The Emperor of Ice-Cream Call the roller of big cigars, The muscular one, and bid him whip In kitchen cups concupiscent curds. Let the wenches dawdle in such dress As they are used to wear, and let the boys Bring flowers in last month’s newspapers. Let be be finale of seem. The only emperor is the emperor of ice-cream. Take from the dresser of deal, Lacking the three glass knobs, that sheet On which she embroidered fantails once And spread it so as to cover her face. If her horny
Read More Posted On Oktober 1, 2012By Charlotte von BausznernIn Comic, Litmag
Letzte Empfängerdaten vom Comicfestival Hamburg an Charlotte von Bausznern: Eine wirre Astronautin – zurückgekehrt von einer ausgedehnten Raumfahrt. Etwas wehmütig. Nee echt jetzt, nachdem ich die Herausforderung von Nachtfeiern UND Tagebuchschreiben nur mit Schlagseite überstanden hab, lässt sich eines sagen: Das Hamburger Comic-Festival produziert postfestivalöse Löcher. Da kann man reinfallen. Dann nimmt man alle kleinen mitgebrachten Geschenke in die Hand, setzt sich auf den Hochstuhl und sagt: danke. Aber der Reihe nach. Kein Allinclusivereiseplan würde einer dermassen hinterhältigen, bestechenden Dramaturgie unterliegen. Nur von Comicastronauten kann man erwarten, dass sie auch
Read More Posted On September 30, 2012By Charlotte von BausznernIn Comic, Litmag
Neue Empfängerdaten vom Planetenhopping am Comicfestival Hamburg von/an Charlotte von Bausznern: III.I: Kaffee und Kuchen Die zwei Stufen zum Börsenplaneten des Hamburger Comicfestivals sind mehr in feuchtes Nebelgeschwader getaucht denn strahlendes Zentralgestirn. Aber was kümmert das uns Astronauten, er kann ja fliegen, der Börsenplanet. Je schlechter das Wetter, desto besser der Background. 14.15 Uhr: Die Oberfläche dieses Planeten ist Unglaublich laut, Herrensahne, Drops, Earth unplugged, Zirp und Oh. Oder auch: Viel Gefaltetes in Zeiten der Krise. Im Kölibri sind zuerst die Tische mit den kleinen handkopierten Sternchen an der Reihe,
Read More Posted On September 29, 2012By Charlotte von BausznernIn Comic, Litmag
Neue Empfängerdaten vom Planetenhopping am Comicfestival Hamburg von/an Charlotte von Bausznern: II.I Mittagessen: ausgefallen. Mit aufkeimendem Hungerast im Panterkäfig, wo keine wilden Tiere wohnen. Britta Kussin kann das: Beiläufiges in Elementares verwandeln. Bildfolgen, die eine Geschichte ergeben, die nach dem letzten Panel noch weiter geht. Mimiken und Menschen abbilden, die nicht überkippen wie Kaffeemilch bei der gestressten Kellnerin. Tiere als Moment verwenden, ohne emotionale Pappnasen draus zu machen. Ich wage mal zu sagen: Absichtlich am Handwerk Vorbeigekritzeltes bleibt halt bloss schräg. Mehr Wärme bitte. II.II Das Abendessen von gestern kommt
Read More Posted On September 28, 2012By Charlotte von BausznernIn Comic, Litmag
Erste Empfängerdaten aus dem Hamburger Comicfestival. Ein Festivaltagebuch von/an Charlotte von Bausznern. Guten Morgen, ihr alle, die ihr um diese Zeit aufsteht, mit ein paar Bleistiftstrichen mehr im Gesicht zur Espressokanne in der Küche schlurft und anfangt, aufzuwachen. Es gibt ein Tagesprogramm für heute. Satelliten sind Flugkörper, genauer: Raumflugkörper zwischen Schwerkraft und Fliehkraft, sie umkreisen etwas Grundsätzliches, sind ausgerüstet mit Messgeräten und Augen und senden ihre Signale zurück zum Grundsätzlichen. Gestern ab 17 Uhr unter einem angegammelten Himmel muss es erhöhte Funkstörungen gegeben haben, die Luft zwischen Marktstrasse, Balduinstrasse, Hein-Köllisch-Platz,
Read More Man muss immer modern sein – Ein Porträt der Erinnerung: Wolfram Schütte über den italienischen Regisseur Michelangelo Antonioni, der am 29. September 100 Jahre alt geworden wäre. Möglicherweise ist Michelangelo Antonioni, wie ein Schweizer Kritiker einmal schrieb, der einzige moderne Autor des Films, weil er die aktuellen Entwicklungen der westlichen Gesellschaft und Psyche nicht an deren versunkenen Ordnungen maß. Und vielleicht gehört der Phänomenologe einer von ihm konstatierten „Krankheit der Gefühle“, der als Anti-Romantiker geistig und intellektuell immer auf der Höhe seiner Zeit sein wollte, eben deshalb zu den von
Read More Posted On September 26, 2012By Die RedaktionIn Litmag
Liebes CULTurMAG-Publikum, keine Zeit für freundliche Worte, denn es muss jetzt schnell gehen, sie haben viel vor (& hoffentlich den Rest der Woche frei). Wolfram Schütte würdigt den italienischen Regisseur Michelangelo Antonioni, der am 29. September 100 Jahre alt geworden wäre. Also Kerze kaufen und den Videorekorder anstellen: Zumindest „La Notte“ (1961), „Blow up“ (1966), „Zabriskie Point“ (1970) und „Professione: Reporter“ (1975) müssten schon noch mal angeschaut werden. Die Zeit zwischen den Filmen und die Abende sind fürs Hamburger Comicfestival reserviert, bis zum 30. September gibt es Vorträge, Partys, eine
Read More Posted On September 26, 2012By Birgit HaustedtIn Comic, Litmag
Am 27. September beginnt das Hamburger Comicfestival. Bis zum 30. September gibt es in der Hansestadt Ausstellungen und Vorträge, Partys, die Börse und eine Menge einheimischer und internationaler Künstler zu erleben – und CULTurMAG ist live dabei. In unserem Tagebuch wird ab Festivalbeginn Charlotte von Bausznern berichten, den Auftakt macht jetzt schon Birgit Haustedt, die sich in einem Exklusiv-Spaziergang mit den Festivalmachern die ersten Exponate der Satelliten-Ausstellungen angeschaut hat. Hamburg bildverändert: Comic meets the Kiez. „Unsere Freunde müssen das mal sehen“ „Dünne Tranche von Husumer Rinderfilet mit Gänsestopfleber, Trüffel und
Read More Posted On September 26, 2012By Brigitte HelblingIn Comic, Litmag
Zum Comic-Salon Erlangen ist Marko Turunens „Der Tod klebt an den Fersen“ auf Deutsch erschienen. Jetzt widmet ihm das Comicfestival Hamburg eine Ausstellung. Turunen selbst wird anwesend sein. Eine Einführung in die Fremdling-Welt des finnischen Künstlers von Brigitte Helbling. „He had no money for any other kind of artistic behavior“ Der wichtigste finnische Comicpreis heißt Puupäähattu, was klingt wie etwas, das man Kindern untersagt – „Hörst du endlich auf mit deinem Puupäähattu!“ – tatsächlich aber Hut des „Puupää“ meint, nämlich der Comicfigur des Zeichners „Fogeli“ (eigentlich waren es zwei Zeichner,
Read More Posted On September 26, 2012By Kira KoetterIn Comic, Litmag
Gabrielle Bell ist am Comicfestival Hamburg! Mit einer Ausstellung, einem Vortrag, und einer Signierstunde. Kira Kötter hat sich für CULTurMAG ihre Comics angeschaut. Vom ganz normalen Alltag, Bärenattacken und der Pflicht, jeden Tag einen Comic zu zeichnen Sie hätte sich zunächst gar nicht entscheiden können, ob sie lieber Künstlerin oder Autorin geworden wäre, sagt Gabrielle Bell in einem Interview. Dann sei sie mit der Independent Comic Szene in Berührung gekommen und sofort fasziniert gewesen von der Verbindung ihrer zwei Lieblingsbeschäftigungen: dem Schreiben und dem Zeichnen. Seitdem geht die 1976 in
Read More Posted On September 26, 2012By Lucy Renner JonesIn Bücher, Litmag
Wie wird deutsche Literatur eigentlich im Ausland aufgenommen? CULTurMAG wirft einen ungewöhnlichen Blick auf aktuelle Neuerscheinungen. Lucy Renner Jones übersetzt (u.a.) deutsche Literatur ins Englische – und klopft für uns in unregelmäßigen Abständen Neuerscheinungen heimischer Autoren auf Ihre Aussichten auf dem englischsprachigen Markt ab. Heute: Silke Scheuermanns “Die Häuser der anderen”. Failure and despair right where you’d least expect to find it In 1953, American author John Cheever wrote the story The Enormous Radio, detailing how Jim and Irene, a New York couple in a 12-storey apartment house, buy a
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Hans Thoma: Die Oed (Holzhausenpark). (Alle Folgen hier). Dreizehnte Ausfahrt Ein Stück Natur im Frühling. April wahrscheinlich, Übergangszeit. Wiese, ein Wäldchen, Vorgebirge verblaut im Fernen, darüber lastet, zwei Drittel des Bildes, ein mächtiger Wolkenhimmel. Der Augenblick vor oder nach Regen.
Read More Posted On September 26, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Man sollte ihn wieder ernst nehmen — Eric Hobsbawm über Marx und den Marxismus, gelesen von Carl-Wilhem Macke. Welcher Parteiführer der europäischen Linken hat in den letzten 25 Jahren den Kapitalismus in Frage gestellt? Niemand, nur eine öffentliche Person von Bedeutung hat dies getan: Papst Johannes Paul II. Der Zorn muss schon sehr groß sein, wenn ein mit allen Wassern des Marxismus getaufter Historiker wie Eric Hobsbawm so bitter über das Führungspersonal linker Parteien in Europa herzieht. Dass gerade ehemals linke Intellektuelle und Parteien in der Tradition der glorreichen Arbeiterbewegung
Read More Der amerikanische Autor und Edgar-Gewinner Thomas Adcock berichtet exklusiv für CULTurMAG in seiner wöchentlichen Kolumne von dem täglichen Wahnsinn des US-Wahlkampfs. Diese Woche: „G.O.P., R.I.P“ Last week’s daily menu of discouraging news for White House hopeful Mitt Romney began late on Monday afternoon with the bombshell release of a video surreptitiously taped during a fundraising banquet last May in Florida. At the private gathering, the multi-millionaire challenger to President Barack Obama disparaged half the American population as social parasites who feel “entitled to health care, food, housing, you name it”
Read More Sehr schwache Elementarkraft 1 bild / 100 worte Der irre Wissenschafter, zurückgekehrt von einer ausgedehnten Ballonfahrt. „Endlich wieder Boden unter den Füßen.“ Der Ballon war rosarot & weiß gestreift, er habe seinen Zweck nur sehr bedingt erfüllt (schuld wie üblich die Finanzkrise). Innehalten. „Raketen“, raisoniert der irre Wissenschafter, „können wir uns leider nicht mehr leisten.“ Bilder zeigen ihn hemdsärmlig im Dreiteiler, schwebend über den Fjorden von Island. Wehmut. „Nichts wünsche ich mir mehr, als eine sehr schwache Elementarkraft zu entdecken.“ Zupacken. Gentlemanforscher in Ballons sind die perfekten Werbeträger für die
Read More Tauschen Aus der Lache des dämmernden Tags tranken die langen Vögel der Nacht, nun liegen sie tot umher beim letzten Seufzer des Mondes. Doch sieh die Flamingos der Röte, sie bauen ihr Nest sich im Licht, mit der Seide der Himmelsränder und dem goldenen Wind ihrer Flügel. Übersetzt von Friedhelm Kemp Quelle: Hans Magnus Enzensberger: Museum der modernen Poesie, Frankfurt am Main, 2002 Jules Supervielle (* 16. Januar 1884, Montevideo; † 17. Mai 1960, Paris) war ein „Weltbürger“ ohne dass er sich je so bezeichnet hätte. Seine baskischen Eltern waren
Read More Posted On September 19, 2012By Joe Paul KrollIn Bücher, Litmag
Verdunkelungsgefahr? Joe Paul Kroll über Marjana Gaponenkos zweiten Roman, der eine literarische Hommage an die Romantik versucht. Torten brechen Lewadski das Herz. An Torte erinnert er sich noch im Sterben: Wie er einst durch die Fensterscheibe eines Cafés die angebetete sah, Torte essend, in Begleitung eines Andern, und daraufhin nicht sein Herz, aber doch seinen Mageninhalt auf den Gehsteig ausschüttete. Wie, Jahre später, in Odessa eine Möwe mit seinem Tortenstück davonflog und ihm eine Enttäuschung beibrachte, die ihn sein Leben lang begleiten sollte. Lewadski hielt zwar seitdem Abstand zu den
Read More Posted On September 19, 2012By Die RedaktionIn Litmag
Liebes CULTurMAG-Publikum, herzlich willkommen zu einer abwechslungsreichen und proppevollen Doppelausgabe. Edgar-Preisträger Thomas Adcock berichtet von der heißen Phase des amerikanischen Wahlkampfs – von nun an wöchentlich und exklusiv für CULTurMAG. Zum Auftakt seines „Presidential Campaign Diary“ kümmert er sich um die vielen Lügen des Mitt Romney. Aleks Scholz liefert in der neuen Folge seiner Kolumne „Lichtjahre später“ eine kleine Geschichte der Sternentheorie und Michael Zeller meditiert in dieser Woche über eine Plastik des Erfurter Künstlers WOLFRAM: „Seh-Reise“, zwölfte Ausfahrt. Licht und Schatten im Rezensionsteil: Joe Paul Kroll wird nicht richtig
Read More Am letzten Samstag hat Thomas Adcock ein paar Lebenslinien der politschen Geistesgeschichte Amerikas umrissen, heute startet, exklusiv bei CULTurMAG, seine wöchentliche Kolumne rund um den Wahlkampf in den USA . Diese Woche: “The New Sarah Palin” By Thomas Adcock. One of two men vying for the office of president of the United States has evidently decided that imbecility and deceit are effective strategies in his campaign to evict a black family from the White House. Perhaps the candidate is influenced by the wisdom—dubious versus merited—of two very different but quintessentially
Read More Posted On September 19, 2012By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag
Die Idiotie des Erfindergenies – Wolfram Schütte über Jean Echenoz‘ biografische Miniatur „Blitze“. Der französische Schriftsteller Jean Echenoz hat eine literarische Form entwickelt, die ganz & gar seine Eigenart & sein Eigentum ist. Der deutsche Leser hat sie in den vergangenen Jahren mit den Romanen „Ravel“ & „Laufen“ kennenlernen können. Nun folgt in dieser Serie „Blitze“. Deutete der erste Titel dieser immer schlanken Romane seinen erzählerischen Gegenstand & Romanhelden wortwörtlich an, so erhebt „Laufen“ die Tätigkeit, für die der tschechische Langstreckenläufer Emil Zatopek in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts
Read More Aleks Scholz ist Autor und Astronom. In seiner Kolumne „Lichtjahre später“ erklärt er uns regelmäßig alles, was wir wissen müssen: über Zeit und Raum, Sterne und Planeten, enorme Entfernungen, riesige Größen – und all die anderen rätselhaften Dinge, die es bei der Beschäftigung mit dem Weltraum zu entdecken gibt. Heute: Vier Gleichungen Als Erstes sorgen wir dafür, dass der Stern nicht zusammenfällt. Ein Ding wie die Sonne steht mehrere Milliarden Jahre lang im Universum, ohne sich groß zu verändern. Um das zu erreichen, muss der Stern den immensen Druck von
Read More Posted On September 19, 2012By Ulrich NollerIn Bücher, Litmag
Mit Mut und Witz vom Glück erzählt – Was tun, wenn man die Mülltonne öffnet – und einem aus derselben ein frisch geborenes Baby entgegengrinst? Steven Uhly, Münchener Schriftsteller mit deutsch-bengalisch-spanischen Wurzeln, hat in seinem neuen Roman „Glückskind“ aus einer möglichen Antwort eine fabelhafte Geschichte gezaubert. Von Ulrich Noller Nichts zu essen im Haus, Chaos in allen Zimmern, die Müllsäcke stapeln sich, die Klamotten ewig nicht mehr gewechselt und im Kopf eine unendliche Verlorenheit – Hans D. hat sich längst von seinem Leben verabschiedet, als er eines Tages wider Willen
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: WOLFRAM. (Alle Folgen hier). Zwölfte Ausfahrt Der Leuchter aus Bronze, im Halbdunkel einer Kirche. Ein alter Mann, der mit beiden Armen Kerzenschalen in die Höhe hält, dass es hell sei. Seine Gesichtszüge, die Kleidung gezeichnet von der Herbheit der Romanik.
Read More Posted On September 19, 2012By Eva KarnofskyIn Litmag
Gegenseitige Hassliebe – Heinrich Sassenfeld hat eine humorvolle Einführung in die Alltagskultur der Chilenen und Argentinier geschrieben. Eva Karnofsky stellt die amüsante Sammlung von Geschichten und Episoden vor. Die gemeinsame Grenze ist über 4.000 Kilometer lang, doch die Menschen zu beiden Seiten ticken grundverschieden. Während die Chilenen eher in sich gekehrt und still sind, kann man die Argentinier getrost als extrovertiert, ja als lärmend bezeichnen. Letztere mögen es bunt und knallig, die Chilenen dagegen schätzen gedeckte Töne von grau bis braun. Die Bürger von Santiago de Chile hauchen ihr Spanisch
Read More Posted On September 19, 2012By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Verpasste Chance – David Mitchell ist einer jener polyglotten britischen Autoren, dessen Schreiben die Welt umspannt und der mit sprühender Fantasie Zeiten, Räume und Kulturen verschränkt. Eine besondere Rolle spielen dabei immer wieder der Ferne Osten und Japan, wo er selbst für einige Zeit lebte. Und hier spielt auch der neue voluminöse Roman von David Mitchell – und zwar an der historisch bedeutsamen Schwelle vom 18. zum 19. Jahrhundert. Von Karsten Herrmann Japan ist zu dieser Epoche des blühenden westlichen Kolonialismus hermetisch von der Außenwelt abgeschlossen und einzig ein Handelsposten
Read More Zeit 1 bild / 100 worte Eins, zwei, eins, zwei, das ist die voranschreitende Zeit, die nicht rückwärts schreitet, was die Physik erleichtert. Den Beweis dafür liefern, nach einer Forschungszeit von zirka neun Jahren, einmal mehr die verrückten Quantenzwillinge, diesmal aus dem Stall der B-Mesonen, welche als subatomare Werwölfe unablässig den Zustand wechseln, aber nicht gleichzeitig. Subatomare Werwölfe sind die Nachfolger des klassischen Unterwasserromans, Nemo bereist nun Wellen 20’000 Einheiten unter dem Atomspiegel. Die Schlüsselszene ist Hollywood pur: Ein Ballsaal zeigt elegante Quantenzwillinge in einem Palais in Transylvanien. Dracula hat
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