Hoffnung für die deutsche Kriminalliteratur: Pieke Biermann hat die Recherche für ihre zweite Werkphase abgeschlossen. Ihr neues Buch gelesen und mit ihr gesprochen hat Ulrich Noller.
Read More Posted On Juli 10, 2008By Joerg von BilavskyIn Bücher, Litmag
Wa(h)re Kunst Eine kompakte Biographie über Leben, Werk und Wirkung der Pop-Ikone Andy Warhol. Von Jörg von Bilavsky Nie war mit zeitgenössischer Kunst mehr Geld zu verdienen als heute. Die Preise für die aberwitzigen Werke eines Damien Herst sind schwindelerregend und nicht nur er profitiert vom Kunsthype der letzten Jahre. Viele fragen sich indessen fassungslos: Ist das wirklich Kunst? Ist sie diese Unsummen überhaupt wert? Doch darauf kommt es schon lange nicht mehr an. Spätestens seit Pop-Ikone Andy Warhol in den 1960er Jahren systematisch damit begann, die Kunstszene mit seriell
Read More Die kanadische Erzählerin Alice Munro wird 77. Von Gisela Trahms
Read More Was verbindet eine Zwölfjährige und eine über fünfzigjährige Concierge, außer dass sie die gleiche Pariser Luft atmen? So viel, dass Muriel Barbery darüber einen zauberhaften Roman geschrieben hat, der 2007 in Frankreich literarischer Besteller war. Von Senta Wagner
Read More Auch wenn Privatdetektive zunehmend nach Jazz-Musikern benannt werden – hier Charlie Parker – heißt das noch lange nicht, dass sie cool bleiben. Dieser Namensvetter zum Beispiel rauft sich mit der Hölle rum. Kann das gut gehen? Von Hans Richard Brittnacher
Read More Man sollte misstrauisch werden, wenn Buchmarkt und Kritik mit großen Namen und neuen Labels um sich werfen, um einen Autor zu promoten. Das wird dem in dieser Weise Bedachten nämlich im Zweifel nicht gerecht. Dem Schotten Stuart MacBride geht das so, der in den letzten drei Jahren mit seinen ersten vier Romanen um DS Logan McRae einen fulminanten Start hingelegt hat. Ein Porträt von NELE HOFFMANN
Read More Katastrophe Mensch Jean-Christophe Rufin bekämpft vehement den Ökoterrorismus. Seine Helden retten die Welt – und er ruiniert dabei das Thrillergenre. Von Jörg von Bilavsky Die humanitäre Botschaft in Ehren. Aber muss man sie unbedingt in einen Ökothriller verpacken? Als engagierter Entwicklungshelfer und mit dem Prix Goncourt ausgezeichneter Literat muss man das wohl. Doch wer wie Jean-Christophe Rufin seine Leser „unterhaltsam“ und „spannend“ über seine ehrenwerte Sache aufklären will, der sollte sie nicht mit einem symbolisch und philosophisch überfrachteten Plot und schon gar nicht mit Helden und Schurken belästigen, die schwer
Read More ...heißt die neue Kolumne am Samstag, die sich in unregelmäßiger Folge glossierend mit den materiellen Bedingungen von Kriminalliteratur befasst – also mit Markt, Multiplikatoren, Machinationen und anderen profanen Dingen. Von Thomas Wörtche
Read More Moralische Unordnung ist ein persönliches Buch: keine Autobiographie im eigentlichen Sinne, eher der Versuch, Erinnerungsfragmente vor dem Vergessen zu bewahren.
Von Petra Vesper
Read More Ob erotische Inszenierungen, Dirty-Talk oder Penis-Beschaffenheit: Diese Frau redet Tacheles. Manchem Mann mögen da die Ohren klingeln – doch spätestens seit Sex and the City sollten die Herren der Schöpfung eigentlich wissen, dass Sex nicht nur ein Thema ist, das Männer bewegt. Von Petra Vesper
Read More Exquisite Augenlust, visuelles Tai-chi: Das Frankfurter Städel Museum zeigt Kostbarkeiten aus der Blütezeit des Stilllebens. Von Gisela Trahms
Read More In Thomas Raabs zweitem, gelungenen Roman ermittelt der behäbige Restaurator Willibald Adrian Metzger in der Fußballszene, wo es am Ende freilich weniger um Sport und Gesinnung, denn ums Geschäft geht.
Von Frank Rumpel
Read More Die Fahrt ist ein nicht nur wegen seiner zahllosen Orts- und Personenwechsel ungeheuer vielschichtiger Roman – vielleicht sogar Sibylle Bergs bislang reifster.Von Frank Schorneck
Read More In Budd Schulbergs Hollywood-Roman Was treibt Sammy an? verharrt die Kritik der Filmindustrie an der Oberfläche. Von Jörg Auberg
Read More In seinem Debütroman "Widerstand" erzählt Jo Stretch auf furios-provokante Weise von einem Zeitalter, in dem die Liebe ausgemustert und die Lust zum einzigen Lebenselixier mutiert ist.
Von Karsten Herrmann
Read More Nackt, ohne Wasser Thierry Jonquet webt ein bedrohliches, alptraumhaftes Netz, in dem sich die präzise gezeichneten Figuren nach und nach verfangen. Von Claus Kerkhoff Thierry Jonquet ist hierzulande beinahe unbekannt. In Frankreich gehört er zu den großen Kriminalautoren. Seit 1982 veröffentlichte er über 15 Kriminalromane, von denen mehrere ausgezeichnet wurden. So hat er bereits zweimal (1994 für Les Orpailleurs, dt. Die Goldgräber – und 1999 für Moloch) den renommierten Prix Mystère de la critique erhalten. Jetzt ist gerade der 1984 entstandene Roman Mygale unter dem deutschen Titel Die Haut, in
Read More In seinem satirischen Roman Cocksure nimmt Mordecai Richler den Konformismus der Swinging Sixties ins Visier. Von Jörg Auberg
Read More Zeige- und redefreudig „Feuchtgebiete“ ist ein äußerst gelungenes und abseits des Ekel-Hypes, der darum getrieben wird, überzeugendes Debüt. Von Tina Manske. Die junge Helen Memel hat sich bei einer missglückten Analrasur eine schmerzhafte Analfissur zugezogen und muss nun operiert werden. Danach liegt sie als Schmerzensmädchen mit viel Watte und Mull im Hintern im Krankenhausbett und hat genug Zeit, sich über den ihrer Meinung nach nicht existierenden Gott und ihre eigenen sexuellen Erlebnisse Gedanken zu machen sowie über ihre verkorkste Familie. Schon früh merkt man, dass sie bei ihren monologischen Schilderungen
Read More Feinste Kriminalliteratur mit V-Effekt und Bildern – Berlinoir sieht aus wie Berlin. Beinahe wenigstens. In Berlinoir geht es zu wie in Berlin, damals und heute. Beinahe wenigstens. In Berlinoir gibt es Mächtige und Ohmächtige. Beinahe wie im richtigen Leben. Berlinoir ist aber noch viel mehr: Ein grandioser Vampir-Thriller-Polit-und-Serialkiller-Comic, von Reinhard Kleist und Tobias O. Meissner. Von Thomas Wörtche Früher, als im Viktorianismus auch die Neurosen noch in vorbildlicher Ordnung waren, trugen die Vampire die Geschlechtswerkzeuge im Gesicht und ergingen sich in dentaler Doppelpenetration. Das machte sie zu tollen Hechten, damals,
Read More Die brasilianische Autorin Patrícia Melo gehört zu den interessantesten Autorinnen der Kriminalliteratur und insofern von Gegenwartsliteratur. Nicht nur in Brasilien, nicht nur in Südamerika. In Deutschland wird Pátricia Melo hoch geschätzt – und wenig verkauft. Das ist skandalös, kann aber nicht über die wirklichen Relevanzen hinwegtäuschen. Von Doris Wieser
Read More Die Krimibestenliste Juni 2008 dokumentiert es schwarz auf weiß: Deutschlands Krimi-Kritiker lesen nicht gerne Kriminalromane von Frauen. Wie schon so oft stammt auch diesmal nur einer der empfohlenen Romane aus weiblicher Feder.
Read More Posted On Mai 29, 2008By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Plastikbeutel, Stoffreste, Leichen Die Tragödie der Bootsflüchtlinge auf dem Mittelmeer. Von C.W. Macke Man kann es natürlich prosaisch formulieren. „Der Strom der Geschichte“, schreibt der Triestiner Schriftsteller Claudio Magris, „schwemmt die kleinen Geschichten der Individuen fort und läßt sie untergehen, die Woge des Vergessens löscht sie aus dem Gedächtnis der Welt; Schreiben bedeutet unter anderem auch, am Ufer entlanggehen, stromaufwärts fahren, schiffbrüchige Existenzen auffischen und Strandgut wiederauffinden, das ich andren Ufern verfangen hat, um es zeitweilig auf einer Arche Noah aus Papier unterzubringen“. Wesentlich nüchterner heißt dagegen am Endes des
Read More Der Tausendprozentige
David Foster Wallace kann eigentlich alles. Aber anders als die meisten Alleskönner kann er alles nicht nur ein bisschen, sondern auch noch ein bisschen besser als alle anderen.
Read More Der Grenzgänger hieß das gelungene Debüt des finnischen Autors Matti Rönkä. Mit Bruderland liegt nun dessen zweiter, wunderbar lakonischer Kriminalroman auf Deutsch vor.Von Frank Rumpel
Read More Gilbert Adairs Fähigkeit ist grandios, eine derart komplex strukturierte und ineinander verzahnte (Kriminal-)Geschichte wie Blindband mit einer solchen Leichtigkeit zu erzählen. Von Frank Schorneck
Read More Anlässlich seines hundertjährigen Bestehens legt rowohlt William Faulkners Roman Licht im August in einer Neuübersetzung vor. Von Jörg Auberg
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