Litmag Category

Posted On November 9, 2011By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

Primo Levi: Ist das ein Mensch?/Die Atempause

Der Wille zu überleben – Carl Wilhelm Macke über die Neuauflage der beiden zentralen Bücher von Primo Levi. Es gab einmal eine Zeit, da waren die Bücher von Primo Levi über seine Zeit in Auschwitz und seine Flucht aus dem Ort des absoluten Schreckens in die Freiheit ständig präsent in den öffentlichen Literaturdebatten. Hier ist auch noch einmal an einen der besten je über Levi geschriebenen Texte von Philip Roth zu erinnern: „Gespräch mit Primo Levi in Turin“ (erschienen in Philip Roth „hop Talk“, 2001). Levi galt in den erstenRead More

Posted On November 9, 2011By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Ewige Liebe 1 bild / 100 worte Schnitt zum Sternenhimmel: Australien fliegt in einer perfekten Boomerang-Bewegung zurück zu unserem Planeten. Beim Eintritt in die Atmosphäre entzündet sich sein totes Restgehölz. Schnitt zur Erde: Die Ozeane sind dabei, das Loch, wo einst Australien war, mit Salzwasser zu füllen. In diesen Gigatümpel fällt nun – PLATSCH! – das kontinentale Brandgeschoss. Satellitenbild: Rauchwolken vernebeln die Südhemisphäre, Tsunamis rasen um den Erdball. Schnitt zum Erdmittelpunkt, in Hellboys Saloon sitzt die Dame in Lila:„Sie Unhold! Was haben Sie getan?“ – „Sweet Jane, wovon reden SieRead More

Posted On November 2, 2011By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Wilfried F. Schoeller: Döblin

Ein fast vergessener Autor von Weltrang – In der ersten umfassenden Döblin-Biografie zeigt Wilfried F. Schoeller die weitgehend unbekannten Facetten dieses deutschen Modernisten, dieses „Pan-Epikers und Geschichten-Gotts“, dieses Naturmystikers und zum Katholizismus konvertierten Juden. Von Karsten Herrmann. Alfred Döblin wurde mit seinem 1929 erschienenen Großstadtepos „Berlin Alexanderplatz“ berühmt und ließ die deutsche Literatur zur Weltliteratur eines John Dos Passos und James Joyce aufschließen. Doch zeitlebens und bis heute bildet dieser Roman eine Art „Grabplatte“ für das rund 40-bändige Gesamtwerk Alfred Döblins, das aus Romanen, Erzählungen, Glossen, religiös-philosophischen Betrachtungen und kulturpolitischenRead More

Posted On November 2, 2011By Brigitte HelblingIn Comic, Litmag

Jochen Schmidt/Line Hoven: Dudenbrooks

Und aus sieben Wörtern eine Welt – „Dudenbrooks“ heißt das Buch gewordene Gesellschaftsspiel, das folgendermaßen funktioniert: Man nehme sieben Wörter mit denselben Anfangsbuchstaben, wie sie im Abstand von 10, 20, 30 oder 40 Wörtern im Duden stehen und baue daraus eine kleine Geschichte, die selbst nicht viel mehr als 50 Wörter umfassen darf. Diese letzte Vorgabe zum Umfang hat dann mit dem Spiel weniger zu tun als mit der FAZ, in der das Resultat der „Dudenbrooks–Spielereien“von Jochen Schmidt und Line Hoven zuerst erschienen sind. Die „Dudenbrooks“ sind, dies vorneweg, einRead More

Posted On November 2, 2011By Die RedaktionIn Litmag

CULTurMAG, Ausgabe vom 02.11.11

Liebes CULTurMAG-Publikum, herzlich willkommen zum kunterbunten Double-Feature von LitMag und MusikMag! Wir feiern gerne und dazu ist uns fast jeder Anlass recht: Gestern zum Beispiel waren wir auf dem 90. Geburtstag von Ilse Aichinger. Senta Wagner hatte Blumen dabei, und wir haben das Gedicht der Jubilarin „Märzwunsch an den Garten“ auswendig gelernt. Am kommenden Samstag sehen wir uns dann ja schon wieder  alle bei Charles Taylor – der Philosoph wird 80, Carl Wilhelm Macke gratuliert schon mal. Außerdem: Karsten Herrmann stellt Wilfried F. Schoellers umfassende Alfred-Döblin-Biografie vor, Brigitte Helbling freutRead More

Posted On November 2, 2011By Die RedaktionIn Bücher, Litmag

LitMag-Quickies

Kurzrezensionen – diesmal mit der ersten Haiku-Rezension der Welt (Friederike Moldenhauer (FM) über Guðmundur Óskarsson) und neuen Büchern von Thomas Meinecke, Felix Mertikat/Benjamin Schreuder, Nikola Madzirov und Ulrike Halbe-Bauer/Brigitta Neumeister-Taroni; besprochen von Christina Mohr (CM), Charlotte von Bausznern (CvB) und Carl Wilhelm Macke (CWM). (FM) Haiku Rezension Nordisches Drama düster und sehr verzweifelt grandios gemacht Guðmundur Óskarsson: Bankster (Bankster, 2009). Aus dem Isländischen von Anika Lüders. Frankfurter Verlagsanstalt 2011. 254 Seiten. 22,90 Euro. Mehr zum Buch hier, ein Interview mit dem Autor lesen Sie hier. Bizarr-interessante Sachverhalte (CM) Wir behauptenRead More

Posted On November 2, 2011By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Porträts / Interviews

Charles Taylor wird 80

Etwas fehlt … Carl Wilhelm Macke zum 80. Geburtstag von Charles Taylor am 5. November. Wenn man in eine der großen Internet-Suchmaschinen den Namen Charles Taylor eingibt, kann man leicht in die Irre geführt werden. Zum einen findet man da jede Menge Eintragungen zu einem üblen afrikanischen Tyrannen und Menschenschlächter, der heute in Den Haag vor dem Internationalen Strafgerichtshof steht. Dann findet man aber auch noch einen anderen Charles Taylor, der mit einigen sehr viel angenehmeren Begriffen und Namen versehen ist: Menschenrechte, Multikulturalismus, Toleranz, säkulare Gesellschaften usw. Charles Taylor –Read More
Bernd Clüver macht Karriere – Stefan Beuse berichtet von den Erhabenheiten und Fallstricken der Welt. Diesmal: Die Literaturshow im Luxushotel. Abgehalfterte Showstars erkennt man gemeinhin daran, dass sie zur Eröffnung des neuen Möbelmarkts ins Gewerbegebiet Kattenvenne-Südwest geladen werden und dort vor 26 halbinteressierten Bratwurstessern Hossa machen müssen. Einige Ex-Sternchen jedoch haben aus der Not eine Tugend gemacht und die preisgünstige Resteverwertung ihres einstigen Glanzes vielleicht unbewusst zu einer eigenständigen Kunstform entwickelt. Wer erinnert sich heute noch daran, dass zum Beispiel Jürgen Drews oder Roberto Blanco damals als ernstzunehmende Künstler galtenRead More
Wahre Geschichten – Wenn Anfang Oktober die ersten Blätter fallen und der Sommer durch ist, wenn die lesenden Köpfe nach Frankfurt schauen und der Wörthersee wieder den Rentnern gehört, erscheint das Jahrbuch zum Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Gisela Trahms hat es sich angesehen. Angenehm liegt die Anthologie in der Hand und erfreut durch die Sorgfalt, mit der sie gemacht ist. Auch erweckt eine dezente Danksagung an die Sponsoren des Preises den Eindruck, dass das Buch auf eigene Rechnung dem Schoß des Piper Verlags entsprang und nicht durch Charlotte Roches Gebete. Das erfreut nochRead More

Posted On November 2, 2011By Senta WagnerIn Litmag, Porträts / Interviews

Ilse Aichinger wird 90

Das Suchen ist unauffindbar … Zum 90. Geburtstag von Ilse Aichinger – Glückwünsche! Von Senta Wagner. Wenige Tage vor ihrem 90. Geburtstag am 1. November 2011 begegne ich Ilse Aichinger auf einer zugigen, schon abenddunklen Straße mitten in Wien. Welch ein Glück! Zu einer Tageszeit, wo die berühmte Dichterin vor ein paar Jahren vielleicht noch im Kino gesessen hätte, um das eigene Verschwinden zu zelebrieren. Schon vor fünfzehn Jahren hat die österreichische Autorin in einem Interview den Wunsch geäußert, die Zukunft möge nicht mehr zu lange dauern. Hat sie aberRead More

Posted On November 2, 2011By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Hölle 1 bild / 100 worte Hellboy betrachtet sich im Spiegel: „Ich erinnere mich an die Wärme der Hölle meiner Kindheit. Ich erinnere mich an die Wiegenlieder von Beelzebub. Ich erinnere mich an meinen wahren Namen, der sich im beschränkten Menschen-Blabla nicht aussprechen lässt. Ich erinnere mich an ihre Wangen, Milch und Rosen. Ich erinnere mich an ihren lila Anzug und den roten, roten Mund. Warum habe ich ihn nicht geküsst? Warum hat sie Australien mir vorgezogen? 34 Millionen Humanoiden und die gesamte Tier- und Pflanzenwelt verendeten elendiglich, als ichRead More

Posted On November 2, 2011By Die RedaktionIn Litmag

LitMag-Gedicht: Ilse Aichinger – Märzwunsch an den Garten

Märzwunsch an den Garten Bleib ein Panther, Schwärzling, gefleckt und hungrig, auf Osterdienstage, Regenstränge, Rosenkranzgesetze; auch auf solche, die nachlassen, auf die verworfenen Gewinne, aus Kinderlotterien, den Inhalt süßer, inhaltsloser Episteln, bleib so, naß und zornig; wie du jetzt bist, bereit, von den ersten Kätzchen bis zum Wetzstein und zur langen Grenze alle und mit allen Unterschieden zu verschlingen, bleib so, bleib hungrig auf uns. Ilse Aichinger (aus: Verschenkter Rat. Gedichte, 1978)Read More
Die richtige Lösung eingeschickt und den Buchpreis gewonnen hat Siegmund Pruszczynski aus Braunschweig. Herzlichen Glückwunsch!Read More

Posted On Oktober 26, 2011By Lena BlaudezIn Bücher, Litmag

Bettina Gaus: Der unterschätzte Kontinent

Das andere Gesicht Afrikas – Ein sehr untypisches Afrika-Buch hat Bettina Gaus geschrieben. Mehrere Monate lang war sie allein und vorwiegend auf dem Landweg durch 16 afrikanische Länder unterwegs, um sich ein Bild von der Mittelschicht des Kontinents zu machen. Keine marodierenden Militärs, hungernde Kinder oder korrupte Eliten. Keine Überfälle, Giftschlangen oder Entwicklungshelfer. Sie hatte nicht einmal Malaria. Diese Reisereportage ist ziemlich unspektakulär. Von Lena Blaudez Was keinesfalls mit uninteressant zu verwechseln ist. Gaus verzichtet auf die hinlänglich bekannten Afrika-Klischees – tatsächlich leben 95 Prozent der Bevölkerung NICHT in einerRead More

Posted On Oktober 26, 2011By Die RedaktionIn Litmag

CULTurMAG, Ausgabe vom 26.10.11

Liebes CULTurMAG-Publikum, herzlich willkommen zum Double-Feature von LitMag und MusikMag. So international wie heute ging es bei uns selten zu: Lena Blaudez betrachtet den afrikanischen Mittelstand mit Bettina Gaus Reportage „Der unterschätze Kontinent“; Roland Oßwald erzählt uns etwas von dem englischen Startrainer Brian Clough und David Pearce‘ Romanporträt „Damned United“; Carl Wilhelm Macke stellt das Manifest „Es gibt ein besseres Italien“ des populären Italienischen Politikers Nichi Vendola vor; Frank Göhre bespricht Carl Weissners New Yorker Nachjournal „Die Abenteuer von Trashman“; Kerstin Carlstedt hat sich den Film „I’m not a f**kingRead More

Posted On Oktober 26, 2011By Kerstin CarlstedtIn Film/Fernsehen, Litmag

Kino: I’m not a f**king Princess

„Was ich mit dir mache, ist Kunst“ – Regisseurin Eva Ionesco visualisiert mit „I’m not a f**king Princess“ ihre verpfuschte Kindheit. Von Kerstin Carlstedt. Isabelle Huppert ist wie geschaffen für diese Rolle. Sie spielt die neurotische, egomanische, völlig überkandidelte Foto-Künstlerin Hannah, die ihre Tochter massiv missbraucht, um ihre Karriere voranzutreiben. Violetta (Anamaria Vartolomei) ist noch ein Kind, als ihre Mutter sie nackt – auch zwischen den Beinen – und in barockem Setting ablichtet. Die Fotos gefallen. Hannah wird ein gefeierter Star der Pariser Kunstszene. Ihre Tochter hingegen hat das RechtRead More

Posted On Oktober 26, 2011By Roland OsswaldIn Bücher, Litmag

David Peace: Damned United

Ein verficktes englisches Märchen – Brian Clough gilt als einer der erfolgreichsten und charismatischsten Trainer des englischen Fußballs, zahlreiche Triumphe mit Derby County und Nottingham Forest pflastern seine Karriere. Nur bei Leeds United lief alles dramatisch schief: nach nur 44 Tagen hat er sich mit der Mannschaft und dem Clubvorstand überworfen und wird nach einer Niederlagenserie entlassen. Der englische Autor David Peace hat diese Episode in ein mitreißendes Romanporträt verwandelt. Roland Oßwald stellt Trainer und Buch vor. Brian Howard Clough hat als Spieler 251 Tore in 274 Ligaspielen erzielt. 1962Read More
Märchenstunde vom Feinsten – Kallwass for Bundeskanzlerin – und schon herrscht Frieden, Einigkeit und soziale Gerechtigkeit. Niemand hat mehr ein Burn out, alle reden über ihre Probleme und stoßen generell auf Verständnis, gehen sorgsam mit ihren Mitmenschen um und erziehen ihre Kinder voller Liebe und Rücksicht. Henrike Heiland über die liberale Kummerkastentante des deutschen Fernsehens. Die Ausgangssituation: Leute kommen auf der Suche nach psychologischer Beratung zu Angelika Kallwass. In ihrer Praxis gibt es einen Empfang (da sitzt dann ein schicker, junger Assistent), gleichzeitig ist dieser Bereich auch so eine ArtRead More

Posted On Oktober 26, 2011By Frank GoehreIn Bücher, Litmag

Carl Weissner: Die Abenteuer von Trashman

New York 1967/68: Die Müllabfuhr streikt. Ravi Shankar spielt Sitar im Lincoln Center. Pacino beschimpft im Theater die Zuhörer. Allen Ginsberg liest vor mehr als tausend Leuten. Roland Kirk bläst auf drei Saxophonen gleichzeitig, und Carl Weissner ist breit oder mit irgendwas vollgeknallt. Er hat ein Fulbright-Stipendium. Er lebt von fünf Dollar am Tag. Er hängt in Hotels und Drugstores ab, liest, übersetzt und notiert. Er liest so ziemlich alle greifbaren Publikationen der Underground-Literaten, die Beat- und Cut-up-Autoren. Er übersetzt Andy Warhol, Allen Ginsberg, William S. Burroughs und auch schonRead More
Hermann Marwede – Isabel Bogdan begibt sich für CULTurMAG ins Handgemenge mit den Dingen und probiert skurrile, abseitige und ganz normale Sachen aus. Diesmal war sie Schiffbrüchige retten. Also: potenziell… Wir waren eine knappe Woche auf Helgoland, meine Kollegin Maike und ich, zum Arbeiten. Wir hatten beide reichlich zu tun, und etwas anderes als Arbeiten kann man auf Helgoland auch nicht machen, eine Woche lang, so viel hat die Insel gar nicht zu bieten. Außer dass die ganze Zeit allerherrlichstes Wetter war, und wenn vor dem Fenster das Meer soRead More

Posted On Oktober 26, 2011By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

Nichi Vendola: Es gibt ein besseres Italien

Hoffnung für Italien – Nichi Vendola ist ein Phänomen. Nach einem wie ihn muss man in der deutschen Politik erst einmal suchen – und man wird niemanden finden. Seit Jahren schon gehört er zu den beliebtesten Politikern im Lande Berlusconis und der Mafia, der rassistischen Lega Nord und einer immer noch sehr einflussreichen katholischen Kirche. Selbstverständlich steht Vendola zu seinem „Schwulsein“. Von Carl Wilhelm Macke Selbstverständlich bekennt er sich zu seinem katholischen Glauben und selbstverständlich ist er ein linker Politiker, dem die immer profilloser gewordenen ehemaligen Kommunisten zu harmlos sind.Read More

Posted On Oktober 26, 2011By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Gravitation 1 bild / 100 worte Ihre Augen sind dunkel, ihre Wangen Milch und Rosen, lila der Asbestanzug, den sie sich für die Reise zum Erdmittelpunkt hat anfertigen lassen. Auf einem Drittel des Tunnelweges kommt ihr Lava entgegen. Hey! Lava-lava-lava come back to me! Vergebens: Unerbittlich zerrt die Erdgravitation die Dichterin zum Planetenkern. Auf der Erdoberfläche, quasi als Tunneleffekt, stehen sämtliche Magnetfelder Kopf. In der Erdenmitte wartet lodernd: Hellboy. „Unsere Verbindung“, so der Höllenspross zur Dame, „schuf der Himmel.“ „Mein Begehr“, erwidert Miss Jane Austen, „gilt mehr Australien.“ „Welches AustralienRead More
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Vom Leben und vom Lernen – Er hat gern gegessen, kräftig und gut. Er kochte die Spaghetti in frisch gewonnener Fleischbrühe und entkorkte dabei schon die erste Flasche. Er war ein ausdauernder Trinker, und seine Geschichten bei Tisch waren weitaus mehr als Anekdoten über die Freuden und Leiden eines freien Autors im getrennten und im vereinten Deutschland. Von Frank Göhre Am 15. Dezember 2010 ist er gestorben – Peter O. Chotjewitz, der Pit. Der grandiose Erzähler und Chronist eines halben Jahrhunderts wurde 76 Jahre alt. Er hatte Krebs und erRead More

Posted On Oktober 19, 2011By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Porträts / Interviews

Zum Tod des italienischen Dichters Andrea Zanzotto

Kopfsprünge – Der „Preis der Stadt Münster für Europäische Poesie“ wurde im Jahr 1993 dem italienischen Lyriker Andrea Zanzotto verliehen. Um die Wahl eines in Deutschland kaum bekannten Lyrikers zu begründen, zitierte die Jury Eugenio Montale, einen der ganz Großen der italienischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Die Dichtung von Zanzotto sei, so schrieb einmal Montale, „eine höchst gelehrte und ein wahrer Kopfsprung in jenen Vor-Ausdrucksbereich, der dem artikulierten Wort vorausgeht.“ Hier findet man tatsächlich alles, was die Lyrik von Andrea Zanzotto so einmalig – und fast unübersetzbar in eine andereRead More

Posted On Oktober 19, 2011By Isabel BogdanIn Litmag, Sachen machen

Sachen machen: Bei der Fischiküre

Dr. Fisch – Isabel Bogdan begibt sich für CULTurMAG ins Handgemenge mit den Dingen und probiert skurrile, abseitige und ganz normale Sachen aus. Diesmal lässt sie sich anknabbern. Wir sind für ein paar Tage in Manchester, drei volle Tage sind wir schon durch die Stadt gelaufen, von früh bis spät. Heute sind wir in Liverpool, das ist ja nicht weit weg. Wir waren im Beatlesmuseum, haben vorher eine Stunde angestanden, glücklicherweise hat es just in dieser Stunde mal nicht geregnet, dann zwei Stunden Museum, mir tun die Füße weh. SoRead More