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Posted On Dezember 6, 2017By Wolfgang FranssenIn Klassiker Special 2017, Litmag, Specials

Ted Lewis – Working Class Hero

  Wolfgang Franßen Working-Class Hero Werden Schriftsteller gemacht? Müssen sie wie ein mainstreamtauglicher Serienkiller eine öde, beschädigte Kindheit vorweisen? Mit Filmhelden wie Robert Mitchum, Kirk Douglas, James Cagney aus dem Alltag entfliehen? Nachts den Stapel literarischer Vorbilder abarbeiten? Im Genre am besten noch in einer Absteige schreiben, um den eigenen Mythos zu begründen? Wie wird jemand zum Klassiker? Gemeinhin gilt als Bezugsgröße für die Bedeutung eines Werks der Ausdruck: Ein Klassiker ist der, auf den andere sich beziehen, dessen Werk so bahnbrechend war, dass die nachfolgenden Generationen ihre Bücher inRead More

Posted On Dezember 5, 2017By Die RedaktionIn Editorial, Litmag

Editorial

LitMag-Editorial Dezember 2017 Das LitMag hat im Jahr 2017 länger Pause gemacht. Aber waren nicht untätig, stattdessen sind – angestossen und betreut von Brigitte Helbling – einige ziemlich schöne CulturMag-Specials erschienen, auf die wir stolz sind: ein Essay Special, kuratiert von Brigitte Helbling, ein Reise Special, kuratiert von Michael Höfler; ein SexMag, kuratiert von Ute Cohen, ein queerNOTqueer Mag, kuratiert von Claudia Reiche, und jetzt im Dezember ein Klassiker Special, kuratiert von Frank Göhre. Karsten Herrmann und Alf Mayer sind es, die diese Ausgabe des LitMag bestreiten. Im Lauf der Monate wurden es beiRead More

Posted On Dezember 5, 2017By Alf MayerIn Bücher, Litmag

Erich Auerbach: Die Narbe des Odysseus

Suspense bei Homer – oder wie fing das Erzählen an? Wieder zu entdecken: Erich Auerbach und seine „Narbe des Odysseus“ – von Alf Mayer. „Die Welt ist für uns alle wahr und für einen jeden verschieden.“ (Marcel Proust) Ach Europa. Von den Rändern her sieht man es einfach besser. Die vielleicht beste Literaturgeschichte Europas – manche sagen sogar: „die“ – wurde im Exil in Istanbul geschrieben. Ihr Autor: der deutsche Jude Erich Auerbach, ein Freund Walter Benjamins. Auerbach gelangte 1936 mit Hilfe der aus der Schweiz operierenden „Notgemeinschaft deutscher WissenschaftlerRead More
Zwei Freundinnen und die Liebe zum Kontinent der Philosophie Alf Mayer über die Nietzsche-Biografie „Ich bin Dynamit“ von Birgit Lahann und Ute Mahler Was für ein Buch. Hinreißend geistreich und munter unterwegs, spannend und anschaulich, poetisch und klug, ungekünstelt und doch von höchster Kunst. Eine ungewöhnliche Reise durch Europa, Ideengebäude inklusive. Die Autorinnen: zwei Frauen auf der Höhe ihrer Kräfte, ein wunderbares Werk. Mit 200 schlanken Seiten ein Meisterwerk der Verknappung, überaus lesenswert und sehr anregend. Zum Schluss erst, auf der letzten Seite, zeigen sie sich, klein und bescheiden: BirgitRead More
Die Schweiz als ein unerschrockenes Land „Zukunft der Migration“, „Neuland“ und „Monument Europa“, gleich dreimal lohnt sich ein Blick aus dem Nachbarland. Zwei den Blick erweiternde Bücher aus der Schweiz zum Thema Migration und eines zur europäischen Identität – besprochen von Alf Mayer.  Ein Blick von der Seitenlinie ist IMMER hilfreich. Etwa aus der Schweiz, auf Deutschland und auf Europa. Selbst die Zeitungen dort funktionieren noch als Debattenträger, während das alles bei uns schon lange die Hektik und Beliebigkeit der Talkrunden übernommen haben. „Das alles“: das ist der Meinungsbildungsprozess. Das ist, wasRead More
Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft Alf Mayer über sieben frühe Bücher von Andy Warhol Vor Facebook und Instagram gab es andere – und kreativere – Methoden der Selbstpromotion. Und wir lernen: Andy Warhol war hier ein früher Meister. In einem vom Verlag als „Baby Sumo“ betitelten Format – eine Schatztruhe, die sich in mehreren Schritten auffalten lässt – werden nun sieben seiner frühesten Werke wieder zugänglich. Zwischen 1952 und 1960 waren sie in Kleinstauflagen mit meist weniger als 100 Exemplaren erschienen, wurden zu begehrten und unerschwinglichen Sammlerstücken. Im Verlag Benedikt Taschen,Read More

Posted On Dezember 5, 2017By Alf MayerIn Bücher, Litmag

Andy Warhol (2): Polaroids 1958 – 1987

Warhol tanzt den „Big Shot Shuffle“ Alf Mayer über die Polaroids von Andy Warhol Die 15 Minuten, in denen jeder einmal weltberühmt sein würde, wie Andy Warhol es 1968 prophezeite, begannen am 21. Februar 1947 und dauerten sechzig Sekunden. Eine Minute, in der nichts passierte. Außer Warten. Und dann war sie da, die Sensation. Das Wunder. So jedenfalls empfanden es die Wissenschaftler der „Optical Society of America“, die der 37-jährige Physiker Edwin Land zu einer Vorführung in einen Saal des New Yorker Hotel Pennsylvania geladen hatte. Der Harvard-Absolvent Land hatteRead More

Posted On Dezember 5, 2017By Alf MayerIn Bücher, Litmag

Foer, Thuras, Morton: Atlas Obscura

Orte des Staunens Alf Mayer über den „Atlas Obscura“ Ziegelsteinschwer, Lesebändchen, schönes Papier, mehr als 600 Farbfotos und Illustrationen, die Seiten übersichtlich und sehr lesbar gestaltet, die Informationen griffig und knackig, jede Seite eine neue Überraschung – kurzum ein Traum von einem Buch, das ist der „Atlas Obscura. Eine Entdeckungsreise zu den verborgenen Wundern der Welt“. Und das Irre ist, dieses Buch geht nie zu Ende. Da gibt es immer noch viel, viel mehr. Derzeit 12.500 Orte verzeichnet die interaktive Variante dieses Buches auf einer Weltkarte im Internet. Tatsächlich istRead More

Posted On Dezember 5, 2017By Alf MayerIn Bücher, Litmag

Emilio Lussu: Ein Jahr auf der Hochebene

  Wie Kain und Abel Die iatlienische Seite des Dolomitenkrieges – Alf Mayer über Emilio Lussus Klassiker „Ein Jahr auf der Hochebene“. Der Folio-Verlag hat ihn jetzt wieder in einer gediegen schönen Ausgabe zugänglich gemacht, den Klassiker der italienischen Antikriegsliteratur, ergänzt um ein sehr interessantes und informatives Nachwort und eine bebilderte Biografie. Emilio Lussus „Ein Jahr auf der Hochebene“ wurde 1970 von Francesco Rosi mit Gian Maria Volonté als „Bataillon der Verloren“ (Uomini contro) verfilmt, in der Klarheit der darin inszenierten Klassengegensätze war es das marxistische Gegenstück zu Kubricks „WegeRead More

Posted On Dezember 5, 2017By Alf MayerIn Bücher, Litmag

Das DDR-Handbuch

Ein visuelles Geschichtsbuch Das DDR-Handbuch „An instant classic“, ein Klassiker schon bei Erscheinen, das ist das enzyklopädische „DDR-Handbuch“ des Wendemuseums aus Los Angeles. 13 Jahre nach dem Fall der Mauer in Culver City, Kalifornien, gegründet, beherbergt es eine der weltweit größten Sammlungen mit Artefakten aus der DDR. Mehr als 2.000 Gegenstände daraus präsentiert dieses handschmeichlerische Buch mit Flexibindung auf über 800 Seiten. Es ist der bislang umfassendste Überblick über die visuelle und materielle Kultur der DDR: Designobjekte und Alltagsgegenstände, Propaganda und Werbung, Mode und Privates, Staatstragendes und Dissidentes, Skurriles und Tragisches – und das zuRead More

Posted On Dezember 5, 2017By Alf MayerIn Bücher, Litmag

Dalí: Die Weine von Gala & Diners mit Gala

Wie Gott in Frankreich: Speis & Trank mit Dalí & Gala Nicht mehr Wein trinken, sondern Geheimnisse kosten, das solle man nach diesem Buch. Dieses Ziel setzten sich die Autoren von „Dalí. Die Weine von Gala“, 1978 bei Draeger in Paris in Mini-Auflage veröffentlicht und nun endlich vierzig Jahre später im Verlag Benedikt Taschen breiter zugänglich gemacht. Ein Weinbuch, wie es noch keines gab – und wohl auch nie wieder geben wird. Mit Salvador Domenech Philippe Hyacinthe Dalí, Marqués de Púbol, als Mundschenk und mit Jelena Dmitrijewna Djakonowa, eher bekannt als GalaRead More

Posted On Dezember 5, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Julie Zeh: Leere Herzen

Agonie der Demokratie Mit „Unterleuten“ hat Julie Zeh im vergangenen Jahr ein großes gesellschaftliches Kaleidoskop der deutschen Nachwende-Gesellschaft vorgelegt und dabei auf gelungene Weise die Befindlichkeiten einer Epoche eingefangen. In „Leere Herzen“ projiziert die immer wieder auch politisch aktive Schriftstellerin unsere Gesellschaft nun in eine vielleicht gar nicht so ferne Zukunft hinein, in der die Werte verfallen und unsere Demokratie auf dem Spiel steht. Im Zentrum des Romans stehen Britta Söldner – ein sprechender Nachname – und ihr Geschäftspartner Babak Hamwi. Ihre Firma „Die Brücke“ therapiert offiziell potenzielle Selbstmörder, dieRead More

Posted On November 29, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Colson Whitehead: Underground Railroad

Erschütternd finster und eminent erhellend – Der 1969 in New York geborene Colson Whitehead gehört zusammen mit Teju Cole zu den wichtigsten und zugleich am schwierigsten einzuordnenden afro-amerikanischen Autoren. Seine Romane bespielen ein breites Spektrum vom atmosphärisch-dichtem und psychologisch nuancenreichen Erzählen über postmodernes Collagieren bis zur Zombie-Phantastik. Nicht im entferntesten lässt er, der in der gehobenen Mittelschicht geboren wurde und auf eine New Yorker Privatschule ging, sich dabei auf das Etikett „schwarzer“ Schriftsteller reduzieren und lässt die Rassen- und Diskriminierungsfrage allenfalls sublim und untergründig mitschwingen. Doch jetzt blickt er inRead More

Posted On November 29, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Arundhati Roy: Das Ministerium des äußersten Glücks

Das Glück des Friedhofs – Ganze zwei Jahrzehnte mussten die Leser nach dem Welt-Bestseller „Gott der kleinen Dinge“ auf den neuen Roman der Inderin Arundhati Roy warten. In der Zwischenzeit wurde Roy zu einer Ikone der Kapitalismuskritiker und der Anti-Globalisierungs-Bewegung und verfasste statt Belletristik politische Essays. Der Zorn über Ungerechtigkeit, Korruption, Rassismus und Gewalt sprüht so nun auch noch aus jeder Seite ihres neuen Romans, der sich insgesamt als ein Buch mit Licht und Schatten, als ein ebenso stacheliges wie anziehendes Buch entpuppt. Im Zentrum des 550 Seiten-Romans steht derRead More

Posted On November 29, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Ottessa Moshfegh: Eileen

Atemberaubende und abgründige Erzählerin – Schon mit ihrem kurzen finsteren Romandebüt über den Seemann und Säufer „Mc Glue“ (CulturMag-Kritik mit etwas Scrollen hier) ließ Ottessa Moshfegh im vergangenen Jahr aufhorchen. Mit „Eileen“ bestätigt die 36jährige ein ebenso atemberaubendes wie abgründiges erzählerisches Talent. – Von Karsten Herrmann. Während ihr Romandebüt im England des 19. Jahrhunderts angesiedelt war, spielt ihr neuer Roman in einer nördlichen amerikanischen Kleinstadt in den 1960er Jahren. Hier lebt die titelgebende Protagonistin Eileen in einem heruntergekommenen Haus mit ihrem Vater, einem Säufer und Ex-Cop, der sie ausnutzt undRead More

Posted On November 29, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Omar el Akkad: American War

Düstere neue Welt Unsere Welt ist in den letzten Jahren ins Wanken geraten und zeigt sich von vielen Seiten bedroht: Unberechenbare Staatslenker, Terror, (Bürger-) Kriege, Fluchtwellen oder Klimakatastrophe. So wundert es nicht, dass in der Literatur derzeit auch Dystopien, also die Darstellung von negativen bis apokalyptischen Gesellschaftsentwicklungen Konjunktur haben. Eine besonders beklemmende hat nur der in Nordamerika lebende und in Ägypten geborene Omar El Akkad mit „American War“ vorgelegt. El Akkad erzählt von einem düsteren Amerika im Jahr 2075: Die Meeresspiegel sind gestiegen und haben Millionen zur Flucht ins LandesinnereRead More

Posted On November 29, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Virginie Despentes: Das Leben des Vernon Subutex

Düsteres Gesellschafts-Kaleidoskop – Virginie Despentes wurde in Deutschland Anfang des Jahrtausends durch ihr Debut „Fick mich“ schlagartig bekannt und widmet sich seitdem immer wieder den Rand- und Subkulturexistenzen unserer Gesellschaft und schmückt das mit reichlich Sex, Gewalt und Drogen aus. In ihrem neuen Roman erzählt die bekennende Feministin vom Leben und insbesondere vom unaufhaltsamen Abstieg des Vernon Subutex. Ein Vierteljahrhundert betrieb Subutex in Paris einen Plattenladen mit Kultstatus, bevor er dann Pleite machte. Nach langer Arbeitslosigkeit wird ihm schließlich die Stütze gestrichen und er fliegt aus seiner Wohnung: „Im AngesichtRead More

Posted On November 29, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Mohsin Hamid: Exit West

„Wir sind alle Migranten in der Zeit“ – Der in Pakistan geborene und über Harvard, Princeton, New York und London wieder nach Lahore zurück gekehrte Mohsin Hamid ist ein nicht nur literarischer Wanderer zwischen den Welten. Von Karsten Herrmann In seinem neuen Roman greift Hamid nun eine der entscheidenden und von ihm hautnah erfahrenen Fragen für die Zukunft unserer aus den Fugen geratenen Welt auf: Wie ist denen aus der kulturellen, ökonomischen und existentiellen Kluft zwischen Ost und West, zwischen Arm und Reich, zwischen Krieg und Frieden resultierenden Migrations- undRead More

Posted On November 29, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Leila Slimani: Dann schlaf auch du

Der Preis des Glücks – Zwei kleine Kinder liegen tot in ihrem Kinderzimmer auf dem blutgetränkten Prinzessinnenteppich, inmitten des umgestürzten Wickeltisches und verstreuter Spielsachen – wie ein Splattermovie beginnt der französische Bestseller „Dann schlaf auch du“ von Leila Slimani, um dann behutsam das Geschehen bis zu diesem schockierenden Fanal aufzurollen. Die toten Mila und Adam sind die Kinder von Myriam und Paul Messés, einem jungen französischen Paar in Paris. Während Paul als Toningenieur arbeitet, scheint Myriam nach ihrem Jurastudium ganz in einer „instinktiven Mutterschaft aufzugehen. Das Leben in einem Kokon“.Read More

Posted On November 1, 2017By Claudia ReicheIn Allgemein, Litmag, News, queerNOTqueer, Specials

Claudia Reiche: Editorial queerNOTqueer

Special queer Editorial Bezugnahmen auf das kurze Titelwort queer – in der Eigenschaft einer uneinheitlichen, nicht definitorischen Gruppen-Bezeichnung – sind derzeit verschiedentlich anzutreffen, in negativer Form zumal. Allerdings mit der Besonderheit, dass es Mode geworden zu sein scheint, Worte für ihr Bezeichnetes, sogar Referenziertes, zu halten und zur Aktion zu rufen. Fertig machen! Platt machen! Was sollte anderes geantwortet werden als „So nicht!“ Aber wie? _ _ _ _ _ /\ \ /\_\ /\ \ /\ \ /\ \ / \ \ / / / _ / \ \ /Read More
[zuerst veröffentlicht in: Claudia Reiche, hg., quite queer, Bremen (thealit) 2014, 19-25] _____________ Mag. Dr. Andrea B. Braidt, MLitt, Film- und Medienwissenschafterin, seit 2011 Vizerektorin für Kunst und Forschung an der Akademie der bildenden Künste Wien. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind Gender/Queer Film Studies, Filmgenres, Erzählforschung (insb. serielles Erzählen); Nach dem Studium der Medienwissenschaft in Innsbruck und Newcastle-upon-Tyne (UK) begann sie in den 1990er Jahren an zahlreichen österreichischen Universitäten zu lehren. Sie war 1999-2001 Kulturforscherin an der Österreichischen Kulturdokumentation in Wien, hatte 2001-3 Fellowships am IFK Internationales ForschungszentrumRead More
______________ Ulrike Bergermann, Professorin für Medienwissenschaft an der HBK Braunschweig seit 2009, Interessensschwerpunkte in Gender Studies, Postcolonial Studies und Wissenschaftsgeschichte, hat in Hamburg über Schrift und Gebärdensprachforschung promoviert, war 1992-2009 beim Frauen.Kultur.Labor thealit, lehrte an Universitäten in Bochum, Köln, Paderborn, Berlin u.a. Mitarbeit in der Zeitschrift für Medienwissenschaft/GfM seit 2007, DFG-Lenkungsgremium 2010-2017. Publikationen: Hg.: Disability trouble. Ästhetik und Bildpolitik bei Helen Keller, Berlin 2013; hg. mit Nanna Heidenreich: total. Universalismus und Partikularismus in post_kolonialer Medientheorie, Bielefeld 2015; Leere Fächer. Gründungsdiskurse von Kybernetik und Medienwissenschaft, Hamburg 2015, co-hg. von Connect andRead More
Moritz Simons Manifest Hybrosexueller Freiheit   hybrid [lat.], allg.: aus Verschiedenem zusammengesetzt, gemischt; von zweierlei Herkunft; zwitterhaft Die beschleunigte Entwicklung westlicher Gesellschaften, durch Wissenschaft und Aufklärung, Technologie und Kapitalismus, hat Freiräume sexueller Vielfalt eröffnet, ohne jedoch zuerst eine notwendige liberale Grundeinstellung zu verankern. Die überholte, historische Auffassung männlich projizierter und produzierter Geschlechtsidentität ist weiterhin bestehendes Lot menschlicher Verweisung und dient der Erkennung von Abnormen; trotz Sozialisierung und Politisierung des Feminismus und Lesbianismus, trotz der Öffentlichkeit von Homosexuellen-Bewegungen, trotz der sexuellen und neosexuellen Revolution. Nur in manchen ›westlichen‹ Metropolen scheint nicht-normativeRead More

Posted On November 1, 2017By Rae SpoonIn Litmag, News, queerNOTqueer, Specials

Rae Spoon: Armour

Rae Spoon – Armour   We feel it before we wake up. It’s there when we close our eyes. All of the things we traded for a fortress to stay alive.   You know every stone I placed was to build a life for you.   On our bodies we wear armour. We can’t tell where which one ends. Throw it off and we’d go farther. There’s no place we can begin.   There’s no amount of damage that we can’t withstand. We are not made to be broken evenRead More
Susanne Lummerding   So, if man is perhaps simply a woman who thinks that she does exist, … ; phantasm, symptom, and the political   Highlighting the relevance of the Lacanian notion of the non-existence of The woman for rethinking concepts of Europe as well as social and cultural implications of digitalization, may serve as a starting point to question traditional presuppositions defining ‘identity’ and ‘community’ but also to question a persistent dichotomy of ‘reality’ versus ‘mediation.’ This again will lead to the question of whether or not the assertionRead More
Miglena Nikolchina Between Irony and Revolution Sexual Difference and the Case of Aufhebung   Down with Heaven: Materialism Among its various meanings, Aufhebung signifies, on the one hand, annulment, destruction, cancellation and, on the other, preservation, conservation. In his reflections on the term, Hegel points out the word’s capacity to embrace precisely these two opposite sets of meanings, turning this capacity into an example of the unique philosophical advantages and the “speculative spirit” of the German language. As Derrida who had a great deal to say about the Aufhebung notes,Read More