Alle Bilder mehrfach codiert Helmut Newton: „Berlin, Berlin“. Herausgegeben und kommentiert von Matthias Harder. Taschen Verlag, Köln 2024. Format 21 x 27.5 cm, Gewicht 1,64 kg. 245 Seiten, 50 Euro. – Verlagsinformationen: taschen.com Eine Liebesgeschichte mit langen Unterbrechungen nennt Matthias Harder, Direktor der Helmut-Newton-Stiftung in Berlin und Herausgeber des gerade erschienenen Bandes „Berlin, Berlin“, das Verhältnis von Helmut Neustädter alias Helmut Newton und seiner Geburtsstadt Berlin. In den 1930er Jahren lernte Newton sein Handwerk bei der legendären Yva, die schon damals Mode-, Poträt- und Aktfotografie zusammendachte – sie hatte übrigens ihr
Read More Eleganz & Noir In einer längeren Besprechung habe ich schon 2009 versucht zu zeigen, wie massiv der Tinge of Noir das Gesamtwerk von Helmut geprägt hat. Eine neue Sammlung von bekannteren und unbekannteren Fotos hat jetzt die Helmut Newton Foundation unter dem Titel „Legacy“ zusammengestellt. Diese neue Kompilation ändert nichts an dem Umstand, dass viele von Newtons Fotos auf einer Ästhetik des Noir basieren, beziehungsweise zu einer Ästhetik des Neo-Noir beitragen. Belege finden sich dafür in Hülle und Fülle. Es gibt nicht nur Newtons Aussagen, wie sehr er von Raymond Chandler
Read More Verspielter Provokateur hinter der Kamera von Peter Münder Der Fotograf Helmut Newton (1920-2004) wollte mit seinen Bildern den modischen Zeitgeist zwischen London, Paris und New York einfangen. Mit seinem Faible für entblößte High Heel-Amazonen und erotisch aufgeladene Posen verschaffte er sich den Ruf, mit seinen Fotos die Grenzen des guten Geschmacks ausloten zu wollen. Zu seiner ästhetischen Bilder-Inszenierung gehörte aber auch eine subtile Ironie, mit der er für verblüffende Effekte sorgte, wie der große, jetzt bei Taschen erschienene Bildband „Pages from the Glossies“ (Facsimiles 1956-1998) demonstriert. Als Helmut Newton 1963
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