Die Verlorenheit der Benjamine – Im Hamburger Mairisch-Verlag ist in diesem Jahr Benjamin Maacks „Monster“ erschienen, ein Band mit Erzählungen, in dem mindestens drei „Benjamine“ eine Rolle spielen. Interview Lounge wollte wissen, warum das der Fall ist und sprach mit Maack über ein mögliches gemeinsames Grundthema seiner Geschichten, Angst- und Glücksmomente beim Schreiben, Kontrollsucht und die Wichtigkeit von Kleinverlagen. „Monster“ besteht aus vielen längeren und kürzeren Geschichten. Gibt es ein gemeinsames Thema? Ich mag am liebsten Autoren, die ein Lebensthema haben, das sie immer, immer, immer wieder erzählen. Ich weiß
Read More Posted On August 15, 2012By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Der Geist der Beat-Generation – Allen Ginsberg und Jack Kerouac gehörten zu den zentralen Figuren der amerikanischen Beat-Generation und inspirieren mit ihren Werken „Howl“ und insbesondere „On the road“ bis heute junge Menschen rund um den Globus. Der jetzt auf Deutsch bei Rogner & Bernhard erschienene Briefwechsel zwischen den beiden gewährt faszinierende Einblicke in eine bewegte Generation zwischen Genie und Wahnsinn. Von Karsten Herrmann. Der Briefwechsel reicht vom Jahr 1944, in dem sich die beiden späteren Beat-Heroen erstmals trafen, bis zu Kerouacs frühen Tod im Jahr 1969. Von Anfang an
Read More Posted On August 15, 2012By Joachim FeldmannIn Bücher, Litmag
Aufräumen mit Vorurteilen – Warum geht es den Roma in Osteuropa so schlecht? Der langjährige Balkan-Korrespondent Norbert Mappes-Niediek unterwirft die Stereotypen und bekannten Klischees einem Faktencheck. Von Joachim Feldmann. In der vierten Szene von Bertolt Brechts Schauspiel „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ nimmt der Makler Sullivan Slift die Titelheldin mit zu den Fleischfabriken, um ihr die Schlechtigkeit der Armen zu demonstrieren. Und tatsächlich mangelt es nicht an Beispielen für rohes, hartherziges und egoistisches Verhalten der Proletarier. Allein die resolute Johanna lässt sich nicht beeindrucken. Nicht „der Armen Schlechtigkeit“ habe Slift
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: „Poesie” von Gustav Klimt. (Alle Folgen hier). Achte Ausfahrt Das Los des Dezimierens fiel diesmal nicht auf ein Bild, sondern auf einen kleinen Ausschnitt davon. Denn wie anders auch als in kleinen Häppchen soll dieses monumentale Gemälde fotografiert werden, das
Read More Treffpunkt Tiefgarage 1 bild / 100 worte Jetzt mal keine Meldung von den fiesen kleinen Teufeln, die im Hausstaub und neuerdings auch auf dem Mars darauf warten, unsere Lungen zu verkleben. Können wir eh selber, mit Rauchen. Da liegen wir nachts im Gras über der Tiefgarage, ziehen am Kraut und starren in den Himmel. Sternschnuppen! Oha. Geschicktes Wünschen ist angesagt. Und bloß nichts verraten. Sonst geht der Wunsch nicht in Erfüllung, schade um die Millionen und die ewige Liebe und den Sieg bei DSDS. Früher waren Popsongs schlechter, aber kreativer.
Read More Oder waren es neun Von Idea Vilariño Vielleicht hatten wir nur sieben Nächte, ich weiß nicht, ich habe sie nicht gezählt. Wie hätte ich sie auch zählen können. Vielleicht nicht mehr als sechs. Oder waren es neun? Ich weiß nicht, aber sie waren soviel wert, wie die allerlängste Liebe. Vielleicht kann man mit vier oder fünf Nächten wie diesen, aber genau solchen wie diesen, vielleicht kann man leben, wie mit einer langen Liebe ein ganzes Leben. Aus dem Spanischen von Erich Hackl Von all den großen, kühnen, unbeugsamen Dichterinnen,
Read More Posted On August 15, 2012By Christina MohrIn Musikmag
Jetzt aber schnell, die nächste Buchmesse kommt bestimmt! Wie es manchmal so ist: eigentlich hätte diese Kolumne vor der Sommerpause erscheinen sollen, als vorurlaubliche Leseempfehlung sozusagen. Dieser Plan wurde durch verschiedene Vorkommnisse vereitelt, unter anderem dadurch, dass die betreffenden Bücher von Christina Mohr erst in ihrem eigenen Urlaub gelesen werden konnten und sich die Bearbeitung deshalb stark verzögerte. Zum Glück wird Papier ja nicht so schnell schlecht und wir schicken die Leseeindrücke eben jetzt heraus, gerade noch rechtzeitig vor der kommenden Frankfurter Buchmesse und ihren 90.000 Neuerscheinungen...
Read More Posted On August 15, 2012By Tina ManskeIn Musikmag
John Maus, der „Posterboy des Hipster-Pop“ (taz) ist schon ein Phänomen: ein Typ in seinen frühen Dreißigern, ein Intellektueller (mit Abschlüssen in Musik, Philosophie und demnächst auch Politischer Wissenschaft), der Musik macht, die genauso alt sein könnte wie er selbst. Passend dazu klingen auch diese Zusammenstellung von bisher versprengt oder noch gar nicht veröffentlichten Songs, als würden sie durch einen 30-Jahre-langen Zeittunnel gejagt. Von Tina Manske
Read More Posted On August 15, 2012By Die RedaktionIn Musikmag
Neue Platten von und mit Philip Boa & The Voodooclub, Mike Oldfield, Adele & Glenn, Kimbra und einer Compilation von Elektrosounds vergangener Jahrzehnte, gehört von Tina Manske (TM) und Christina Mohr (MO).
Read More Posted On August 11, 2012By Thomas AdcockIn Crimemag
The Cannibal of Pang Yang by Thomas Adcock Copyright © 2012 Thomas Adcock Teil 2 VI. Six months following the Nativity incident and disastrous raid on the Binnewaters, Oscar Jukes laid out a goodly sum of cash to engage a land surveyor and attorney from Poughkeepsie, one Nelson Forbath. The transaction surprised Kingstonians and untouchables alike, for it was Jukes’ habit to conflate most legal niceties with evil incarnate. As he often ranted, “The Devil makes his Christmas pie with fookin’ lawyers’ tongues.” Handsomely remunerated, Forbath commenced professional examination
Read More Posted On August 11, 2012By Die RedaktionIn Crimemag
Liebes CrimeMag-Publikum, heute lesen Sie den zweiten Teil der original für CrimeMag geschriebenen Erzählung „The Cannibal of Pang Yang“ von Edgar-Preisträger Thomas Adcock. Von Carlos erfahren Sie Erstaunliches aus dem Leben zweier großer Männer, Guido Westerwelle und Oskar Lafontaine. Thomas Wörtche stellt Iain Levisons hervorragenden Roman „Hoffnung ist Gift“ vor; Henrike Heiland analysiert anhand von Peter Abrahams´ „Verblendet“ die Mechanismen von Konfektionsware, während Anne Kuhlmeyer eher die Standards von Fastfood bei Colleen McCulloughs „Zu viele Morde“ erfüllt sieht. Die Bloody Chops fallen bei Kirsten Reimers anlässlich Belinda Bauers „Der Beschützer“
Read More Heute wird´s politisch – Infotainment pur, ein Tag aus dem Leben von Guido Westerwelle und Oskar Lafontaine – according to Carlos Der Tag des Guido Westerwelle 7.00 Wecker klingelt – noch ein wenig dösen … 9.00 Frühstück mit Partner und Retrohund Himmler. Bild-Zeitung, RBB „Leichte Welle“ (hihi, Westerwelle – Welle!), Nutella. 9.30 Wellnessanwendung, Fahrer schon da, führt Himmler aus, der mal a-a muss. Kleine Playstationsession: Sieg! Vietnamesen tot! (Hihi, Vietnamesen …) 10.00 Fahrt ins Ministerium, unterwegs SMS beantworten, aber da sind keine. 10.30 Ankunft – Darjeeling mit persönlichem Referenten und
Read More Kafka, revisited „Hoffnung ist Gift“ von Iain Levison ist ein brillanter, sarkastischer Wurf. Thomas Wörtche nennt ein paar Gründe dafür … Jemand musste Jeff Sutton verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Tages verhaftet. Sutton ist Taxifahrer in Dallas. Texas und ein einziger Fingerabdruck, den er aus ganz plausiblem Grund im Haus eines Fahrgastes hinterlassen hat, ist der Auslöser dafür, dass er als Kindsentführer und -mörder in die Dynamik des US-amerikanischen Rechtssystems gerät. Mangels des wirklichen Täters beschließen die örtliche Polizei und die Staatsanwaltschaft,
Read More Konfektionsware Programme großer Verlage müssen gefüllt werden. Neben den „Spitzentiteln“ muss eine gewisse Füllmenge her. Dafür könnte man gute Bücher nehmen – man kann aber auch viel bequemer und risikoärmer irgendwelche Titel nehmen, die nicht weiter stören. Wie so was tickt, beschreibt am Beispiel von Peter Abrahams´ „Verblendet“ Henrike Heiland. Man weiß ja, dass es bei Verlagen Titelkonferenzen gibt, und man weiß ja auch, dass sich die Lektorinnen und Lektoren vorher große Mühe mit der Titelfindung geben. Sie haben ihre Vorgaben, was gerade geht und was nicht, sie schauen nach,
Read More Nekrophil, sadistisch, Fastfood … „Die Dornenvögel“ war mal ein Weltbestseller von Colleen McCullough. Das ist lange her und inzwischen hat die australische Autorin eine Menge andere Romane geschrieben, eine Serie über die alten Römer und ein paar Cop-Novels. Literarische Aufmerksamkeit hat sie damit nicht unbedingt erregt. Warum auch, fragt sich angesichts von „Zu viele Morde“ Anne Kuhlmeyer. Zwölf Leichen an einem Tag, dem 3. April 1967, die alle auf unterschiedliche Weise ums Leben kamen, sind definitiv zu viele für eine amerikanische Kleinstadt. Und für den Leser auch. Denn sie haben
Read More Bloody Chops heute zweimal roh, einmal mild: Kirsten Reimers (KR) über Belinda Bauer: „Der Beschützer“, Thomas Wörtche (TW) über Clément Baloup/Eddy Vaccaro/Robert Louis Stevenson: “Der Selbstmörderclub“, und Frank Rumpel (rum) über Markku Ropponen: „Tote Finnen tanzen keinen Tango“. Gefühliger Psychoquark (KR) Schockstarre in Shipcott, einem kleinen Dörfchen in der englischen Grafschaft Somerset: Ein brutaler Mörder geht um. Er hat sich auf hilflose Personen spezialisiert, die er zunehmend bestialischer abschlachtet, und hinterlässt hämische Botschaften. Und das Schrecklichste: Es muss einer aus dem Örtchen sein – „Einer von uns!!“ –, denn Shipcott
Read More Posted On August 11, 2012By Thomas PrzybilkaIn Crimemag
Pick of the Week N° 10 – Seit Jahren bibliographiert, archiviert und kommentiert der Ehrenglauser-Preisträger Thomas Przybilka in seinem BoKAS (= Bonner Krimi-Archiv Sekundärliteratur) wissenschaftliche und publizistische Arbeiten aus aller Welt, die sich mit den unendlichen Facetten von Kriminalliteratur befassen. In unregelmäßig regelmäßigen Abständen erscheinen dann seine unschätzbar wertvollen Zusammenfassungen der aktuellen Sekundärliteratur, die jeder zur Kenntnis nehmen muss, der sich auch nur ein bisschen über seine Lieblingsliteratur kundig machen möchte. Ein solcher „Newsletter“ hat leicht einmal 160 bis 200 Seiten; deswegen empfiehlt CrimeMag jede Woche ein paar Titel aus
Read More Letzte Woche ging es bei Christopher G. Moore um Mind Hacks … Heute dreht sich die Fortsetzung des Essays um Barbaren, genauer um Noir Fiction Barbarians (Part 2) Barbarians have acquired a bad name. Their negative press is part of our hive programming. We feel revulsion to outsiders, the barbarians who threaten our way of life, our values, our norms, and our laws and institutions. Leave our hive alone! The barbarians, in Roman times, were the Germanic tribes along the borders. These tribes had a disturbing feature—their members had minds
Read More Menschliches Elende von Andreas Gryphius Was sind wir Menschen doch? Ein Wohnhaus grimmer Schmerzen, Ein Ball des falschen Glücks, ein Irrlicht dieser Zeit, Ein Schauplatz herber Angst, besetzt mit scharfem Leid, Ein bald verschmelzter Schnee und abgebrannte Kerzen. Dies Leben fleucht davon wie ein Geschwätz und Scherzen. Die vor uns abgelegt des schwachen Leibes Kleid Und in das Totenbuch der großen Sterblichkeit Längst eingeschrieben sind, sind uns aus Sinn´ und Herzen. Gleich wie ein eitel Traum leicht aus der Acht hinfällt Und wie ein Strom verfleußt, den keine Macht aufhält,
Read More Letzte Woche war an dieser Stelle von Olympia und der Kunst die Rede. Genauer gesagt: von den Kunstwettbewerben früherer Olympiaden. Und wie sieht es heute aus? Niemand käme auf die Idee, eine Leichtathletik-WM oder die Tour de France durch kulturellen Ballast zu beschweren. Hier eine Ausstellung im Beiprogramm, da ein historischer Rückblick oder ein Häppchen Kunst an der Strecke, das schon. Aber ein Riesenfestival wie derzeit in London, eine „kulturelle Olympiade“ oder gar Kunstwettbewerbe wie vor dem Zweiten Weltkrieg? Nur beim „Fest der Völker“ denkbar. Marcus Imbsweiler diesmal über den
Read More Posted On August 8, 2012By Die RedaktionIn Litmag
Liebes CULTurMAG-Publikum, wieder steht das LitMag im Zeichen der Olympischen Spiele. Vergangene Woche unternahm Marcus Imbsweiler einen Streifzug durch die „kulturelle“ Olympiageschichte, nun hat er die aktuelle Olympiade betrachtet und schreibt über Körper im Natur- und Kulturzustand, den Olympischen Geist, gedopte Muskelmänner und die Ästhetik der Eröffnungsfeier von London. Der aus Hawaii stammende Satiriker Eric T.Hansen erklärt, warum er gerne in Deutschland lebt – aber trotzdem als typischer Ami die Olympiade jeder Fußball-EM vorzieht. Raymond Carvers legendäre Kurzgeschichtensammlung „Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden“ ist nun als „Uncut“-Version
Read More Posted On August 8, 2012By Charlotte von BausznernIn Comic, Litmag
Die Sehnsucht bleibt Dear Reija Sann, {ein offener Antwortbrief auf die Einleitung des Editors zum Finnish Comics Annual 2012 von Charlotte von Bausznern} eine Rezension zu schreiben ist immer etwas teuflisch Schwieriges: Da sind die Autoren, die Respekt verdienen, Herausgeber, die aufregende Leitartikel erwarten, Lesende, die sich einmalige Kaufempfehlungen wünschen. Es sollte Literaturgeschichte, Comicgeschichte, Werkgeschichte, Biographie, Rezeption, Verkaufszahlen, alles beachtet werden und unbedingt eigener Senf dargeboten werden, ein wenig wenigstens. Dieses Mal hast Du es mir so fabelhaft leicht gemacht wie keiner zuvor. Kaboom. Hier sind meine Antworten auf Deine
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: „Einsiedler, Rosse tränkend“ von Moritz von Schwind. (Alle Folgen hier). Siebte Ausfahrt Der „Einsiedler, Rosse tränkend“ – stünde er nicht im Titel, er wäre kaum zu erkennen auf dem Bild. Ein Wald, tiefer Wald, in mehreren Schichten sich öffnend und
Read More Posted On August 8, 2012By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Kult der Lakonie – Raymond Carver ist einer der berühmtesten Vertreter der amerikanischen Short Story und prägte in den 1980ern einen neuen „Minimalismus“. Bekannt wurde er insbesondere auch durch sein Buch „Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden“. Eine im S. Fischer Verlag herausgekommene Neuausgabe bietet jetzt die Gelegenheit, Carvers eindrucksvolle Stories (wieder) zu entdecken. Von Karsten Herrmann Die Erstausgabe und damit auch die deutsche Übersetzung war durch starke Eingriffe und Kürzungen von Carvers Lektor Gordon Lish geprägt. Ein Briefwechsel zwischen den beiden zeigt, dass Carver die Überarbeitungen einerseits
Read More Warum ich gern in Deutschland lebe – Lieber Leser, tun Sie mir mal einen Gefallen? Sollten wir uns jemals begegnen und Sie fragen mich, wo ich herkomme, und ich sage, aus Hawaii natürlich, woher sonst, stellen Sie mir nicht diese eine Frage, die Ihnen auf der Zunge brennt: „Wie kann einer aus Hawaii nach Deutschland kommen?“ Als ich damals diese Entscheidung traf, dachte ich nie, ich würde mich in Deutschland dafür rechtfertigen müssen. Naiv wie ich war, stellte ich mir vor, die Deutschen hätten ein gesundes Selbstbewusstsein und würden es
Read More Posted On August 8, 2012By David KregenowIn Kunst, Litmag
Reise ans Ende der Nacht – Als Anders Petersen Ende der 60er Jahre durch Zufall auf das Café Lehmitz auf der Reeperbahn stieß, war dies nicht nur eine fotografische Initialzündung, sondern zugleich auch der Beginn seiner Karriere als Fotograf. Was er in den Jahren von 1968 bis 1971 dort ablichtete und was schließlich 1978 in Buchform erschien, war ein Mikrokosmos am Rande der Gesellschaft und dennoch war dieser Ausschnitt von einer Allgemeingültigkeit und einer verzweifelten, prallen Lebenslust, die bis heute genauso erschreckt wie berührt. In der Folge konzentriert sich sein
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