Klassiker-Check Tag

** ** Am 19. Februar 2026 wird Ross Thomas 100 Jahre alt. Das feiern wir. Siehe auch in dieser Ausgabe: Sonja Hartl: Ross Thomas lesen (Zwischenfazit)Salut Nr. 3: Alf Mayer: Lokalrunde mit Ross ThomasZweimal Podcast: William Marshall und Ross Thomas ** ** »Die im Dunkeln« – getrost auch eine heutige Lektüre Ross Thomas im Klassiker-Check von Thomas Wörtche Neulich habe ich Hitchcocks „Psycho“ wieder gesehen. Das erste Mal seit ca. 30 Jahren. Und vollständig, als ganzen Film und nicht als Exerzitium für Einzelbildanalysen oder durch die Augen von François Truffaut.Read More
Die ganze Palette der Schwarzen Romantik – in neuem Kontext In Zeiten des allgemeinen, also auch kriminalliterarischen Kuschelns gegen die böse Welt könnte man sich mal wieder an einen bedeutenden Störenfried erinnern – an Jim Thompson. Findet Thomas Wörtche. Bevor Deputy Sheriff Lou Ford einen jugendlichen Kleinkriminellen seelenruhig mit dessen Gürtel in einer Gefängniszelle erhängt, um einen Mord zu verschleiern, den der Gesetzeshüter selbst begangen hat, erklärt er seinem Opfer den Lauf der Dinge: „Wir leben in einer verkehrten Welt, weißt du. Die Polizisten spielen die Gangsterrollen, und die GangsterRead More

Posted On Oktober 17, 2017By Andrea O'BrienIn Bücher, Crimemag

Klassiker-Check: Joe R. Lansdale: The Bottoms

Ein Ich-Erzähler mit überzeugender Stimme Andrea O’Brien hat sich den 2001 mit dem „Edgar“ ausgezeichneten Roman von Joe R. Lansdale angesehen und verrät hier, warum sie das Buch immer noch so gut findet. »The Bottoms: Das Grauen am Fluss« ist der Titel eines spannenden, historischen Romans von Horror-Altmeister Joe R. Lansdale, der seine Leser in einen kleinen Ort am texanischen Sabine River um 1930 entführt. Der in der Tradition des Southern Gothic angesiedelte Roman gewann 2001 den Edgar Allen Poe und den Herodotus Award. 2011 wurde der Roman unter dem Titel „Die WälderRead More
Mit Eric Ambler ist es ein bisschen wie mit Goethe. Subkutan sehr einflussreich, stets gerne für allerlei systematische Argumentation zitiert, stets irgendwo im Hinterkopf präsent. Aber wann haben wir wirklich zum letzten Mal einen Ambler sorgfältig und einlässlich wieder gelesen? Wir nehmen also die Neuauflage der Ambler-Romane bei HoCa zum Anlaß, den Roman, der unbestritten eines der Schlüsselwerke der Kriminalliteratur ist, einem Härtetest des Re-Readings zu unterziehen. Wie haltbar ist „Die Maske des Dimitrios“ noch? Ist er museal geworden? Können wir ihn heute noch brauchen? Zoë Beck, Lena Blaudez, NeleRead More
1 Buch, 3 Kritiker – 1947 erschienen, galt und gilt „Ich, der Richter“, so der deutsche Titel, als „Skandalbuch“, hauptsächlich weil der Held Mike Hammer am Ende der bösen, blonden, schönen und intellektuellen Mörderin seines Freundes mit dem Kommentar „Es war leicht“ („It was easy,“ I said) eine 45er Kugel in den Unterleib schießt. Aber ist eine Stelle genug, um daraus ein verfemtes, gehasstes und also hochgradig provozierendes Buch zu konstruieren? Rotbuch hatte es 1996 noch einmal versucht, den Roman als Opfer der Zensur darzustellen – ohne großen Erfolg. SeitdemRead More
Die Mutter der Gangster-Dialoge – George V. Higgins’ „Die Freunde von Eddie Coyle“ von 1971. Ein Klassiker-Check von Alf Mayer. Dieser Satz ist einer der berühmtesten Romananfänge der Kriminalliteratur: „Jackie Brown war sechsundzwanzig und verzog keine Miene, als er sagte, er könne ein paar Waffen besorgen.“ Wie ein Blitz traf dieser Einstieg damals vor über 40 Jahren einen im letzten Jahr als Altmeister zu Grabe getragenen Autor. Als sein Buch, für das es sich zu sterben lohne, benannte der große Elmore Leonard (hier unser Nachruf) die 1971 im New YorkerRead More