Posted On März 12, 2004 By In Bücher, Litmag

Rebecca Bradley: Temutma

Kampf gegen unheimliche Mächte Mit viel Einfühlungsvermögen werden flikte zwischen den Mentalitäten der kolonialistischen weißen Polizeikräfte und der in ihrer Existenz bedrohten chinesischen Einwohner in Hongkong. Kann man die meisten Titel in der Reihen „ut metro“ mal im engeren, mal im weiteren Sinne als Kriminalromane bezeichnen, so fällt „Temutma“ aus diesem Genre deutlich heraus. Das Autorenduo lässt von der ersten Zeile an keine Zweifel aufkommen, dass hier der Kampf gegen unheimliche Mächte aufgenommen werden muss. Unter den engen Gängen und verschachtelten Kellerebenen der Kowloon Walled City, einem nahezu rechtsfreien HochhausgebietRead More

Posted On März 12, 2004 By In Bücher, Litmag

Stephen King: Duddits

Alb-Traumfänger Die Außerirdischen kehren zurück und King lässt es diesmal gehörig krachen. Stephen King goes Akte X – hin und wieder schon hat es den Meister des Unheimlichen zum Motiv der fliegenden Untertassen hingezogen. Vor fast 14 Jahren erschien mit „Tommyknockers“ ein beinahe 700 Seiten starker Roman, in dessen Zentrum ein gestrandetes Raumschiff stand, von dem aus durch Telepathie das Grauen über eine der King-typischen Kleinstadtidyllen kommt – nicht unbedingt das überzeugendste Werk aus des Horror-Königs Feder. Nun kehren die Außerirdischen zurück und diesmal lässt es King gehörig krachen. VierRead More

Posted On März 12, 2004 By In Bücher, Litmag

Zadie Smith: Zähne zeigen

Grandioses Debüt Zadie Smith beweist einen langen Atem, hält über die gesamte Länge das Niveau aufrecht. Bis in die Nebenfiguren hinein stattet Smith ihre Charaktere mit liebevollen Biographien aus, schafft eine Welt, in die der Leser komplett abtauchen kann. Ich hoffe, dass die folgenden Romane von Zadie Smith halten, was dieser grandiose Erstling verspricht. Eine junge, gut aussehende Autorin aus der Hauptstadt, die vom Feuilleton hofiert und vom Publikum gefeiert wird, deren Erstlingsroman sich in den Buchhandlungen eben dieser Hauptstadt stapelt und deren Konterfei so manches Verkaufsdisplay ziert – wasRead More
Jazz in Zeiten des Wahlbetrugs Mongo Beti ist nicht nur der bislang einzige wirkliche Exot in der ut metro-Reihe, er ist auch derjenige mit dem deutlichsten politischen Anspruch in seiner Literatur. Sein Roman „Sonne Liebe Tod“ ist nur peripher ein „Spannungsroman“. Der Autor ist vielmehr eine politische Stimme aus dem uns in vieler Hinsicht so fernen Kamerun. Und er hat eine eigene Sprache gefunden, eine Sprache, die radikal mit europäischen Erzählgewohnheiten bricht, die sich einen eigenen Rhythmus durch die Geschichte bahnt und den Leser fordert. Der Leser muss sich einlassenRead More
Martin Suter: „Ich schreibe Bücher, die ich selber gerne lesen würde“ Martin Suter ist der zurzeit meistgelesene deutschsprachige Autor. Seine schriftstellerische Karriere begann er als Werbetexter für „Möllni-Windeln“, „Jägermeister“ und andere Markenartikel. Nach und nach erkundete Suter dann das gesamte Spektrum des Schreibens. Erst 1998 erschien sein Roman-Debut „Small World“ und schnell legte er dann die Bestseller „Auf der dunklen Seite des Mondes“ und „Ein perfekter Freund“ nach. Martin Suter wurde 1948 in Zürich geboren und lebt heute zusammen mit seiner Frau in Guatemala – soweit es der Literaturbetrieb zulässt.Read More