Zwischen Bußgang und Befreiungsschritt liegt manchmal nur ein Gegenschuss Zwischen Arbeitswelt und Privatleben des irischen Kohlenhändlers Bill Furlong liegt ein schmaler Flur und ein jeden einzelnen Abend mit Präzision ausgeführtes Ritual. Bevor Bill sich zu seiner Frau und den fünf wohlgeratenen Töchtern in den warm erleuchteten Wohnbereich begibt, verschwindet er in der vom Flur abgehenden Gästetoilette, zieht Bürste und Kernseife aus einem Schränkchen und beginnt sich die Hände zu waschen. Innerhalb von Minuten verwandelt sich klares Wasser in schmutzige Brühe und nicht erst, als Bills Schrubben im Verlauf des Films
Read More Samstagnachmittag, die Berlinale groovt sich langsam ein. Noch ist es zu früh, um rote Fäden (wobei: sektionenübergreifend ist die Erfahrung historischer wie gegenwärtiger Totalitarismen fühlbar stark Thema, insbesondere aus weiblicher Sicht) zu identifizieren oder gar Bärenfavoriten auszurufen. Aber ein erster Abgleich lässt sich vielleicht wagen: Kurz vor Festivalbeginn brachte der Tagesspiegel eine kleine Prognose von Dominik Graf: “Viel karges Kino im freudlosen Büßergewand” werde es wohl geben, aber “kaum Exzesse, kaum Ambivalenzen, kaum gewagte Diskurs-Verunreinigungen und provozierende Fragwürdigkeiten”. Allerdings erwarte er sich vom Forum, in diesem Jahr erstmals von Barbara
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