Der Fernsehkrimi im deutschen Fernsehen boomt. Ungezählt all die Verbrechen, die jeden Tag auf dem und für den Bildschirm begangen und die fast ausnahmslos in maximal 89 Minuten aufgeklärt werden. Dietrich Leder, der viele Jahre für die „Medienkorrespondenz“ über das Fernsehen schrieb, ehe dieses zweiwöchentliche Periodikum im Dezember 2021 eingestellt wurde, nimmt sich jeden Monat eine Erscheinung des laufenden Krimi-Programms vor und seziert, wie es die Darsteller der Pathologinnen und Pathologen in den Serien versprechen. Folge 14: Kommissar Van der Valk – und seine literarische Vorlage Im Mai 2023 zeigte das
Read More Europa schreiben, im Kriminalroman Estland, Litauen, Strasbourg, Dresden, die Slowakei, Tschechien, Polen, Österreich, Frankreich, die Vogesen, Biarritz, Belgien, die Niederlande – viele europäische Orte und Regionen werden uns spätestens jetzt mit Putin noch näher wachsen als je zuvor. Überhaupt Europa. Ich habe mich immer schon gefragt, warum Kriminalromane bei uns so selten über Ländergrenzen streifen, warum es nicht öfter eine transeuropäische Sicht in der Kriminalliteratur gibt. Das hat mich jetzt bei „Der Tallinn-Twist“ von Hoeps und Toes elektrisiert – siehe auch die Besprechung von Thomas Wörtche bei uns in den
Read More Viele Türen 1 bild / 100 worte Hinter der grünen Tür: Kommisar Maigret auf Mörderjagd in Begleitung eines gelben Hundes. Hinter der blauen Tür: Die Mikroben unter dem Eis des Jupiter-Trabanten Europa… exactement! Dort, wo die Leserschaft sich hinbegibt, wenn sie die Nachrichten nicht mehr aushält. Und wer hielte sie noch aus? Aaah, bacteria. Ungefragt besungen, Du Klebeelement auf der Kunststoff-Umhüllung des Aufnahme-Mikros, this is not a love song. Hinter der rosa Tür: das Alpenpanorama. Hinter der gelben Tür: Muminmutter, die Rosen an die Wand malt, und dann in ihrem
Read More Im Mai hat Carsten Jensen den ersten Europa-Preis der Europa Universität Flensburg erhalten. Jensen gehört zweifelsohne zu den wichtigsten Erzählern unserer Tage – sein Roman „Der erste Stein“ setzte Maßstäbe – so sieht aktuelle politische (Kriminal-) Literatur aus. CM präsentiert stolz seine Rede anläßlich der Preisverleihung im Mai 2018: Heimatlosigkeit Der Begriff Heimat hat im Dänischen keinen düsteren Klang. Es gibt sogar eine Art Heimatliteratur, die aber vermutlich nur von Literaturhistorikern gelesen wird – es sind Autoren wie Jeppe Aakjær und Johan Skjoldborg. Erstaunlicherweise prangern diese Schriftsteller aber soziale Missstände
Read More Europa ist eine Fata Morgana – „Blödmaschinen. Die Fabrikation der Stupidität“ hieß 2011 ihr Frontalangriff auf die Kulturindustrie, 2014 gefolgt vom großen Pamphlet „Geld frisst Kunst. Kunst frisst Geld“. Nun richten Markus Metz und Georg Seeßlen, seit vielen Jahren im Bayerischen Rundfunk und bei diversen Büchern ein gut eingespieltes Team, ihr Augenmerk auf die sogenannte Flüchtlingskrise und deren politische und kulturelle Semantik und Ikonographie. Es ist eine schonungslose Bestandsaufnahme. Alf Mayer hat sich das Buch „Hass und Hoffnung“ zu Gemüte geführt – und lässt die Autoren des Originaltons wegen dann
Read More Schick ’ne Karte 1 bild / 100 worte Aufwachen. Über eine Hungerkur nachdenken, einfach um zu sehen, ob ARTE recht hat… Derweil, unter der eisigen Oberfläche Europas, „rufen“ uns gewaltige, lebendige Ozeane. Vergesst den Mars, nehmt Kurs auf Jupiter! So würde die Losung lauten, wären da nicht die vielen, Mars-fixierten Pfrundhalter der NASA. Die Kommentar-Spalte dazu: Warum denn immer dieselben Akteure, kann doch mal ein anderer ins All fliegen! Der Beitrag ausführlich, die Orthografie außerirdisch, kommt nicht gut an bei den Kollegen. Flott wird geantwortet: Flieg doch selbst in den
Read More Posted On September 18, 2013By Peter MuenderIn Bücher, Litmag
36 Stunden, 125 Wochenend-Trips, 644 Seiten – Ein Starker Reiseführer auch für weniger bekannte europäische Locations. Von Peter Münder. Ein Wochenende in Barcelona, eine Woche Schottland, eine fünftägige Radtour an der Donau – keine Frage: Touristische Kurztrips sind schon seit Jahren beliebt und der Trend hält weiter an. Die „New York Times“ hat mit ihren Reise-Tipps für „Thirty Six Hours“ einen so enormen Erfolg, dass man die Empfehlungen für Weekend-Trips seit 2006 auf Europa ausdehnte und die 2011 in Buchform veröffentlichten Kolumnen über Kanada und die USA nun sogar in
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