Brilliantes Werk über den irischen Befreiungskampf Als ob die grüne Insel nicht genügend einheimische Literaturnobelpreisträger vorzuweisen hätte, setzt die Irish Times Roddy Doyles neuen Romanhelden Henry Smart auf eine Stufe mit Oskar Matzerath. Doch zunächst beginnt Henry Smarts Geschichte auf einer ganz anderen Stufe: Auf einer bröckelnden Vortreppe im Dublin des beginnenden 20. Jahrhunderts – an seiner Seite die Mutter und über ihm der Nachthimmel, in dessen Sternen die Mutter Henrys tote Geschwister verkörpert sieht. Henry Smart – Sohn eines einbeinigen Türstehers und Auftragskillers – erzählt, wie seine Eltern sich
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Gleich hat man Lust, die auf dem Umschlag abgebildeten Türen zu öffnen und wird nicht enttäuscht: Vom Papier über die Drucktype bis zu den locker gestreuten Illustrationen ist das Heft eine Augenweide, unaufdringlich, aber ohne Betulichkeit. Von Gisela Trahms
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Christoph Leisten: marrakesch, djemma el fna. – Das Ergebnis dieser sinnlichen Lektüre ist nun nicht das Verstehen der Schrift: Der Text schließt mit dem Bewusstsein darum, dass man sich einer ‚fremden’ Kultur zwar in immer kleineren und feineren Schritten annähern kann, sie aber in ihrer Tiefe nie komplett wird verstehen können: „darüber glaubten wir zu verstehen“.
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In welche Schublade soll man die Gedichte von SAID stecken? Tief geprägt ist er sicherlich von der Lyrik-Tradition seines Herkunftslands, in der die Poesie bis heute eine Popularität genießt, die bei uns überhaupt nicht mehr vorstellbar ist. Von Carl Wilhelm Macke
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Es ist eine sehr unterschätzte Kunst: das Übersetzen. Oft lesen wir ein gutes Buch und freuen uns über die Sprache des Autors, selten wird uns bewusst, dass ein geschickter Vermittler die Strippen zieht, dass ein talentiertes Medium mit seinem ganzen Kopf- und Persönlichkeitseinsatz aus einem Original ein neues Original schafft. Weil das nicht deutlich genug gesagt werden kann, wird uns Isabel Bogdan von nun an immer wieder beiläufig oder auch hartnäckig daran erinnern. Zum Auftakt was Grundsätzliches: Der Übersetzer als Schauspieler.
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Tommy Jaud präsentiert sich mit "Hummeldumm" auf der Höhe seines Schaffens. Mutig: Der schriftstellernde Komödiant schreckt auch vor kotigen Kalauern nicht zurück. Der Lohn seiner Mühen: Ein Blick auf die Spiegel-Bestsellerliste von oben. Ulrich Noller schaut in die Charts.
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In der Bergwelt lauert Gespenstisches. Martialisch schlägt Material aufeinander. Verzückendes ist vonnöten, um dem Turmbau-zu-Babel-Effekt eines Kabinenlifts zu entgehen. Uta-Maria Heim über Judith Kuckarts "Die Verdächtige"
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Viel zu oft wölken auch Kritiker interpretativ. Literaturkritik heißt aber auch Handwerkskritik. Klaus Kamberger hat eine Stichprobe aus der ausgeuferten Produktion genommen und durch die Qualitätskontrolle laufen lassen.
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