Fifty Shades of Kitsch & Fifty Shades of Hardcore ‒ Sozusagen unser Kerngeschäft: Sex’n’Crime. Zwei Romane, zwei Möglichkeiten, mit dem Thema umzugehen: Katja Eichingers „Amerikanisches Solo“ & Tamara Faith Bergers „Pussy“. Ein Vergleich von Alf Mayer Man kann nur hoffen, dass das alles ganz wenig mit Bernd Eichinger zu tun hat. Katja Eichinger, die mit der Biografie „BE“ (Hoffmann und Campe 2012) über ihren zu früh verstorbenen Mann einen achtenswerten Job machte, versetzt sich in ihrem Erstlingsroman in den Kopf eines lächerlichen Gigantomanen. Harry Cubs ist kein Filmproduzent, sondern „Jazzmusiker
Read More About Crime Fiction – Pick of the Week N° 22 – Seit Jahren bibliografiert, archiviert und kommentiert der Ehrenglauser-Preisträger Thomas Przybilka in seinem BoKAS (= Bonner Krimi-Archiv Sekundärliteratur) wissenschaftliche und publizistische Arbeiten aus aller Welt, die sich mit den unendlichen Facetten von Kriminalliteratur befassen. In unregelmäßig regelmäßigen Abständen erscheinen dann seine unschätzbar wertvollen Zusammenfassungen der aktuellen Sekundärliteratur, die jeder zur Kenntnis nehmen muss, der sich auch nur ein bisschen über seine Lieblingsliteratur kundig machen möchte. Ein solcher „Newsletter“ hat leicht einmal 160 bis 200 Seiten; deswegen empfiehlt CrimeMag unregelmäßig ein
Read More Interkulturelles Lehrstück – Die gebürtige Nigerianerin Chimamanda Ngozi Adichie gehört wie ihr Landsmann Teju Cole, der Dominikaner Junot Diaz oder der Pakistaner Mohsin Hamid zu einer neuen Generation von Kosmopoliten und „Weltliteraten“. Sie sind Grenzgänger zwischen den Ländern und Kulturen und schöpfen aus ihrer gebrochenen Identität und einem scharfen Blick für die Differenz einen enormen literarischen Mehrwert. Von Karsten Herrmann. In ihrem Roman „Americanah“, der vergangenes Jahr in die „Top Five“ der New York Times gewählt wurde, erzählt Ngozi Adichie über den Aufbruch in eine neue Welt, den Preis des
Read More Wie wird deutschsprachige Literatur eigentlich im Ausland aufgenommen? CULTurMAG wirft einen ungewöhnlichen Blick auf aktuelle Neuerscheinungen. Lucy Renner Jones übersetzt (u.a.) deutschsprachige Literatur ins Englische – und klopft für uns in unregelmäßigen Abständen Neuerscheinungen interessanter Autoren auf Ihre Aussichten auf dem englischsprachigen Markt ab. Diesmal hat Sie Feridun Zaimoglus Roman „Isabel“ gelesen. Something’s missing Feridun Zaimoglu is no newcomer to German literature. In fact, you could almost call him an old hand. Isabel (Kiepenheuer & Witsch, 2014) is his ninth novel in addition to a collection of short stories, Zwölf Gram
Read More „Warum nicht mal blasphemisch sein?“ – Die spannenden, extrem ausführlichen „Paris-Review“-Interviews mit prominenten Autoren gibt es nun auch in einer deutschen, sehr liebevoll gestalten Ausgabe – ein echtes Lese-Abenteuer. Von Peter Münder Als der „Paris Review“ 1953 von amerikanischen Künstlern und Autoren um Peter Matthiessen und George Plimpton in Paris gegründet wurde, gehörten ausführliche Autoren-Interviews (neben Kurzgeschichten und Lyrik )von Anfang an dazu und wurden schnell zum Markenzeichen des vielseitigen Kultur-Magazins. Denn die Interviewer wollten alles genau über das Handwerk des Schreibens wissen, sie ließen sich nicht mit saloppen Floskeln
Read More Auf der Suche nach dem besseren Leben – Der serbische Romancier Dragan Velikic erweist sich einmal mehr als Chronist seiner Heimat – und der Menschen, die sie bewohnen. Von Andreas Pittler Vor weniger als 30 Jahren war Belgrad die Metropole eines Staates, dessen Bürger von vielen beneidet wurden. Der jugoslawische Pass galt als der begehrteste der ganzen Welt, denn nur mit ihm konnte man überall ohne Visum hinreisen. Dann aber begann ein rascher Niedergang, der nur allzu schnell in eine Katastrophe mündete, die weitere Katastrophen nach sich zog. Mochten die
Read More Es gibt den Willen des Volkes –Woody Guthries „Haus aus Erde“ ist fast 70 Jahre alt – und dennoch aktueller denn je. Von Andreas Pittler Die Vereinigten Staaten Mitte der 30er Jahre. Das ganze Land ist fest in den Klauen der großen Depression, und wenn auch der neu gewählte Präsident Roosevelt versucht, mit ein paar Arbeitsprogrammen wenigstens einen Teil des Elends zu mildern, so spürt die Landbevölkerung von diesen kosmetischen Retuschen gar nichts. Kleinstbauern wie Tike Hamlin und seine Frau sind gezwungen, von der Hand in den Mund zu leben
Read More Ein wichtiges Buch – So, Jan Fleischhauer, Harald Martenstein und Konsorten, ihr müsst jetzt hier nicht weiterlesen, sonst regt ihr euch nur wieder auf über die Öko-Faschisten, die den Leuten vorschreiben wollen, wie sie zu leben haben. Schont also lieber euer Herz und denkt im stillen Kämmerlein darüber nach, warum es mit dem Feminismus jetzt aber auch mal wieder gut is… Tschüssi! … Fein, nachdem wir jetzt wieder unter uns sind, können wir ja ganz unpolemisch von einem schönen, guten, wichtigen Buch sprechen, nämlich von Hilal Sezgins „Artgerecht ist nur
Read More Das Zurückholen der Geschichte –Von Elfriede Müller Die Beziehungen zwischen Utopie, Anti-Utopie, Dystopie und Science Fiction gehen weit zurück. Je nach politischer Haltung oder Weltanschauung dient das Genre der Science Fiction dazu, Kulturpessimismus auszuagieren, Utopien zu beschreiben und Gesellschaftskritik zu formulieren. Vor allem die moderne Science Fiction ab H. G. Wells verliert sich gerne in technischen Spielereien und deren Auswirkungen auf das soziale Leben. Die Literatur der Science Fiction ist vom Begehren nach technologischem und sozialem Fortschritt wie auch der Angst davor durchdrungen. Die literarische Beschreibung einer fiktionalen Welt, die
Read More Die Toten auf ihre Plätze! Zur Entkörperlichung des Krieges. Herlinde Koelbls Fotoprojekt „Targets“ als Buch und als Ausstellung, der Russe Arkadi Babtschenko und Clint Eastwood mit „American Sniper“. Alf Mayers Blutige Ernte, diesmal zum Thema Krieg (Teil 2, hier gehts zu Teil 1). Hundert Jahre her ist der Beginn des Ersten Weltkrieges. Mehr als hundert Millionen Menschen sind seitdem in Kriegen gestorben, die so zahlreich sind, dass kaum jemand Buch über die Opfer führen will. Der Kriegsveteran als Protagonist, gerade auch im Kriminalroman, erlebt eine Renaissance, dies noch hin bis
Read More Bloody Chops – kurz, roh & auf den Punkt. Heute choppen Thomas Wörtche (TW) Arnold Odermatts Fotoband „Karambolage“, Joachim Feldmann (JF) Peter Mays „Beim Leben deines Bruders“ und Alf Mayer (AM) Marge Piercys „Menschen im Krieg“. Zerfetzt, zerschunden, verwüstet (TW) Zwischen den 1950er und 1980er Jahren hat der Schweizer Fotograf Arnold Odermatt im Kanton Nidwalden, also die Gegend um Stans, südlich des Vierwaldstättersees, manisch die täglichen Katastrophen fotografiert: Autounfälle, Karambolagen, Zusammenstöße. Zerschrötetes, verbogenes, zerfetztes Metall, ineinander verhakte und verklammerte Fahrzeuge, überrollte, mitgeschleifte, um Bäume gewickelte Autos, in Bäche, Seen und
Read More About Crime Fiction – Pick of the Week N° 21 – Seit Jahren bibliografiert, archiviert und kommentiert der Ehrenglauser-Preisträger Thomas Przybilka in seinem BoKAS (= Bonner Krimi-Archiv Sekundärliteratur) wissenschaftliche und publizistische Arbeiten aus aller Welt, die sich mit den unendlichen Facetten von Kriminalliteratur befassen. In unregelmäßig regelmäßigen Abständen erscheinen dann seine unschätzbar wertvollen Zusammenfassungen der aktuellen Sekundärliteratur, die jeder zur Kenntnis nehmen muss, der sich auch nur ein bisschen über seine Lieblingsliteratur kundig machen möchte. Ein solcher „Newsletter“ hat leicht einmal 160 bis 200 Seiten; deswegen empfiehlt CrimeMag unregelmäßig ein
Read More Alles richtig gemacht –Saša Stanišić zeichnet ein ernüchterndes Porträt der Provinz. Von Andreas Pittler Also damit eines von vornherein gleich klar ist: Saša Stanišić neuer Roman „Vor dem Fest“ ist gut geschrieben. Wirklich gut sogar. Ein zweites Mal beweist sich hier das enorme Talent und das große sprachliche Potential, über das der 35jährige verfügt. Das ist allerdings nur eine Seite der Medaille. Hat sich Stanišić bei seinem Debüt vor mittlerweile acht Jahren mit dem Elend seiner früheren Heimat (er stammt ursprünglich aus Jugoslawien) auseinandergesetzt, so wendet er sich in seinem
Read More Der zerplatzte Mythos –In seinen Romanen und Essays wie „Die Soldaten von Salamis“ oder „Anatomie eines Augenblicks“ setzt sich Javier Cercas mit der von der Franko-Diktatur und Putschversuchen gezeichneten jüngeren Vergangenheit seines Heimatlandes Spanien auseinander. In „Outlaws“ zeichnet er nun ein Bild der spanischen Gesellschaft ab den späten Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts. Von Karsten Herrmann Franko ist zum Start der Erzählung schon drei Jahre tot, aber sein düsterer Schatten hängt noch immer über dem Land und der Schauplatz Girona ist „ein düsteres Kaff fest im Griff der Kirche“. Die Stadt
Read More Warum die Dolomiten und nicht Vietnam? – Uwe Nettelbecks „Der Dolomitenkrieg“, Karl Kraus, Adorno und das Edelweiß. Alf Mayers Blutige Ernte, diesmal zum Thema Krieg (Teil 1). Schön, wie manche Bücher ein Eigenleben entfalten, einfach nicht tot zu kriegen sind, um es mit dem zugehörigen Kalauer zu sagen. So verhält es sich mit Uwe Nettelbecks dokumentarischem Montage-Roman „Der Dolomitenkrieg“. Ein eisiges Stück Prosa, ein Lackmustest gegen innere Verrohung. 1976 erschien der damals 95 enge Typoskriptseiten umfassende Text erstmals innerhalb des Sammelbandes „Mainz bleibt Mainz“, einem Vorläufer und sozusagen umfangreichen großen
Read More Kriegszitterer und Karbol – Historische Kriminalromane, die in Berlin spielen, sind aus irgendwelchen Gründen in. Manche davon sind ziemlich überflüssig, aber nicht die von Martin von Arndt, wie Anne Kuhlmeyer findet: Gut, dass Martin von Arndt seinem Roman ein Vorwort voranstellt, in dem er zum einen das Thema, den Genozid am armenischen Volk, umreißt und zum anderen die Rolle von einzelnen Bevölkerungsgruppen, die den Mord an den Armeniern ablehnten und einzelne retteten, würdigt, denn zunächst treffen wir auf ziemlich seltsame Ermittler da im kalten, regnerischen Berlin der 1920er Jahre. Fast fühlt
Read More Witzisch, witzisch – Ach ja, Krimi-Komödien, was immer das auch sein mag. Komik gerät meistens zur Witzischkeit und die ist nicht lustig. Klaus Kamberger macht anhand Marina Barths Roman „Blutspur unter fetten Hennen“ die Probe auf’s Exempel. Angeblich gibt es unter Schreibgewerblern die einen oder anderen, die man echt damit kränken kann, wenn man sie mit Tommy Jaud vergleicht. Keine Ahnung, ob das auch für Marina Barth gilt. Also: ob sie sich gekränkt fühlt. Bei der Lektüre ihres Erstlings, den ihr Verlag eine „brillante Krimi-Komödie“ zu nennen wagt, kann man
Read More Was aus den Menschen wurde – Paul Linebargers Leben und Werk als Comic. Eine Rezension von Elly Bösl. Hin und wieder stolpert man eher zufällig über ein Buch – und ist sofort fasziniert: Der Comic „Das Imperium des Atoms“ erregte meine Aufmerksamkeit, weil A. E. van Vogt einen Roman gleichen Titels geschrieben hat (Originaltitel: „Empire of the Atom“, 1965; deutsche Ausgabe: „Das Erbe des Atoms“). Als eine kurze Recherche dann ergab, dass dieser Comic sich mit Leben und Werk des amerikanischen Science-Fiction-Autors Cordwainer Smith befasst, war klar: Dieser Titel ist
Read More Verratene Mutter & Verräterin des Sohnes – Colm Tóibíns antichristlicher Monolog „Marias Testament“. Von Wolfram Schütte Im vergangenen Herbst brachte der Hanser-Verlag drei etwa gleich kurze Romane in dem kleinen Format heraus, das sich gut dazu eignet, als literarisches „Mitbringsel“ bei einer Einladung zu dienen. Es waren höchst unterschiedliche Bücher, jedes aber auf seine Art sehr eigen & alle drei von einer jeweiligen geistigen Dringlichkeit: Navid Kermanis „Große Liebe“, Jean Echénoz’ „14“ (LitMag-Rezensionen hier und hier), diese paradigmatische Suggestion des Ersten Weltkriegs, und „Marias Testament“ des irischen Schriftstellers Colm Tóibín. Seine
Read More Einblicke in den Abgrund ‒ Leila Guerrieros Reportagen legen den Finger in die zahllosen Wunden unserer Gesellschaft. Von Andreas Pittler Auch Südamerika hat sein NS-Problem. Das sogar noch weit aktueller ist als das unsere, da die faschistischen Diktaturen in Lateinamerika noch bis in die 80er Jahre an der Macht waren. Jorge Videla, Augusto Pinochet, Alfredo Stroessner und Konsorten mochten vielleicht keinen Holocaust angerichtet und keinen weltumspannenden Krieg vom Zaun gebrochen haben, doch das Leid, das sie ihren eigenen Völkern zufügten, reicht allemal. Allein in Argentinien sind bis zu 50.000 Menschen
Read More „Wissen Sie nicht, dass Sie heute früh tot aufgefunden worden sind?“ – Gisela Trahms hat Martin Lechners Roman gelesen. Mit dem Titel fängt er schon an, der halsbrecherische Spaß: Was, bitte, macht eine österreichische „Kassa“ in der niedersächsischen Heide?! Georg, der 17-jährige Lehrling, muss des Öfteren einen Koffer dorthin transportieren, den ihm sein Chef, ein leidenschaftlicher Verteidiger des Eisenwareneinzelhandels namens Spick, unter allerlei Beschwörungen in die Hand drückt. Georg wüsste gern, was in dem seltsam leichten Koffer drin ist, andererseits dämmert ihm dunkel, dass es sich mit dem Nichtwissen gefahrloser
Read More Sozialrealistische Reportage oder aufgehübschter Neofabulismus? ‒ Zu Artur Domosławskis kritischer Biografie des „Jahrhundertreporters“ Ryszard Kapuściński. Von Peter Münder „Unsere Phantasie lechzt nach der kleinsten Sensation, dem geringsten Signal einer Bedrohung, dem schwächsten Pulvergeruch, saugt alles gierig auf, um es dann unverzüglich zu monströsen, überwältigenden Ausmaßen aufzublasen. Ich wußte aber auch, daß alle sozialen Eruptionen, jene Momente, da sonst ruhige, träge Wasser zu brodeln und zu sieden beginnen, Momente des allgemeinen Chaos, heilloser Unordnung, wahnwitziger Verwirrung sind. Bei solchen Gelegenheiten kann man leicht nur wegen des herrschenden Durcheinanders sein Leben verlieren,
Read More Zeit ist wirklich Geld ‒ Michael Lewis und sein Sachbuch-Thriller „Flash Boys“. Das größte Würfelspiel der Welt (Teil 3), von Alf Mayer. Selten genug, dass ein Buch Aufsichtsbehörden und Staatsanwälten Stoff für Ermittlungen liefert, ja, sie unumgänglich macht. Michael Lewis ist das mit seinem Sachbuch „Flash Boys. Revolte an der Wall Street“ gelungen. Kaum war sein Sprengsatz Ende März 2014 in New York erschienen, wurde offiziell gegen eine weithin unbekannte Branche ermittelt, in der zu unserer aller Schaden wahnwitzige Billionensummen bewegt werden – von Computern, ohne jeden Einblick Außenstehender, automatisiert
Read More Der Horror unserer Tage – Louise Welsh („Verdacht ist ein unheimlicher Nachbar“) und Anne Goldmann („Lichtschacht“) versuchen sich an einem alten, schönen Genre – dem Psycho-Horror-Thriller. Eine Doppelrezension von Joachim Feldmann. Jane ist hochschwanger und allein in einer fremden Stadt. Das heißt, eigentlich ist sie ja mit ihrer Lebensgefährtin Petra von London nach Berlin übergesiedelt, doch diese ist als erfolgreiche Bankerin zu beschäftigt, um der jungen Schottin bei der Eingewöhnung zur Seite zu stehen. Und das ist gar nicht gut. Schon bald wird Jane ihre neue Umgebung unheimlich. Vor allem
Read More Posted On April 30, 2014By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag
Literarisches Husarenstück –Wolfram Schütte über Christine Wunnickes literarische “Erfindung von Hollywood”. Auch Hollywood, die riesige amerikanische “Traumfabrik”, hat einmal klein angefangen. Die Mehrzahl der einstmals mächtigen Studios – wie MGM, Universal oder Fox – wurden von meist osteuropäischen jüdischen Immigranten gegründet & nicht selten mit drakonischer Strenge geleitet. Aber bevor es in den Zwanzigerjahren zur Gründung der über ein halbes Jahrhundert weltweit stilbildenden kalifornischen Produktionsstätten mit ihren riesigen Ateliers kommen konnte, mussten erst einmal die Fundamente dazu gelegt werden. Von den “Nickelodeons” des Anfangs zu den Stummfilm-Kinos, von den kurzen
Read More „… sie gingen raus, gemeinsam, das war wichtig“ – Im Aisthesis Verlag ist Frank Göhres früher Roman „So läuft das nicht“ als Neuauflage erschienen. Ein großes Lesevergnügen, findet Anne Kuhlmeyer. Das Ruhrgebiet in der Mitte der 1970er Jahre, als es noch von Kohle und Industrie geprägt war. Jens, Antje, Jule, Otto, Rita, Carsten, Bernadette, Hugo, Fred, Petra und Charly sind eine Clique, junge Leute, die erwachsen werden müssen. Was sie eint, ist das Viertel, aus dem sie stammen, die Jugend und der Zeitgeist. Was sie trennt, ist ihre jeweilige Herkunft,
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