitgrößte Stadt Frankreichs ist als wichtigster Hafen unseres Nachbarlands selbstverständlich auch ein bedeutender Drogenumschlagsplatz. Seit einigenRead More
Rowlings Kuckucksei „Der Ruf des Kuckucks“ sollte J.K. Rowling aus dem Erfolgsmechanismus der Harry-Potter-Maschinerie herausholen. Tobias Gohlis hat den Versuch interessiert gemustert. Der Plan ist nicht aufgegangen. Joanne K. Rowling wollte unter dem Pseudonym Robert Galbraith ganz neuund unerkannt anfangen, mit einem Krimi. Wie nicht anders denkbar, wurde sie verraten. Von einem Anwalt ihres Vertrauens. Er steckte der Presse die wahre Identität des pensionierten Soldaten „Galbraith“, der – so war es geplant – wegen seiner militärischen Vergangenheit keine Interviews geben und Fotos zulassen konnte. Das passt: Der Ruf des KuckucksRead More
Das moralisch Offene des Westerns – Alf Mayer über die Fernsehserie „Rawhide“, Clint Eastwoods Karriere-Beginn und über das, was Western und Kriminales verbindet. „Keep movin‘, movin‘, movin’… Keep rollin‘, rollin‘, rollin’…“ – Dieser Titelsong  ist leider ein Ohrwurm, und er müsste eigentlich laufen, laufen, laufen, während Sie hier lesen, lesen, lesen. (Ganz unten gibt es eine Linkliste zu verschiedenen Cover-Versionen.) Die dem Ohrwurm zugehörige Serie rollte für 217 sagenhafte Folgen, war eine der erfolgreichsten Western-Serien der Fernsehgeschichte, übertroffen nur von den „Rauchenden Colts“ (Gunsmoke, 635 Folgen in 20 Staffeln), „Bonanza“Read More

Posted On Dezember 4, 2013By Peter MuenderIn Bücher, Litmag

Dieter Dorn: Spielt weiter! Mein Leben für das Theater

Textanalyse und Aufführung mit gemischter Raubtiertruppe – Dieter Dorn war 35 Jahre lang als Regisseur und Intendant an den Münchener Kammerspielen und dem Residenztheater tätig; jetzt inszeniert er gerade Wagners „Ring“ in Genf. In seinem faszinierenden Rückblick auf sein Bühnenleben beleuchtet er mit großem Scharfblick und subtiler Selbstironie markante Inszenierungen, seine loyale Raubtiertruppe und die Bedeutung von Texttreue. Von Peter Münder Die wahre Faszination der theatralischen Wunderwelt, der magischen Momente eines bedeutenden Stücks kann wohl nur jemand wie dieses Theatergenie Dieter Dorn erschließen. Er ist 1935 in Leipzig geboren, besuchteRead More

Posted On Dezember 4, 2013By Lena BlaudezIn Bücher, Litmag

Erich Kästner: Der Gang vor die Hunde

Warnung vor dem Abgrund – Sätze, die gute Chancen hätten, gestrichen zu werden – legte man sie heute unter unbekanntem Namen einem Lektor vor: Das warme Wasser war kalt. Ihr Gesicht sah aus, als hätte sie krumme Beine. Ich habe kein pekuniäres Organ. Der Straßenlärm trommelte wie ein Regenguß an die Scheiben. Der Scheitel reichte ihm bis ins Rückgrat. Nun bin ich hier und lebe vom Bauch in den Mund. Diese Sätze hier aber haben überlebt. Es sind jetzt sogar – endlich – noch andere, die vor über 80 JahrenRead More

Posted On Dezember 4, 2013By Doris WieserIn Bücher, Litmag

Chico Buarque: Vergossene Milch

Vom Popstar zum Schriftsteller – Kaum jemand wird den Songtexten Chico Buarques ihre literarische Qualität absprechen. Aber ist der weltberühmte brasilianische Musiker auch ein passabler Romanautor? Diese Frage wird in Brasilien immer wieder diskutiert. Eine notwendige Diskussion, da dem Autor der strahlende Glanz eines Popstars und Multitalents vorauseilt, was die Kritikfähigkeit des Publikums zu beeinträchtigen scheint. Doris Wieser hat seinen Roman gelesen. 1966 landete Chico Buarque (*1944, Rio de Janeiro) kaum 22-jährig mit „A Banda“ seinen ersten großen Hit. Er wurde zum Teenie-Star, erarbeitete sich aber bald das Image einesRead More

Posted On Dezember 4, 2013By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Daniel Kehlmann: F

Bedeutungsschwangerer Nebel – Seit dem Mega-Erfolg „Die Vermessung der Welt“ scheiden sich an Daniel Kehlmanns Romanen die (Kritiker-) Geister. Und so wird auch sein neuer Roman „F“ auf einem Spektrum zwischen Weltliteratur und „Firlefanz“ (Der Spiegel) eingeordnet. In der Tat zeigt sich „F“ als ein ambivalentes Buch mit vielen Facetten zwischen Licht und Schatten. Von Karsten Herrmann Daniel Kehlmann erzählt in seinem neuen Roman die Geschichte der „im Rätsel ihrer Verdoppelung“ gefangenen Zwillinge Eric und Iwan, ihres (Halb-) Bruders Martin sowie ihres gemeinsamen Vaters Arthur. Dieser Arthur lebt in zweiterRead More