„Alles wandelt sich. Neu beginnen kannst Du mit dem letzten Atemzug.“ Ein Geburtstagsgruß an Petros Markaris zum achtzigsten Geburtstag von Tobias Gohlis – Als wir uns vor vielen Jahren in Hamburg bei einer der seltenen Gelegenheiten kennen lernten, zu denen Petros Markaris die Mainlinie nordwärts überquert, machten wir einen Plan für ein Filmporträt über ihn. Jede Rezension, die ich zur Vorbereitung unseres Gesprächs gelesen hatte, erörterte des langen und breiten die Kleinbürgerlichkeit, den Rassismus und die Spießigkeit seines Kommissars Charitos. Typische Kommissarsfixierung. Aber kaum einmal war die zweite Hauptfigur seiner
Read More Vorwärts und nicht vergessen … – Ein dickes Buch, 680 Seiten, ein ambitioniertes Projekt, ein Rechercheteam von mehr als 50 Personen, sogar noch zu einem Lesebändchen hat es gereicht. Aber ausgerechnet an den 20 Seiten, die das Buch benutzbar machen würden, wurde gespart. Alf Mayer rauft sich die Haare, und wenn er schon am Kritisieren ist, dann wird am Ende auch noch die „Kuhle Wampe“ ausgepackt, denn natürlich hat das Ganze System … äh, ist System. DAS SYSTEM. Ich habe Gabor Steingart schon immer für überschätzt gehalten. Dicke Backen, starker
Read More Bloody Chops im Dezember 2016 Zerlegt und angerichtet heute von: Ulrich Baron (ub), Joachim Feldmann (JF), Alexander Roth (AR), Frank Rumpel (rum), Thomas Wörtche (TW). Über: Bogenstahl & Junge, Liza Cody, Michael Connelly, Castle Freeman, Jane Haper, Tom Holland, Paul Mendelson, Quentin Mouron, Manfred Rebhandl, Ross Thomas, Newton Thornburg. Unbequemes in Südafrika (TW) Gute Kriminalromane reagieren sehr sensibel auf politische und soziale Verwerfungen. Vermutlich deshalb kommen aus der Republik Südafrika seit den Zeiten des großen James McClure so viele exzellente Versuche, die dort herrschende, sehr unbehagliche Situation erzählerisch zu reflektieren. Zu Autoren
Read More Kierkegaard: Naturalismus oder Gott in „Manh(a)ttan“ Kierkekaard im CrimeMag? Aber hallo! Man muss ihn ja nicht unbedingt als Früh-Existentialisten sehen (Stichwort: Albert Camus und der roman noir), aber der dänische Denker hat sich mit erfreulicher Radikalität und Originalität mit einschlägigen Fragen herumgeprügelt: Mit Tod und Sterben, mit Gut und Böse, mit Gewißheiten und Zweifel. Wie man sein Denken auch heute noch für die Diskussion Populärer Kultur fruchtbar machen (oder muß?), demonstriert Markus Pohlmeyer. I Kierkegaard und die Naturwissenschaften „Was die Wissenschaft eben so schwierig macht, übersieht man ganz. Man nimmt
Read More Collective Imbalance and Discord by Christopher G. Moore The title popped out of a book I am reading. Ed Yong’s “I Contain Multitudes”. My plan was to take my mind off politics. Yong’s subject is scientific: the nature, scope and role of microbial organism. The world of microbe creatures seemed light years away from the US election. As is often the case, I was wrong. Rather than taking my mind off politics, I Contain Multitudes became a new lens at which to look at politics in 2016. (I once wrote
Read More Jazz-Expedition Jazz gehört zu CrimeMag wie die Butter aufs Brot – siehe zuletzt im Oktober 2016 Thomas Wörtche über „One more time – jazz´n crime“. Jetzt ist ein Standardwerk neu aufgelegt worden, Alf Mayer hat für uns „hineingehört“. Wer hört heute Musikern noch mit den Augen zu? Mit dem Gefühl, dass die ganzen Vereinigten Staaten von Amerika am Swingen sind, flog Joachim-Ernst Berendt, damals nach Deutschland zurück. „Swing, Swing. A German Visitor Finds Jazz All Over U.S.“, hieß das kleine Feuilleton in der „New York Times“, mit dem er verabschiedet
Read More Wie sie die Saat legten … Mit der Kapitulation Nazi-Deutschlands im Frühjahr 1945 wandelten sich sämtliche Nationalsozialisten zu lupenreinen Demokraten. Weiß man ja. Andernfalls hätten die Alliierten die gesamte Bevölkerung ausgetauscht, oder? Einigen muss dieses Kunststück nicht geglückt sein. Sie nahmen die „Rattenlinien“ durch die Alpen, um weiterzuziehen und eine Passage nach Argentinien zu ergattern. „Die Akte Odessa“ von Frederick Forsyth hat das Thema 1972 zum internationalen Bestseller-Stoff gemacht. Jetzt nimmt Martin von Arndts Roman das Thema wieder auf, erzählt von den Ratten, von denen, die sie unterstützen und denen,
Read More Bad-ass crime fiction Ungewöhnliche Bücher können auch mal einen ungewöhnlichen Auftritt haben. Weil uns der Schneid imponiert, mit dem Frank Nowatzki unbeirrt seinen Verlag Pulp Master macht, fahren wir anläßlich des Zwischen-allen-Stühlen-Buches „Der Vergewaltiger“ (The Rapist) von Les Edgerton ein Spalier von Kollegen auf, die diesen heftigen Noir in je ihrer Weise empfehlen. Angeführt wird die Springprozession von Guillermo O’Joyce, den es gerade aus den USA ins Exil nach Grenada verschlagen hat. Les Edgerton, Jahrgang 1943, hat in jüngeren Jahren wegen Einbruchs, bewaffneten Raubüberfalls und versuchter Hehlerei zwei Jahre im
Read More Ein Krimi wie von Mozart? Tobias Gohlis fühlte sich bei der Lektüre von Ian McEwans „Nussschale“ in eine Zeitmaschine gesetzt. Im Bücherschrank meiner Eltern gab es einen dieser auf Reeducation-Papier gedruckten und pappgebundenen schmalen Nachkriegsbände mit dem Titel „Plaudereien an englischen Kaminen“. Ich glaube nicht, dass ich es je gelesen habe, aber in Erinnerung sind mir die Zeichnungen geblieben: Salonszenen mit biedermeierlich oder viktorianisch gekleideten Damen und Herren. Erstere mit Teetassen, letztere Pfeife schmauchend. Bilder, die sich deutlich von den Trümmergrundstücken und schlecht beleuchteten Neubauten unterschieden, zwischen denen ich aufwuchs.
Read More Kleiner Mann – was nun? von Alexander Roth Tarik hat ein Problem. Seine Jungs haben einen Fernseher von der Straße aufgelesen, der zufällig gerade vom Laster fiel, als sie zufällig vorbeischlenderten, und jetzt steht das Teil im Wohnzimmer seines Großvaters. Beer, der vielleicht gefährlichste, mit Sicherheit aber jähzornigste (Ex-)Bulle Münchens, kriegt Wind von der Sache, und während das Istanbul-Derby über den geklauten Bildschirm flimmert, erklärt er seinem Schützling wider Willen, wie er aus der Nummer wieder rauskommt: Geheime Mission, Spezialauftrag. Tarik soll das Vertrauen des extremistischen Rattenfängers Abdelkader Al-Anbari gewinnen,
Read More Neo(n)-Noir Punk-Peepshow von Alexander Roth Rund um den Globus flüstern Krimi-Enthusiasten ehrfürchtig den Namen Hard Case Crime. 2004 von Charles Ardai gegründet, gehört der Verlag, der sich mit seiner Mischung aus aktueller Spannungsliteratur und verschollen geglaubten Klassikern, mit Autoren wie Lawrence Block, Jason Starr, Ed McBain, Ken Bruen, Donald E. Westlake, Max Allan Collins und Harlan Ellison, mit der Aufmachung, die an die pulp magazines vergangener Tage erinnert, einen Namen machte, mittlerweile zu den einflussreichsten seiner Art. Hard Case Crime hat es sich im Herzen der weltweiten Krimigemeinde bequem gemacht.
Read More Welcher Schrotgröße ist am besten für Schnepfen? Morden ist eine ziemlich heitere Angelegenheit. Manchmal fühlt man sich danach ein bisschen besser. Zunimdest in einem irischen Dörfchen. Aber irische locations haben ja schon immer was von Weltalltag. „Bogmail“ von Patrick McGinley ist dafür ein wunderbarer Beleg. Klaus Kamberger freut sich. Donegal? Klingt nach Provinz, ziemlich sogar. Ist es auch. Mit dem Zeigefinger auf der irischen Landkarte immer feste nach oben, links: Dún na nGal. Dahinter kommt dann das Meer. Immer noch Europa, aber das nun in seiner skurrilsten Ausformung. Donegal, das
Read More A Book Review By Kevin Cummings Christopher G. Moore is a master message teller as he crafts his crime tales. Jumpers is #16 in the Calvino series and as a long-time fan I am familiar with the cast of characters: Vincent Calvino, Bangkok P.I. and his cover my back, retired Royal Thai Police General Pratt – not many friends have matching bullet entry wounds for looking after each other. Ratana his loyal secretary, and the cranky and pleasure seeking pal, McPhail. The One Hand Clapping Massage Parlor also makes a
Read More Advent, Advent 1 bild / 100 worte Adventlich-nerdiges Plaudern mit dem Neffen, über den wir uns uneinig sind; das Dandy-Ding, unseretwegen, aber wäre ein HALLO nun angemessen, oder nicht? Die müde Handbewegung: optimierbar, spekuliert die Cousine (wir versammelt am Tisch, verwandtschaftlich rund um den Truthahn, der heuer ein Fisch ist). „Marley war todt, damit wollen wir anfangen“ – Wer ist der Schreiberling, der so in eine Geschichte einsteigt?!? – „todt wie ein Thürnagel.“ Just say WOW. Die Orthografie problemlos erklärbar mit dem Jahr der Übertragung: 1844. Wie schnell man von den
Read More Weihnachten: antik und globalisiert[1] Markus Pohlmeyer über die Geschichte von Weihnachten und die Entwicklung vom antiken Sonnenkult zum globalen Fest. Prolog Zur Wortgeschichte: „Im deutschen Sprachraum hat sich seit dem 12. Jahrhundert der Name Weihnachten eingebürgert. Er geht auf einen vorchristlichen Brauch zurück, die zwölf Nächte um die Jahreswende vom 24. Dezember bis zum 6. Januar als ‚geweihte‘ beziehungsweise heilige Nächte (mittelhochdeutsch wihen nahten), das heißt als Losnächte um Wintersonnenwende und Jahreswechsel, in besonderer Weise zu begehen. In der Bezeichnung der geweihten, heiligen Nacht lässt sich aber auch eine christliche
Read More Posted On Dezember 2, 2016By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Engagierte Essays mit Esprit Der in den USA geborene und in Nigeria aufgewachsene Teju Cole gehört seit seinem Debut „Open City“ und dem folgenden Roman „Jeder Tag gehört dem Dieb“ zu einem der international spannendsten Autoren. Er verkörpert dabei auch die vom Aussterben bedrohte Spezies des enzyklopädisch interessierten und politisch engagierten Intellektuellen, der insbesondere auch den Rassismus in all seinen offenen und sublimen Spielarten durchdekliniert. Einen überzeugenden Eindruck davon gibt der Essayband „Vertraute Dinge fremde Dinge“, in dem Teju Cole über Literatur, Fotografie, Film, Kunst, Theater, das Unterwegsseins sowie aktuelle
Read More Posted On Dezember 2, 2016By Michael ZellerIn Bücher, Litmag
Nachrichten von der Front „Wenn die Waffen sprechen, schweigen die Musen“. Das ist eines jener Worte, knapp und klug, die uns die römische Antike hinterlassen hat. Zum Glück hat sich Serhij Zhadan, der ukrainische Autor aus Nürnbergs Partnerstadt Charkiw, mit seinem aktuellen Buch nicht daran gehalten. Zum ersten Mal spricht er literarisch über den Krieg in seiner Heimat, in „Gedichten und Prosa aus dem Krieg“, wie der Untertitel seines gerade herausgekommenen neuen Buches „Warum ich nicht im Netz bin“ lautet. Von Michael Zeller. Das schmale Buch ist eigens für einen
Read More Das Filmbuch des Jahres – „Ich kann niemals stillstehen. Ich muss mich weiterentwickeln und experimentieren. Ich bin nie zufrieden mit meiner eigenen Arbeit. Ich ärgere mich über die Grenzen meiner eigenen Vorstellungskraft.“ (Walt Disney) Alf Mayer hatte 6,2 Kilogramm auf den Knien, aber längst nicht nur deshalb hält er „Das Walt Disney Filmarchiv. Die Animationsfilme 1921–1968“ für ein äußerst schwergewichtiges Werk. Hier seine Begründung. Diese Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt, das wird klar mit diesem Buch. Wer bisher geglaubt hatte, Walt Disney sei abgehakt, längst genügend dargestellt und
Read More Posted On Dezember 2, 2016By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Der Schwindel der Globalisierung In seinem Roman „Weltschatten“ erzählt der 1976 in Jerusalem geborene Nir Baram, wie die Globalisierung mit ihren Hedgefonds und Bankenspekulationen auch Israel erreicht und wie sich über die sozialen Medien eine globale anarchische Protestbewegung gegen diese aufbaut. Einer der Hauptprotagonisten in diesem sich aus drei Erzählsträngen zusammen setzenden Roman ist Gavriel Manzur. Als Sohn eines Ghostwriters für reiche jüdische Geschäftsleute in der ganzen Welt lernt er in New York die Welt der Hochfinanz kennen. So wird er für den Hedgefonds „Brookman, Stanton & Barnes“ in Israel
Read More Comic-Opern aus der Wildnis – Von Daniel Kothenschulte. 1946 lud Walt Disney zwei der berühmtesten zu jener Zeit in den USA lebenden Künstler ein, Filme zu gestalten – Salvador Dalí und Thomas Hart Benton. Die Entwürfe des Letzteren zu „Davy Crockett“ konnte Daniel Kothenschulte im Rahmen seiner Recherche für das große Disney-Projekt im Verlag Benedikt Taschen einsehen. (Besprechung in dieser LitMag-Ausgabe nebenan.) Auch wenn die Filme dieser beiden großen Zeitgenossen nicht realisiert wurden, hatte ihre Anwesenheit erhebliche Wirkung auf Disneys Künstler. Noch in Alice in Wonderland ist Dalís Einfluss spürbar,
Read More Posted On Dezember 2, 2016By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Hardcore-Realismus Philipp Winkler ist mit seinem Roman „Hool“ auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises gekommen und erhielt großes Lob für die authentische Ausleuchtung und Versprachlichung eines nur selten in die Literatur gelangenden Schmuddel- und Gewaltsujets. Gewonnen hat den Buchpreis dann aber doch die ebenso makellose wie elegante Novelle „Widerfahrnis“ von Bodo Kirchhoff mit ihren klassischen Protagonisten aus dem Bildungsbürgertum. Philipp Winklers Protagonist ist dagegen einer der fast schon klischeehaften Verlierer und Abgehängten dieser Gesellschaft: Er stammt aus einer zerrütteten Familie – Mutter früh abgehauen, Vater Alki –, hat sein Abi
Read More Glück der Anschauung – Nein, 50 Jahre ist es noch nicht her, dass Arno Schmidt nicht mehr unter uns weilt. Dieser Jahrestag wird am 3. Juni 2029 zu begehen sein. Alf Mayer nimmt es als Versprechen, dass im aktuellsten Band der Arno Schmidt Stiftung im Suhrkamp Verlag ganz vorne an prominenter Stelle folgendes Zitat zu finden ist: „Nur beim ersten Überfliegen hört sich ein Satz – wie dieser – absurd an: ich verlange, gesetzgeberisch festzulegen, daß spätestens 50 Jahre nach dem Tode eines Schriftstellers seine Biografie nicht nur erscheinen darf,
Read More Düsen-Romantik – Eine Geschichte der Rohrpost, nicht nur in Berlin. Alf Mayer hat sich wegbefördern lassen und empfiehlt ein Buch, das nicht nur für Technikfreaks geeignet ist. Briefe an Milena, ohne Rohrpost wären sie in dieser Fülle und Dichte wohl nicht so in die Welt gekommen. Franz Kafka vertraute Liebe und Leidenschaft einem Kommunikationsmittel an, das für Großstadtbewohner einmal die schnelleste Form von Botschaft war. Die Telegrafie wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfunden, in Sekundenschnelle errreichte man zwar etwa Berlin, dann aber brauchte es noch bis zu
Read More Posted On Dezember 2, 2016By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag
Mit Escher im Overlook-Hotel Ein schmaler Band nur, wie geschaffen für einen trüben und dunklen Winternachmittag: Daniel Kehlmanns neue Erzählung ist eine Annäherung an das Gruselgenre und spielt mit altbekannten Elementen der phantastischen Literatur. Von Frank Schorneck Eine Familie verbringt die Vorweihnachtszeit in einem abgelegenen Ferienhaus in den Bergen. Der Ich-Erzähler ist ein Drehbuchschreiber, der in der Abgeschiedenheit gegen eine kreative Blockade und die drohende Deadline anschreiben will; seine Frau Susanna, eine Schauspielerin, und die vierjährige Tochter Esther würden hingegen gerne mehr Zeit mit ihm verbringen. Der Gedanke an Jack
Read More Posted On Dezember 2, 2016By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Der unsterbliche Mensch Don DeLillo ist ein zeitkritischer Meister der amerikanischen Gegenwartsliteratur und bespielt ein breites Genre-Spektrum. Aber egal ob episches Gesellschaftspanorama wie in „Unterwelt“, intimes Kammerstück wie „Körperzeit“, egal ob Story oder Theaterstück: Er garantiert packende Leseerlebnisse und zieht den Leser mit seinem kristallklaren und atmosphärisch dichten Sound von der ersten Seite an in den Bann. Umso größer ist nun die Enttäuschung beim Lesen von DeLillos neuen Roman „Null K“, der zwar gesellschaftlich wichtige Fragen stellt, aber kaum zu einer überzeugenden Form findet. Erst ganz am Schluss können wir
Read More Leichte Unterhaltungslektüre von Zoë Beck Eine junge Frau stößt mitten in der Nacht einen Schrei aus. Minuten später trifft die Hausherrin im Zimmer der Dame drei Herren in Pyjamas an. Nancy, so heißt die junge Frau, ist wohlauf, nur ein wenig erschrocken, und die drei Herren wollten ihr offenbar zu Hilfe eilen. Eigentlich könnten jetzt alle wieder schlafen gehen. Aber natürlich ist die Situation doch nicht so einfach. Nancy ist nämlich Gast bei einer Wochenendgesellschaft auf dem Land in den USA der späten 1920er oder frühen 30er Jahre. Sie ist
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