Film/Fernsehen Category

Posted On Oktober 8, 2014By Sandra BakerIn Film/Fernsehen, Litmag

Movie: Yalom’s Cure

Therapy Session and Biography – Yalom’s Cure is a biography/documentary on the life of Irvin D. Yalom, Existential Psychotherapist, Emeritus Professor and Writer; living Giant of Existential Psychotherapy. The film is a combination of his biography and his existential therapy philosophy and practice. It is the culmination of all his works both fiction and non-fiction and Yalom attempts to impart the wisdom of his eighty plus years combined with his many years of experience as an Existential Therapist. By Sandi Baker Yalom and his wife and their relationship dominate theRead More

Posted On September 25, 2014By Wolfram SchuetteIn Film/Fernsehen, Litmag

Im Kino: Christian Petzolds „Phoenix“

Deutscher Geschichtsunterricht oder: Gespräch mit sich selbst – Christian Petzolds „Phoenix“: ein falsches Melodram als ein richtiges Gedankenspiel. Von Wolfram Schütte Das außerordentlich Schöne an Christian Petzolds brillantem „Phoenix“ ist seine Vieldeutigkeit: eine traumwandlerische Unsicherheit, die dem Thema & Petzold/Farockis künstlerischer Annäherung entspricht. Es ist nicht das Zeichen einer (Aus-)Flucht, wenn Vieles in „Phoenix“ vage bleibt; sondern Ausdruck des geistig-politischen Respekts & des ästhetischen Skrupels Petzolds – im Blick auf das riskant-prekäre Thema. Die Vieldeutigkeit des Films erlaubt den Zuschauern nicht nur, sondern verlangt geradezu von ihnen, sich jeweils selbstRead More
Grenzverläufe des Nordic Noir, Teil 1 – „The Bridge“ – Nordische Stoffe werden für den amerikanischen Markt adaptiert und nachgebaut, spätestens seit dem Erfolg der US-Variante von Stieg Larssons „Millenium“-Saga. Sonja Hartl hat sich ein paar Adaptionsmechanismen genauer angeschaut … Normalerweise sind US-amerikanische Fernsehserien das Maß der Dinge. Sie gelten als innovativ, als gut und vor allem als besser als viele europäische Produktionen. Seit 2007 gibt es jedoch eine Ausnahme: Die skandinavische Serie „Forbrydelsen“ („Kommissarin Lund“, später auch „Das Verbrechen“ (mehr bei CM)) ist seit der Erstausstrahlung bei Zuschauern undRead More
Aus dem Schatten des Kinos –The Sopranos, Lost, Breaking Bad und Battlestar Galactica: Alan Sepinwall widmet sich der oft postulierten Serienrevolution im amerikanischen Fernsehen. Dabei schreibt er keine Kulturgeschichte, aber eine vielschichtige Medienanalyse. Von Kerstin Schoof. Alan Sepinwall kennt sich aus mit der Materie: Als Blogger und Serienjunkie im Hauptberuf war er bereits ab 1996 als Fernsehkritiker für The Star Ledger engagiert, seitdem verfasste er unzählige Serienkritiken für seinen Blog „What’s Alan watching?“. In einer Zusammenstellung und neuen Aufbereitung seiner Texte vertritt er jetzt – in einer Reihe mit einer,Read More

Posted On Mai 21, 2014By Christopher WerthIn Film/Fernsehen, Litmag

Im Kino: Godzilla

Godzilla Come Home – Wenn Städte zerfallen und Gedankengebäude einstürzen – dann ist er zurück: der Alleszermalmer. Natürlich nicht Philosoph Immanuel Kant,sondern der King of the Monsters: Godzilla, der kategorischen Imperativ des Trashkinos. Von Christopher Werth Zurzeit gibt es in Berlin mindestens zwei Arten, sich mit den Folgen der Nuklearkatastrophe von Fukushima auseinanderzusetzen. Intellektuell: im Theater Hebbel am Ufer mit dem sehenswerten Festival Japan Syndrom (hier der Link zum Programmheft). Oder mit einem krachenden Blockbuster: Zu Godzillas 60. Geburtstag gibt es jetzt den 30. Film. Regisseur und Monster-Fan Gareth EdwardsRead More

Posted On Mai 14, 2014By Christopher WerthIn Film/Fernsehen, Litmag

Dokumentarfilm: Alphabet – Angst oder Liebe

Killing Creativity –Nicht nur die Polkappen schmelzen, nicht nur die Okapis und Pandabären sterben aus – nach Erwin Wagenhofer leidet die Welt auch unter einem dramatischen Abbau von Fantasie. Der österreichische Dokumentarfilmer schließt nach We feed the World und Let’s make Money mit Alphabet seine Kapitalismus-Trilogie ab und prangert eine der dramatischsten globalen Ressourcenvernichtungen unserer Zeit an. Seine These: Bildungseinrichtungen weltweit zerstören systematisch die Kreativität von Kindern. Von Christopher Werth Dabei war doch das Projekt PISA von der OECD so gut gemeint. Mehr Vergleichbarkeit, mehr Wettbewerb, mehr Standardisierung. Ein modernerRead More
Lach-Loyalität –Über eine Genialität der CSU & das Vergnügen des Bayernvolks. Von Wolfram Schütte Nur wenige werden sich heute noch an den einst oft zitierten Satz von Max Frisch über den „gefährlichen politischen Agitator“ Bert Brecht erinnern: „Brecht hat die durchschlagende Wirkungslosigkeit eines Klassiker“. Als erklärter Klassiker, behauptete der Schweizer Brecht-Verehrer, sei der Augsburger leider nachhaltig politisch „stillgestellt“. Sein als „eingreifend“ gedachtes „Episches Theater“ bleibe politisch folgenlos. Daran musste ich jetzt wieder denken, als ich die Übertragung des Maibockanstichs im Hofbräuhaus im Bayrischen Fernsehen sah. Nach der „Fränkischen Fassnacht“ &Read More

Posted On April 9, 2014By Christopher WerthIn Film/Fernsehen, Litmag

Lars von Trier: NYMPH()MANIAC 1 + 2

Dialog im Dunkeln – NYMPH()MANIAC 1 beginnt mit Dunkelheit. Dann zeigt uns die Kamera in ruhigen Einstellungen ein kulissenhaftes, theatralisches Setting. Ein verwinkelter Hinterhof, eine Mischung aus dem Wohnblock von David Lynchs Eraserhead und dem Haus von Andrej Tarkowskijs Stalker. Es beginnt zu schneien. Der Titelsong von Rammstein setzt ein. Und dann sehen wir sie: Charlotte Gainsbourg. Zusammengeschlagen liegt sie in einer Pfütze. Ein alter Mann, Stellan Skarsgård in der Rolle des Seligman, findet sie. Er will einen Krankenwagen rufen – sie aber bittet ihn nur höflich lallend um eineRead More

Posted On März 29, 2014By Anna Veronica WutschelIn Crimemag, DVD, Film/Fernsehen

Jack Taylor – DVD Volume 1

Saufen & balgen … – Die Jack-Taylor-Romane von Ken Bruen in den berüchtigten „kongenialen“ Übersetzungen von Harry Rowohlt waren schon nicht so der Knaller. Als Vorlage für bewegte Bilder braucht man ja auch nicht unbedingt literarische Meisterwerke. Bis auf wirklich schöne Bilder von Galway, der irischen Hafenstadt, in der Jack Taylor umgeht, ist auch mit der TV-Adaption nicht viel los, meint Anna Veronica Wutschel. Gerechtigkeit? Nichts als eine Farce? Familie, Freundschaft – heikles Terrain, das mehr ernüchternde Enttäuschung bereithält als Geborgenheit und Liebe? Beziehungen? Nichts als Floskeln, Versprechungen, auf dieRead More
Good_Vibrations Die Anfangstage von Punk und Wave in einem Feel-Good-Film zu verarbeiten, das klingt nach einem gewagten Unterfangen. In Nordirland ist es geglückt, die Story von Belfasts Pionier Terri Hooley, u.a. Entdecker der Undertones („Teenage Kicks“), bringt Musikliebhabern tatsächlich eine Menge Freude, ab dem 8. Mai 2014 ist Good Vibrations auch in deutschen Kinos zu sehen. In New York dagegen ist ein Projekt offenbar grandios gescheitert – der legendäre Club CBGB scheint weiterhin auf ein filmisches Denkmal zu warten. Read More
Reines Glück des Montage-Kinos – Ein Nachruf auf den großen französischen Filmregisseur Alain Resnais von Wolfram Schütte. Alain Resnais war der älteste unter den Regisseuren der Nouvelle Vague, aber neben dem Welschschweizer Jean-Luc Godard auch der kreativste, ästhetisch wagemutigste unter den französischen Filmregisseuren in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er ist „jung“, sprich: experimentell geblieben bis in sein 91. Lebensjahr, in dem sein jüngster bzw. nun letzter Film entstand, der auf der diesjährigen Berlinale lief & dort mit dem Alfred-Bauer-Preis ausgezeichnet wurde („Aimer, boire et chanter“). Am besten verstehtRead More

Posted On März 5, 2014By Christopher WerthIn Film/Fernsehen, Litmag

Film: Alfonso Cuaron: Gravity

Alles wird gut, wenn man weiß, wo der Wodka ist. Alfonso Cuaróns intimes Kammerspiel in der endlosen Weite des Weltraums ist der Abräumer der Oscarverleihung 2014. Christopher Werth hat es sich angesehen. Wie gut Country-Songs im Weltraum funktionieren, hat schon John Carpenter in seinem ersten Spielfilm „Dark Star“ gezeigt. Aus dem üblichen Kitsch-Kontext gelöst, erzählt das Erdverbundene, Sehnsuchtsvolle der Musik ganz einfach die Einsamkeit eines Menschen in den unendlichen Weiten des Weltraums. Während in „Gravity“ der Astronaut Matt Kowalski (George Clooney) noch glaubt, seinen letzten Weltraumspaziergang zu machen und erRead More
Alf Mayers Moving Targets: Bertrand Tavernier-Spezial Ein CinemaScope zu „Capitaine Conan“ und Bertrand Tavernier. Auf diesen Film habe ich 17 Jahre lang gewartet. Brummende Multiplexe mit mehr als zehn Leinwänden im Dauerbetrieb, über 500 Starts im Kinojahr, aber viele Filme, oft nicht die schlechtesten, fallen durch den Rost. Auf den Festivals schreiben die Kritiker über ein imaginäres Kino, das es in der Realität nicht gibt. 1980 ließ ich Georg Seeßlen aus einem normalen Multiplex berichten, das sorgte für einen Aufschrei in der Zunft und wäre heute noch ein Unding. KritikerRead More
Das Sein und der Schaum – Michel Gondry hat sich ein französisches Nationalheiligtum vorgenommen – das Kultbuch von Boris Vian „Der Schaum der Tage“(„L’écume des jours“). Von Christopher Werth Wenn ein berühmter Roman verfilmt wird, dann nimmt jeder Zuschauer seine eigenen Bilder, seinen eigenen Film im Kopf mit ins Kino. Gondry weiß natürlich, dass so ein Buch irgendwie allen gehört. Es gibt deshalb eine Rahmenhandlung, die in einer Fantasiefabrik spielt. Hier wird das Buch kollektiv von vielen Arbeiterinnen und Arbeitern gemeinsam an Fließbändern getippt. Jeder darf dabei immer nur einenRead More

Posted On Februar 22, 2014By Dirk SchmidtIn Crimemag, Film/Fernsehen

WebTV-Check: House of Cards

WebTV-Check: „House of Cards 2013“ Entzückte Geräusche von vielen Menschen, die „House of Cards“ lieben, ratloses Achselzucken und ein gemurmeltes „… aber ‚West Wing‘“ von anderen. Neues Erzählen oder the same old bullshit? CrimeMag schaut nach. Eine Analyse von Dirk Schmidt. Buy Buy Cliffhanger Carl Icahn twittert. Gefühlt im Minutentakt. Wer mag: unter @Carl_C_Icahn erklärt Mr. Icahn, Investor, Multimilliardär und „Chairman of Icahn Enterprises L.P.; etc., etc.“ die Welt und das Medium findet zu sich selbst. Kurze, schnelle Botschaften, wie man es anstellen könnte, ein bisschen mehr wie Carl etc.Read More

Posted On Februar 15, 2014By Alf MayerIn Crimemag, Film/Fernsehen

Alf Mayers Moving Targets: Bosch

Michael Connellys „Bosch“ als Amazon-Torpedo Neues von Alf Mayer über Connelly und Amazon, diesmal ohne Drohne, aber mit ein wenig Kulturpessimismus. Seit Tagen will Amazon, dass ich endlich „Bosch“(Pilotfilm nach Michael Connellys Romanen von Amazon Studios) bewerte. Sie werden nicht lockerlassen und meine kostenlose Stunde Filmegucken auf „amazon prime“ wird gewiss weitere Konsequenzen haben. So ist sie, die Krake Amazon, die mir gerade am US-Erscheinungstag den nach zehn Jahren ersten neuen Roman von Ken Nunn („Chance“) für schlanke 14,95 Euro ins Haus brachte – nachdem meine Lieblingsbuchhandlung, der New YorkerRead More
Kleiner Griff in die Krabbelkiste für Drehbuchschreiber ‒ Klaus Kamberger ist schon eine ziemlich lange Zeit dabei, beim Krimis-im-TV-Schauen. Und deswegen kann er vieles nicht mehr hören und wartet nur, bis sich der nächste Schwachsinn realisiert. Deswegen ist auch er hilfreich und gut – help yourself, please … Als „Frage aller (Krimi-)Fragen“ ortete (und tadelte) kürzlich der Kollege Gertz in der Süddeutschen die unaufhaltsame Inflation der Floskel aus Ermittlermund: „Hatte er Feinde?“ Abgesehen davon, dass es manchmal auch „sie“ heißt, hat G. schon recht. Und mit der Anmerkung, dies seiRead More

Posted On Februar 5, 2014By Christopher WerthIn Film/Fernsehen, Litmag

Klassiker Check: Philip Seymour Hoffman in „Capote“

In Cold Blood – Philip Seymour Hoffman ist am 2. Februar tot in seiner New Yorker Wohnung gefunden worden. Für CULTurMAG hat sich Christopher Werth einen seiner wichtigsten Filme noch einmal angesehen: Capote. Für die Rolle wurde er 2006 mit dem Oscar für die beste Hauptrolle ausgezeichnet. Von Christopher Werth Mit Nebenrollen fing es an. Damit wurde er zur Kultfigur. Er hat nie gedacht, Mist, eigentlich müssten mir diese Idioten die Hauptrolle geben, naja, spiel’ ich die kleine Drecksrolle mal eben schnell runter. Mit radikaler Ernsthaftigkeit hat er das PotentialRead More

Posted On Februar 1, 2014By Anna Veronica WutschelIn Crimemag, DVD, Film/Fernsehen

Thierry Binisti: Der Preis des Todes

Tiefsinnig, sensibel, hölzern Schade, ein überladenes Drehbuch und eine uninspirierte Regie kann auch ein Musik-Star wie Patricia Kaas nicht mehr retten. Obwohl doch der Stoff von „Der Preis des Todes“ für eine Tragödie perfekt gewesen wäre. Anna Veronica Wutschel hat sich den Film von Thierry Binisti auf DVD angesehen und ist enttäuscht. Die Party ist längst vorbereitet, die Frisur sitzt, das Präsent zum 20. Geburtstag, ein auf Hochglanz polierter Kleinwagen, steht in der Garage, und Papa hat sogar an die Torte gedacht, Evas Lieblingstorte mit Pistaziengeschmack. Während die Gäste bereitsRead More

Posted On Januar 22, 2014By Christopher WerthIn Film/Fernsehen, Litmag

Film: 12 Years a Slave

Django de lettres – Was ein Mensch tut, verrät immer mehr über ihn als das, was er sagt. Es zeigt, wer er wirklich ist und was wiederum die Gesellschaft mit ihm gemacht hat. Menschen dabei zu beobachten, wie sie sich durch ihr Handeln öffnen, kann im Kino spannender sein als Monster und Verfolgungsjagden. Das Prinzip „Show, don’t tell“ exerziert Steve McQueen in „12 Years a Slave“ gnadenlos durch. In Szenen, die geduldig die Absurdität zeigen, auf der auch unsere guten Freunde, die moralisch so überlegenen, bibelfrommen Amerikaner bis ins letzteRead More
Männer in der midlife crisis – Eigentlich ist es gar nicht erstaunlich, dass unterschiedliche Menschen unterschiedliche Lebensentwürfe haben. Und dass viele damit unzufrieden sind. Und auch das gar nicht so neue Mantra „Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum“ ist eigentlich – ja, gar nicht so neu. Ben Stiller sah sich offenbar trotzdem bemüßigt, einen erstaunlich einfältigen Film zum Thema midlife crisis zu machen. Zoë Beck Walter Mitty führt an sich gar kein erstaunliches Leben. Er sitzt im Fotoarchiv des Magazins Life! und hat unter anderem dafür zu sorgen, dassRead More

Posted On Januar 15, 2014By Mara BraunIn Film/Fernsehen, Litmag

Film: Inside Llewyn Davis

Home is where the music is – Angelehnt ist die Geschichte des neuen Films der Coen Brüder an die posthum erschienene Autobiografie des Musikers Dave Van Ronk (mehr hier). Eigentlich aber geht es „Inside Llewyn Davis“ nicht um die Geschichte einer einzelnen Person, das machen schon die ersten Bilder dieses Filmes klar. Ein Mikrofon ist da zu sehen, umspielt vom Bühnenlicht des „Gaslight Café“ in Greenwich Village, zart umtanzt vom Staub, der dort ansetzt, während jeden Abend mehr oder weniger erfolgreiche Künstler versuchen, bei ihren Auftritten irgendjemanden auf sich aufmerksamRead More
Das moralisch Offene des Westerns – Alf Mayer über die Fernsehserie „Rawhide“, Clint Eastwoods Karriere-Beginn und über das, was Western und Kriminales verbindet. „Keep movin‘, movin‘, movin’… Keep rollin‘, rollin‘, rollin’…“ – Dieser Titelsong  ist leider ein Ohrwurm, und er müsste eigentlich laufen, laufen, laufen, während Sie hier lesen, lesen, lesen. (Ganz unten gibt es eine Linkliste zu verschiedenen Cover-Versionen.) Die dem Ohrwurm zugehörige Serie rollte für 217 sagenhafte Folgen, war eine der erfolgreichsten Western-Serien der Fernsehgeschichte, übertroffen nur von den „Rauchenden Colts“ (Gunsmoke, 635 Folgen in 20 Staffeln), „Bonanza“Read More
Gesten, Blicke, wenig Worte – Großes Fernsehen: Jane Campions Fernsehserie „Top of the Lake“ aus Neuseeland. Von Alf Mayer. Die letzten zehn der 360 Filmminuten sind beinahe wortlos. Das Ende der sechsteiligen Fernsehserie kommt ohne großen Wortwechsel, ohne verbales Geklingel oder viel Erklärungen. Umso mehr hallt es nach. Jane Campion, immer noch die einzige Filmregisseurin, die je in Cannes eine „Goldene Palme“ gewann (1990 für „Das Piano“), traut sich beeindruckend viel in ihrer TV-Serie „Top of the Lake“. Finanziert von der BBC, Robert Redfords Sundance Channel und australischem und neuseeländischemRead More
Achtung, Schmetterlingseffekt! – Zeitreisen faszinieren. Ob im Film oder in der Literatur, die Beschäftigung mit dem Schmetterlingseffekt, der möglichen Paradoxa und natürlich die naheliegendste aller Fragen “Kann ich Hitler töten?”, fesselt Leser und Filmfreunde gleichermaßen. Anne Schüßler hat sich das genauer angeguckt. Einmal im Buch und einmal im Film. Das Schöne am Zeitreisenmotiv ist, dass es so unglaublich flexibel und beinahe universell einsetzbar ist. Nicht, dass es unbedingt einfach einsetzbar wäre, denn gerade hier lauern Logiklöcher an jeder Ecke, aber es funktioniert so genreübergreifend, dass es von Science Fiction überRead More
Wie Schabbach zum Nabel der Welt wurde – Edgar Reitz erzählt von der Hölle im Hunsrück & der Sehnsucht nach einer „anderen Heimat“. Von Wolfram Schütte. Es gehört zu den erfreulichen Zeichen & Wundern des heutigen Tages, dass Edgar Reitz, nachdem er in den vergangenen Jahrzehnten immer verzweifelter, demütigender darum hatte kämpfen müssen, dem öffentlich-rechtlichen deutschen Fernsehen die finanziellen Mittel für sein monumentales, dreiteiliges & episodenreiches „Heimat“-Projekt (seit 1984 zusammen über 50 Stunden) abringen musste, nun einen vierten Teil realisieren konnte, der (zuerst) in unsere Kinos kommt. Und zwar alsRead More