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Als Letzter auf der Bank – Stefan Beuse berichtet von den Erhabenheiten und Fallstricken der Welt. Diesmal: Vorsicht, Herr Vorstandsvorsitzender! Alle Geschichten brauchen einen Motor. Das gilt auch für Lebensgeschichten. Der klassische dramatische Motor heißt: Konflikt. Ein Konflikt entsteht, wenn Menschen, die irgendwie miteinander verbunden oder aufeinander angewiesen sind, unterschiedliche Dinge wollen. Er will im Urlaub bergwandern, sie will am Strand liegen: Ein harmloser Interessenkonflikt. Spannend wird es, wenn er die dunkle Seite der Macht besiegen will, diese Position aber zufällig von einem nahen Familienangehörigen bekleidet wird. Dann kann darausRead More
Chronik des Versagens, das Hörbuch ist aber gut – Ich will ehrlich mit Ihnen sein. Ich hatte mir Großes für diesen Text vorgenommen. Ein bahnbrechendes Crossover. Weil ich das Hörbuch auf seine Einsatztauglichkeit prüfen wollte und ich davon ausging, dass man ein 297-minütiges Hörbuch nur beim Autofahren hört, wollte ich, da ich keinen Führerschein habe, die Situation innerhalb eines Sandbox-Videospiels nachstellen; also rumfahren und Bukowski hören. Alles erdenkliche hatte ich arrangiert: Just Cause 2® lag im Laufwerk, meine ausgedruckte Route und einen Spiralblock für Geistesblitze lagen auf dem Kaffeetisch, ausreichendRead More

Posted On August 17, 2011By Carola EbelingIn Bücher, Litmag

Marie NDiaye: Selbstporträt in Grün

Wie kreieren wir das, was wir als unser Leben begreifen? – Mit dem Roman „Drei starke Frauen“ gewann die französische Autorin Marie NDiaye 2009 den wichtigsten französischen Literaturpreis, jetzt ist  ihr poetisches, alle Erwartungen unterlaufendes „Selbstporträt in Grün“ auf Deutsch erschienen, das Carola Ebeling für uns gelesen hat. Rätselhaftigkeit bestimmt die Atmosphäre in Marie NDiayes neuem Buch von Anfang an. Die Ich-Erzählerin erkennt ihre Freundinnen nicht wieder; unter einer Bananenstaude glaubt sie eine grün gekleidete Frauen zu sehen – für ihre Kinder ist diese unsichtbar, für sie selbst aber real.Read More

Posted On August 17, 2011By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Schmetterlingsforscher 1 bild / 100 worte Wissenschaftliche Versuchsanordnung: Halbvoller Kinosaal. Ein Mann, mit Laken als Flattergeist verkleidet, spaziert an der Leinwand vorbei, für jeden sichtbar. Später erinnert ihn keiner. Fiasko! So schlittert die experimentelle Gespensterseherei direkt in die Binsen, wo Tändeleien zwischen Weidekätzchen an der Tagesordnung sind. (Anmerkung E.I.– phantom scribbling – „Nobody laughed.“) In der Pupille die Puppe: Ruft Barbie Ken? notiert sich nächtens der Lepidopterologe V.N., inspiriert vom Anblick eines Schmetterlings im Vorflügelzustand. Ach, Urlaub… die Sinne weit offen, die Kranialwindungen angefüllt mit Erhabenheit, bis dass uns dieRead More
Das monatliche Literaturrätsel - lösen Sie das Cryptic Crossword und gewinnen Sie einen Buchpreis!Read More

Posted On August 10, 2011By Die RedaktionIn Litmag, Online-Galerie

Online-Galerie (5): Martin Nill

In unserer Online-Galerie stellen wir in regelmäßigen Abständen Bilder interessanter Künstlerinnen und Künstler vor. Diesmal zeigen wir Arbeiten des Hamburger Künstlers Martin Nill. Square City: Wächter Square City (Ausschnit) Inhabitants of Square City: Klonk, Klonk, Klonk & Klonk Square City: Feld Inhabitants of Square City: Der Enthörnte Inhabitants of Square City: Der Tätowierte Inhabitants of Square City: Huhn Inhabitants of Square City: Loch mit Krawatte Dioramen: Tod am Tisch Bruch mit dem Idyll Martin Nill wurde 1962 In Aurich geboren, er hat in Hamburg Kunst studiert und lebt und arbeitetRead More

Posted On August 10, 2011By Isabel BogdanIn Kolumnen und Themen, Litmag, Sachen machen

Sachen machen: Wacken

Faster, Harder, Louder Isabel Bogdan begibt sich für CULTurMAG ins Handgemenge mit den Dingen und probiert skurrile, abseitige und ganz normale Sachen aus. Letztes Wochenende war sie auf der Jahrestagung der IG Metall in Wacken. Kurz vor knapp kommt dann doch noch eine Mail von meinem CulturMag-Redakteur Jan: Wir sind für Wacken akkreditiert. Ach Du Scheiße! Und jetzt? Schön und gut, es war meine Idee gewesen, aber da war es noch lange hin und würde wahrscheinlich eh nicht klappen … und jetzt wird es plötzlich ernst. Nach Wacken. Ich. ZuRead More

Posted On August 10, 2011By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Hédi Kaddour: Savoir-vivre

Roman mit Knalleffekt – Nach seinem grandiosen Monumentalwerk „Waltenberg“ legt der in Tunesien geborene und in Frankreich aufgewachsene Hédi Kaddour einen zunächst irritierenden und dann mit einem genialischen Knalleffekt überzeugenden Roman vor. Von Karsten Herrmann Auch in „Savoir-vivre“ begegnen uns mit dem Journalisten Max Goffard und der amerikanischen Sängerin Lena Hellström zwei alte Bekannte aus „Waltenberg“ wieder. 1930 sind sie zusammen in London: Sie probt mit einem jungen Pianisten, der zugleich ihr Liebhaber ist, für eine Konzertreihe mit Schumann-Liedern, er ist auf der Jagd nach einer guten Story. Nach einerRead More

Posted On August 10, 2011By Gunter GerlachIn Kolumnen und Themen, Litmag

Gerlachs Unmögliche Lektüren (5)

Verrisse sind oft nicht ganz fair. Manchmal sogar richtig unfair. So wie bei uns: Gunter Gerlach stößt sich an Büchern, die anderen gut gefallen – dabei hat er sie noch nicht einmal zu Ende gelesen … Heute: Alex Capus: Léon und Louise Im Auftrag der Regierung zur Ruhigstellung der Bevölkerung Ich weiß ja, der Streit zwischen mir und Maja hat mit einem Adjektiv angefangen. Damit beginnen immer die Missverständnisse. Jeder hat eine andere Vorstellung davon. Wenn es in unserer Beziehung ein wenig kriselt, schiebt mir Maja meist einen Liebesroman überRead More

Posted On August 10, 2011By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

Martin Mosebach: Das Rot des Apfels – Tage mit einem Maler

Der Maler und sein Modell – Martin Mosebach über den Maler Peter Schermuly. Von Carl Wilhelm Macke. Der Plot dieses Buches ist denkbar einfach und schnell dargestellt. Über viele Jahre hinweg sucht ein Schriftsteller einen Maler auf, um sich von ihm immer wieder porträtieren zu lassen. Und der Schriftsteller versucht dabei in Worte zu fassen, was den Maler bewog, das Modell so und nicht anders zu porträtieren. Sehr viel mehr geschieht in diesem Buch nicht. Lässt man sich aber in aller Ruhe und Konzentration auf dieses nicht besonders umfangreiche BuchRead More

Posted On August 10, 2011By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Neues Universum 1 bild / 100 worte Ein Kind wird geboren und wächst die ersten Jahre seines Lebens heran, unbewusst stumpf wie Gemüse, während die Außenwelt sich auf den Kopf stellt, um sein Universum zu vollenden. Jetzt neu auch mit RBT und relativen Lokalitäten! Energie und Impuls im Verbund mit 3D: Wir stehen kurz davor, hinter den Vorhang des Scheins zu schauen. Und ist da wer? Jawohl, Lewis Carroll, stark ergraut, sitzt an einem Steinway-Flügel und spielt die Mondscheinsonate für Alice. Ihre roten Schuhe klacken: Ich will nach Hause! –Read More

Posted On August 10, 2011By Redaktion CMIn Litmag, Vermischtes

Erotische Gedichte (5): Detlev Meyer

Frohe Botschaft Im Freudenhaus des lieben Gotts, da gibt es viele Stuben, ist Raum für Schwanz, ist Platz für Votz’, für Lust mit Maid und Buben. Das Haus betritt der Christ erregt, und da die Zimmer schon belegt, sucht er sein Heil auf Fluren. Kniet mal vor der, beugt sich vor dem – vor Strichern und vor Huren. Bi ist die Sexualität, dreifaltig ist die Güte. Bet’, daß das Haus noch lange steht, und daß es Gott behüte! Da könnten die Herren Bischöfe und Kardinäle wie z.B. Meissner, Krenn, MixaRead More
Melba LaRose, Produzentin, Regisseurin, Autorin, berichtet aktuell von der Theaterszene in New York. Diesmal: Tiger und Kerle auf Broadway, Theaterkarten durch die Hintertür, und eine sehr gute Nachricht von Bürgermeister Bloomberg. DINOSAURS SURVIVING THE CRUNCH Hallelujah, Jerusalem! (Dedicated to Marketa Kimbrell, Artistic Director of the NY Street Theatre Caravan,who left us July 6, 2011 — I’m still carrying the torch, Marketa!) Okay, I went to Jerusalem last night and — I believe, I believe! in the joy and redemption of theatre!  It was Jerusalem the play, of course, starring theRead More

Posted On August 3, 2011By Redaktion CMIn Litmag

Culturmag, Ausgabe vom 3.8.2011

Liebes CULTurMAG-Publikum, willkommen zur ersten Ausgabe nach der Sommerpause. Wir haben Urlaubspostkarten bekommen! Von unseren Lieblings-Glamour-Girls Natalia & Olag, aus L.A.! Aber sehen Sie selbst: Klick. Und auch sonst war ja nicht die ganze Pause über Funkstille: Am 19.Juli ist der Wort- und Bildkünstler Schuldt 70 Jahre alt geworden – Jürgen Verdofsky hat gratuliert.  Am 21. Juli wäre Marshall McLuhan 100 Jahre alt worden, Peter Münder mit einer kritischen Würdigung. Aber nicht nur über Postkarten haben wir uns gefreut – sondern sehr auch über einen großartigen Brief von Melba LaRoseRead More
Tod eines Journalisten – „Diese Welt braucht uns Journalisten mehr als jemals zuvor … Wir Journalisten haben eine unverzichtbare Rolle. Ich glaube allerdings auch, dass die dunklen Kräfte wie repressive Regime, kriminelle Banden und militante Gruppen alles daran setzen werden, die Arbeit von Journalisten zu verhindern.“ Dieses klare und auch etwas stolze Bekenntnis zur Profession des Journalisten stammt von Joel Simon, Präsident des amerikanischen „Committee to protect Journalists“. Simon und sein Komitee zum Schutz der Journalisten wissen wovon sie reden. Seit Jahren schon beobachten und verurteilen sie weltweit alle offenRead More

Posted On August 3, 2011By Isabel BogdanIn Kolumnen und Themen, Litmag, Sachen machen

Sachen machen: Fliegen

Über dem Meer – Isabel Bogdan begibt sich für CULTurMAG ins Handgemenge mit den Dingen und probiert skurrile, abseitige und ganz normale Sachen aus. Zum Beispiel Fliegen. Viele Menschen träumen vom Fliegen. Ich nicht, ich träume vom Schwimmen, genauer gesagt: Ich träume, dass ich unter Wasser atmen kann. Das träume ich nun schon so lange immer mal wieder, dass ich manchmal Angst habe, in einem unbedachten Moment tatsächlich unter Wasser den Mund aufzumachen und kräftig einzuatmen; ich habe ja oft genug erlebt, dass es funktioniert. Vom Fliegen habe ich nochRead More

Posted On August 3, 2011By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Ron Leshem: Der geheime Basar

Das zweite Gesicht des Iran – Mit der „Geheime Basar“ enthüllt uns der israelische Schriftsteller Ron Leshem ein verblüffendes zweites  Gesicht hinter dem streng verschleierten, von der islamistischen Diktatur bestimmten Leben in Irans Hauptstadt Teheran und zeigt dabei auch die weltenöffnende Macht der neuen Medien. Von Karsten Herrmann Voller Lebenshunger zieht Leshems Protagonist Kami aus der iranischen Provinz in den Moloch der Hauptstadt, um zu studieren. Er kommt bei seiner Tante Zahra unter, die einst ein gefeierter Filmstar war und deren strahlende Karriere mit Khomeinis islamischer Revolution ein abruptes EndeRead More

Posted On August 3, 2011By Marius HulpeIn Bücher, Litmag

Emmanuelle Bayamack-Tam: Die Prinzessin von

Im Gefängnis des Körpers – Emmanuelle Bayamack-Tam wird vom neugegründeten Secession Verlag nun auch für den deutschsprachigen Raum entdeckt. Marius Hulpe hat ihren doppelbödigen Roman „Die Prinzessin von“ gelesen. Daniel, alias Marie-Line, steht am Rande einer Gesellschaft, die in ihrer Abgestumpftheit und Zweckrationalität keinen Platz hat für einen Illusionisten wie ihn, der von Kindesbeinen an den weiblichen Formen des Mutterkörpers nachsinniert. Zwar wollte er auch niemals sein wie sie, da sie für sein ästhetisches Ideal einfach ein bisschen zu füllig ist, sehr wohl aber sieht und vergegenwärtigt er an ihrRead More
„Wie sieht DIE denn aus?“ – Das Buch „Power Dressing“ vom britischen Modejournalisten Robb Young über den Kleidungsstil von Politikerinnen und First Ladies ist in vielerlei Hinsicht eine lohnende Anschaffung. Zuallererst kann man dank hunderter Vollfarb-Abbildungen die eigenen Klatsch- und Tratschbedürfnisse befriedigen („Wie sieht DIE denn aus?“, „Diese Farben kann sie unmöglich tragen“), daneben versorgt Young die geneigte Leserin mit profunden Porträts über women that matter, die Mode, Politik und Zeitgeschichte in noch nie dagewesener Weise verbinden. Young rekurriert auf den von John T. Molloy in den späten 1970’er JahrenRead More

Posted On August 3, 2011By Andreas HeckmannIn Kolumnen und Themen, Litmag

Aus neuen Literaturzeitschriften

Interessante Literaturzeitschriften gibt es viele und in ihnen verstecken sich so manche Perlen. „Am Erker“-Redakteur Andreas Heckmann sorgt dafür, dass wir den Überblick behalten; er wird von nun an regelmäßig über interessante neue Hefte berichten. Diesmal: Kultur & Gespenster, die horen und poet. Kultur & Gespenster 12 „Als Graf Geert noch jung war, ging er in die Schule, um Bischof zu werden; dachte aber nicht an ritterliche Werke. Er war so arm, daß er keine Burg im ganzen Lande hatte und unter den Bürgern in Rendsburg wohnte auf dem HakenspiekerRead More

Posted On August 3, 2011By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Sterne zählen 1 bild / 100 zahlen …701, 702, 703, 704, 705, 706, 707, 708, 709, 710, 711, 712, 713, 714, 715, 716, 717, 718, 719, 720, 721, 722, 723, 724, 725, 726, 727, 728, 729, 730, 731, 732, 733, 734, 735, 736, 737, 738, 739, 740, 741, 742, 743, 744, 745, 746, 747, 748, 749, 750, 751, 752, 753, 754, 755, 756, 757, 758, 759, 760, 761, 762, 763, 764, 765, 766, 767, 768, 769, 770, 771, 772, 773, 774, 775, 776, 777, 778, 779, 780, 781, 782, 783,Read More

Posted On Juli 28, 2011By Redaktion CMIn Litmag, Vermischtes

GLAMOUR-GIRLS in LA!

Urlaubsgrüße – Da platzt doch mittenmang in den cultURmag-URlaub eine Postkarte von unseren beiden Korrespondentinnen aus dem Land des Glamours und der Abenteuer: Natalia & Olga! Sie lassen grüßen. Sie arbeiten hart. Sie treffen interessante Menschen… ach, lest selbst! (mit bewegenden Bildern)Read More

Posted On Juli 26, 2011By Dzevad KarahasanIn Kolumnen und Themen, Litmag

Dzevad Karahasan: Der Mut zur Skepsis

Der Mut zur Skepsis – Dzevad Karahasan über Literatur und Journalismus in Zeiten des Krieges. Vorbemerkung: Vor zwanzig Jahren, am 26. Juli 1991, wurde Egon Scotland, Korrespondent der „Süddeutschen Zeitung“, in Kroatien von vermutlich serbischen Milizionären ermordet. Der Tod des 42-jährigen deutschen Journalisten im damals gerade beginnenden „Jugoslawien-Krieg“ war Anlass zur Gründung der deutschen Sektion von „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) sowie des Vereins „Journalisten helfen Journalisten“ (JhJ). Beide Organisationen  wiederum sind Mitglieder eines inzwischen weltweit agierenden Netzwerks „Journalists in distresss“, das sich der Hilfe für Journalistinnen und Journalisten in KrisengebietenRead More

Posted On Juli 21, 2011By Peter MuenderIn Litmag, Porträts / Interviews

100 Jahre Marshall McLuhan

Trommeln im Global Village – Am 21. Juli wäre der kanadische Medienprophet Marshall McLuhan 100 Jahre alt geworden – was ist geblieben von seinen Thesen? Von Peter Münder Das Foto aus dem weißen Haus, während der „Aktion Geronimo“ aufgenommen, ging um die Welt: Präsident Obama starrt zusammen mit hohen Militärs und der Außenministerin Hilary Clinton gebannt auf einen riesigen TV-Screen und verfolgt die Erschießung des Top-Terroristen Osama bin Laden im pakistanischen Abbottabad, die von einer unbemannte Drohne übertragen wurde. Hohe Politik und Hightech-Medien inklusive einer „Big Brother“-Überwachungsmaschinerie sind hier zurRead More

Posted On Juli 19, 2011By Juergen VerdofskyIn Litmag

Schuldt zum Siebzigsten

Gestaltschmerz ist kein Alibi für New York und Shanghai – Zum Siebzigsten des Wort- & Bildkünstlers Schuldt. Von Jürgen Verdofsky. Schuldt ist Sohn eines Reeders und ging schon aus ästhetischen Gründen der Hamburger Bourgeoisie verloren. Allein sein Gelächter würde im Überseeclub Gläser bersten lassen. Bereits im Namen ist alles Private getilgt, erst recht im Werk. Schuldt kann man sich nicht nähern, ohne seine Exzentrik als eine Unbedingtheit in künstlerischen Belangen zu verstehen. Wer sich dem gewachsen zeigt, und man unterschätze das nicht, wird hinter seinen Wortkaskaden nicht nur einen SchnelldenkerRead More

Posted On Juni 29, 2011By Peter MuenderIn Litmag, Porträts / Interviews

Klassiker-Check: Der kolossale Kinski

Zwischen Mythos und Marotte – Vor zwanzig Jahren starb der Extrem-Mime Klaus Kinski (1926-1991), „der Irre vom Dienst“. Eine Ausstellung in Münster und ein Bildband erinnern an den genialen „Fitzcarraldo“, „Aguirre“ und „Cobra Verde“-Darsteller, den Regisseur Werner Herzog trotz vieler traumatisierender Erfahrungen mit ihm als seinen „liebsten Feind“ respektierte. Time for a check-up! Von Peter Münder „So etwas gibt es bei mir nicht“, protestierte Klaus Kinski, als ihm Regisseur Peter Zadek 1961 bei den Dreharbeiten des skurrilen Streifens „Die Kurve“ (nach dem Stück von Tankred Dorst, in dem zwei BegräbnisunternehmerRead More