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Posted On Juli 5, 2017By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag, News

Roman: Silke Andrea Schuemmer: Nixen fischen

Saugnäpfige Prosa – Wie ein unheilvolles Wesen aus „Fluch der Karibik“  haust Antiquitätenhändler Knut Seckig in seinem Laden, der bis unter die Decke mit maritimem Krimskrams vollgestopft ist.  Kompasse, Sextanten und Seekarten, Korallen, Muscheln, Schnecken und Seesterne, Galeonsfiguren und Gemälde unklarer Provenienz sind seine Welt. Ein unscheinbares Polaroid im Schaufenster lockt die Studentin Ines in seinen Laden. Hat dieses Foto von zwei Mädchen in einem Kanu etwas mit ihrer eigenen Geschichte zu tun? Ines will dieses Foto haben, doch es ist nicht käuflich, sondern Seckig nutzt es als Köder, umRead More

Posted On Juli 5, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Roman: Tex Rubinowitz: Lass mich nicht allein mit ihr

Intertextuelles Spiegellabyrinth – 2014 wurde der Zeichner, Maler, Schauspieler, Herausgeber, Kurator und Reisejournalist Tex Rubinowitz mit dem „Bachmann“-Preis ausgezeichnet und legte daraufhin sein höchst originelles Romandebut „Irma“ vor. In seinem zweiten Roman schreibt das 1961 als Dirk Wesenberg geborene Multitalent nun wie zuletzt auch Joachim Lottmann in „Happy End“ über die zermürbende Unfähigkeit einen Roman zu schreiben. Von Karsten Herrmann „Das meiste war auserzählt, ich war auserzählt“ resümiert der Ich-Erzähler alias Tex Rubinowitz alias Dirk Wesenberg gleich zu Anfang und beklagt ein Leben, in dem eigentlich nichts passiere. Und soRead More

Posted On Juli 5, 2017By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

Roman: Martin Becker: Marschmusik

Zu den Wurzeln im Flöz „Du hast die Welt gesehen. Du bist betrunken durch Brooklyn getorkelt und warst verliebt in Paris, in Rio de Janeiro hat man dich mit einem Messer überfallen.“ Ein junger Mann macht sich Mut für eine Reise, die nicht in entlegene Gegenden der Erde führt, sondern in entlegene Bereiche seiner Seele, seiner Familie. Er ist vertraut mit der Fremde, hat für Radioreportagen Favelas besucht und Inuit interviewt – aber die Fahrt in das Dorf im Dunstkreis des Ruhrgebietes, wo die Mutter allein im ehemals von FamilienlebenRead More

Posted On Juli 5, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Roman: Rachel Kushner: Telex aus Kuba

Süffiges Lesevergnügen – Nach ihrem zweiten Roman „Flammenwerfer“, der mit seiner komplexen Komposition und einem futuristischen Furor 2015 für Aufsehen gesorgt hat, kommt nun auch Rachel Kushners Erstling „Telex aus Kuba“ mit Zeitverzögerung auf den deutschen Markt. Von Karsten Herrmann Erzählt wird vom Kuba der 1950er Jahre, als Batista nach einem Putsch an die Macht kam und Fidel und Raul Castro in die Berge zogen, um das Land von diesem Diktator zu befreien. Es ist eine Zeit, in der die Amerikaner in Kuba noch fest im Sattel sitzen und dasRead More

Posted On Juli 5, 2017By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

KidBits: Neue Bücher für Kinder

Neue Kinderbücher von Antje Damm („Warten auf Goliath“), Irmgard Kramer / Zapf („Die Piratenschiffgäng“), Franziska Gehm („Pullerpause im Tal der Ahnungslosen“), Anne C. Voorhoeve („Wir 7 vom Reuterkiez“), Annette Herzog / Katrine Clante („Pssst! “), Frank Schmeißer („Die Legende von Drachenhöhe“), Nicholas Gannon („Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt“). Vorgestellt von Frank Schorneck. Warten auf G… Ein Bär sitzt auf der Bank an einer Bushaltestelle und wartet. Er wartet auf seinen Freund Goliath, wie er allen erzählt. „Goliath kommt gleich, er ist mein allerbester Freund“, verkündet er zuversichtlich.Read More

Posted On Juli 5, 2017By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Roman: Richard Russo: Ein Mann der Tat

Der ganz normale Kleinstadt-Wahnsinn – Richard Russo ist derzeit einer der unterhaltsamsten Erzähler der USA und schreibt mit viel Witz und Wärme über Menschen, die alles andere als Helden sind und das Leben mehr schlecht als recht meistern, über die Menschen von nebenan mit ihren kleinen Träumen und Hoffnungen, mit ihren kleinen Freuden, Fehlern und Fehltritten. Von Karsten Herrmann Wie schon in seinen mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Roman „Diese gottverdammten Träume“ siedelt Russo auch „Ein Mann der Tat“ in einer schäbigen Kleinstadt an: „Unterm Strich also war Bath […] einRead More

Posted On Juni 15, 2017By Stella SinatraIn Allgemein, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Wir haben den Gral nicht gehütet, TEIL 2 1 bild/100 worte Sir Sinatra auf der Wiese. Starrt in den Nachthimmel, bestirnt wie die Decke einer byzantinischen Kapelle… Finster. Braune Zwerge, die umeinander einen langsamen Walzer tanzen. TAAA-DA-DA. TAA-DA-DA. TAAA-DAAA. Am Horizont das eine oder andere Ereignis, eine Stimme in ihrem Ohr. Du hast den Gral nicht gehütet, du hast nicht verhindert, dass E und U sich vermischen, du hast aus deiner Lust am Seltsamen und Schönen keine Geheimloge gemacht, und hast, du demokratisches Schaf, die neue Rechtschreibung willig eingesetzt –Read More

Posted On Juni 15, 2017By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Roman: Carsten Jensen: Der erste Stein

Shock and Awe Carsten Jensens Roman „Der erste Stein“ reagiert auf den absurden Krieg in Afghanistan. Er verweigert radikal alle Sinnstiftungen und seziert das Gemetzel Schicht für Schicht. So entsteht eine Art salzsäureklarer Polit-Thriller der Kontingenz.  Ein großer Roman, besprochen von Thomas Wörtche. „Der erste Stein“ von Carsten Jensen beginnt wie ein Kriegsroman aus Afghanistan. Erzählt wird vom Schicksal eines dänischen Nato-Kontingents, irgendwo in der Wüstenei der Provinz Kandahar. Der 3. Zug ist in einem vorgeschobenen Camp basiert, von dort aus werden Patrouillen gefahren, es herrscht die übliche Langeweile, punktiertRead More
The Great Vietnam War Novel was not written by an American Pulitzer- und Edgar-Preisträger Viet Thanh Nguyen, dessen kluger und raffinierter Vietnam-Politthriller „Der Sympathisant“ am 14. August auf Deutsch erscheint (Blessing), über die vielen von der Kritik übersehenen vietnamesisch-amerikanischen Werke, die den Vietnam-Krieg literarisch aufarbeiten. – Viet Thanh Nguyen writes on the many Vietnamese-American works ignored by both the American and Vietnamese mainstream. The discomfort of being caught between two sides makes us write our stories, again and again, he says. „We are the losers, the traitors, the dissidents…“ In 1967, Le Ly Hayslip,Read More
Alien: Covenant – Schwanengesang. Ein Essay. Von Markus Pohlmeyer Ridley Scott hat es mir nicht leicht gemacht: ein Meisterwerk erwartend, sah ich Alien: Covenant (2017)! Der Film hätte ein Science Fiction sein können, hätte er sich dafür entschieden. Oder Horror, die Anlagen waren da. Hm. Oder innovativ – um zu zeigen, dass Kino noch was könne – im Angesichte von Serien, die sich mit Überlichtgeschwindigkeit auf der Überholspur bewegen und das Kino mittlerweile mehrfach überrunden. Also was sah ich? Klassische Elemente von Science Fiction: zusammengewürfelt! mad scientist-Variationen[1], festgemacht am AndroidenRead More
Seid dankbar. Ihr seid doch vertreten. Von Beatrice Behn Also, das Thema mit der schlechten Repräsentation von Frauen, einer Minorität, die so um die 50% der Weltbevölkerung ausmacht, beim Filmfestival in Cannes stimmt ja jetzt nicht so ganz. Ich fahre da seit inzwischen sieben Jahren hin und nicht nur bin ich selbst eine Frau – und damit Teil der ungefähr 20% Frauen in der Filmkritik –, sondern ich sehe auch ganz viele Frauen vor Ort. Schon bei meiner Ankunft reicht mir eine nette Hostess in einem blauen Kleidchen mein BusticketRead More

Posted On Juni 15, 2017By Alf MayerIn Bücher, Crimemag

Roman: Stephen Hunter: G-Man

Ballistische Zelebration Reading ahead (10): Alf Mayer über „G-Man“ von Stephen Hunter Da hat einer Spaß gehabt. Viel Spaß. Schon das Cover der US-Erstausgabe erzählt davon. Ratta-tat macht darauf die Thompson-Maschinenpistole, gelb wie die Titelschrift blitzt ihr Mündungsfeuer, der Titel des Buches rekurriert auf den James-Cagney-Film „G-Men“ von 1935 (siehe das PS) und das Cover nimmt direkte visuelle Anleihen beim Filmplakat von „Baby Face Nelson“ mit Mickey Rooney, 1957. In seinem einundzwanzigsten Thriller und dem zehnten mit Bob Lee Swagger greift Stephen Hunter zu einem bewährten Kunstgriff des seriellen Erzählens.Read More
Vor 70 Jahren wurde Benjamin “Bugsy” Siegel erschossen, der Schöpfer der Zockermetropole Las Vegas Von Mike Wuliger Er war der Posterboy des organisierten Verbrechens in den USA: Benjamin “Bugsy” Siegel, geboren am 28. Februar 1906 in New York, erschossen – wahrscheinlich im Auftrag seiner Komplizen – vor 70 Jahren, am 20. Juni 1947 in Beverley Hills, war in Hollywood ebenso zu Hause wie im Milieu der Mafia. Bis heute ist er eine Legende der amerikanischen Populärkultur. In “Der Pate II” taucht er als “Moe Greene” auf; in Fernsehserien wie “BoardwalkRead More

Posted On Juni 15, 2017By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Roman: Johannes Groschupf: Lost Boy

Der Sound von Terror Tödliche Akustik – manche Leute geraten in Ekstase, andere fallen tot um. Harmlos und unschuldig ist gar nichts. Johannes Groschupf hat mit seinem Thriller „Lost Boy“ einen sehr originellen und überzeugenden Großstadt-Roman geschrieben, der große Aufmerksamkeit verdient. Eine Rezension von Thomas Wörtche. Labels und Rubriken richten oft Unfug an. Vor allem die Bezeichnungen „Jugendroman“ oder „Young Adult“ neigen dazu, Publikumsgruppen abzugrenzen. Und so rutscht dann ein grandioser Großstadtroman wie Johannes Groschupfs „Lost Boy“   durch die erwachsene Wahrnehmung. Das ist fatal, denn „Lost Boy“ ist ein durchRead More

Posted On Juni 15, 2017By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops Juni 2017

  Bücher, kurz serviert Kurzbesprechungen von fiction und non fiction. Zerteilt und serviert von: Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM), Marcus Müntefering (MM), Thomas Wörtche (TW). Über: Paul Auster, Ezekiel Boone, Rafael Buschmann/Michael Wulzinger, Lee Child, Marina Heib, Sophie Hénaff, Stephen Hunter, Marcello Quintanilha, Werner Sonne, Mats Strandberg, Franz Josef Voll. Witzig, knapp, toxisch (TW) Souverän mit der Leichtigkeit, die ja ein gewichtiges Qualitätskriterium sein kann, geht Sophie Hénaff in ihrem Erstling Kommando Abstellgleis um:  Auf den ersten Blick erinnert ihre Konstellation an die Genie-Truppe in Fred Vargas´ Adamsberg-Romanen. Wenn auchRead More

Posted On Juni 15, 2017By Joachim FeldmannIn Bücher, Crimemag

Roman: Ken Bruen: Brant

„McBain passt immer“ Joachim Feldmann, ein Kenner der Polizeiromane von Ed McBain, über Ken Bruens Zitier- und Referenzfeude in Sachen McBain. Hartnäckig hält sich der Glaube an die zivilisierende Wirkung der Literatur. Dass die Welt ein besserer Ort wäre, hätte der Schriftsteller Robert Walser 100.000 Leser, soll einst dessen Kollege Hermann Hesse behauptet haben. Ein noch besseres Preis-Leistungsverhältnis schreibt der Radiokünstler Andreas Ammer dem Werk des bald 85-jährigen (und zugegeben großartigen) Dichters Ror Wolf zu: Ein Schritt heraus aus dem irdischen Jammertal sei schon garantiert, läsen nur 1.000 Leute mehrRead More
Nur noch kurz die Welt retten Reading ahead (11): Mike Ripleys „Kiss Kiss, Bang Bang“ Einen Abend wie 1984, als Len Deighton seinen Kollegen Eric Ambler zu einem kleinen Lunch ins Savoy in London einlud und ihm dann dort die Überraschungsgäste John Le Carré, Lionel Davidson, Miles Tripp, Gavin Lyall, John Gardner, Frederick Forsyth, Ted Allbeury persönlich und aus der Schweiz Graham Greene per Telefon zum 75. Geburtstag gratulierten – so etwas gab es nur einmal, und es war der Höhe- und zugleich schon Schlusspunkt einer Entwicklung, die runde zweiRead More

Posted On Juni 3, 2017By Stella SinatraIn Allgemein, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Hummus 1 bild / 100 worte Die eine denkt bei Hummus an Damaskus, an dieses Restaurant, da gehen wir zusammen hin, sagt sie, wenn – die andere denkt an Paris. Said und der Boxer Wadi und die Freundin, die sich zierte, o! Noch einmal 20 sein… Ich aber denke bei Hummus an Seide und Eis, an scharfe Messer und heiße Brote, Kumin und Koriander – und Knoblauch, sagt die eine, tun nur die Libanesen rein. Dann weint sie, weil es nicht leicht ist, sich zu beherrschen und nicht zurück zuRead More
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Posted On Mai 15, 2017By Stella SinatraIn Allgemein, Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Wir haben den Gral nicht gehütet TEIL 1 1 bild / 100 worte Talking about Status, Baby, doch nicht: „Wie geht es Ihnen heute?“ – sondern dieses Ding da mit den gesellschaftlichen Clusters, die sich gegenseitig ihren Wert ausloben. „I dub thee Sir Sinatra, knight of the round table!“ Ein schöner Moment war das. Fort zogen wir, den Gral zu hüten, der da hieß: korrekte Rechtschreibung, keine schlabbrige Sprache, nicht zu viele Fremdwörter. Sir Sinatra, nachts alleine auf der Wiese. „Mais dans le ciel infini, il n y a nonRead More

Posted On Mai 15, 2017By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag, News

Roman: Veit Etzold: Dark Web

Die Welt, according to Frodo Beutlin Veit Etzold ist ein Bestseller-Autor. Bestseller sagen eine Menge aus, nicht nur über den Autor, was relativ uninteressant ist, sondern über die jeweiligen Strategien, die solche Texte verwenden. Sein neues Buch, „Dark Web“ hat sich Thomas Wörtche genauer angesehen. Seit ein paar Jahren hört man immer wieder, der Krimi sei politisch. Das ist, angesichts einer langen Tradition „politischer“ Kriminalliteratur eine ziemlich lustige These, die jüngst auch von einem Funktionär der Vereinigung „Das Syndikat“ zu hören war. 1929, als Hammetts „Red Harvest“ erschien, ist jaRead More

Posted On Mai 15, 2017By Thomas AdcockIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Kolumne: Thomas Adcock: Fremdschämen

EAST GREENWICH, Rhode Island U.S.A. There are times when only German will suffice in articulating complexity, especially of infuriating nature. For instance, consider the current White House tenant, an orange-faced Manhattan braggart and tabloid newspaper oddity whom New Yorkers have loathed for the past three decades. Among this man’s latest dubious accomplishments, he has inspired certain government investigators—those not yet dismissed for probing his probable traitorous ties to Russian spies—to give the city of Washington a new moniker: Kremlin on the Potomac. How to describe him? “The beauty of GermanRead More
GoT – Minimale Meditationen Von Markus Pohlmeyer Prolog Tyrion Lennister – Zwerg, Killermaschine, Super-Liebhaber, witzig, frech, Kampftrinker und Analytiker – bringt den Inhalt einer der weltweit bekanntesten Serien (und Roman-Folgen) wie immer gnadenlos auf den Punkt: „Kronen stellen seltsame Dinge mit den Köpfen darunter an.“[1] Damit wäre alles über die Weltgeschichte und diese Serie gesagt – und der Essay könnte hier enden. Aber es liegt am Wie. Autoren stellen schon seltsame Dinge mit Texten an. Schauriges und Blablabla Die Geschichte hebt an mit einem ständig betrunkenen König und einem Inzestdrama zwischenRead More

Posted On Mai 15, 2017By Anne KuhlmeyerIn Bücher, Crimemag, News

Roman: Monika Geier: Alles so hell da vorn

Impressionistisch, punkig und knallhart Endlich ist er da! Der siebte Bettina-Boll-Roman von Monika Geier hat Anne Kuhlmeyer begeistert. Schwerer, heißer August. Unter der boshaften Eibe, die Tante Elfriedes Anwesen bewacht, bleibt es ebenso feuchtkalt wie in dem alten Kasten von Haus. Einiges ist in Bettina Bolls Leben passiert seit sie in „Die Hex ist tot“ ermittelte, halbtags, versteht sich. Die Kinder ihrer toten Schwester sind gewachsen, Tante Elfriede liegt auf dem Friedhof und der klapprige Taunus macht’s auch nicht mehr lange. Immerhin hat Boll die Chance, ihr Erbe zu GeldRead More
  Der Größte der Independents Charles Willeford ist in „Hahnenkämpfer“ und dem beigefügten Tagebuch der Verfilmung ganz bei sich – und beim Existentialismus. Und Alf Mayer freut sich über eine Klassikerausgabe der besonderen Art. Es ist eines der vielleicht männlichsten Bücher, die es gibt. Auch James Lee Burke sieht das so, völlig zu Recht enthält die schöne, jetzt gerade erschienene Hardcover-Ausgabe von Charles Willefords „Hahnenkämpfer“ die Grabrede, die er seinem Freund gehalten hat. Der Band macht auch endlich Willefords „Cockfighter Journal“ zugänglich, sein während der Verfilmung des Romans entstandene Tagebuch, das nur in einer bibliophilen Winzauflage erschienenRead More

Posted On Mai 15, 2017By Katja BohnetIn Bücher, Crimemag

Roman: Carol O’Connell: Es geschah im Dunkeln

Tote Narzissten koksen nicht Von Katja Bohnet Über Klippen hängen Eine Bühnenautor stirbt. Er wird ermordet in seinem eigenen Theaterstück. Bei Carol O’Connells neuestem Roman sitzt der Tote in der ersten Reihe, klar.  Aber Peter Beck ist schon der zweite, der im Zuschauerraum sein Leben lässt. Am Premierentag verstarb eine Frau im Publikum. Nicht schwer zu erraten, dass das Stück auch bei den nächsten Vorstellungen Opfer fordern wird. Eines, zuverlässig jeden Tag. Carol O’Connell mag Cliffhanger. Genau so wie ihre Protagonistin Kathy Mallory: Superwoman, blonde Wildkatze, Computerfreak, Raserin, Detective desRead More

Posted On Mai 15, 2017By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag, News

Bloody Chops Mai 2017

Bücher, kurz serviert Kurzbesprechungen von fiction und non fiction. Zerteilt und serviert von: Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM), Frank Rumpel (rum), Thomas Wörtche (TW). Über: Christian Bommarius, Lee Child, Stephen Dobyn, John Grisham, Reginald Hill, Susanne Kliem, Christiane Kovacs, Litt Leweir, Claudia Mocek, James Rayburn, Rainer Wittkamp.   Handlung albtraumhafter Qualität (JF) „Ich finde, Geschlecht wird total überbewertet“, sagt Brook. Und es ist, als ob die Detektivin, der es weniger um die Aufklärung als um die Verschleierung von Sachverhalten zu tun ist, damit nicht nur Auskunft, über die geheimnisvolleRead More