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Posted On Februar 25, 2015By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Christine Lavant

Es riecht nach Schnee, der Sonnenapfel hängt so schön und rot vor meiner Fensterscheibe; wenn ich das Fieber jetzt aus mir vertreibe, wird es ein Wiesel, das der Nachbar fängt, und niemand wärmt dann meine kalten Finger. Durchs Dorf gehn heute wohl die Sternensinger und kommen sicher auch zu meinen Schwestern. Ein wenig bin ich trauriger als gestern, doch lange nicht genug, um fromm zu sein. Den Apfel nähme ich wohl gern herein und möchte heimlich an der Schale riechen, bloß um zu wissen, wie der Himmel schmeckt. Das WieselRead More
Salonkultur in Schneelandschaft – Reichenau an der Rax und Vail/Beaver Creek waren am vergangenen schneebefleckten Februarwochenende eins. Literatur trifft Skisport – Zeitverschiebung hin oder her. Für beide Disziplinen fanden sich tagsüber wie abends die entsprechenden weiblichen und männlichen Fans und Expertenrunden, meist überschnitten sie sich. Österreich kann immerhin beides, Schreiben und Skifahren. Ein Bericht von Senta Wagner Reichenau ist der Ort im Land, „wo Künstler und Therapeuten in die Berge gehen“, seit nunmehr acht Jahren auch der sympathische Austragungsort eines zweitägigen Lesespektakels – des Literaturwettbewerbs Wartholz. Dieser steht unter derRead More
Eine Reise in die Welt des geplanten Verfalls, unter Würdigung der Widerstandsbewegungen – Es ist „nur“ ein Taschenbuch, das hier besprochen wird, ein Hardcover aus dem Hanser Verlag von 2013, noch einmal nutzbar, billiger und damit zugänglicher gemacht. Ein Vorgang gewiss ganz im Sinne seines Autors. Wolfgang M. Heckl ist Physiker und Generaldirektor des Deutschen Museums in München, sein wiederverwendbares Buch heißt „Die Kultur der Reparatur“. Es stellt die Frage: „Kaufst du noch oder reparierst du schon?“ Von Alf Mayer Huh? Schlafen Ihnen gleich die Füße ein? Wieder solch einRead More
Ein Superheld macht in Literatur – Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Nein. Es ist… der neue Film von Alejandro González Iñárritu. Christopher Werth hat ihn sich angesehen. Die eigentlichen Hauptrollen in Birdman: die Kamera und ein Schlagzeug. Jazz Drummer Antonio Sanchez improvisierte die wesentlichen Elemente des Soundtracks und der für “Gravity” Oscar-gekrönte Kameramann Emmanuel Lubezki folgt den Schauspielern durch New York und vor allem die engen, runtergekommenen Gänge und Räume des legendären St. James Theaters am Broadway in einem nahezu nahtlosen Single Shot. Diese beiden Elemente begleitenRead More

Posted On Februar 18, 2015By Kira KoetterIn Bücher, Litmag

Kirsten Fuchs: Mädchenmeute

Sieben Mädchen wohnen im Wald – Die 15-jährige Charlotte ist in einem Sommer-Feriencamp im tiefen Wald. Zusammen mit sechs anderen Mädchen und einer schrulligen Betreuerin soll sie trainieren, wie man dort überlebt. Ganz klarer Fall: Da muss sie weg! Also flieht sie mit ihrer „Mädchenmeute“ ins Erzgebirge und wird in 14 Tagen ein bisschen erwachsener. Und weil die Autorin Kirsten Fuchs sie erzählt, ist diese Geschichte auch noch wunderbar witzig und wortgewandt. Von Kira Kötter „So blöde! Ich meine Erwachsene! Sie wollen ständig freihaben, und wenn sie dann freihaben, putzenRead More
Vom Alltag ins Absurde – Seine Freundin fragt er, von wem sie denn wohl schwanger sei, das nervende Kleinkind will er umtauschen, im Suff erkennt er sich schon mal selbst nicht wieder, und der Engel, der das göttliche Schreibstipendium überbringt, verwechselt ihn mit Vladimir Nabokov und fliegt wieder fort. Zoë Beck über Stefan Abermann, eine der bekanntesten Stimmen der österreichischen Poetry Slam-Szene. Abermanns „Schatzkästlein des reinlichen Hausfreundes“ ist eine Auswahl seiner Slam-Texte, seine erste Sammlung. Er hat sie unterteilt in die Lebensbereich Haus, Frau, Kind, Garten und Esoterik, eine Aufteilung,Read More

Posted On Februar 18, 2015By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Jonathan Evison: Umweg nach Hause

Von heldenhaften Verlierern – In seinem neuen Roman „Umweg nach Hause“ erzählt der Kalifornier Jonathan Evison die ebenso heitere wie tragische Geschichte von Menschen, die vom Leben schwer gebeutelt und voller Schwächen sind und die dennoch nicht ihren Mut verlieren. Von Karsten Herrmann Im Mittelpunkt des Romans stehen der 39jährige Ben und der 19jährige Trev. Ben hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich und trudelt durch sein Leben. Nach einem Lehrgang in Altenpflege nimmt er einen Job bei Trev an, der an einer schweren Muskeldystrophie leidet und früh sterben wird. ErRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: „Ballszene” von Adolph Menzel. Preußische Freiheit Diese „Ballszene“ des Adolph Menzel hat etwas so wundervoll Nicht-zu-Ende-Arrangiertes. Als habe nicht derRead More

Posted On Februar 18, 2015By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Ich hätte die größte Lust 1 bild / 100 worte Ich hätte die größte Lust, in einem Bigane-Gah der Frage nachzugehen, was da alles war und weiter sein wird. In der Wüste, warum nicht, ich fahre durch eine, sie liegt im Iran. Hochspannungsleitungen, Stahlwerke, Rosealis-Hügel, Plastiktüten wehen über Sand und Sträucher und im Hintergrund Bergketten: Also sprach Zarathustra! In den Tempeln dort sollen Feuer ewig brennen. Von diesem Ort holte sich Nietzsche den Propheten und stellte ihn hoch auf die Gipfel über Sils Maria. Aha. Wandern, wandern, wandern. Noch lieberRead More

Posted On Februar 18, 2015By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Stewart Conn

Schneemann Über Nacht kam das Tauwetter. Alle Spuren von Schnee waren aus den Gärten verschwunden. Und doch sah ich, als ich hinausschaute, einen Schneemann mitten auf dem Rasen. Ich dachte an Wallace Stevens’ ‚nichts, das nicht da ist, und das Nichts, das ist’ und entschied mich, es nochmals zu versuchen – mit Brille. Und tatsächlich, da stand er immer noch, in voller Lebensgröße. Niemand in der Nähe, keiner, der hinschaute. War’s eine Kristallisierung von Schuld und Wunsch, diese Verbindung von üblicherweise versteckten Elementen? Bei genauerem Hinsehen, merke ich, dass esRead More
Von Drahtziehern und Lustfeuerwerkern – Ein Blick in die Kulturgeschichte der Arbeit, von Alf Mayer. Die Arbeit ist immer mehr wert als der Preis, den man für sie zahlt. Das Geld verschwindet, die Arbeit aber bleibt. Maxim Gorki hat das gesagt. Das Zitat eröffnet den Alphabetsreigen einer ungewöhnlichen Enzyklopädie, es steht unter dem Buchstaben „A“ und unmittelbar über der Berufsbezeichnung „Abdecker“. Auch Freiknecht, Fall-, Wasen- oder Feldmeister, Kafiller, Schinder oder Abstreifer genannt, war das der Name für jene Personen, die mit der Beseitigung und Verwertung (abdecken – abhäuten) von TierkadavernRead More
Voltaire nicht zu vergessen –Wer argumentiert, dass jene Franzosen noch am Leben wären, wenn sie unterlassen hätten, was ihre Ermordung provoziert haben soll, betreibt eine Viktimisierung, aufgrund deren der Ermordete selbst dazu beigetragen habe, dass er ermordet wurde. Wolfram Schütte mit einigen Verwunderungen nach nicht nur den Pariser Massenmorden. Voltaire – an den man in diesem Zusammenhang immer wieder erinnern muss – soll bekanntlich gesagt haben: „Ich verachte ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen“. Mehr muss eigentlich nicht gesagt werden: zu dem MehrfachmordRead More

Posted On Februar 4, 2015By Senta WagnerIn Bücher, Litmag

Karin Peschka: Watschenmann

Daheim im schiefen Palast – Der Krieg ist vorbei, der Krieg ist noch da – angeblich sitzt er in den Menschen. Weil das so ist, muss er ausgetrieben werden. Einer hat sich vorgenommen, der „beste Watschenmann“ von Wien zu werden. Von Senta Wagner Der Friede ist jung, Wien noch besetzt. Man ist dabei, sich eine „schöne neue Welt“ zu schaffen, es herrscht der Eifer des Wiederaufbaus, Kriegsgeschädigten verschafft man Vergnügungen, die Vergangenheit ist vergangen. Karin Peschka siedelt ihren umwerfenden Debütroman „Watschenmann“ (2014) im Jahr 1954 an, beginnend mit Kapitel JanuarRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: „Pelzhandschuhe” von Meret Oppenheim. Manikürte Bärentatze Das überfein Gelackte und das Tier in uns – die ganze Bandbreite menschlicher ExistenzRead More

Posted On Februar 4, 2015By Peter MuenderIn Bücher, Litmag

James Joyce: Finn’s Hotel

Zwischen „Ulysses“ und „Finnegans’s Wake“: Die umstrittenen „Finn‘s Hotel“-Epiclets von James Joyce – Selten gab es so brisante Kontroversen unter Joyce-Experten wie die immer noch anhaltende Debatte über „ Finn‘s Hotel“: Sind diese aus dem Nachlass stammenden zehn Epiclets (kurze Eposlein), geschrieben zwischen dem 1922 beendeten „Ulysses“ und dem 1939 veröffentlichten „Finnegan‘s Wake“ als Vorstudien zum „Wake“ zu betrachten? Oder sollten daraus Kurzgeschichten im Stil der „Dubliners“ werden? Von Peter Münder „Es brach regelrecht die Hölle los“, schreibt der engagierte Herausgeber Danis Rose in seinem Vorwort zu „Finn‘s Hotel“, umRead More
„Gut, dass Deutschland nach 10 Uhr abends bis zum Morgen schläft“. Die Erinnerungen des ukrainischen Zwangsarbeiters Iwan Tkatsch liegen jetzt in deutscher Übersetzung vor. Sie sind damit mehr als nur intergenerationaler Samisdat. Von Bruno Arich-Gerz. Ungleich verteilt ist zwischen dem Westen und dem Osten Europas Vieles. Das Maß und der Grad an Demokratie zum Beispiel, das an herrschendem Turbokapitalismus oder das an authentisch empfundener Zugehörigkeit oder Fremdeln mit Kerneuropa, vulgo der EU. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, der in Osteuropa Großer Vaterländischer Krieg hieß und bisweilen noch heißt, gibtRead More
Donnerstag, 5.2.15, ab 19:30 Uhr, Uebel & Gefährlich, Hamburg – Nach der Ehrung der Preisträger des Hamburger Förderpreises für Literatur, ist es das zweite Highlight im literarischen Kalender der Hansestadt: HAM.LIT, die lange Nacht der jungen Literatur und Musik. 15 Autoren und Autorinnen lesen parallel auf drei Bühnen, dazu spielen 3 Bands. Und auch in diesem Jahr haben die Veranstalter Lucy Fricke und Jan Lafazanoglu wieder ein spannendes Line-Up hinbekommen. Sehr unterschiedliche AutorInnen lesen Lyrik, dramatische Texte, Kurzprosa oder Romanauszüge. Mit dabei sind die Autorinnen Karen Köhler und Nino Haratischwili, dieRead More

Posted On Februar 4, 2015By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Oma 1 bild / 100 worte Das da oben ist „Gottes Hand“. Die Fakten. Bei der Erscheinung handelte es sich um eine „kometenartige Globule“, mit Schwanz, acht Lichtjahre lang. Wahnsinn! Wenngleich: Ist noch ein („relativ“) kleiner galaktischer Nebel. Wer ihn aufsuchen will, zum Beispiel mit einem intergalaktischen Kickboard, muss 1300 Lichtjahre weit fahren, bis ins Sternbild „Achterdeck des Schiffes“. So was gibt’s? Jawohl. Kann man den Enkeln zeigen. „Guck mal. Da ist der Polarstern. Und Orion! Und schräg dahinter das ‚Achterdeck des Schiffes’.“ – „Und der kleine, bewegliche Lichtpunkt?“ –Read More

Posted On Februar 4, 2015By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Josefina García-Marruz Badía

Wenn meine Gedichte Wenn meine Gedichte alle verloren gingen würde die kleine Wahrheit die in ihnen leuchtet gleichwohl in irgendeinem grauen Stein am Wasser überdauern oder in einem grünen Strauch. Wenn alle Gedichte verlorengingen würde das Feuer sie endlos nennen rein von aller Schlacke, und die ewige Dichtung würde wiederum mit den Morgenröten erklingen. Übersetzung von Curt Meyer-Clason   Josefina García-Marruz Badía, wurde 1923 in Havanna geboren. Ihr Studium an der dortigen Universität schloss sie 1963 mit einer Promotion in Sozialwissenschaften ab. Schon früh begann sie mit dem Schreiben vonRead More
Viele Filme, zwei Männer, eine Stadt – Gyula Trebitsch und Werner Grassmann – Alf Mayer über Hamburger Filmgeschichte. Zwei Leben, zweimal Film als Lebensinhalt, zwei Größen der Stadt, zwei ganz unterschiedliche Geschichten. Zwei Bücher, beide im gleichen Jahr im selben Verlag erschienen. Eigentlich kann das so nur in Hamburg passieren. Ist es auch. Ausrichter dieser schönen Regatta: der Ellert & Richter Verlag, 1979 im Stadtteil Uhlenhorst gegründet, heute in Ottensen residierend. Das eine Buch handelt vom Erfinder, Konstrukteur und Kapitän eines Ozeanriesens, das andere von den Anfangsjahren eines verwegenen Zwei-Mast-Piraten.Read More

Posted On Januar 28, 2015By Thomas AdcockIn Kolumnen und Themen, Litmag

Thomas Adcock: Theatre of Distraction

New York, near America Never mind America’s backstage squabbles and squalors, our societal troubles and turpitudes, our devastations and disappointments. All eyes, please, on the spotlighted proscenium! Pay no attention to those ring-kissed plutocrats and oligarchs behind the curtain; behold, as it rises on the Theatre of Distraction. Hark! The pieties, platitudes, and perfidies we hear compose a farcical prelude to the oldest established permanent floating crap game in these United States: the quadrennial presidential campaign season. Per custom at this stage of the game, festivities were officially launched lastRead More

Posted On Januar 28, 2015By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Michel Houellebecq: Unterwerfung

Schöne neue Welt –Um Michel Houellebecqs neuen Roman „Unterwerfung“, der die Islamisierung Frankreichs thematisiert, überschlugen sich die Ereignisse auf eine wohl noch nie dagewesen Art und Weise: Am Tage der Auslieferung der Originalausgabe machte „Charlie Hebdo“ mit einer Karikatur des Autors auf und lieferte im Innenteil eine begeisterte Kritik. Der Rezensent starb am gleichen Tage wie weitere zehn seiner Redaktionskollegen im Kugelhagel islamistischer Attentäter. Die Debatte um Michel Houellebeqcs Roman fokussierte sich in der Folge schnell auf die moralisch-politische Frage, ob er islamfeindlich sei – doch diese Frage erweist sichRead More

Posted On Januar 28, 2015By Wolfram SchuetteIn Kolumnen und Themen, Litmag

Wolfram Schüttes Petits riens (VIII)

Petits riens (VIII) –Wolfram Schütte über den außergewöhnlichen Autor & Mensch Fritz Rudolf Fries; Tommy Lee Jones‘ Film „Homesman“, der der Western-Mythologie einige bisher nicht gesehene Szenen hinzufügt; die hohe Zahl der bei Drohnentötungen mit in den Tod gerissenen Unschuldigen (und die Reaktionen der deutschen Presse auf dieses offensichtliche und skandalöse Missverhältnis); und über die winzigen Alltags-Metaphysiken, die bei einem ersten Klassentreffen nach Jahrzehnten zu erleben sind. * Der große Unbekannte – Fritz Rudolf Fries, der kürzlich im Alter von 79 Jahren gestorben ist, war ein außergewöhnlicher Mensch & Autor.Read More

Posted On Januar 28, 2015By Zoe BeckIn Bücher, Litmag

Joshua Ferris: Mein fremdes Leben

Zähne und Zweifel – Es ist ein Buch über einen Zahnarzt. Die wenigsten werden jetzt „Endlich!“ rufen. Aber es ist – erst mal ein Buch über einen Zahnarzt. Paul O’Rourke hat eine Zahnarztpraxis in bester Lage, nämlich auf der Park Avenue in Manhattan. Fünf Behandlungsstühle, drei Mitarbeiterinnen. Der Laden läuft sehr gut. Pauls Leben außerhalb der Praxis allerdings nicht so sehr. Die Besessenheit, mit der er anderer Leute Zähne und Zahnfleisch in Schuss hält, manchmal auch gegen ihren erklärten Willen, ist zum Teil echte professionelle Hingabe, zum Teil aber auchRead More
Die sublimierte Kunst des konzentrierten Kurztrips –Slow Travel geht sicher anders, aber wer die Tipps der New York Times-Reihe „36 Hours“ studiert, versteht sofort, was die wesentlichen Qualitäten einer fremden Stadt oder einer Insel ausmachen. Der aktuelle Band dreht sich um Asien, Australien & Ozeanien. Von Peter Münder. Bildungsreise, Slow Travel, Dark Tourism (siehe CM vom 10.4.13) – diese Tourismus-Kategorien sollte man vergessen, wenn man sich auf die hier beschriebenen „36 Hours“-Trips einlässt. Denn man muss sich notgedrungen auf einige herausragende Sehenswürdigkeiten beschränken. Lange Bahnreisen, vom Railway-Spezialisten Paul Theroux („TheRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: „Sonne in einem leeren Raum” von Edward Hopper. Echnatons Song of Sun Bei jedem Blick unter der Woche auf diesesRead More