Leidenschaftliches Portrait der Stadt Marseille „In Marseille muss man sogar kämpfen um zu verlieren.“ Um so mehr, je weniger man zu verlieren hat. Manuel, Ugo, und Fabio haben nichts zu verlieren. Sie sind Einwandererkinder, unerwünscht im eigenen Land, aufgewachsen in einem Klima aus Gewalt, Unterdrückung und Armut. Sie prügeln sich, saufen, koksen, hören Musik und träumen von einer Zukunft, die sie nicht haben. Aber auch die schönste Freundschaft zerbricht einmal: Manuel und Ugo werden kriminell, der sensible Fabio wird ausgerechnet Polizist. Doch kein besonders guter. Mehr Sozialarbeiter als Law-and-order-Cop durchstreift
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Mehr als nur ein zeitgeschichtliches Dokument Dieses verzweifelte, wütende Buch hat nichts von seiner verstörenden Wucht verloren. Amerika Ende der 60er Jahre: J.F.K. und R.K. sind tot. Martin Luther King und Malcom X erschossen von durchgeknallten Psychopathen. Gewalttätige Rassenunruhen durchzogen das gesamte Land. Auch Chester Himes glaubte nicht mehr an staatliche Gerechtigkeit für die Schwarzen Amerikas, er propagierte eine organisierte und bewaffnete Revolution: „Vor allen Dingen muß eine Revolution, die Erfolg haben will, gewalttätig sein, sie muß unbedingt gewalttätig sein. Die Schwarzen sollen so viele Mitglieder der weißen Gemeinschaft töten,
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Geschliffener Erzählstil Ein sehr ambivalentes Lese-Erlebnis, bei dem man den lebendig gezeichneten Figuren zwar rasch nahe kommt, aber auch schon bald wieder enttäuscht wird – nicht zuletzt, weil zu wenig, eigentlich gar nichts, passiert. Und ohne Handlung bleibt nur das: Zwei leuchtende Charaktere in einem mittelmäßigen Roman. Kevin Cantys erster Erzählband hieß „A Stranger In This World“ und erschien in Deutschland als „Mondschein und Aspirin“. Cantys erster Roman heißt nach einem Tom Petty Song „Into The Great Wide Open“ und behält glücklicherweise diesen Titel. Wahrscheinlich hätte der Verlag ihn sonst
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Bewundernswert mutig Impressionistische, kompetente Reportagen einer tunesischen Journalistin von einer Reise durch den Irak. Ein Sachbuch über die aktuelle Situation im Irak zu empfehlen, ist gar nicht so einfach. Seit spätestens einem Jahr, seit der amerikanisch-britischen Invasion in dieses Land, sind die Medien randvoll mit Nachrichten, Kommentaren, Gesprächen, Hintergrundartikeln usw. Und es gibt auch bereits eine Unzahl von Buchveröffentlichungen zu diesem derzeit alles überragenden internationalen Thema. Und trotzdem sei auf den schmalen Band mit kleinen Reiseimpressionen und Reflexionen von Sehim Bensedrine ganz besonders hingewiesen. Einmal wegen der Autorin. Sie gehört
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Die schönste Nebensache der Welt Geschichten über große Verlierer und kleine Gewinner, traurige Sieger und glückliche Verlierer auf Rennbahnen, in Sportarenen und auf Bolzplätzen. Irgendwo bei Kafka findet man den bemerkenswerten Satz: „Nichts, wenn man es überlegt, kann dazu verlocken, in einem Wettrennen der erste sein zu wollen.“ Damit ist man schon mittendrin in den Erzählungen von Ugo Riccarelli. Alles dreht sich hier um den Sport, um seine Champions, seine Legenden, seine berühmten Gewinner und tragischen Verlierer – um die vor allem. Wer sich nicht für den Sport interessiert und
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