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Posted On Juli 4, 2012By Kerstin CarlstedtIn Litmag, Porträts / Interviews

Arnon Grünberg im Video-Gespräch

Die Ökonomie der Beziehungen – Arnon Grünberg ist ein wahrer Vielschreiber. Ein Buch pro Jahr ist das Minimum, so scheint es; darüber hinaus bringt er sich mit Zeitungskolumnen und einem eigenen Blog immer wieder ins Gespräch. In seinem Roman „Mit Haut und Haaren“ setzt er ein Statement zu emotionaler Wohlstandsverwahrlosung und Beziehungslosigkeit auf hohem Niveau. Die Inspiration zu solchen Themen findet der Niederländer direkt vor seiner Haustür. Seit Jahrzehnten lebt er in New York – einer Stadt, die, trotz eines kapitalen Bankencrashs, wohl immer noch als Börsen-Mekka schlechthin gelten darf.Read More

Posted On Juli 4, 2012By Carola EbelingIn Bücher, Litmag

Virginie Despentes: Apokalypse Baby

Ein starkes Frauenduo gibt Vollgas – Von der skandalösen Außenseiterin in den Literaturkanon? Mit dem Roman „Baise-moi“ löste Virginie Despentes 1994 in Frankreich große Empörung aus. Die Verfilmung unter dem Titel „Fick mich“ machte sie auch in Deutschland bekannt. Zwei vergewaltigte Frauen holen darin zur Gegenwehr aus. Für ihr neues Buch „Apokalypse Baby“ war sie nun für die beiden bedeutendsten französischen Literaturpreise nominiert und erhielt immerhin einen, den Prix Renaudot. Aber erfreulicherweise ist Despentes nicht handzahm geworden. Der Roman ist eine schräge, doch genau komponierte Mischung aus Krimi, Roadmovie, Sozialkritik.Read More

Posted On Juli 4, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Sturzgeburt 1 bild/100 worte Der URknall: ein Inflaton auf einer Ebene hoch am Berg. Der Berg ist ein Hilfsbild, den gab’s damals nicht. Als „Inflaton“ geriert sich ein Quantenfeld. Vor uns also das Inflaton auf imaginärer Anhöhe, die ein falsches Vakuum meint. Dazu ein Bier, danke Fräulein. Unruhiges Treiben von Energiefluktuationen bringen das Inflaton zum Kippeln, stürzen es hinab ins richtige Vakuum, wobei der umliegende Raum auseinandergeschoben wird, und voilà! Sturzgeburt des Universums. Noch Fragen? O ja. Was war davor. Warum so flach und regelmäßig? Multiversen mitdenken, ja oder nein?Read More
Das monatliche Preisrätsel – finden Sie die versteckten Philosophen und gewinnen Sie einen Buchpreis!Read More

Posted On Juli 4, 2012By Die RedaktionIn Litmag, Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Katerina Anghelaki-Rooke

Das sah man auch bei anderen Gedichten von Katerina Anghelaki-Rooke Ich habe nie den Frühling verstanden – das sah man auch bei anderen Gedichten – deshalb auch all die Missverständnisse mit dem Fleisch der Hoffnung, der Selbsterkenntnis in der Zeit. Ich habe es nie geschafft das alljährliche Wunder mit dem ewigen Schweigen ins Gleichgewicht zu bringen; die Wahrheit der immer wieder neuen Blüte mit dem einen Tod. Ich betrachte heute wieder das junge Grün und wie der eisige Wind verwundert vor dem Überschwang der Natur einen Schritt zurückmacht. Das LichtRead More
Alles ist aus dem Wasser entsprungen! – Joe Paul Kroll über den Philosophen Hans Blumenberg und die aus dem Nachlass edierte Textsammlung „Quellen, Ströme, Eisberge“. World’s Largest Metaphor Hits Iceberg überschrieb die amerikanische Satirezeitschrift „The Onion“ ein Titelblatt (hier), das vorgab, den Lesern des Jahres 1912 die Kunde vom Untergang der „Titanic“ zu überbringen. Hans Blumenberg hätte wohl seine Freude an diesem Witz gehabt. Denn in ihm verknüpft Blumenbergs Leidenschaft für die Metaphorologie, und der „Daseinsmetapher“ des Schiffbruchs im Besonderen, sich mit einem Thema, das vor allem in den BüchernRead More

Posted On Juni 27, 2012By Kerstin CarlstedtIn Kolumnen und Themen, Litmag

Im Video-Interview: Thomas Rietzschel

Dilettantismus als System – Kaum ist der Fernseher eingeschaltet, schon fällt unser Blick auf das Elend, das Thomas Rietzschel in seinem Sachbuch „Die Stunde der Dilettanten“ hintergründig zu erfassen versucht. Nicht diejenigen, die hart arbeiten und Ahnung von ihrer Materie haben, werden mit Macht und Erfolg belohnt, sondern die, die sich selbst und anderen am besten vormachen können, alles im Griff zu haben. Wir lassen uns verschaukeln, so Rietzschels These. Zur Untermauerung findet er Beispiele aus der Politik, Wirtschaft, Kunst und dem Entertainment. Von Kohl bis Merkel, von Westerwelle bisRead More

Posted On Juni 27, 2012By Ole FrahmIn Comic, Litmag

Simon Schwartz: Packeis

Mythisierende Verdichtung des historischen Geschehens – „Packeis“ von Simon Schwartz wurde beim Comic-Salon in Erlangen zum besten deutschsprachigen Comic gekürt, Ole Frahm hat ihn sich genauer angesehen. Fast alles spricht für den 150 Seiten starken Comic. Er erinnert an die hierzulande wenig bekannte Geschichte des Afro-Amerikaners Matthew Hensen, der Robert Peary mehrfach zum Nordpol begleitete und vermutlich auch vor diesem erreichte. Hensen rettete Peary mindestens einmal das Leben und hat ihn über viele Jahre begleitet, doch dieser hat es ihm kaum gedankt. Schwartz zeichnet den alltäglichen Rassismus nach, denen SchwarzeRead More

Posted On Juni 27, 2012By Michael ZellerIn Litmag, Zellers Seh-Reise

Michael Zellers Seh-Reise (3): Carl Hofer

1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiungdfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Carl Hofer: Zwei Frauen. Dritte Ausfahrt Wie angenehm es war in dieser Woche, mit dem Aufgießen des kochenden Teewassers, beim kleinen Abwasch nach dem Frühstück, unwillkürlich, für ein paar Sekunden, den Blick zu verlieren an diese beiden jungen Frauen, mitRead More

Posted On Juni 27, 2012By Wolfram SchuetteIn Kolumnen und Themen, Litmag

Petits riens (I)

Zwangsverordnete Lampen & Fantasielose Programmplanung – Wolfram Schütte über den Irrsinn rund um die Einführung der Energiesparlampe und die ewige Wiederkehr des Gleichen in den Programmangeboten der öffentlich-rechtlichen Sender. Folgenlose Havarie mit Lampe – Wie oft habe ich schon gelesen & auch im TV gesehen, dass es sich bei den von der EU verordneten neuen (Energie-)Sparlampen um einen gigantischen Betrug handelt! Allein das Faktum, wonach die alten Lampen nicht mehr hergestellt werden dürfen, es also buchstäblich so verboten ist, sie noch in die Welt zu setzen wie es verboten ist,Read More

Posted On Juni 27, 2012By Gunter GerlachIn Kolumnen und Themen, Litmag

Gerlachs (Un-)Mögliche Lektüren

Gunter Gerlach über Bücher, die er einfach nicht zu Ende lesen kann – und über die seltenen Ausnahmen, bei denen es dann doch gelingt … Heute: Wiglaf Droste und Tom McCarthy. Nur den Anfang und das Ende lesen! „Jede Glosse schmeckt wie ein lecker dekoriertes Gericht!“ Ich schwärme von Wiglaf Drostes neuestem Buch „Sprichst du noch oder kommunizierst du schon?“ „Weißt du, Maja, wenn mir ein Buch richtig gut gefällt, dann muss ich wissen, dass es auch dem Autor gut geht.“ Ich setze mich an den Computer. Maja nimmt denRead More

Posted On Juni 27, 2012By Senta WagnerIn Bücher, Litmag

Jean-Pierre Abraham: Der Leuchtturm

Die Blütenlese im Verlag Jung und Jung geht heute weiter, bei der dritten Ausbeute (die erste finden Sie hier, die zweite hier) hat Senta Wagner im Verlagsprogramm einen zweijährigen Sprung zurück gemacht – zu Jean-Pierre Abrahams „Der Leuchtturm“. Mit dem Ozean auf du und du Bei Reisen an die Atlantikküste der französischen Bretagne sind nahe und ferne Begegnungen mit Leuchttürmen und romantischen Vorstellungen unvermeidlich. Waren es nicht die Frauen, die früher ihre Seemänner von der hohen See mit Feuer in die heimatlichen Häfen lotsten? Jean-Pierre Abraham hat sich ins InnereRead More

Posted On Juni 27, 2012By Eric T. HansenIn DeutschCult, Litmag

Eric T. Hansens DeutschCult: Eurokrise

Obama vs. Merkel – Selbst in einer Krise bleiben Amerikaner amerikanisch und Deutsche deutsch. Man braucht nur Obama und Merkel anzugucken und wie sie auf die Eurokrise reagieren. Obama, wie auch die meisten wichtigen amerikanischen Wirtschaftsbeobachter, will, dass Merkel von ihrem harten Sparkurs zurücktritt und viel Geld in Griechenland und sämtliche andere marode nichtsnutzige europäische Länder pumpt. Sie glauben, damit werde die Wirtschaft wieder auf Trab kommen, und wahrscheinlich haben sie auch Recht: Wo Geld investiert wird, gibt’s mehr Jobs, es wird mehr eingekauft, alles kommt wieder in Gang. DieRead More
Die wilden Tiere der Arktis, hautnah – Nicht nur eine Dokumentation: ein verblüffender Film, der bisher nie dagewesene Einblicke in die Welt dieser faszinierenden, doch vom Aussterben bedrohten Tiere auf Spitzbergen bringt. BBC Earth zeigt mit dem neuen Werk „Die Eisbären – Aug in Aug mit den Eisbären“ von Regiesseur John Downer mit modernster Technik, eine völlig neue Art, die Tiere zu beobachten. Die Eisbären werden nicht einfach abgefilmt, sondern interagieren mit den Kameras. Gustav Nowak hat sich den Film angeschaut. Die automatischen Kameras können tagelang an einem Ort warten,Read More

Posted On Juni 27, 2012By David KregenowIn Kunst, Litmag

Foto: Paul Graham: The Present

Banalität als Kunstform? – Streetphotographie ist, je nach Betrachtungswinkel, entweder ein klassisches Genre oder mittlerweile völlig zu Tode geritten. Von David Kregenow. Davon ausgehend, dass beides zutreffend ist, kann man zumindest konstatieren, dass die Aufnahmen des alltäglichen Straßenlebens, im Laufe der Zeit eine Evolution erlebten, die vom perfekten Moment à la Cartier-Bresson, Elliott Erwitt oder Robert Doisneau, über explizit soziale Blickwinkel führte, wie sie Walker Evans und Robert Frank einnahmen, um schließlich bei den amerikanischen Vertretern der New Color Photography – allen voran Garry Winogrand – zu landen, die demRead More

Posted On Juni 27, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Postheroisches Heldenmärchen 1 bild / 100 worte Die Helden, traurig, gründen eine Tanztruppe und reisen damit um die Welt. Heideri und heisassa, was tun wir nicht für Geld. Für Geld tun wir doch alles, Hauptsache dem Gast gefall es. Auweia heissaseia, ihr werdet Sterne sein! Was für Sterne? Scheißegal, solange Dollari fließen. Wirtschaftskritisch wollen wir nicht sein, wir nehmen auch Rubel. Und Tschin, oder wie die heißen, bei den Tschinesen. Die Liebe zur Physik möge uns leiten! Dies spricht Tell, ein Mann von wenigen Worten, und plumps, fällt ein KometRead More

Posted On Juni 27, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Mohammed Bennis

Verleugnung von Mohammed Bennis War ich auf dem Weg zu dir oder durchstreifte ich die Dunkelheit bis ich gar mein Aug verleugnete ein Stück Nichts begleitete mich die Zeit lag näher als das Fieber im Fluss traf ich auf die Leere Mohammed Bennis wurde 1948 in Fes geboren und lebt heute als Dichter, Literaturwissenschaftler und Übersetzer in Rabat. Er gehört zu den Lyrikern arabischer Sprache, die sich mühsam aber stetig auch im deutschen Sprachraum Gehör verschaffen. Wenn ein allgemeiner Dialog zwischen Orient und Okzident, zwischen der europäischen und der arabischenRead More
Wenn der „Reaktionär“ träumt – Mit wessen Hilfe Martin Mosebach ein Blasphemie-Verbot in Deutschland wünscht. Von Wolfram Schütte. Wenn man dem Frankfurter Schriftsteller Martin Mosebach seine religiöse Neigung nicht als seinen persönlichen Tick nachsehen wollte, dann könnte man ihm unterstellen, dass er seinen streng katholischen Glauben wie kein zweiter unserer Autoren in der Öffentlichkeit zu seinem „Alleinstellungsmerkmal“ gemacht hat. „Chacun à son gout“ sollte man kommentierend, aber als Liberaler solcher ausgestellten religiösen Bekennerlust eher ironisch hinterherrufen. Mosebach, dessen literarische Fiktionen aber erkennbar weniger (um nicht zu sagen gar nicht) vonRead More

Posted On Juni 20, 2012By Matthias PenzelIn Kolumnen und Themen, Litmag

Carl Weissner: Death in Paris

Heartcore-Text-Death-Punk – Matthias Penzel über den Autor und Übersetzer Carl Weissner, der am 19. Juni 72 Jahre alt geworden wäre, und dessen Roman „Death in Paris“ jetzt in Buchform gelesen werden kann. Der Einstieg könnte kaum schärfer sein. Die Überschrift wie eine Regieanweisung, Establishing Shot, Atmo wie in einem Gangsterfilm, der erste Gedanke ist der letzte – „I should have killed myself when it still made sense.“ Ein paar Zeilen später ist schon Schluss. Klappe, Schnitt. Noch auf der ersten Seite die nächste Überschrift: Near-Collision in the Character’s Subconscious. EinRead More

Posted On Juni 20, 2012By Die RedaktionIn Litmag

CULTurMAG, Ausgabe vom 20.6.2012

Liebes CULTurMAG-Publikum, willkommen zur Doppelausgabe von LitMag und MusikMag! Gestern wäre der Autor und Übersetzer Carl Weissner 72 Jahre alt geworden: Matthias Penzel über Weissners Schreibverfahren und den Roman „Death in Paris“, der jetzt in Buchform gelesen werden kann. „Hübsch gesagt, aber schlecht gedacht“: Wolfram Schütte klärt auf, mit wessen Hilfe Martin Mosebach ein Blasphemie-Verbot in Deutschland wünscht. „Was soll das, Himmel?“ – Aleks Scholz berichtet in seiner Kolumne „Lichtjahre später“ dieses Mal von seltsamen, flackernden Leuchtbällen im Sternbild Orion, die ihn einen ganzen Sommer lang auf Trab gehalten haben.Read More
Der Weltraum, unendliche Weiten. Wie oft haben wir uns beim Nachdenken über Zeit und Raum, Entfernungen und Größen und Astrophysik schon das Gehirn verrenkt. Diese Zeiten sind nun vorbei. In der neuen Kolumne „Lichtjahre später” wird uns Autor und Astronom Aleks Scholz regelmäßig alles erklären, was wir wissen müssen: Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter! Heute: Der aristotelische Winterkrieg Im Februar 2001 begann ich, an meinem Verstand zu zweifeln. Ich wohnte noch in der Sternwarte, und arbeitete Tag und Nacht an Lichtkurven von Braunen Zwergen im Sternbild Orion, aufgezeichnetRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang bei Culturmag: Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber wird Michael Zeller ab sofort wöchentlich bei CULTurMAG berichten. Heute: Giovanni Bellini: Erzengel Gabriel. Zweite Ausfahrt Das Dezimierungsverfahren hat mir diese Woche den Anblick desRead More

Posted On Juni 20, 2012By Kerstin CarlstedtIn Litmag, Porträts / Interviews

Im Video-Interview: Felicitas Hoppe

Hoppe bleibt Hoppe – Bereits seit einigen Wochen sind CULTurMAG und das Videoportal „Interview Lounge“ Partner. Nun freuen wir uns, Ihnen in den nächsten Wochen ganz exklusiv Gespräche zu zeigen, die Kerstin Carlstedt mit interessanten Autorinnen und Autoren geführt hat. Diesmal: Felicitas Hoppe. Zum Dreh: Beim Treffen mit Felicitas Hoppe passierte viel Aufregendes: Erst torpedierten Kameraleute, die es anscheinend nicht mögen, wenn Journalisten ohne Hilfe eines Profi-Teams filmen, das Interview (Kamera-Equipment musste direkt neben uns sehr lautstark zusammengefaltet werden, einer hampelte vor der einzigen direkten Lichtquelle herum und verschattete HoppesRead More
Die List des Mythos – Joe Paul Kroll über den Musiker Robert Johnson und die historische Akribie, mit der sich Elijah Wald in „Vom Mississippi zum Mainstream“ dem musikalischen Umfeld in dem der Blues entstanden ist annähert. Als der Folklorist Alan Lomax 1941 und 1942 Muddy Waters auf der Plantage bei Stovall, Mississippi besuchte und die ersten Aufnahmen mit dem später als Mitbegründer des Chicago-Blues legendären Sänger und Gitarristen machte, versäumte er nicht, auch einen Blick auf Waters’ Plattensammlung zu werfen. Sieben Stück waren es nur: „ … zwei vonRead More

Posted On Juni 20, 2012By David KregenowIn Kunst, Litmag

Ausstellungsbericht: Der Fotograf Lewis Baltz in Bonn

Ein Amerikaner in Venedig – Bis zum 2.9.2012 ist in Bonn eine Retrospektive des Fotografen Lewis Baltz zu sehen, zur Ausstellung erscheint die Publikation „Rule Without Exception/Only Exceptions“ im Steidl Verlag. David Kregenow hat sich die Fotos angesehen und den Künstler getroffen. Lewis Baltz hat den Ruf, zurückhaltend, spröde, wenn nicht gar schwierig zu sein. Woher dies auch immer stammen mag, der Nimbus scheint ihm nicht zu missfallen und er pflegt ihn mit Entschiedenheit, Charme und einem dezenten Unterton an Selbstironie. Auch dem Kollegen von der dpa entgeht dies inRead More
Christina Mohr und Joe Paul Kroll über zwei neue Modebücher von Paolo Hewitt (eins zusammen mit Mark Baxter), die sich mit dem Dresscodes der Mods und dem Kleidungsstil der Beatles beschäftigen. Fab Fashion, der Beatles-Stil – Anzug ist nicht gleich Anzug. Auf solche Feststellungen legt Paolo Hewitt großen Wert. Denn nichts dürfte einen Erz-Mod wie ihn mehr ärgern, als von ahnungslosen Rabauken (sprich: Rockern) mit einem Bankkaufmann verwechselt zu werden. So stellt Hewitt klar: Die Beatles ließen sich nicht in eine Uniform pressen, sie erfanden vielmehr den Anzug neu –Read More