Schwarzer Schnee 1 bild / 100 Worte Schwarzer Schnee auf einem Jupiter-ähnlichen Planeten: Ein hübscher Hintergrund für ein Melodram, in dem Er Sie liebt und Sie einen Andern, der sich just mit einer weiteren verbunden, und diese elende alte Geschichte, danke Herr Heine, ist neu selbst wenn Titandioxid vom Himmel fällt. Was wäre weißer? Auf unserem sehr heißen Planeten färbt jedoch Siliciumdioxid die Flocken schwarz. Knietief stehen die Helden darin und streiten sich. EIN SCHUSS FÄLLT!!!!!! Aber die Kugel trifft nicht, sie schmilzt kurz nach Abschuss, die ganze Pistole schmilzt und
Read More Das monatliche Preisrätsel - finden Sie die Fastnachtszünfte im Buchstabengitter und gewinnen Sie einen Buchpreis!
Read More Orte der Fiktion jedem Gesicht stellte sich dieselbe Frage nach Orten an denen ich gewesen bin nur das Herz antwortet der Mund ist schwach, doch was im Herzen, ist füllt die Kornkammer mit verträumten Gesichtern und Ungläubigkeit stellen sie weitere verwunderte Fragen fragen noch einmal, wo ich schon überall war ich antworte prompt: ich war im Land stummer Echos in den Sanden des uralten Timbuktu sie schütteln die Köpfe wie Stiere und während sie trinken, lachen sie spöttisch: solche Orte gibt es nur in der Fiktion ich senke den Kopf
Read More Am 7. Februar ist es wieder so weit: Präsentiert u. a. von CULTurMAG, beginnt mit HAM.LIT 2013 der literarische Frühling. In der mittlerweile vierten „langen Nacht junger deutschsprachiger Literatur und Musik“ lesen im Hamburger Club „Uebel & Gefährlich“ 15 Autorinnen und Autoren spannende Literatur. Vom Roman über Lyrik und Erzählung bis zu experimenteller Prosa gibt der Abend einen Einblick in die junge deutsche Literaturszene. Zwischen den Lesungen und danach gibt es jeweils ein Konzert. Wir stellen in dieser und der nächsten Woche einige der Teilnehmer vor – los geht es
Read More Posted On Januar 30, 2013By Die RedaktionIn Litmag
Liebes CULTurMAG-Publikum, willkommen zur Doppelausgabe von LitMag und MusikMag. Am 7. Februar findet in Hamburg zum vierten Mal die „lange Nacht junger Literatur und Musik“, die HAM.LIT 2013 statt. 15 Autorinnen und Autoren lesen auf drei Bühnen – den Auftakt um halb acht macht Tilman Rammstedt, den Isabel Bogdan für uns interviewt hat. Der 250. Geburtstag Jean Pauls am 21. März wirft schon seine Schatten, sprich: Bücher voraus. Wolfram Schütte hat sich Dieter Richters „Reise-Biografie“ des Autors angesehen. Einen runden Geburtstag (nämlich den 150.) feiert in diesem März auch der
Read More Posted On Januar 30, 2013By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag
Kleine Fluchten – Ein Hinweis auf Dieter Richters „Reise-Biographie“ Jean Pauls. Von Wolfram Schütte Der 250. Geburtstag Jean Pauls (1763–1825) am 21. März wirft schon seine Schatten, sprich (in seinem Falle ganz adäquat): Bücher voraus. Während Günther de Bruyn seine fulminante Biographie für eine Neuedition in seinem heutigen Verlag ( S. Fischer) überholt hat, kündigt Hanser, wo am meisten durch die große, von Höllerer & Miller besorgte Werkausgabe für den vergessenen Klassiker getan worden war, für das Frühjahr sowohl eine umfängliche Auswahl an Briefen wie auch eine Bio-Monographie von dem
Read More Sammlerwut, Größenwahn und Liebesrausch – Er war total aufs Exzessive getrimmt: Als militanter Nationalist unternahm Gabriele d’Annunzio (1863–1938), der vor 150 Jahren geboren wurde, auf eigene Faust militärische Abenteuer, als Kunstsammler und Bauherr wollte er sich selbst ein monumentales Denkmal setzen und auch als Dramatiker und Romancier besang er seinen eigenen, eitlen Größenwahn und das Leitmotiv seines Lebens, nämlich „Piacere“: „Lust“. So heißt auch sein 1889 veröffentlichter Roman. Das Leben als narzisstisches Selbstbespiegelungskunstwerk verstand wohl niemand so schwülstig zu zelebrieren wie dieser italienische Schöngeist. Bei einer Exkursion an den Gardasee
Read More Neue Bücher von und über revolutionäre Frauen, besprochen von Christina Mohr. Schwestern der Revolution – Noch bis zum 24. Februar ist im Ludwigshafener Wilhelm-Hack-Museum die Ausstellung „Schwestern der Revolution“ zu sehen, die mit dem Vorurteil aufräumt, dass Kunst zur Zeit der Russischen Revolution (1907 – 1934) hauptsächlich von Männern geschaffen wurde: Suprematist Kasimir Malewitsch und sein schwarzes Quadrat sind bekannt, ebenso Namen wie El Lissitzky oder Alexander Rodtschenko. Aber russische moderne Kunst von Künstlerinnen? Fehlanzeige. Der Weg nach Ludwigshafen bzw. der Blick in den Ausstellungskatalog lohnt daher nicht nur aus
Read More Schonungslose Offenheit – Ein Roman über das erste Mal, aber kein Porno und sicher kein Liebesroman. Marie Darrieussecq legt in ihrem neuen Roman „Prinzessinnen“ die Pubertät und das Erwachsenwerden unters Mikroskop. In der französischen Provinz der 1980er Jahre erlebt Solange ihren ersten Sex, unter anderem mit ihrem Nachbarn, einem erwachsenen Mann, der sie seit ihrer Kindheit mit aufzieht. Lolita revisited, aber dann anders. Und das ist nur eine Folie des Romans, der schon im Titel auf einen anderen (französischen) Klassiker, „Die Prinzessin von Clèves“ von Madame de LaFayette aus dem
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Gentile Bellini: „The Turkish Artist”. (Alle Folgen hier). Siebenundzwanzigste Ausfahrt Die Kunstkarte dieser Woche zeigt ein Blättchen Pergament, kaum größer als die Karte selbst. Mit seinen 18 mal 14 Zentimetern kommt es noch nicht einmal auf das Format der Seite
Read More Hippies + Physik 1 bild / 100 worte Sprechen wir von Dingen, die so „leicht“ sind, dass nur wir beide sie bemerken. Der Clown, der eine Maske trägt, das Rad, das sich auf seine Achse legt, der Flügelschlag von Bienen, zwei Mamasans, die Hymnen singen, das eiskalte Wasser eines Bergsees in der Nacht. Fun Fact: Der Einbruch von Hippiekultur in die Physik um 1968 war die direkte Folge eines akuten Stellenmangels. Der Krieg verschob die Prioritäten, die Sinne schärften sich wieder Richtung Weltverständnis. Was sonst noch des Streifens lohnt: Frühstück
Read More Jetzt, da du das Gedächtnis verloren hast (meinem Vater) Jetzt, da du das Gedächtnis verloren hast und nur hilflos lächeln kannst, möchte ich Dir helfen – hast doch einst du, wie ein Demiurg, meine Phantasie geöffnet. Ich denke an unsere Ausflüge, Wolken aus Wolle, tief über dem feuchten Wald in den Bergen schwebend ( ihn diesem Wald kanntest du jeden Pfad), und auch an den Sommertag, als wir auf die Spitze des hohen Leuchtturms an der Ostsee kletterten und lange auf das endlose Wogen des Meeres schauten, seine weißen Nähte
Read More Gollum spricht – eine Vorgeschichte – Kaminabend im Kloster: Der Gollum-Synchronsprecher Andreas Fröhlich hat im Kloster Frenswegen aus „Der Hobbit“ gelesen und sich mit dem TV-Literaturkritiker Denis Scheck über Tolkiens Fantasy-Romane und deren Verfilmung unterhalten. Christiane Nitsche saß dabei. Mitunter ist es so, dass die eigentliche, die interessantere, weil spannendere Geschichte die vor der Geschichte ist. Und so könnte der Abend durchaus zur Zufriedenheit enden, bevor er überhaupt begonnen hat; im Kaminzimmer von Kloster Frenswegen, wo Andreas Fröhlich auf seinen Mitstreiter wartet, weil Denis Scheck im Zug sitzt und die
Read More Posted On Januar 23, 2013By Die RedaktionIn Litmag
Liebes CULTurMAG-Publikum, willkommen zur Doppelausgabe von LitMag und MusikMag. Los geht’s mit einem Veranstaltungsbericht: Christiane Nitsche lauschte dem „Gollum“-Synchronsprecher Andreas Fröhlich, der im Kaminzimmer der Kloster aus Tolkiens „Der Hobbit“ vorlas – und sich mit Denis Scheck über Buch und Autor unterhalten hat. Sophie Sumburane hat mit dem in Leipzig lebenden Schriftsteller Volly Tanner gesprochen und porträtiert für uns den Social Beat-Autor und Bühnenkünstler, der unter anderem mit seiner „Menschenfreundeshow“ im Neuen Schauspiel Leipzig auftritt. Unser „USA-Korrespondent“, der Autor und „Edgar”-Preisträger Thomas Adcock wagt einen Blick in die Zukunft und
Read More Posted On Januar 23, 2013By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag
Schöne Zufallsfunde – Gerne reist man mit Annett Gröschner auf den Linien 4 durch alle Weltorte, die sie besucht hat. Von Wolfram Schütte. Es ist immer wieder ein großes Vergnügen, sich Weißferdls Solo „Ein Wagen der Linie 8“ anzuhören. Man kann es auf Youtube tun. Offenbar kennt es Annett Gröschner nicht, sonst hätte sie es in ihrem Buch „Mit der Linie 4 um die Welt“ gewiss einmal erwähnt. Das ist erstaunlich bei der passioniertesten deutschen Tramfahrerin, die überall auf der Welt, wo sie hinkommt, nach einer Tram-, Bus- oder Trolleybus-Linie Nr.
Read More Einige von uns schaffen es, nicht immer nur verlassen zu sein – Sophie Sumburane hat mit dem in Leipzig lebenden Schriftsteller Volly Tanner gesprochen. „Und da gab es diesen kleinen, dürren Jungen, der ängstlich in die Schule ging, der ängstlich nach Hause kam und der Bücher las.“, so beginnt Volly Tanners (42) Kurzgeschichte „An der Kreuzung stehen und starten“. Es ist seine Geschichte. Seine Kindheit, verarbeitet in der Anthologie „Leck mich am Leben“. Es ist eine Offenbarung. Denn wer Volly Tanner erst seit einem Jahr kennt – so wie ich
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Eine Panorama-Fotografie von Venedig. (Alle Folgen hier). Sechsundzwanzigste Ausfahrt In dieser Woche sah der Küchenplan der Augen weder Gemaltes noch Gemeißeltes vor. Es war bloß eine Fotografie – also keine Kunst? Venedig, das übliche Szenario: Ein Kanal, überspannt von einem
Read More Alter ist mehr als Kaffeefahrten – Wenn die Erinnerung löchrig wird. Der Schauspieler und Regisseur René Sydow veröffentlicht sein Prosadebüt „Der Reiher“. Von Senta Wagner Fast ein halbes Jahrhundert – so lange ist es her, dass Richard seine Heimat verlassen hat. Nicht nur seine Heimat, auch seine Frau und seine kleine Tochter. Abgehauen ist er! Das waren auf einen Schlag Schlussstrich und Neuanfang, der Richard und seine Neue mit wenigen Habseligkeiten, aber viel Liebe im Gepäck vom Bodensee nach Dortmund führte. Richard ist 74 Jahre alt und der Icherzähler des
Read More Interessante Literaturzeitschriften gibt es viele – „Am Erker“-Redakteur Andreas Heckmann sorgt dafür, dass wir den Überblick behalten; er berichtet regelmäßig über spannende Hefte. Diesmal: Edit und SpritZ. Edit 59 Zu definieren, was ein Essay ist, wird der Verständige sich hüten und lieber zu Umschreibungen greifen. Der Begriff kommt aus dem Französischen, wo essai Probe, Versuch bedeutet. Was im Essay versucht wird, ist nicht festgelegt, darf aber nicht langweilen, sondern soll geistreich unterhalten. Gegenüber der mächtig vorwaltenden prosaischen Großform Roman, dem Tanker der literarischen Weltmeere mit seinen dramaturgischen Geboten, kann der Essay
Read More Der Blick in die Kristallkugel geht weiter: Unser „USA-Korrespondent“, der Autor und „Edgar”-Preisträger Thomas Adcock schaut auf die Entwicklung zentraler Aspekte und Themen der amerikanischen Politik und Gesellschaft im Jahr 2013. Setzt sich die Spaltung des Landes weiter fort? Wie entwickelt sich der Finanzsektor? Kommt es tatsächlich zu einer wirkungsvollen Reform der Waffengesetze und der Immigrationspolitik? Lesen Sie Teil 2 der Prognosen und Hintergründe zu aktuellen Themen der amerikanischen Gegenwart (zu Teil 1). IMAGES in the American New Year. Top row, from top left: lunatic Republican Congresswoman Michelle Bachmann, obese
Read More Zeitschlaufe 1 bild / 100 worte Leonora Carrington, mexikanische Depressionen im Angesicht des Nicht Wissens: Wie soll ich ruhig bleiben, sagt sie, wo sich mein Verschwinden nicht mehr von der Hand weisen lässt. Die andern sind gegangen, sagt Maurice Sendak, ich folge ihnen gerne, ich weiß nur noch nicht wie. Philip K. Dick wiederum baute Schlaufen, die in den Comic übergehen, und entweder der Mann war Fantast oder doch der Verkünder, woher sollen wir das wissen, in diesem unserem Augenblick, Jetzt und Hier, wo wir grad sind, Teheran, mit seinen
Read More 21. Dezember Diese Kriege, die nur enden, um neu zu beginnen, wie der Friseur beim Haarschneiden, oder wie diese Winter mit den trüben Tagen, die bis zu Kain zurückreichen. Alles, was ich je getan habe, war – so scheint es –, mit einem Stock in Ruinen herumzustochern, bis mich Ruß und Asche bedeckten, die ich nicht abwaschen konnte, selbst wenn ich gewollt hätte. Aus dem Amerikanischen von Wiebke Meier Der 1938 in Belgrad geborene und bereits 1945 in die USA ausgewanderte Charles Simic ist sicherlich in der ersten Reihe der
Read More Posted On Januar 16, 2013By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag
Der Weg ins Freie – Als der 1972 in Biedenkopf, also in der Oberhessischen Provinz geborene Stephan Thome seinen ersten Roman „Grenzgang“ 2010 veröffentlichte, war er schon 38 Jahre alt. Das literarische Debüt des studierten Philosophen, Religionswissenschaftlers & Sinologen, der ab 2005 (wohl als Akademiker) in Taipeh auf Taiwan arbeitete, kam für heutige Usancen spät. In diesem Alter hat mancher junge deutsche Autor schon numerisch ein umfängliches Œuvre aufzuweisen – freilich nicht eine solche Biografie, die Thome rund um den Globus in einen nicht gerade bekannten Ort gebracht hatte. Von
Read More Posted On Januar 16, 2013By Die RedaktionIn Litmag
Liebes CULTurMAG-Publikum, willkommen zur Doppelausgabe von LitMag und MusikMag. Mit den Füßen fest auf dem Boden – und dem Kopf im Himmel, so starten wir ins neue Jahr: Astronom und Autor Aleks Scholz beginnt eine Irrfahrt über den Nachthimmel. Die erste Folge führt ihn in den Gürtel des Orion: Lichtjahre später. Ganz irdisch geht es bei Annalena McAfee zu, die Britin berichtet in Ihrem Roman „Zeilenkrieg“ vom Hauen und Stechen in einer Zeitungsredaktion – sehr zum Vergnügen von Christiane Geldmacher. Milieusicher kommt auch Stephan Thomes zweiter Roman „Fliehkräfte“ daher, in dem
Read More Aleks Scholz ist Autor und Astronom. In seiner Kolumne „Lichtjahre später“ erklärt er uns regelmäßig alles, was wir über das Universum wissen müssen. Im Januar 2013 beginnt er eine Irrfahrt über den Nachthimmel. Die erste Folge führt ihn in den Gürtel des Orion. Orion, Monstercity Location, location, location. Wenn sich das Sonnensystem im Orion befände, sagen wir, in der Nähe von Zeta Orionis, dem östlichen Gürtelstern, alles wäre anders. Große Teile des Nachthimmels wären schwarz und sternlos, weil interstellare Staubwolken jedes Licht blockieren. Die Ränder der Wolken würden sich am
Read More Ein peruanischer Amerikaner – Der gebürtige Peruaner Daniel Alarcón (*1977, Lima) lebt, seit er drei Jahre alt ist, in den USA, zunächst in Alabama, heute in Oakland. Aus seinen Interviews geht hervor, dass er zwar mehrmals einige Monate am Stück in Lima verbracht hat, seine Sozialisierung sich aber in den USA vollzog. Natürlich wird er oft gefragt, ob er sich mehr als Amerikaner oder Peruaner fühle, worauf er stets antwortet, dass er beides sei, und zwar beides voll und ganz. Vermutlich geht es ihm wie allen Menschen „mit Migrationshintergrund“: In
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