Thomas Wörtche
Schreibt über Bücher, Bilder und Musik. Lebt und arbeitet in Berlin.
Zu den CULTurMAG-Beiträgen von Thomas Wörtche, zu Thomas Wörtches Beiträgen zur Kriminalliteratur bei Kaliber38.
Bild: L.G. Bauer
Geschrieben am 24. November 2012 von Thomas Woertche für Mitarbeiter
Stella Sinatras URknall
Es war einmal, vor 100 Jahren, eine Bäuerin im Moor. Nach dem Krieg verkaufte sie Kaffee und Kuchen an die Männer, die ihre Schiffe die Peene hochzogen. (Eher Schnaps, wendet ein der Kollege, dessen Opa Torf stach bei Bremen.) Und ach, dieser Vollmond, das bleiche Licht auf nächtlichem Schilf. Wer reitet so spät. Die Stille. Jede Leserin kennt das Moor, aus „Sturmhöhe“, dessen Verfasserin dort lebte und starb. She made haste to leave us, schrieb ihre Schwester, und über das Buch: Es sei ein Koloss, gehauen in einer primitiven, wild blühenden Werkstatt, dark and frowning, die Liebe darin – dämonisch –
Bild: Eleonore H., MERCI.

