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Posted On November 24, 2010By Gisela TrahmsIn Bücher, Litmag

Vladimir Nabokov: Ada oder Das Verlangen

Einen Roman nach 823 Seiten mit dem eigenen Waschzettel zu beenden, ist ein schöner Scherz. Über ebenso viele Seiten eine vom Kindes- bis ins Greisenalter währende Liebe darzustellen, befeuert den Scherz mit Kühnheit. Und, drittens, den Liebenden selbst erzählen zu lassen, brillant und eitel wie der Autor – ja, da wir sind in Nabokovs Palast. Read More

Posted On November 24, 2010By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

Kim Thùy: Der Klang der Fremde

Kim Thùy, die als Zehnjährige zusammen mit Ihrer Familie als „boat people“ über das Wasser von Vietnam in den Westen floh, erzählt in Ihrem Debüt in kurzen, poetischen Prosaskizzen von ihrer alten und neuen Heimat. Read More

Posted On November 24, 2010By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Wiedergeburt 1 bild / 100 worte Socrates wiedergeboren als Greta Müller, ca. 1905, dachte: σκατά! als er das Spundloch von Mutter Müller verließ; schon mit dem ersten Schrei vergaß er die frühere Existenz. Es war aber alles noch da. Die Intelligenz, die Argumentierlust, die Gabe, die Welt zu durchschauen… keine Freude an ihrem Kinde hatten die Müllers, Bäckersleute aus Wittenberge. War ja klar. Berlin ca. 1924 bot die Rettung, denn wie Socrates liebte Greta ihr Spiegelgeschlecht und nutzte Verstand und Logik, um es zu verführen. Love me! Das Ende kamRead More

Posted On November 20, 2010By Peter MuenderIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Debatte: Lesungen bei der Bundeswehr?

Wenn amerikanische Thriller-und Krimi-Autoren für die Truppenbetreuung angeheuert werden, um die Soldaten mit ihren Lesungen im Kriegsgebiet zu unterhalten und sie moralisch aufzurüsten – ist das dann eine Instrumentalisierung der Autoren für dubiose politische Ziele? Wie würden deutsche Krimi-Autoren reagieren? Von Peter MünderRead More

Posted On November 20, 2010By Frank GoehreIn Crimemag, Porträts / Interviews

James Crumley im Porträt

Michael Connelly, Dennis Lehane und Georg Pelecanos bekennen, nachhaltig von ihm beeinflusst zu sein. Bei Deutschlands Autoren und Lesern ist er weitgehend unbekannt. Frank Göhre spürt auf dem „Highway To Hell“ dem amerikanischen Krimiautor James Crumley und dem wilden Leben seiner Protagonisten nach.Read More

Posted On November 20, 2010By Friederike von Criegern de GuinazuIn Crimemag, Diez Negritos

Fortsetzungsroman: Diez Negritos – Ein ekelhafter Leichnam (2)

Vergangenes Jahr begannen die Diez Negritos einen online-Krimi zu verfassen. In ironischer Anlehnung an die surrealistische Methode des cadavre exquis („köstlicher Leichnahm“) betiteln sie ihren Gemeinschaftsroman mit Ein ekelhafter Leichnam (Un cadáver asqueroso); und tatsächlich präsentiert uns im ersten Kapitel ein Gerichtsmediziner einen unerklärlich ekelhaften Leichnam in einer Stadt, die Merkmale von allen möglichen hat und keine einzige ist…Read More

Posted On November 20, 2010By Friedemann SprengerIn Bücher, Crimemag

Zoran Drvenkar: DU

DU – Brrrr, Literatur: Das Buch ist ein Megahype – Friedemann Sprenger war neugierig. Literatur entsteht unter anderem durch künstlerische Operationen, durch literarische Verfahren, durch ästhetische Arrangements von Text. Besonders unter Literaturverdacht, und auch von jedem, aber auch wirklich jedem Leser sofort und ohne Anhieb zu erkennen, steht ein Text (wir reden von Prosa) dann, wenn ein einzelner Kunstgriff überdeutlich hervortritt. Sich mehr oder weniger immer wieder brüllend bemerkbar macht und vor allem das einzige literarische Verfahren ist, das der Autor aufbietet. So wie in Zoran Drvenkars Roman „DU“ dieRead More

Posted On November 20, 2010By Christina BacherIn Crimemag, Porträts / Interviews

SKI – Serie Krimi International

Zeitgleich zum Erscheinungstermin des Kriminalromans „Celik & Pelzer“ des Autorenduos Ulrich Noller und Gök Senin, kann man die erste von mehreren Hörspiel-CDs gleichen Titels erwerben – der Stoff der Geschichte scheint nur auf den ersten Blick der gleiche. Ein Gespräch mit den SKI-Autoren von Christina Bacher. Read More

Posted On November 20, 2010By Michael WuligerIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Kommentar: Im Angesicht des Verbrechens

In der Schmattesbranche nennt man so was verramschen. Die ARD hat am Freitag die letzten drei Folgen der Serie „Im Angesicht des Verbrechens“ ab 21:45 Uhr hintereinander versendet. Die preisgekrönte Geschichte aus dem Milieu der Russenmafia in Berlin, in der– selten genug im deutschen TV – Juden ganz unspektakulär vorkommen, macht nicht genügend Quote. Ein zorniger Nachtritt von Michael WuligerRead More

Posted On November 20, 2010By Thomas WoertcheIn Crimemag, Vermischtes

Terje Rypdal: Crime Scenes

Allerspätestens seit John Zorns „Spillane“-Projekt haben Jazzmusiker aller Couleur viel Freude, kleine scénes noires in Musik zu fassen – Minihörspiele mit geringem Wortanteil sozusagen.Read More

Posted On November 20, 2010By Elfriede MuellerIn Bücher, Crimemag

Dominique Manotti: Letzte Schicht

Elfriede Müller über Dominique Manotti („Letzte Schicht“ sowie „Bien connu des services de police“ (Der Polizei gut bekannt)) und den politischen roman noir.Read More

Posted On November 20, 2010By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Heute haben zum Beilchen gegriffen: Joachim Feldmann (JF), Jörg von Bilavsky (JvB), Senta Wagner (SeWa) und Kirsten Reimers (KR)Read More

Posted On November 17, 2010By Brigitte HelblingIn Comic, Litmag

Neue Superhelden braucht die Welt (I)

Dieser zweiteilige Beitrag erwähnt: „Kick-Ass“, die Britische Helden-Alchemie, afrikanische Kindersoldaten, Superhelden als Variationsgenre, 9-11 im Comic, Thomas von Steinaecker, Bier als Abenteuer, eine Heldin für die eigene Mutter, Gebäudewäscher in Hannover und die Frage, wo Superhelden sich im deutschen Comic-Sprachraum eigentlich versteckt halten.Read More

Posted On November 17, 2010By Peter MuenderIn Bücher, Litmag

Frédéric Beigbeder: Ein französischer Roman

Mit „39,90“, seinem ziemlich durchgeknallten, rasanten Insiderbericht eines Werbekreativen, wurde Frédéric Beigbeder vor zehn Jahren bekannt. Jetzt präsentiert er familienhistorische Erinnerungen, die dem begeisterten Kokser während eines kurzen Knastaufenthalts durch den Kopf gehen. Peter Münder hat ihn auf seiner Hamburger Lesung erlebt.Read More

Posted On November 17, 2010By Gisela TrahmsIn Bücher, Litmag

Georg Klein: Die Logik der Süße

Im März gewann Georg Klein den Preis der Leipziger Buchmesse für seinen autobiographischen „Roman unserer Kindheit“. Nun folgt ein Band mit Erzählungen, die gewohnt virtuos in jene phantastischen Räume und Konstellationen entführen, die seine Leser schätzen. Von Gisela Trahms Read More

Posted On November 17, 2010By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Tristan Garcia: Der beste Teil der Menschen

Tristan Garcia hat mit seinem jetzt auch auf Deutsch erschienenen Debüt „Der beste Teil der Menschen“ in Frankreich großes Aufsehen erregt und die Kritik begeistert. Ungeschminkt erzählt der 1981 geborene und durch die Gnade der späten Geburt unbelastete Garcia vom intellektuell und homosexuell bewegten Paris in den 80ern und der aufkommenden Aids-Tragödie. Read More

Posted On November 17, 2010By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

Ada Zapperi Zucker: Das Schweigen

Aufwühlende Erinnerungen einer Frau, die um das Schweigen und die Kälte zwischen drei Frauen kreisen: Mutter, Tochter und Schwester. Von Carl Wilhelm MackeRead More

Posted On November 17, 2010By Anica RichterIn Bücher, Litmag

Félix J. Palma: Die Landkarte der Zeit

Eigentlich ist zum Thema Zeitreisen seit Robert Zemeckis’ großartiger Trilogie „Zurück in die Zukunft“ alles gesagt. Unterhaltsamer, turbulenter und überraschender als Marty McFly geht nicht. So dachte zumindest Anica Richter, bevor sie „Die Landkarte der Zeit“ von Félix J. Palma gelesen hat. Read More

Posted On November 17, 2010By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Relativitätstheorie 1 bild / 100 worte Gib’s auf, gib’s auf! sagt der Physiker wie Kafkas Schutzmann zu uns, denn der Relativitätstheorie sei mit der gewöhnlichen menschlichen Vorstellungskraft nicht beizukommen, weder der speziellen, und schon gar nicht der allgemeinen! – Und was, wenn wir sehr lange darüber nachsinnen täten, zum Beispiel in einer abgelegenen Einsiedelei in Argentinien? – Keine Chance. – Wirklich keine? – Sorry, sagt der Physiker, schüttelt das greise Haupt und schielt dabei in unsern Ausschnitt. Dort wölben sich unsere Brüste. Die eine wölbt sich gen Osten, die andereRead More
Vergangenes Jahr begannen die Diez Negritos einen Online-Krimi zu verfassen. In ironischer Anlehnung an die surrealistische Methode des cadavre exquis („köstlicher Leichnahm“) betiteln sie ihren Gemeinschaftsroman mit „Ein ekelhafter Leichnam“ („Un cadáver asqueroso“); und tatsächlich präsentiert uns im ersten Kapitel ein Gerichtsmediziner einen unerklärlich ekelhaften Leichnam in einer Stadt, die Merkmale von allen möglichen hat und keine einzige ist ... Doris Wieser hat für uns übersetzt.Read More

Posted On November 11, 2010By Die RedaktionIn Comic, Litmag

Schwarwel: Herr Mauli gibt Gegenwind

Vorstellen muss man ihn in Comic-Kreisen nicht mehr, aber hinweisen wollten wir doch darauf, dass es Schwarwel, Leipziger Comic-Künstler, auf der Welt seit 1968 gibt, und sein primäres Geschöpf, Schweinevogel, seit immerhin 1987. Aus dem sogenannten „Schweiniversum“ stammt auch Herr Mauli...Read More

Posted On November 11, 2010By Peter MuenderIn Kunst, Litmag

Expressionismus-Ausstellung in Darmstadt

Knirsch-Ekstasen, Weltbrandstiftung, Vatermörder: Auf der Darmstädter Mathildenhöhe liefert eine eindrucksvolle Ausstellung einen grandiosen Überblick über den Expressionismus als Gesamtkunstwerk. Peter Münder hat sich für CULTurMAG umgesehen. Erst einmal dröhnt, wahrlich nicht überhörbar, ein markantes kakofones Staccato-Gehämmer an die Ohren des Ausstellungsbesuchers – zwölftonartig Geschnetzeltes vom Komponisten Paul Hindemith (reinhören) euphorisch fabriziert, nachdem er Oskar Kokoschkas Drama „Mörder, Hoffnung der Frauen“ 1917 entdeckt und den darin ausgeloteten Geschlechterkampf sowie das ekstatisch zelebrierte erotomane Seelenspektakel der Oper implantiert hat. Haben wir hier vielleicht schon einen griffigen Zugang zum diffusen Phänomen Expressionismus? Nach dem Motto: WennRead More
Genauso wie Tim und Struppi ist der Appeal von deren Abenteuern nicht totzukriegen, zeitlos. Tom McCarthy – Künstler und Romancier – hat die Bilder gelesen, den Text betrachtet. Mit dem Rüstzeug französischer Strukturalisten ist der Engländer McCarthy den Tricks und Winkelzügen des belgischen Hergé auf die Schliche gekommen.Read More
Ein Bier für den Bürgermeister: Stefan Beuse war in Prag – und hat einem hoffnungsvollen Jungpolitiker eine wertvolle Lektion erteilt…Read More

Posted On November 11, 2010By Gisela TrahmsIn Hörbuch, Litmag

Dieter Wellershoff erzählt sein Leben als Soldat

Vom Krieg erzählen zu wollen in der Absicht, hinter die massiven Verkrustungen aus Büchern, Filmen und Fernsehdokumentationen zu gelangen – dazu gehört nach fünfundsechzig Jahren viel Selbstvertrauen. Ist das Eigene überhaupt noch erreichbar? Kann man es anderen vermitteln? Dieter Wellershoff (der in der vergangenen Woche 85 Jahre alt wurde) ist dies gelungen, wie Gisela Trahms festgestellt hat.Read More

Posted On November 11, 2010By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Jack Kerouac: On the Road. Die Urfassung

Der Zauber am Ende der Straße: Jack Kerouacs „On the Road“ war Weckruf und Manifest für ganze Generationen von Beatniks und Hippies in den 50er- bis 70er-Jahren. Über ein halbes Jahrhundert nach der vom Verlag stark überarbeiteten und gekürzten Erstausgabe des Buches ist jetzt die „Urfassung“ erschienen. Karsten Herrmann stellt fest, dass die Energie dieser Prosa auch heute noch eine euphorische Sogwirkung entfalten kann. Geschrieben hat Jack Kerouac diese Urfassung in drei schlaflosen Wochen im April 1951 mit Hilfe von jeder Menge Kaffee und Benezedrin auf einen 40 Meter langenRead More