Das Land mit den schlechtesten Film-Ohrfeigen Alf Mayer über Dominik Grafs Buch »Spielen oder Sein. Über Filmschauspielerei« Dominik Graf: Sein oder Spielen. Über Filmschauspielerei. C.H. Beck Verlag, München 2025. Hardcover, 392 Seiten, mit 90 Abbildungen, 28 Euro. ** ** Schon die Umschlagfarbe ist Programm. Es ist die Farbe der italienischen »Gialli«, der in reißerischem Gelb gehaltenen Pulp-Romane, die besonders in den 1950er und 1960er Jahren in Italien Absatz fanden und als »Poliziotteschi« auch ins Filmgenre ausstrahlten: Filme mit Polizei-, Mafia- oder Gangsterbezug. Christian Keßler hat ihnen 2023 das Buch »Bleigewitter
Read More Alf Mayer über das Fotobuch von Isadora Tast Der Kampf hat sich gelohnt. Jetzt liegt das Buch vor, nicht zuletzt durch eine Crowdfunding-Kampagne mitfinanziert. Seine Produktions-geschichte ähnelt der von Independent-Filmen: jahrelang hartnäckig verfolgt, trotz aller Widrigkeiten drangeblieben, zwischendurch Brotarbeiten gemacht, nie aufgegeben und dann Jahre nach den ersten Momenten des Traums doch noch verwirklicht. „Hollywood Calling“ heißt der Bildband von Isadora Tast. Sie porträtiert darin 60 Schauspielerinnen und Schauspieler, die es nach Los Angeles gezogen hat: junge und alte, Kinderstars und alte Hasen, weibliche und männliche Stand-Up-Comedians, eine Großmutter, ein
Read More Was auf der Bühne geschieht, wenn gespielt wird Eine Einführung zu ACTORS ON STAGE von Niklaus Helbling, Kurator des Culturmag-Special Theater ist Luft. Die Leute gehen hin, setzen sich in einen Raum und nehmen teil an einem Ereignis aus Sicht- und Hörbarem, aus Inhalt, Aesthetik und Energie, bringen durch ihre Teilnahme, ihr Mitdenken selbst Energie in das Produkt mit ein, das dann, wenn sie den Raum wieder verlassen, nur noch in ihren Köpfen weiter existiert, während die Bühne leergeräumt wird. Es gibt gefilmte Aufzeichnungen, gewiss, aber das eigentliche Ereignis Theater
Read More Die Nacht beginnt. Es ist Januar, eisige Kälte. Sie steuern seit einer Stunde Ihr Auto auf einer Autobahn. Zwei Menschen, die Sie lieben, fahren auch mit. Nach anfänglichen Gesprächen schlummern die beiden vor sich hin. Sie fahren nicht schnell, 110 vielleicht, 120. Raserei konnte Sie nie locken. Ihre Gedanken sind aufgeräumt. Die Straße vor Ihnen ist trocken und gerade. Seit Tagen schon gab es keine Niederschläge. Rechts und links nehmen Sie Schnee auf den Feldern wahr. Nicht viel. Sie schauen aus dem Seitenfenster und sehen Sterne am Himmel. Die Welt
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