Textauszug Tag

Endlich liegt im Rahmen der Ross Thomas Gesamtausgabe im Alexander Verlag der umfangreichste Roman des Großmeisters zum ersten Mal in einer vollständigen und brandneuen Übersetzung vor. Alf Mayer hat sich darüber – hier nebenan in dieser Ausgabe – auch mit den Übersetzern Gisbert und Julian Haefs unterhalten. Mit freundlicher Genehmigung von Verlag und den Übersetzern präsentieren wir Ihnen hier als Textauszug aus »Die Narren sind auf unserer Seite« (The Fools in Town Are on Our Side, 1970) das Kapitel 10. Es geht um die Kindheit des Protagonisten Lucifer Dye imRead More
Ein Professional gibt Einblick, Textauszug mit sieben Beispielen (AM) Filme sind Lebensmittel. Ein Portal zu neuen Möglichkeiten, eine Tür ins Ich und in die Welt. Man kann viele Leben leben, längere und kürzere, hat der große Borges über Literatur und Kino gesagt. Dort gibt es jene Dinge zwischen Himmel und Erde, von denen sich unsere Schulweisheit nichts träumen lässt. Im Kino erleben wir uns größer als wir selbst. Im Kino werden wir wer wir sind. Das mag man für übertrieben halten, tatsächlich spielt unsere Kultur den medialen Einfluss und erst Recht den des Kinos auf unsere Biografien eher herunter. Ich hingegen stelleRead More
Film und andere Leidenschaften Eine Tochter will wissen, was ihre Mutter im Nachklang der Achtundsechziger-Bewegung gemacht hat, als vom „Augenblick der Freiheit“ noch etwas zu spüren war. Sie lebte damals in der Filmszene Münchens – und nein, dies ist KEIN Fassbilder-Roman. Ihre wichtigste Informationsquelle ist Gottfried, ein Chronist der Szene, der damals unsterblich in in ihre Mutter verliebt war und ihr Zugang verschafft in eine Welt voller Hoffnungen und voller Abenteuer, aber auch der Eitelkeiten und Wichtigtuereien, oft mit dem überheblichen Anspruch, die Welt grundsätzlich neu zu erfinden. Eine BesprechungRead More
Fantasyland – Die Geschichte Amerikas neu erzählt Textauszug aus dem Buch von Kurt Andersen Das amerikanische Expe­riment, die Fleischwerdung der großen aufklärerischen Idee von der intellektuellen Freiheit, die besagt, dass jeder Einzelne frei ist zu glauben, was auch immer er oder sie will, hat sich zu etwas ausgewachsen, das wir nicht mehr im Griff haben. Dieser Ultra­-Individualismus war von Anfang an tief mit epischen Träumen verknüpft, manchmal auch mit epischen Fantasien – jeder ein­zelne Amerikaner, jedes Individuum aus Gottes erwähltem Volk, schuf sich sein eigenes, maßgeschneidertes Utopia, jeder von unsRead More