Thema schwer, Sprache leicht Ich lese Caroline Wahl. Ich lese nicht zu Ende, denn ich verstehe, warum jemand erschöpft ist oder nicht, warum jemand nicht mehr kann oder erst recht, warum eine Mutter trinkt oder Arbeit krank macht, warum die Dunkelheit dunkel und die Enge eng ist, warum jemand sich nach eisblauen Augen … ich verstehe. Und will es nicht mehr wissen. Es tut mir alles wahnsinnig leid, denn natürlich weiß ich, dass ein alkoholisierter Elternteil ein Kind beschädigt, dass Macht demütigen kann, dass Menschen sich nach Liebe sehnen und
Read More Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zum Beispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie ‚Spielwort‘ ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. Spielwort: Bett Elf Zitate zusammengelesen von Ingrid Mylo Den ganzen September über ging ich zu Bett, ohne zu wissen, was in dieser Nacht und am folgenden
Read More Wörter, die man nicht mehr hört Wo sind sie geblieben? „Meine“ vermissten Wörter? Die so gut wie gar nicht mehr auftauchen. Außer in meinem Kopf. Aber sonst? Und sind sie zu Recht verlustig? „ Knicks“ und „ Fräulein“ . Wer braucht den Knicks noch ? Sind ja nicht mehr bei Hofe. Und das ein artiges Mädchen einen Knicks machen soll – undenkbar. Ein verhuschtes „ Fräulein“ ,meist im Zusammenhang mit „ bitte zahlen“, ab und zu taucht es noch auf. Beide Wörter: kein wirklicher Verlust. Schon anders bei „ Backfisch“
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