Volles Risiko: Krisenreporter zwischen mehreren Fronten In HongKong hat er gerade einen schweren Unfall überlebt, dann soll der Reporter David Jakubowicz für seine Münchener Zeitung am Hindukush die Hintergründe eines US-Luftangriffs auf einen afghanischen Lkw-Konvoi aufklären, bei dem viele Kinder ums Leben kamen. Außerdem muß sich der DAZ-Reporter noch beim internen Powerplay gegen unschöne Intrigen und Machenschaften in seiner Redaktion behaupten. Achim Zons verknüpft im Thriller „Wer die Hunde wecktt geschickt Krimi-, Abenteuer- und Polit-Thriller-Segmente. Von Peter Münder Bei einem schweren Autounfall in HongKong landet Krisenreporter David Jakubowicz nachts bewußtlos
Read More No way out? Ein zwölfjähriges Mädchen und ein reicher Bauunternehmer. Das hört sich nach „Lolita“ revisited an. Aber Ute Cohens Psychothriller „Satans Spielfeld“ verlässt konventionelle Pfade und entwirft ein eigenes, sehr bedrückendes Universum. Thomas Wörtche ist beeindruckt. Vielleicht tut man Ute Cohens Roman-Debut „Satans Spielfeld“ gar keinen Gefallen, wenn man ihn, was auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen mag, als inverse Version von Vladimir Nabokovs „Lolita“ liest. Invers in dem Sinn, dass die Perspektive gedreht ist. Bei Cohen spricht kein Humbert Humbert, sondern die auktorial/personale Erzählhaltung wird von Marie dominiert.
Read More Schillerndes Ghetto Von Sonja Hartl Der Debütroman des Amerikaners Joe Ide erzählt von dem „Detektiv ohne Lizenz“ Isaiah Quintabe, der sich mit Gefälligkeiten und kleineren Ermittlungen in Los Angeles über Wasser hält. Dann vermittelt ihm sein alter kleinkrimineller Bekannter Juanell Dodson einen „richtigen“ Auftrag: Auf den Rapper Black the Knife alias Calvin Wright wurde zu Hause durch einen Kampfhund ein Anschlag verübt, seither will er das Haus nicht mehr verlassen. Isaiah Quintabe – genannt I.Q. – soll nun für die Sicherheit des Rappers sorgen, indem er diesen Kampfhundangriff aufklärt. Damit
Read More Down and out und suspendiert in Swinging Hampstead Detective Nick Belsey wird mal wieder seiner Rolle als rebellischer Außenseiter-Cop gerecht: Er ist vom Dienst suspendiert, ist völlig abgebrannt, hat keine Bleibe im schicken Hampstead und ermittelt auf eigene Faust in einem brisanten Fall. Im Dauer-Clinch mit seinen bornierten, korrupten Vorgesetzten ist er sowieso. Oliver Harris zieht in seinem dritten Krimi „London Stalker“ mal wieder alle Register Von Peter Münder Das Ausloten von dubiosen, faszinierenden Grenzbereichen-geographisch und ethisch-moralisch- ist für den Londoner Krimi-Autor Oliver Harris inzwischen zum Markenzeichen geworden: Seinen Anti-Helden
Read More Howard Hodgkin 1932 – 2017 I first became really aware of Hodgkin’s work towards the end of 1995, the beginning of 1996, when I was able make several visits to a major retrospective of his paintings, first at the Metropolitan Museum of Art in New York and then at the Hayward Gallery in London. It was difficult – nigh on impossible – not to be dazzled, delighted, impressed – the richness of colour, the seductive brilliance, all those glorious swirls of paint – echoes of other favourite painters, Bonnard, Vuillard. It was only when visiting
Read More Standing at the crossroads oder Portrait des Autors als junge Männer Da liegt er, Respekt heischend und wuchtig: Der neue Roman von Paul Auster. Mit über 1.200 Seiten ein ziemlicher Klotz, der als Lektüre in der Straßenbahn nur bedingt geeignet ist. Fans des Autors werden ohnehin direkt bei Erscheinen zugegriffen haben, doch worauf muss sich ein Leser einstellen, der zum ersten Mal einen Auster in der Hand hält und möglicherweise vor dem Umfang des Romans zurückschreckt? Von Frank Schorneck „4 3 2 1“ setzt an mit einer Anekdote: Ein russischer
Read More Eindringliches Debüt Von Frank Göhre. Die erste Veröffentlichung des zu der Zeit 34jährigen Jens Eisel waren 17 kurze Geschichten unter dem Titel „Hafenlichter“. Sie wurden von den Rezensenten sehr kontrovers beurteilt. Was für den einen „bildmächtige Beschreibungen“ und „genaue Zeichnungen seiner Figuren“ sind, bezeichnet der andere als „Fleißarbeiten ohne Seele“, nicht ohne voraus zu schicken, dass Eisels Kurzgeschichten „auf eine Tradition [verweisen], der sie nichts hinzuzufügen haben.“ Gemeint sind Ernest Hemingway und Raymond Carver – „diesen Meistern der Reduktion“. Da hat er uns – in diesem Fall ein freier Autor
Read More Reise in die Kultur Haitis Louis-Philippe Dalemberts neuer „magisch pulsierender Roman über die verlorene Mystik der Kindheit“ (SZ) steckt voller kreolischer Fabulierlust und ist eine amüsante Reise in die hierzulande kaum bekannte Kultur Haitis. Sophie Sumburane hat sich mit dem Autor über das »Zeitenland« der Kindheit und seine Tabus, Voodoo und andere Stereotype, die Auseinandersetzung mit den eigenen Wurzeln und das Vagabundentum unterhalten. Schon der Titel Ihres aktuellen Romans „Die Götter reisen nachts“ kündigt es an: Ein immer wiederkehrendes Thema in Ihren Texten ist das Reisen; mehr noch, das oft
Read More 1967 veröffentlichte Jorge Luis Borges sein «Buch der imaginären Wesen«, für das er vom Doppelgänger bis zum Kentauren eine Aufstellung der wichtigsten Fabelwesen aller Kulturkreise zusammentrug. Das Buch des universell belesenen Autors wurde sofort zu einem Meilenstein für die etwas in Vergessenheit geratene Wissenschaft der Parazoologie, also jenes Zweigs der imaginären Zoologie, der sich mit der Erforschung von Fabelwesen beschäftigt. Doch so vielseitig Borges’ Buch auch war, so konnte es bei leibe nicht alle relevanten imaginären Wesen berücksichtigen. Diese Lücke schließt nun Achim Stanislawski in seinem Periodikum »Die Neuen Fabelwesen«.
Read More Neue Bücher von Thomas Meinecke („Selbst“), Martin Suter („Elefant“), Annie Dillard („Pilger am Tinker Creek“), Ulrich Teusch („Die Lückenpresse“), Dirk Stermann („Der Junge bekommt das Gute zuletzt“), Carolin Emcke („Gegen des Hass“), Leopold Federmair („Musils langer Schatten“), Emma Cline („The Girls)“, Thomas Brückner („Hilfe schenken“), Clemens Berger („Im Jahr des Panda“), Claus-Jürgen Göpfert („Die Hoffnung war mal grün“) und „“ – vorgestellt von Karsten Herrmann (KH), Ulrich Noller (UN), Alf Mayer (AM), Yasmina Hamid (YH) und Michael Höfler (MH). „Genderfuck“ und „Hot topics“ (KH) – Thomas Meinecke ist für die deutsche
Read More Ein Buch wie ein Museumsbesuch Der Tanz auf dem Vulkan als Zustand unserer Zivilisation kennt kaum ein stärkeres Bild als das beim Ausbruch des Vesuv untergegangene Pompeji. Das ultimative Referenzwerk dafür ist nun wieder zugänglich. Alf Mayer hat sich die Neuausgabe des Prachtbandes „Häuser und Monumente von Pompeji“ der Gebrüder Niccolini angesehen – ein Meisterwerk der Farblithographie aus den Jahren 1854 bis 1896. „Sonntag waren wir in Pompeji. – Es ist viel Unheil in der Welt geschehen, aber wenig, das den Nachkommen so viel Freude gemacht hätte“, notierte Johann Wolfgang
Read More Niroz Malek lebt in Aleppo. Trotz allem. Und er schreibt davon, wie es ist, trotz allem in Aleppo zu leben. Das Ergebnis sind kurze Texte, Miniaturen nicht nur über den Alltag in einer Stadt, auf die Bomben fallen, sondern auch Träume, Phantasien, Texte zu Musik und Literatur, Erinnerungen an gestorbene Freunde und Weggefährten. 57 Miniaturen versammelt „Der Spaziergänger von Aleppo“, die meisten hat Niroz Malek zuerst auf Facebook veröffentlicht, bis heute schreibt er dort in unregelmäßigen Abständen sehr kurze Texte. An eine Publikation in Syrien war und ist nicht zu
Read More Größenwahn, Einsamkeit und Täuschungsmanöver des Einhandseglers Es war fast ein neuer Trendsport entstanden, nachdem der Einhandsegler Francis Chichester 1967 die Welt umsegelt hatte: Plötzlich fühlten sich viele englische Hobby-Segler auch dazu berufen, mit ihren Nussschalen das Kap Hoorn herauszufordern. Der Verrückteste und Großspurigste dieser Weltumsegler war Donald Crowhurst: 1968 hatte er sich spontan für ein Wettrennen um die Welt gemeldet, unter Termindruck einen Trimaran bauen lassen, der kaum seetüchtig war und schon stach er in See, wobei er mehr an maximaler Publicity als an der Sicherheitstechnik des Bootes interessiert war.
Read More Breiter Überblick zur Problemlage, aber in der Ursachenanalyse zaghaft von Michael Höfler Als Harald Lesch von 1998 bis 2007 in der Sendung „Alpha Centauri“ das Universum in Viertelstunden-Sendungen an einer Schiefertafel erklärte, hatte das Thema Menschheitsrettung nur am Rande Platz („Wir Menschen machen ja gerade das große Experiment: Leben ohne Ozonloch“). Seine schon damals gepflegte Leidenschaft, auch über philosophische und anthropologische Themen zu fabulieren (damals bereits bei einem Glas Rotwein im Fernsehen, heute auch in naturphilosophischen Vorlesungen), macht es nicht verwunderlich, dass er sich inzwischen intensiv mit der Krise der
Read More Verborgene Perlen Viel zu wenig präsent sind auf dem heimischen Buchmarkt die Bücher von Autoren aus den kleineren Literaturen dieser Welt, aus Afrika, Asien, Südamerika oder auch der Karibik. Der Roman „Yanvalou für Charlie“ (der auf der 33. Ausgabe der Litprom-Bestenliste „Weltempfänger“ stand) des Haitianer Lyonel Trouillot ist ein weiteres Beispiel dafür, welche Perlen es dort zu entdecken gibt. Lyonel Troillots Protagonist Dieutor Mathurin Saint-Fort ist ein aufstrebender Anwalt in einer Kanzlei in Port au Prince. Sein Chef ist ein reicher mittelmäßiger Erbe, seine eine Kollegin Elisabeth ist eine Idealistin
Read More Ganz und gar zeitgenössische Schelmenroman Von Ulrich Noller Mit einer ebenso schmerzhaften wie plastischen Gewalterfahrung beginnt Tijan Silas Debütroman „Tierchen unlimited“: „Ich floh nackt und blutend auf einem Rennrad. Das Blut floss auf Platzwunden, die ich auf den Lippen und Augenbrauen hatte, und aus meiner Nase, es sammelte sich in dunklen Zeilen auf meiner Brust. Fuhr ich über ein Schlagloch, stoben rote Tröpfchen in alle Richtungen davon, als schüttele sich ein Tier trocken, und meine Füße glitten aus den Pedalhaken. Sie kreisten beim Versuch des Wiedereinsteigens hilflos durch die Luft.
Read More Absurdtragikomisch Neuer Ohrenschmaus von Nora Gomringer und Philipp Scholz. Von Jörn Borges Einen wahren Ohrenschmaus hat Nora Gomringer mit dem Percussionisten Philipp Scholz mit ihrer neuen Hör-Cd „Peng, Peng, Peng“ angerichtet. Ein Gemisch aus Komik und Tragik. Einen Ausflug in das Absurde und eine Hommage an von ihr verehrte Vorbilder. All das setzt Nora Gomringer sprecherisch und gesanglich (etwa Dorothy Parkers „Frustration“) grandios in Szene. Gomringer lässt im Kopf des Hörers Bilder voller Komik und Tragik entstehen. Jedes Wort sitzt. Jeder Satz ist stimmig. Nach der Selbstverständigung „Wie soll ich
Read More Unschuld der jeweils ganz anderen Art Der chinesische Fotograf Ren Hang und das Männerbuch SIR von Mario Testino Beide suchen sie nach einer Unmittelbarkeit des Ausdrucks, nach einer Wahrheit hinter den Bildern. Zufällig (?) zur gleichen Zeit im gleichen Verlag erschienen, sind die Bildbände von Ren Hang und Mario Testino so etwas wie zwei Pole einer visuellen Reise. Alf Mayer hat sich in die Bücher vertieft. Jetzt wird seine gerade eben erschienene erste Monographie zu einem Vermächtnis. Es hat ihm leider nicht geholfen, nach vielen Anfeindungen im eigenen Land in einem renommierten transnationalen
Read More Über Freundschaft und unermessliche Abgründe Mit gewaltigen Vorschusslorbeeren ist der vielseitige Roman „Ein wenig Leben“ der Amerikanerin Hanya Yanagihara jetzt auch in Deutschland erschienen. Die enthusiastische US-Kritik zu diesem mit Anna Karenina verglichenen „Meisterwerk“, über seine aufwühlende und mitreißende Kraft, erweist sich beim Lesen nicht als falsch, aber als doch nur eine Seite der Medaille. Von Karsten Herrmann. Die 1974 geborene Yanagihara, die bei der New York Times als Redakteurin für ein Stil-Magazin arbeitet, erzählt in ihrem zweiten Roman von der lebenslangen Freundschaft von vier Männern ganz unterschiedlicher sozio-kultureller Herkunft:
Read More Wie wird deutschsprachige Literatur eigentlich im Ausland aufgenommen? CULTurMAG wirft einen ungewöhnlichen Blick auf aktuelle Neuerscheinungen. Lucy Renner Jones übersetzt (u.a.) deutschsprachige Literatur ins Englische – und klopft für uns in unregelmäßigen Abständen Neuerscheinungen interessanter Autoren auf ihre Aussichten auf dem englischsprachigen Markt ab. Diesmal hat Sie Nora Bossongs Reportage „Rotlicht“ gelesen. A refreshing perspective on the subject of sex A young woman’s realisation that she is meant to be the object, not the subject, in the game of sexuality might come the first time she sees a man reading
Read More Wer bestimmt darüber, wie und wann wir sterben? Tommy Schmidt thematisiert in seinem satirischen Roman „Heaven’s Gate“ das oft noch tabuisierte Thema Sterbehilfe auf ungewöhnliche Weise: Satirisch zugespitzt, streitbar und unterhaltsam. Bei uns lesn Sie einen Ausschnitt des am 13.3.2017 erscheinenden Romans als Vorabdruck. Deutschland in einer nicht allzu fernen Zukunft: Lasse Wiesenthal ist erfolgreicher Eventunternehmer, Ende fünfzig und unheilbar krank. Die Ärzte sagen ihm einen jahrzehntelangen Leidensweg mit einem langsamen, aber unaufhaltsamen Verfall voraus. Statt sich diesem Schicksal zu ergeben, plant er seinen Freitod durch Sterbehilfe. Es soll ein
Read More KidBits: Neue Bücher für Kinder Neue Kinderbücher von Franziska Siebold / Antje Drescher („Theo weiß, was er will“), Andrea Schomburg / Barbara Scholz („Neu in der Familie: Chamäleon Ottilie“), Ayse Bosse / Andreas Klammt („Weil du mir so fehlst“), Fritzi Bender („Balduin macht blau“), Brigitte Schär („Lisa, Paul und Frau Fisch“), Judd Winick („Hilo“). Vorgestellt von Frank Schorneck. Vom Nein-Sagen Als Theo eines Tages aufwacht, sitzt ein fremder Mann an seinem Bett. Er ist für alle anderen unsichtbar, aber er begleitet von nun an Theo durch seinen Tag und mischt
Read More Pop und Protest im Wendland. „Und bis es so weit ist, gibt es Eiscreme“ ist ein literarisches Roadmovie und eine schlagfertige Komödie voller Abenteuer, Freundschaft, Dope, Liebe und schmerzlichem Verlust. Martin Spieß erzählt mit dem Blick einer Generation, die beim Betrachten der Welt immer auch all ihr sekundäres Erleben aus Filmen, Musik und TV-Serien mitdenkt. Zwei Freunde fahren nach Gorleben ins Wendland, um gegen den Castortransport zu demonstrieren. Jäger, der beste Freund des Erzählers, ist der Meinung, bei diesen Protesten ließen sich nicht nur Abenteuer erleben, sondern auch gut Frauen
Read More Die Wolken Wo sind die Tage von gestern die uns genommen sind? Ich glaube: mit ihren Schwestern treiben sie oben im Wind. Die dunklen sind dunkel von Sorgen und Leiden, die uns gekränkt, die roten am Abend und Morgen hat unser Herzblut getränkt; die weißen aber, die schweben wie Duft und zerfließen in Licht, sind Tage von unserem Leben, die lebten wir noch nicht. Entnommen dem Band „Fäden ins Nichts gespannt“. Deutschsprachige Dichtung aus der Bukowina. Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1991. Es gibt Gedichte die sind einfach zu
Read More „A funky million Dollars“ Capitol Records hat zum 75jährigen Jubiläum ein XXL-Album in Buchform bekommen. Alf Mayer hat darin gestöbert. Eine der großartigsten Heimstätten der Musik nennt Beck den Capitol-Records-Tower auf der Vine Street in Los Angeles, einen Block nördlich vom Hollywood Boulevard. 1954-56 gebaut, ist der 46 Meter hohe kreisrunde Bau ein Wahrzeichen, es war einmal das erste runde Bürogebäude der Welt. Der Architekt Lou Naidorf vom Büro Welton Beckett hatte es einem Stapel Schallplatten nachempfunden. Wenn man nach Hollywood hineinfährt gehört es vom Freeway aus zu den ersten Gebäuden
Read More Putsch im Wurmloch 1 bild / 100 worte Wir also glotzen gedankenlos in die Vermicelles vor uns (genau, wir sitzen in der Konditorei über dem Paradeplatz), da – suddenly – wird unser Augenpixel durch ein Wurmloch ins 19. Jahrhundert gebeamt, where there’s a shadow hanging over me, und ach, auf eben diesem Platz ist die aufgebrachte Meute aufmarschiert, angelockt durch Falschmeldungen aus Pfäffikon, Glockengeläute und dem Ruf: „Vorwärts, wer ein rechter Christ sein will!“ Derweil unsere Synapsen blitzschnell die Meldungen aus dem Zeitsprung prozessieren, sitzt in einer geisterhaften Villa der
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