Posted On August 22, 2012By Judith Momo HenkeIn Bücher, Litmag
Entschuldigung, mögen Sie Sackleinen? Können Sie sich vorstellen, einen Roman in Fragen zu lesen? Kann ein solcher Text tatsächlich ein Roman sein und nicht nur ein über 180 Seiten reichender Fragenkatalog, dem ein findiger Autor den Stempel „Roman“ verpasst hat? Was ist eigentlich ein Roman? Können Sie ayurvedisch definieren? Fragen Sie sich gerade, wie um Himmels willen ein Roman in Fragen funktionieren soll oder interessiert Sie vielmehr, ob man die Fragen als Leser beantworten muss? Passiert etwas in Ihrem Kopf, wenn Sie eine Reihe von Fragen lesen, selbst wenn Sie
Read More Das Leben ist nicht anderswo – Andrej Kurkow reist mit „Der Gärtner von Otschakow“ in die sowjetische Vergangenheit. Immer wieder gibt die Ukraine Anlass zur Aufregung. Sei es durch den Hungerstreik von Ex-Premier Julia Timoschenko, einem drohenden Boykott „unserer“ Elf bei der dortigen Fußball-EM oder einfach nur durch einen weiteren Sieg der ukrainischen Boxer Klitschko und Klitschko. Andrej Kurkow hingegen berichtet von einem ganz anderen, einem unpolitischen, auch eher nicht-sportlichen Leben – dem der jungen Autoren in Kiew, das sich nicht so sehr von dem unterscheidet, das junge Hedonisten in
Read More Reisender 1 bild / 100 worte Reisender, betrittst du den interstellaren Raum, sende uns Kunde von einer Zone jenseits des Primats unserer Sonne, aus deinem von Plutonium 238 angetriebenen Gefährt, ein Stoff nebenbei, der uns gerade ausgeht. Zu teuer in der Herstellung! so die Amis. Auch die russischen Vorräte werden langsam knapp. Und das, obwohl die Russen den Stoff gar nicht brauchen, wo sie doch ihre Raumfahrt in Metro-Stollen zusammenreimen lassen, von eingelagerten und zwangsverpflichteten Großdichtern. Kein schöner Zustand, aber was ist die Alternative? Jedes Mal wenn ein Russe sich
Read More Der Schneider sagt: Es kommt der Mai, man muß jetzt alles anders nähen, ja, ja, so sage ich zu ihm, man muß jetzt alles anders sehen. Die Perlenschnur wird neu gemacht, die Schere schneidet in den Haaren, man möchte in ein andres Land, zum Beispiel durch Grusinien fahren. Aus: Russische Lyrik im 20. Jahrhundert Ausg. und übertragen von Kay Borowsky. Tübingen: Heliopolis 1991 Bella (Isabella) Achatowna Achmadulina wurde am 10. April 1937 (in den Zeiten des schlimmsten Stalinismus) in Moskau geboren und starb, in Deutschland nur wenig beachtet, Ende November
Read More Von „untröstlicher Heiterkeit“ – Es gibt nur sehr, sehr wenige Kunstwerke und Autoren, von denen ich mir vorstellen kann, dass sie jemand nicht mag. Jean-Jacques Sempé, der in diesen Tagen 8o Jahre alt wird, gehört zu diesen kostbaren und raren Fällen, findet Thomas Wörtche und hat sich die jüngste Veröffentlichung angesehen. „Kindheiten“ heißt der schöne, neue Prachtband, den ihm (und uns Sempé-Abhängigen) seine Verlage Denoël und Diogenes zum Geburtstag ausgegeben haben, zusammen mit einem langen biografischen Interview, das Marc Lecarpentier mit dem Jubilar geführt hat. Und natürlich mit jeder Menge
Read More Posted On August 15, 2012By Die RedaktionIn Litmag
Liebes CULTurMAG-Publikum, in diesen Tagen wird Jean-Jacques Sempé 80 Jahre alt, Thomas Wörtche stellt den Prachtband „Kindheiten“ vor, den Sempé (und uns) seine Verlage Denoël und Diogenes zum Geburtstag ausgegeben haben. Spätestens seit Siri auf dem iPhone unsere Fragen beantwortet, ist klar: Computer, mit denen man reden kann, sind überall. Aber wie bringt man einem Computer das Sprechen bei? Warum versteht er einen manchmal besser und manchmal nicht so gut? Und wie verändern sprechende Computer unser Leben? Alexander Koller erzählt uns von nun an in seiner Kolumne „Neues aus der
Read More Spätestens seit Siri auf dem iPhone unsere Fragen beantwortet, ist klar: Computer, mit denen man reden kann, sind überall. Aber wie bringt man einem Computer das Sprechen bei? Warum versteht er einen manchmal besser und manchmal nicht so gut? Und wie verändern sprechende Computer unser Leben? Alexander Koller erzählt uns von nun an „Neues aus der Computerlinguistik“. Heute: How to wreck a nice beach: Wie kommt die Sprache in den Computer? Ich beneide die anderen Leute, die im CulturMag schreiben. Jeder weiß, was Schriftsteller machen; auch unter einem Astronomen kann
Read More Machado de Assis: der große Vergessene – Für Susan Sontag ist Joaquim Maria Machado de Assis „der größte Autor, den Lateinamerika hervorgebracht hat“ (378), und nicht nur sie, sondern auch so mancher Brasilienkenner, beklagt, dass Machado bis heute sein berechtigter Platz im Kanon der Weltliteratur verweigert wird. Das mag, wie Susan Sontag betont, daran liegen, dass er kein Europäer war, denn selbst als Portugiese (und von Portugal spricht man im Zentrum der Alten Welt ja auch nicht viel) wäre es ihm wohl besser ergangen. So bleibt der Name Machado de
Read More Die Verlorenheit der Benjamine – Im Hamburger Mairisch-Verlag ist in diesem Jahr Benjamin Maacks „Monster“ erschienen, ein Band mit Erzählungen, in dem mindestens drei „Benjamine“ eine Rolle spielen. Interview Lounge wollte wissen, warum das der Fall ist und sprach mit Maack über ein mögliches gemeinsames Grundthema seiner Geschichten, Angst- und Glücksmomente beim Schreiben, Kontrollsucht und die Wichtigkeit von Kleinverlagen. „Monster“ besteht aus vielen längeren und kürzeren Geschichten. Gibt es ein gemeinsames Thema? Ich mag am liebsten Autoren, die ein Lebensthema haben, das sie immer, immer, immer wieder erzählen. Ich weiß
Read More Posted On August 15, 2012By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Der Geist der Beat-Generation – Allen Ginsberg und Jack Kerouac gehörten zu den zentralen Figuren der amerikanischen Beat-Generation und inspirieren mit ihren Werken „Howl“ und insbesondere „On the road“ bis heute junge Menschen rund um den Globus. Der jetzt auf Deutsch bei Rogner & Bernhard erschienene Briefwechsel zwischen den beiden gewährt faszinierende Einblicke in eine bewegte Generation zwischen Genie und Wahnsinn. Von Karsten Herrmann. Der Briefwechsel reicht vom Jahr 1944, in dem sich die beiden späteren Beat-Heroen erstmals trafen, bis zu Kerouacs frühen Tod im Jahr 1969. Von Anfang an
Read More Posted On August 15, 2012By Joachim FeldmannIn Bücher, Litmag
Aufräumen mit Vorurteilen – Warum geht es den Roma in Osteuropa so schlecht? Der langjährige Balkan-Korrespondent Norbert Mappes-Niediek unterwirft die Stereotypen und bekannten Klischees einem Faktencheck. Von Joachim Feldmann. In der vierten Szene von Bertolt Brechts Schauspiel „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ nimmt der Makler Sullivan Slift die Titelheldin mit zu den Fleischfabriken, um ihr die Schlechtigkeit der Armen zu demonstrieren. Und tatsächlich mangelt es nicht an Beispielen für rohes, hartherziges und egoistisches Verhalten der Proletarier. Allein die resolute Johanna lässt sich nicht beeindrucken. Nicht „der Armen Schlechtigkeit“ habe Slift
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: „Poesie” von Gustav Klimt. (Alle Folgen hier). Achte Ausfahrt Das Los des Dezimierens fiel diesmal nicht auf ein Bild, sondern auf einen kleinen Ausschnitt davon. Denn wie anders auch als in kleinen Häppchen soll dieses monumentale Gemälde fotografiert werden, das
Read More Treffpunkt Tiefgarage 1 bild / 100 worte Jetzt mal keine Meldung von den fiesen kleinen Teufeln, die im Hausstaub und neuerdings auch auf dem Mars darauf warten, unsere Lungen zu verkleben. Können wir eh selber, mit Rauchen. Da liegen wir nachts im Gras über der Tiefgarage, ziehen am Kraut und starren in den Himmel. Sternschnuppen! Oha. Geschicktes Wünschen ist angesagt. Und bloß nichts verraten. Sonst geht der Wunsch nicht in Erfüllung, schade um die Millionen und die ewige Liebe und den Sieg bei DSDS. Früher waren Popsongs schlechter, aber kreativer.
Read More Oder waren es neun Von Idea Vilariño Vielleicht hatten wir nur sieben Nächte, ich weiß nicht, ich habe sie nicht gezählt. Wie hätte ich sie auch zählen können. Vielleicht nicht mehr als sechs. Oder waren es neun? Ich weiß nicht, aber sie waren soviel wert, wie die allerlängste Liebe. Vielleicht kann man mit vier oder fünf Nächten wie diesen, aber genau solchen wie diesen, vielleicht kann man leben, wie mit einer langen Liebe ein ganzes Leben. Aus dem Spanischen von Erich Hackl Von all den großen, kühnen, unbeugsamen Dichterinnen,
Read More Letzte Woche war an dieser Stelle von Olympia und der Kunst die Rede. Genauer gesagt: von den Kunstwettbewerben früherer Olympiaden. Und wie sieht es heute aus? Niemand käme auf die Idee, eine Leichtathletik-WM oder die Tour de France durch kulturellen Ballast zu beschweren. Hier eine Ausstellung im Beiprogramm, da ein historischer Rückblick oder ein Häppchen Kunst an der Strecke, das schon. Aber ein Riesenfestival wie derzeit in London, eine „kulturelle Olympiade“ oder gar Kunstwettbewerbe wie vor dem Zweiten Weltkrieg? Nur beim „Fest der Völker“ denkbar. Marcus Imbsweiler diesmal über den
Read More Posted On August 8, 2012By Die RedaktionIn Litmag
Liebes CULTurMAG-Publikum, wieder steht das LitMag im Zeichen der Olympischen Spiele. Vergangene Woche unternahm Marcus Imbsweiler einen Streifzug durch die „kulturelle“ Olympiageschichte, nun hat er die aktuelle Olympiade betrachtet und schreibt über Körper im Natur- und Kulturzustand, den Olympischen Geist, gedopte Muskelmänner und die Ästhetik der Eröffnungsfeier von London. Der aus Hawaii stammende Satiriker Eric T.Hansen erklärt, warum er gerne in Deutschland lebt – aber trotzdem als typischer Ami die Olympiade jeder Fußball-EM vorzieht. Raymond Carvers legendäre Kurzgeschichtensammlung „Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden“ ist nun als „Uncut“-Version
Read More Posted On August 8, 2012By Charlotte von BausznernIn Comic, Litmag
Die Sehnsucht bleibt Dear Reija Sann, {ein offener Antwortbrief auf die Einleitung des Editors zum Finnish Comics Annual 2012 von Charlotte von Bausznern} eine Rezension zu schreiben ist immer etwas teuflisch Schwieriges: Da sind die Autoren, die Respekt verdienen, Herausgeber, die aufregende Leitartikel erwarten, Lesende, die sich einmalige Kaufempfehlungen wünschen. Es sollte Literaturgeschichte, Comicgeschichte, Werkgeschichte, Biographie, Rezeption, Verkaufszahlen, alles beachtet werden und unbedingt eigener Senf dargeboten werden, ein wenig wenigstens. Dieses Mal hast Du es mir so fabelhaft leicht gemacht wie keiner zuvor. Kaboom. Hier sind meine Antworten auf Deine
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: „Einsiedler, Rosse tränkend“ von Moritz von Schwind. (Alle Folgen hier). Siebte Ausfahrt Der „Einsiedler, Rosse tränkend“ – stünde er nicht im Titel, er wäre kaum zu erkennen auf dem Bild. Ein Wald, tiefer Wald, in mehreren Schichten sich öffnend und
Read More Posted On August 8, 2012By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Kult der Lakonie – Raymond Carver ist einer der berühmtesten Vertreter der amerikanischen Short Story und prägte in den 1980ern einen neuen „Minimalismus“. Bekannt wurde er insbesondere auch durch sein Buch „Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden“. Eine im S. Fischer Verlag herausgekommene Neuausgabe bietet jetzt die Gelegenheit, Carvers eindrucksvolle Stories (wieder) zu entdecken. Von Karsten Herrmann Die Erstausgabe und damit auch die deutsche Übersetzung war durch starke Eingriffe und Kürzungen von Carvers Lektor Gordon Lish geprägt. Ein Briefwechsel zwischen den beiden zeigt, dass Carver die Überarbeitungen einerseits
Read More Warum ich gern in Deutschland lebe – Lieber Leser, tun Sie mir mal einen Gefallen? Sollten wir uns jemals begegnen und Sie fragen mich, wo ich herkomme, und ich sage, aus Hawaii natürlich, woher sonst, stellen Sie mir nicht diese eine Frage, die Ihnen auf der Zunge brennt: „Wie kann einer aus Hawaii nach Deutschland kommen?“ Als ich damals diese Entscheidung traf, dachte ich nie, ich würde mich in Deutschland dafür rechtfertigen müssen. Naiv wie ich war, stellte ich mir vor, die Deutschen hätten ein gesundes Selbstbewusstsein und würden es
Read More Posted On August 8, 2012By David KregenowIn Kunst, Litmag
Reise ans Ende der Nacht – Als Anders Petersen Ende der 60er Jahre durch Zufall auf das Café Lehmitz auf der Reeperbahn stieß, war dies nicht nur eine fotografische Initialzündung, sondern zugleich auch der Beginn seiner Karriere als Fotograf. Was er in den Jahren von 1968 bis 1971 dort ablichtete und was schließlich 1978 in Buchform erschien, war ein Mikrokosmos am Rande der Gesellschaft und dennoch war dieser Ausschnitt von einer Allgemeingültigkeit und einer verzweifelten, prallen Lebenslust, die bis heute genauso erschreckt wie berührt. In der Folge konzentriert sich sein
Read More Metro, Boulot, Dodo 1 bild / 100 worte Das Universum trägt altrosa, der Mars-Erkunder ist im Metalllook unterwegs. Außen Rover-Schick, innen ferngesteuerte Neugier. Wo wird sie uns hinführen? Ins Tal der Abenteuer, in die Schlucht der Verzweiflung? Achtung. Wir haben Meldung von gierigen schwarzen Löcher. Da hilft nur das schlaue kleine Higgs-Handbuch: Tau mit Gammagamma kompatibel. Bei der NASA, ESA kocht währenddessen die Gerüchteküche. Wir sind eventuell vom Mars. Oder doch zumindest die Mikroben, aus denen wir entsprangen. Ein Drachengeschlecht. Wir Drachen, heute. Bauen Städte, Schiffe, Netze und Weltvernichtungsmaschinen. Lieben
Read More Posted On August 8, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik
Amadors zweiter Aufstand Die Wolken werden wieder den Gipfel bedecken, und die Männer marschieren über die Ebene. Unerwartet werden wieder die Fluten steigen, um von den Wegen tote Blätter und verlorene Schritte fortzuspülen. Übersetzt aus dem afrikanischen Portugiesisch von Juana und Tobias Burghardt. Conceiçao Lima (Maria de Conceiçao Costa de Deus Lima) wurde 1961 in Santana, Insel São Tomé, Republik São Tomé und Príncipe geboren. Sie gehört inzwischen zu den großen zeitgenössischen Lyrikerinnen der lusoafrikanischen Sprache und Kultur. Längere Zeit arbeitete sie als Journalistin für verschiedene Medien ihrer Heimat. In
Read More Glückliche mentale Nebel, tumbe Terroristen – Boris Johnson liefert mit „72 Jungfrauen“ eine schrille Satire, deren ätzender Sarkasmus und gnadenlose Tabuverletzungen an Evelyn Waughs beste Romane erinnern. Genau das Richtige für laue Olympiatage. Von Peter Münder Seine Chancen, Premierminister zu werden, seien genauso groß, wie Elvis auf dem Mars zu finden oder im nächsten Leben als Olive wiedergeboren zu werden, konstatiert Boris Johnson, 48, der gegen den konservativen Abwärtstrend wiedergewählte Londoner Bürgermeister. Keine Frage: Boris ist populär, viel erfolgreicher als Premier Cameron und er lässt auch nie den bierernsten, moralisierenden
Read More Der Weltraum, unendliche Weiten. Wie oft haben wir uns beim Nachdenken über Zeit und Raum, Entfernungen und Größen und Astrophysik schon das Gehirn verrenkt. Diese Zeiten sind nun vorbei. In der neuen Kolumne „Lichtjahre später” wird uns Autor und Astronom Aleks Scholz regelmäßig alles erklären, was wir wissen müssen: Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter! Heute: Mein Leben mit Roger Penrose Alle unendlich viele Jahre entsteht ein neues Universum. Es fängt an mit einem Urknall, dem extrem dichten, heißen Anfangszustand. Nur ein paar Milliarden Jahre später ist das Weltall
Read More Dass Damien Hirst und Jeff Koons in diesem Sommer die Reisewege der Kunsttouristen dominieren (neben der documenta, natürlich), hat Michel Houellebecq schon 2010 vorausgesehen und in „Karte und Gebiet“ einen ernsthaften Konkurrenten für sie erfunden. Literatur und Malerei, Teil drei (zu eins und zwei) Jed Martin, Autist Punktgenau zu den großen Retrospektiven von Damien Hirst und Jeff Koons in London bzw. Frankfurt ist jetzt die Taschenbuchausgabe von Michel Houellebecqs „Karte und Gebiet“ erschienen. Nicht als folgsames Buch zum Event, sondern als Dokument ergrimmten Widerstands. So nicht! ruft es und beginnt
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