Auf die harte Tour –Hakan Gündays Protagonisten sind zum Leiden verurteilt – mit extrem wenig Hoffnung auf Erlösung. Von Andreas Pittler „Damit bekam Derda zum ersten Mal eine nackte Frau zu sehen. Beim Blick auf seine Mutter, die er zuerst zerstückelt hatte und anschließend auszog.“ Es sind Sätze wie dieser, die Hakan Gündays „Extrem“ (im türkischen Original „az“, was soviel wie „wenig“, „geringfügig“, aber auch „ein bisschen“ bedeutet) kennzeichnen. Der lapidaren Feststellung folgt das eigentlich Schockierende auf dem Fuß. Wie zum Beispiel beim Bericht über den Ausgang eines Attentats: „Er
Read More Posted On April 30, 2014By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Sie kann einfach alles –Vier Dankesreden von Marie-Luise Scherer für zuerkannte Preise, in denen die Autorin und Journalistin über ihr Leben erzählt. Von Carl Wilhelm Macke. Wenn sie heute auf ihr erwachsenes Leben zurückblicke, dann sei es geprägt gewesen von einer anhaltenden Furcht vor dem Schreiben. Von einer Journalistin hätte man dieses Selbstbekenntnis wohl am wenigsten erwartet. Ist doch das ständige, sichere, professionell gekonnte Schreiben die wichtigste Grundlage für die journalistische Arbeit. Vielleicht aber sind es gerade die besten, um ihre Verantwortung wissenden Journalisten, die ihrer Arbeit gegenüber besonders skrupulös
Read More Eines Wolfes Fell nur traf ich im Forst: „Wir“ und „Die Anderen“ Ein Essay von Alf Mayer über Benjamin Percys allegorischen Thriller „Roter Mond“. Achtung, dies ist deutlich mehr als der normale Werwolf-Roman – ein ohnehin ehrwürdiges, an Subversion nicht armes Subgenre, man denke etwa an Klaus Völkers große, heute aktualisierungsbedürftige Anthologie „Von Werwölfen und anderen Tiermenschen“ (Hanser, 1972). Und noch einmal Achtung, dies ist auch nicht der normale Fantasy-, Horror- oder Science-Fiction-Roman, wie es vielleicht das Verlagsumfeld nahelegen mag. Benjamin Percy stammt aus dem ländlichen Oregon, die von ihm
Read More Alltag mit Mord – Wenn die Volksrepublik China noch keinen autochthonen international bekannten Autor von Kriminalromanen hat, so erledigt die Arbeit doch sehr reputierlich der Emigrant Qiu Xiaolong. Joachim Feldmann stellt seinen neuen Roman „99 Särge“ vor: Als Direktor der Wohnungsbaubehörde in Shanghai ist Zhou Keng ein einflussreicher Mann. Gerne nutzt er seine Position zur Mehrung des eigenen Wohlstands. Immobilien, europäische Luxusautos, ein Sohn, der in England studiert – Zhou scheint den Aufstieg geschafft zu haben. Doch dann taucht im Internet ein Foto auf, das ihn mit der Packung einer
Read More Huuuuubuuuu ‒ noch einmal Er hat es wieder getan! Stefan Kiesbye hat einen „Schauerroman“ geschrieben, so stellt der Klappentext voran. Der aus Eckernförde stammende Autor (hintere Klappe) unterrichtet an der Eastern New Mexico University kreatives Schreiben. Er hat schon einmal … „Hemmersmoor“ nämlich (hier bei CulturMag). Und das ist auch schon nicht gut gegangen. Und wieder huubuut es daneben. Anne Kuhlmeyer weiß auch nicht … Kaum mit Frau und Ziehsohn im idyllischen Dörfchen unweit von Lübeck angekommen, findet der Sportjournalist Benno eine mittels Besteck verstümmelte Frauenleiche. Mist, es hätte so
Read More Bloody Chops – bone crushing good … Es choppen Joachim Feldmann (JF) Paul Finchs „Mädchenjäger“, Rainer Wittkamps „Kalter Hund“ und Jonathan Coes „Liebesgrüße aus Brüssel“; Stefan Linster (SL) Andrea Camilleris „Der Tanz der Möwe“ und Alf Mayer (AM) Toby Barlows „Baba Jaga“. Das Böse ist arg organisiert (JF) Glauben Sie auch, dass das Böse in der Welt gut organisiert ist? Und finden Sie die Vorstellung, dass ein Polizist, einzig unterstützt von einer ehemaligen Soldatin, in der Lage ist, der geballten Macht des Verbrechens erfolgreich die Stirn zu bieten, spannend? Dann sollten
Read More Ruperts ruppiger Quoten-Rambo – Roger Ailes wurde 1996 vom News Corp- Medien-Tycoon Rupert Murdoch als Chef des neugegründeten Nachrichtensenders Fox News installiert: Ailes ist immer noch der kompromisslose Mann fürs Grobe, der Machtkämpfe auskostet, Konflikte gern auf die Spitze treibt und die maximale Rendite für den Sender einfährt. Für Ailes wie auch für Fox News gilt die Maxime: Alles radikal und reaktionär vereinfachen, gegen Minderheiten hetzen und „uramerikanische“ Werte zelebrieren. In seiner Biographie beleuchtet „New York“-Magazin-Redakteur Gabriel Sherman die Irrungen und Wirrungen des umstrittenen Ailes. Von Peter Münder Der Mann
Read More Der Mann, der den Holocaust stoppen wollte – Marta Kijowska verfasst die erste deutsche Biographie über den polnischen Untergrundkämpfer Jan Karski, der am 24. April 100 Jahre alt geworden wäre. Von Michael Zeller Seit vielen Jahren gehört sie zu den führenden Vermittlern polnischer Kultur hier in Deutschland: die Kulturjournalistin Marta Kijowska. Aufgewachsen in einer Krakauer Literatenfamilie, kam sie studienhalber nach Deutschland und ist hier hängen geblieben, ohne je den intimen geistigen Kontakt zu ihrer Heimat preiszugeben. In den großen Tageszeitungen des Landes, in Funk und Fernsehen berichtet sie mit großer
Read More Posted On April 23, 2014By Christiane QuandtIn Bücher, Litmag
Lesen und Schreiben mit dem Körper – Christiane Quandt über zwei Romane der brasilianischen Autorin Clarice Lispector und über Joana und Virgínia, zwei ungewöhnliche Frauenfiguren und die Protagonistinnen von „Nahe dem wilden Herzen“ und „Der Lüster“. Im Nachklang der Frankfurter Buchmesse kommen immer mehr brasilianische Autorinnen und Autoren in Übersetzung auf den deutschen Buchmarkt, und das völlig zu Recht, denn darunter finden sich wahre Perlen der Literatur. Doch kommen nicht nur neue Texte in die Hände der Übersetzer, sondern es werden auch ältere Klassiker ausgegraben, die schon einmal übersetzt wurden,
Read More Posted On April 23, 2014By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Vollgasprosa und Jazz-Hommage –Mit „Telegraph Avenue“ legt Michael Chabon einen fulminanten Roman über einen kultigen Plattenladen und die Möglichkeit einer echten Freundschaft zwischen schwarz und weiß zu Beginn dieses Jahrtausends vor. Zugleich ist der Roman eine monumentale Huldigung an den Jazz, Soul und Funk, an die schwarze Seele der Musik in all ihren Schattierungen. Von Karsten Herrmann Die titelgebende „Telegraph Avenue“ liegt an der Grenze zwischen Berkeley und Oakland, also zwischen dem kalifornischen Hippie-Campus schlechthin und der schwarzen Arbeiterstadt. Hier betreiben der schwarze Archy Stallings, ehemaliger Elektriker und Golfkrieg-Veteran, und
Read More Tatort Buch – Fernsehdrehbuchautoren gehen in letzter Zeit zunehmend unter die Romanciers. Sascha Arango mit dem Roman „Die Wahrheit und andere Lügen“ und André Georgi mit Tribunal“ liefern solides Handwerk, wenn auch mit unterschiedlichem Erfolg. Frank Göhre hat beide Romane gelesen. Beide sind Drehbuchautoren. Der eine ist seit 10 Jahren im Geschäft, der andere doppelt so lang. Sie liefern gute, mitunter sogar überdurchschnittlich gute Arbeit ab, und wenn sie, und letztlich auch wir als TV-Konsumenten, Glück haben (sprich: mutige Redakteure und kluge Regisseure mit dabei sind), wird daraus dann auch ein
Read More Das Böse ist immer und überall – Matt Ruff ist wieder da – mit „Mirage“ – Lutz Göllner hat sich sehr auf das Buch gefreut, aber … In den bisher 25 Jahren seines Wirkens als Schriftsteller hat Matt Ruff grade einmal fünf Romane veröffentlicht. Das zeugt nicht gerade von überschäumender Arbeitsfreude. Liest man allerdings auf seiner Webseite ( in der Rubrik „Odds & Ends“) wie viele Bücher er angefangen und abgebrochen hat, wird das Bild etwas anders. Vor sechs Jahren, nach seinem vorletzten Buch „Bad Monkeys“, erzählte er im Interview
Read More The Bitches and Pitches of Bochum – Lucie Flebbes Ruhrpott-Fußball-Krimi „Tödlicher Kick“ überzeugt mit zeitgemäßem Plot und den posttraumatischen Macken einer Jungdetektivin. Eine Rezension von Bruno Arich-Gerz. Es gibt wahrlich kleinere Herausforderungen als die eines Regiokrimis, der wie Lucie Flebbes „Tödlicher Kick“ mit einem Fußballspiel des VfL Bochum aufmacht. Den etwas anderen Ruhrpott-Verein und seine treue Anhängerschaft kennzeichnen schließlich seit Jahren seine einzigartige Folklorisierung und Verkulturindustrialisierung. Man denke an Frank Goosen, an das wunderbare Internet-TV-Serienformat „So ist Fußball“ oder die akribisch zusammengetragenen Dönekens des noch viel wunderbareren Ben Redelings. Da kommt
Read More Schicksal, Schuld und Sühne – Mit einem monumentalen Roman betritt der als herausragende Stimme seiner Generation geltende polnische Autor Szczepan Twardoch nun auch die internationale literarische Bühne: In „Morphin“ fängt er im besetzten Warschau die widersprüchliche Atmosphäre vor dem Zweiten Weltkrieg ein und stellt auf inhaltlich wie formal radikale Weise die Frage nach Identität, Nationalität, Treue und Verrat. Von Karsten Herrmann. Nach Mobilmachung, Belagerung und Kapitulation, findet sich der polnische Reserveoffizier Konstanty Willemann im September 1939 in seiner „vergewaltigten“ Heimatstadt Warschau wieder, in der die „Ordnung der Dinge zerläuft wie
Read More Porträts aus einem “Totenhaus” – Swetlana Alexijewitschs Berichte vom “Leben auf den Trümmern des Sozialismus”. Von Wolfram Schütte Fjodor Dostojewski, der über seinen Aufenthalt als politischer Gefangener in einem sibirischen Straflager “Aus einem Totenhaus” geschrieben hat, soll damit sogar den Zaren zu Tränen gerührt haben. Und seine abgründige Parabel des “Großinquisitors” aus den “Brüdern Karamasoff“ ist wohl die unheimlichste Vorahnung der sowjetrussischen Geschichte im 20. Jahrhundert. Wenn in der heutigen russischen Literatur jemand die bewegende Empathie des Autors von u.a. “Der Idiot” in seinem Oeuvre fortsetzt, dann die 1948 in
Read More Intoleranz, Autoritätsfixierung und Radikalisierung? – Vor vier Jahren erregte Hamed Abdel-Samad großes Aufsehen mit seiner kritischen Analyse „Der Untergang der islamischen Welt“. Inzwischen gab es Fatwa-Aufrufe gegen ihn, doch der Deutsch-Ägypter lässt nicht locker: Er geht im neuen Band „Der islamische Faschismus“ der extremen Intoleranz, Autoritätsfixierung und Radikalisierung des Islam nach. Von Peter Münder Nicht nur Abdel-Samads stoische Gelassenheit und sein Mut angesichts der gegen ihn von fanatischen Mullahs verhängten Todes-Fatwa sind bewundernswert. Es ist schon beeindruckend, mit welchem analytischen Scharfblick der 1972 in Kairo geborene Historiker und Islamwissenschaftler (Mitglied
Read More Padam … Padam … Padam – Ja, und? Sechzehn sein, raus aus der Schule und nichts wie weg. Am besten Weg von zu Hause. Nichts Neues in einem Alter, wo sich die ersten Schuppen der Adoleszenz zu lösen beginnen. Lucas Palm weitet diesen Drang in seinem Debüt gewitzt aus auf grundlegende Fragen nach der eigenen Identität. Von Senta Wagner Besagter Sechzehnjährige ist Christian, die Hauptfigur des handlichen Romanerstlings „Weg von hier“ mit dem dürftigen Cover. Der gebürtige Wiener Autor Lucas Palm ist Jahrgang 1988, nur um wenige Jahre älter als
Read More Schweden ist zu klein Allmählich bricht die Schwedenwelle – eine Art Darwinismus hat eingesetzt und wir schauen, wer übrig bleiben wird. Arne Dahl ist ein heißer Kandidat dafür – „Neid“, sein neuer Roman, gibt zu schönster Hoffnung Anlass. Frank Rumpel hat mit Dahl gesprochen und den Roman gelesen. Seine Heimat Schweden, sagt der Autor Arne Dahl im Gespräch, sei ihm als Romanschauplatz mit den Jahren einfach zu klein geworden. Das deutete sich bereits in den letzten Romanen seiner ersten, elfteiligen Serie an. In seiner neuen, auf vier Bände angelegten Reihe
Read More Killer gesucht, erstklassige Sozialleistungen geboten – Gangsterromane aus dem UK sind immer sehr willkommen, weil sie meistens nicht so tun, als ob das organisierte Verbrechen gleich „la mafia“ sein müsste. Außerdem bilden sie ein sinnvolles Gegengewicht zu der Flut der Polizeiromane mit ihren ganzen benevolenten Verbrechensbekämpfern und -aufklärern. Die Tradition ist aber fruchtbar – und manchmal kommen ganz wunderliche Bücher dabei raus: Malcolm Mackays „Der unvermeidliche Tod des Lewis Winter“ ist so ein Ding. Thomas Wörtche hat es gelesen und ist verblüfft. Was für ein Wirrwarr der Paratexte. Hinten drauf
Read More Bloody Chops – bis aufs Mark sezieren heute Joachim Feldmann (JF) Martin Schönes „Wolf hetzt die Meute“, Alf Mayer (AM) Greg Bardsleys „Cash Out“ und Thomas Wörtche (TW) den Comic von Moynot/Jean Vautrin: „Der Mann, der sein Leben ermordete.“ Pulp-Fiction vom Feinsten (JF) Tom Wolf ist ein Held, wie er einst im Heftchen stand. Ehemals Zielfahnder beim BKA hat sich der taffe Bursche nach Malta zurückgezogen, wo er als Besitzer einer Bar ein auskömmliches Dasein führt. Ermöglicht hat ihm diese sorgenfreie Existenz eine beträchtliche Erbschaft. Doch das ist nicht der
Read More Natur wird Laut – Bernie Krause lehrt uns hören. Von Wolfram Schütte. Als ich vor Jahren zum erstenmal in Bruce Chatwins ”Traumpfaden“ von den “Songlines” las, an denen sich die australischen Ureinwohner geographisch orientierten, wenn sie sich quer durch den riesigen Kontinent bewegten, konnte ich mir nichts darunter vorstellen. Erst nachdem ich jetzt Bernie Krauses Buch “Das große Orchester der Tiere” gelesen habe, habe ich mir von den akustischen Wegzeichen, die Chatwin den Aborigines zuschrieb, ein “Bild machen” können. Das für uns Unvorstellbare ist eben die Vorstellung – die Metapher
Read More Literarische Aufarbeitung eines Massakers – Der Autor Christopher Mlalazi aus Simbabwe ist in englischsprachigen Feuilletons schon länger bekannt. Durch verschiedenste Veröffentlichungen, beispielsweise von Kurzgeschichten aber auch Theaterstücken und Romanen, welche vor allem in seiner Heimat stark polarisierten. „Wegrennen mit Mutter“ ist nun sein erster auf Deutsch erschienener Roman und gleichzeitig Auftakt der neuen Afrika-Reihe des Horlemann Verlags. Von Sophie Sumburane. Eines fällt direkt zu Beginn des Buches auf: Mlalazi reiht sich nicht ein in die Tradition der Vorgängergeneration aus Simbabwe um Chenjerai Hove oder Shimmer Chinodya, die sich mit politischen
Read More Posted On April 2, 2014By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Quicklebendig – Könnte man es bei diesem Buch nicht mit einem Verweis auf einen bekannten Bibel-Spruch belassen? „Lass die Toten ihre Toten begraben“ (Mt 8,22). Warum soll man sich heute denn noch die Zeit nehmen, sich mit der Lebensgeschichte eines kommunistischen Intellektuellen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu beschäftigen? Das ist doch etwas für heute „politisch Tote“ die sich in der Erinnerung an längst verstorbene Kämpfer für die Weltrevolution an den vergangenen besseren Zeiten ihr Herz erwärmen wollen. Antonio Gramsci aber, der 1891 auf Sardinien geborene und 1937
Read More Das größte Würfelspiel der Welt – Ross Thomas und sein Börsenthriller „Fette Ernte“, nebst einigen Kontexten, von Alf Mayer. Oh, was fehlt er uns. Was könnte Ross Thomas aus dem grotesken Widersinn der Banken- und Finanzwelt, der ohnmächtigen Politik und der an all den Perversionen mitverdienenden Anwalts- und Beraterkaste zaubern. Wie würde er uns beispielsweise einen Boss des landesweit besten Baseballclubs servieren, nebenher Formfleischproduzent, eine barock-bigotte Gestalt, öffentlich gern den Tränen nahe, in Wahrheit ein ganz harter Hund, der sich die teuersten Anwälte zu leisten und Richter, Staatsanwälte und die
Read More Der Verlust der Vernunft, oder: Es wird nie wieder Frühling ‒ Ein Porträt von Robert Hültner, dessen letzten Roman „Am Ende des Tages“ wir hier besprochen hatten … Von Elfriede Müller Robert Hültner ist einer der originellsten und politischsten deutschsprachigen Autoren. In seinem Leben vor der Literatur hatte er sich bereits der Produktion von Kultur auf anderen Ebenen gewidmet: Er arbeitete als Schriftsetzer, Regieassistent, Drehbuchautor, Dramaturg, Regisseur von Kurzfilmen und Dokumentationen, betrieb ein Wanderkino durch kinolose Dörfer und restaurierte historische Filme für das Münchner Filmmuseum. Robert Hültner vermag durch seine Romane
Read More Sebastian Fitzek goes Manila ‒ Für subtile Literatur ist Sebastian Fitzek nicht unbedingt bekannt, für schaurige Metzelorgien mit chuzpe-haften Cliffhangern schon eher. Umso wunderlicher, dass er sich jetzt eher an einem Polit-Thriller versucht: „Noah“. Fitzek-Fan Thorlef Czopnik findet milde Worte … „Noah“ heißt das neue Werk von Sebastian Fitzek und Noah heißt auch der Protagonist, der in diesem Thriller von Berlin über Amsterdam nach Rom irrt und dabei nicht nur seine eigene Identität findet, sondern auch einer weltumspannenden Verschwörung aufdeckt. Markant dürfte sein, dass Fitzek, der sich bislang eher im
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