Lisette Buchholz Tag

Lisette Buchholz: Die Vergeblichkeit all unseren Tuns Sei gefühllos!Ein leichtbewegtes HerzIst ein elend GutAuf der wankenden Erde. „Der größte Egoist der Literaturgeschichte“, wie ihn Raabe bezeichnet, hat das in seinem achtzehnten Lebensjahr (1767) erkannt. Und dieser Vers zieht sich durch das ganze Buch, durch die Lebensgeschichte von Velten (Valentin) Andres, Helene Trotzendorff und Karl Krumhardt: drei Kinder, die zusammen im Viertel Vogelsang einer nicht näher bezeichneten Stadt aufwachsen und sich ein Leben lang die Treue halten, bis mit dem Tod von Velten die Geschichte endet. Velten und Helene sind inRead More
Lisette Buchholz: Anna Gmeyner – gesucht und gefunden Unter einer majestätischen Blutbuche sitzt eine Frau im Rollstuhl und sieht mir ruhig und aufmerksam entgegen. Im Frühsommer des Jahres 1984 ist Anna Gmeyner 82 Jahre alt, sie lebt in einem Altersheim im englischen York, und unser Treffen findet im Garten dieses Heims statt.  Ein langer Weg hatte zu ihr geführt. 1983 beschloss ich, den persona verlag für unbekannte Texte aus dem deutschen und österreichischen Exil 1933-45 zu gründen. Zu diesem Entschluss hatten Erlebnisse während meiner Studienaufenthalte in Osteuropa beigetragen. Dort warRead More