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Anna Hoffmann: VLUST. Gedichte. Plus Audio-CD von Anna Hoffmann. Hybriden-Verlag, Berlin 2021. Verlagsinformationen hier. Eine Rezension. Gewiss werde ich nicht fragen, was uns Anna Hoffmann damit sagen wollte – das tat die Dichterin nämlich genau in ihren Gedichten und mit deren Form. Beschreiben möchte ich hier vielmehr, wie es mir mit diesem Buch ergangen ist. Da liegt auf meinen Küchentisch immer eine kleine Auswahl von Poesie (von der Antike bis heute). Natürlich fänden sich ‚heiligere‘ Stätten, um Gedichte in der eigenen Wohnung auszustellen …; anders gewendet: gute Lyrik ist für mich die, mit derRead More

Posted On September 1, 2021By Hazel RosenstrauchIn Crimemag, CrimeMag September 2021

Hazel Rosenstrauch: 2 x Geschichte, anschaulich

Kommunismus, Faschismus, Glaube, Liebe Hoffnung und Verrat Über „Junischnee“ von Ljuba Arnautović und „Winterkinder“ von Owen Matthews Lagerakte 10 001 Wie ich aus vielen Gesprächen weiß, ist die Geschichte eines spezifisch österreichischen Faschismus in Deutschland wenig bekannt, wie ja auch die ungarische, die rumänische oder italienische Variante (sie noch am ehesten) im Schatten des deutschen NS grau bleiben. Erst recht weiß hierzulande kaum jemand, dass es in Österreich, anders als in Germanien, 1934 einen Aufstand des militärisch organisierten  republikanischen Schutzbunds gegen das Dollfuß-Regime gegeben hat. Die Schutzbündler wurden verfolgt, besiegt, einigeRead More
Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zumBeispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie ‚Spielwort‘ ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. Spielwort: Stühle Elf Zitate zusammengelesen von Ingrid Mylo Wer hätte erwarten können, daß der Stuhl erfunden werden würde? Möglich war er jedoch. Und also gibt esRead More

Posted On September 1, 2021By Thomas WoertcheIn Crimemag, CrimeMag September 2021

TW liest Carlsson, Cercas, Pavičić

Die sozialen Kosten von „Aufklärung“ Thomas Wörtche über die Romane „Terra Alta“, „Unter dem Sturm“ und „Blut und Wasser“ Drei Kriminalromane aus drei Ländern, die man getrost als klassische Whodunnits bezeichnen könnte, sehen völlig unterschiedlich aus, sind völlig unterschiedlich, weisen aber schon auf den ersten Blick gewisse Analogien auf. Aber das wirklich Entscheidende enthüllt sich erst am Ende der Lektüren. Denn die per se sehr gute Kriminalromane haben den gleichen Subtext, der weit über die Gemeinsamkeiten hinausgeht. Und über die Unterschiede auch. Es ist die Rede von  Javier Cercas‘ „Terra Alta“,Read More

Posted On September 1, 2021By Sonja HartlIn Crimemag, CrimeMag September 2021

Mary Tudor im Comic

Sonja Hartl über Kristine Gehrmanns „Bloody Mary“ Mary I. von England hat den historischen Beinamen „Bloody Mary“ erhalten, weil während ihrer kurzen Regentschaft von 1553 bis 1558 ungefähr 300 Protestanten in England verbrannt wurden. Vergleicht man das mit den annäherend 57 000 Hinrichtungen ihres Vaters Henry VIII. in seiner 38 Jahre währenden Zeit auf dem englischen Thron, ist es schon erstaunlich, dass man ihr diesen Beinamen gab – allerdings nur bis man sich erinnert, dass Geschichtsschreibung von Männern betrieben wurde. „Bloody Mary“ heißt nun auch die Graphic Novel von KristinaRead More
Eine Buchbesprechung und ein Gespräch Malte Herwig: Der Grosse Kalanag. Wie Hitlers Zauberer die Vergangenheit verschwinden ließ und die Welt eroberte. Penguin Verlag, München 2021. 480 Seiten, mit 16-seitigem Farbbildteil, 24 Euro. Internetseite des Autors hier. Simsalabim! Das geflügelte Zauberwort kennt heute jedes Kind, doch der Zauberer, der dieses – inspiriert durch ein Kinderlied um einen wiederkehrenden Kuckuck – erfunden haben will, ist weitgehend unbekannt. Dieser hieß mit Künstlernamen Kalanag, benannt nach dem Elefanten Kala Nag aus Rudyard Kiplings »Dschungelbuch«. Er selbst hörte bürgerlich auf den Namen Helmut Ewald Schreiber,Read More
„Ich arbeite rein intuitiv“ Frauke Buchholz im Gespräch über ihren Roman „Frostmond“ und die Situation der First Nations in Kanada. Ulrich Noller: Eine Straße steht im Mittelpunkt Ihres Romans: Der „Highway of Tears“. Was hat es damit auf sich? Frauke Buchholz: „Highway of Tears“ – „Straße der Tränen“ – bezeichnet einen Abschnitt des Transcanada Highways 16, der es zu trauriger Berühmtheit gebracht hat. Auf dieser 725 Kilometer langen Bundesstraße, die sich durch Kanadas Westen zwischen Prince George und Prince Rupert in der Provinz British Columbia erstreckt, verschwinden seit Jahrzehnten immerRead More
Offener Brief an WDR-Intendant Tom Buhrow Betr.: Film von Nina Gladitz: Zeit des Schweigens und der Dunkelheit, WDR, 1982 Sehr geehrter Herr Intendant, verehrter Tom Buhrow, ich möchte Sie ersuchen, den Dokumentarfilm über Leni Riefenstahl freizugeben, den Nina Gladitz im Auftrag des WDR gemacht hat und der – nach ein oder zwei Ausstrahlungen im WDR – in Reaktion auf das Urteil in einem von Leni Riefenstahl angestrengten Gerichtsprozess vom WDR seit 1982 nicht mehr gezeigt, sondern sekretiert worden ist. Darf ich Sie bitten, von diesem Dokumentarfilm der jetzt im AprilRead More

Posted On September 1, 2021By Ambros WaibelIn Crimemag, CrimeMag September 2021

Eine Sozialgeschichte der Antimafia

’Ndrangheta als Norm Ein neues Buch schildert die Geschichte des zivilgesellschaftlichen Widerstands gegen die organisierte Kriminalität in Kalabrien. Ambros Waibel, taz2-Redakteur im Ressort Gesellschaft&Medien, hat einen geschärften Blick (nicht nur) auf Italien, dabei immer auch die mediale Vermittlung von Bildern, die wir uns von einer Gesellschaft machen, im Blick. Wir danken der tageszeitung wie dem Autor für die freundliche Genehmigung zur Nachveröffentlichung der folgenden Buchbesprechung – d. Red. Danilo Chirico: Storia dell’anti­ndran­gheta. Rubettino editore, Soveria Mannelli, Catanzaro/ Kalabrien 2021. 260 Seiten, 16 Euro. In der populären Krimiserie „Allein gegen dieRead More

Posted On September 1, 2021By Peter MuenderIn Crimemag, CrimeMag September 2021

Peter Münder zum neuen Veit Heinichen

Heikle Versuche, die Vergangenheit zu bewältigungen, in Triest  Zu den verhassten „neurotischen Komplexitäten“ Triests, wo Veit Heinichen seit 25 Jahren lebt, zählte sein Kommissar Proteo Laurenti vor allem  Rache-Aktionen, die auf politische Konflikte während des 2. Weltkriegs  zurückführen. Sein neuer Krimi „Entfernte Verwandte“ kreist ebenfalls um Verbrechen, die vor etlichen Jahrzehnten begangen wurden. Auch hier lautet Heinichens Leitmotiv mal wieder – wie schon der Titel seines vierten Triest-Krimis verkündete: „Der Tod wirft lange Schatten“. ­– Von Peter Münder Für überraschende Erzählperspektiven und Plots war der auf den Schauplatz Triest fokussierte Autor Veit Heinichen,Read More

Posted On September 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag September 2021

2 x Cixin Liu als Graphic Novel

von Markus Pohlmeyer Cixin Liu, Valérie Mangin: Yuanyuans Blasen. Zeichnung von Steven Dupré. Übersetzung Maximilian Schlegel. Splitter Verlag, Bielefeld 2021. Hardcover, 72 Seiten, 17 Euro. Verlagsinformationen hier. Wunderbar gezeichnet, ansprechend erzählt, läuft diese Geschichte wie der Flug eines Pfeiles ab. China, in der Zukunft; eine Stadt, von Dürre gezeichnet. Yuanyuans Eltern haben verschiedene Projekte, dagegen zu kämpfen. Schon als Baby, dann als Kind und Jugendliche ist sie von Seifenblasen begeistert. Als Wissenschaftlerin gelingt es ihr, immer größere, stabilere Seifenblasen herzustellen, mit denen sie z.B. über dem Meer Wasser sammeln möchte.Read More
Ein Buch, das ich nur wenige Seiten durchblättern kann – um dann überwältigt innezuhalten: so viel zu staunen, so viel zu bewundern, so viel Unbekanntes zu entdecken. Gerade die Bilder vom Flugzeug aus sind atemberaubend, der blanke Wahnsinn, zum Niederknien und zum Demütig-Werden. Die Bilder der indigenen Völker fast minimalistische Studien, Dokumentationen gegen das Vergessen, bisweilen klassisch schön in der Stilisierung und zugleich Fest, Jagd, Alltag, Trauer, Freude und Familie – weit jenseits davon, naiv einen ‚edlen Wilden‘ zu konstruieren. Der Photograph ist bekannt: „In thematisch angelegten Langzeitprojekten hat SalgadoRead More

Posted On September 1, 2021By Gerhard BeckmannIn Crimemag, CrimeMag September 2021

„Stay Away from Gretchen“

Gerhard Beckmann über den Debutroman von Susanne Abel Susanne Abels Debütroman „Stay Away from Gretchen“ ist ein Roman über farbige GIs, junge deutsche „Negernutten“ und die „brown babies“. Ein Meisterwerk über die Traumata, in denen der Rassismus der Nachkriegszeit bis heute nachwirkt.      Der neue Autorinnen-Name weckt hohe Lesehoffnungen. Denn Susanne Abel schließt soeben das Manusskript des Fortsetzungsromans ab, der von einer gleichen Substanz und literarischen Qualität ist. Es ist eine spannende Lektüre, die dieser Roman uns bietet. Er fesselt so ungemein, auf eine solch schriftstellerisch perfekte, überzeugende Weise, dass ihn allein dasRead More

Posted On September 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag September 2021

Die Serie „Years and Years“ (2019)

Von medialen Monstern, Transhumanismus und zivilem Ungehorsam Ein Essay von Markus Pohlmeyer “Die Konstante des menschlichen Lebens ist die Transformation.“[1] Years and Years – eine phantastische, eine bedrückende Serie. Irgendwie Science Fiction, irgendwie Gesellschaftsstudie, zu nahe, allzu nah an unserer Gegenwart. Wie ein Spiegel.  Das Brexit-England in den Fängen einer Populistin. Die Vorlagen und Modelle dafür sind allseits bekannt. Emma Thompson dämonisch brillant als Vivienne Rook, welche die (TV-/Internet-)Massen verführt und letztlich zur Premierministerin aufsteigt. „Die Populisten in Europas Gesellschaften scheinen diese von innen zu sprengen. Angefeuert durch fake news und Propaganda ausRead More

Posted On September 1, 2021By Friedemann HahnIn Crimemag, CrimeMag September 2021

Friedemann Hahn: Meine Noir-Malerei

Die verborgenen Bilder In einer komprimierten Werkschau – und durch Corona leider in der öffentlichen Wahrnehmung eingeschränkt – war (und ist) jetzt im Museum für Neue Kunst Freiburg eine Auswahl von Bildern des Malers Friedemann Hahn aus den letzten neun Jahren zu sehen. Und wie so oft bei diesem Maler geht es um Abschied, um Leid und Tod. Exklusiv für uns schreibt er hier selbst über seine Bilder, eingerahmt wird sein Text von einem Essay von Alexander Sancho-Reichel über „Meister Melville“ und einer Betrachtung zweier Bilder, der Alf Mayer den TitelRead More
Charakterporträt des Zuschauers im Film Noir Wir.Können.Nicht.Wegschauen. Und wir wollen auch nicht.  Wir wollen es sehen. Alles sehen.Den Tod. Die Gefahr. Die Lust. Die Gewalt.Die Angst. Das Verbotene. Den Abgrund. Ich kann den Blick nicht von euch wenden.  So beginnt ein Gedicht von Ferdinand Freilingrath mit dem Titel „Die Auswanderer“, es entstand 1832 in Amsterdam, wo der März-Revolutionär Deutsche beobachtet, die sich nach Amerika einschiffen. Gut hundert Jahre später zersplittert der amerikanische Traum im Film noir. Seine Bildwelten sind mitgeprägt von deutschen Exilanten und vom Expressionismus. Noir-Figuren sind psychisch und moralisch ambivalent, nichtRead More

Posted On September 1, 2021By Alexander Sancho-RauschelIn Crimemag, CrimeMag September 2021

Alexander Sancho-Rauschel: Meister Melville

Meister Melville, ein japanischer Krieger, der Westen und die Wand Ein Vorwand ist eine großartige Sache. Finden Sie nicht? Ein Vorwand ermöglicht es einem, das zu tun, was man machen will, während man doch eigentlich etwas anderes tun sollte. Der Auftrag (und die Ehre), einen Beitrag für diesen Band schreiben zu dürfen, ist für mich ein wunderbarer Vorwand, um zwei der Dinge zu tun, die ich am liebsten tue: nämlich mir eine ganze Reihe großartiger Filme anzusehen – und mir ein Buch zu kaufen, in dem Fall natürlich ein Filmbuch.Read More
Eine Polizistin erzählt Lana Atakisieva kam mit fünfzehn gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Schwester aus Aserbaidschan nach Deutschland. Heute ist sie Polizeioberkommissarin und fährt Streife in Berlin-Neukölln. In ihrem Buch erzählt sie von ihrer Lebens- und Familiengeschichte, aber auch was Polizeiarbeit bedeutet, wie der Alltag auf Streife aussieht und was es heißt, als eingewanderte Frau in Deutschland Fuß zu fassen. Textauszug mit freundlicher Genehmigung des Verlags. Lana Atakisieva: Nachtschicht in Neukölln. Eine Polizistin erzählt. Hanserblau, Berlin 2021. 240 Seiten, Paperback, 18 Euro. Kapitel 13: Eine heimliche Katastrophe  Heute Nacht habeRead More

Posted On September 1, 2021By Christopher G. MooreIn Crimemag, CrimeMag September 2021

Christopher G. Moore: Book Talk Conversations

Decoding original thinkers Our Thailand correspondent Christopher G. Moore – author of the Vincent Calvino novels, founder of a literary prize and a film festival – has developed something new. He calls it „Book Talk Conversations“. They are featured on many platforms, for example on Youtube or Spotify. His website here. His CulturMag essays here. Book Talk Conversation Episode #1 with Professor John Paulos, Temple University Professor John is also an author and a popular public speaker. His books include „Innumeracy“, „Beyond Numeracy“, „A Mathematician Reads the Newspaper“, „A MathematicianRead More

Posted On September 1, 2021By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag September 2021

Krimigedicht von Ruben Blades

Pedro Navaja OkOne two, one two, three, uh Por la esquina del viejo barrio lo vi pasarCon el tumba’o que tienen los guapos al caminarLas manos siempre en los bolsillos de su gabánPa‘ que no sepan en cuál de ellas lleva el puñalUsa un sombrero de ala ancha de medio la’oY zapatillas por si hay problema salir vola’oLentes oscuros pa‘ que no sepan qué está mirandoY un diente de oro que cuando ríe se ve brillandoComo a tres cuadras de aquella esquina, una mujerVa recorriendo la acera entera por quintaRead More
Herzlich willkommen! Wir machen keine Sommerpause und diese Ausgabe ist sogar recht filmisch. Wie im falschen Film fühlt sich unser USA-Korrespondent Thomas Adcock mit „Earth One, Earth Two“. Sandi Baker sieht sich in Südafrika in einen dystopischen Thriller versetzt. Unser Kolumnistin Iris Boss hat ein wenig Bammel vor der „Armin (Laschet) Methode“, Robert Rescue bietet eine Kurzgeschichte mit Wetterphänomenen. Alf Mayer hat die „Goldfinger“-Files gesichtet, die den Mythos James Bond begründeten. Nick Kolakowski gibt Lesehinweise für Quentin Tarantinos Roman „Once Upon a Time in Hollywood“, Thomas Wörtche blickt mit LisaRead More

Posted On August 1, 2021By Thomas AdcockIn Crimemag, CrimeMag August 2021

Thomas Adcock: Earth One, Earth Two

By Thomas AdcockCopyright © 2021 – Thomas Adcock NORTH CHATHAM, New York—U.S.A. Meet Michael James Lindell of Mankato, Minnesota—pillow factory magnate, blustery messenger of anti-vaccine lunacy, and mustachioed mouthpiece for the entire menu of Republican Party screwball theory. His qualifications for this work include years of experience as a crack addict and Las Vegas card sharp who will tell you, at the drop of a hat, how he trod the road to Damascus and found salvation in Jesus Christ and Donald Trump. Born again, so it is said by theRead More

Posted On August 1, 2021By Sandra BakerIn Crimemag, CrimeMag April 2021

Sandi Baker: South Africa in turmoil

When winter came In the week of 7 July, winter came to South Africa with a vengeance, cold fronts bringing icy subpolar winds blew in, offering little respite. The events that followed chilled the nation. Living in South Africa is like being on an emotional rollercoaster where you struggle not to be overwhelmed by societal dysfunctionalities, where a trip to the supermarket sees you run the gauntlet and gamut of emotions as you see poverty and inequality at every turn. Those feelings quickly change to intense feelings of guilt thatRead More

Posted On August 1, 2021By Iris BossIn Crimemag, CrimeMag August 2021

Kolumne Iris Boss (14)

Die Armin-Methode Jetzt ist es passiert! Hätte ich mal auf Friedrich Merz gehört: „Wir müssen ein bisschen aufpassen, dass wir uns nicht alle daran gewöhnen, dass wir ohne Arbeit leben können“. Ich hatte damals für diese gut gemeinten, visionären Worte nur Spott und Häme übrig, wähnte mich durch lebenslange Über-Vollzeitbeschäftigung und nicht zuletzt auch durch ein fehlendes Spitzenpolitiker-Einkommen in Sicherheit. Doch jetzt, rund 10 Monate später, hat sich die Situation dramatisch verändert: Nachdem ich im November 2020 als gute Bürgerin das (nicht ganz freiwillige) Opfer erbracht hatte, mein Gehampel aufRead More
Keine Wetteränderung in Sicht Es gibt Menschen, die hassen das Wetter. Sie verabscheuen den Sommer und den Winter, manche auch den Frühling und den Herbst. Im Sommer ist es ihnen zu warm, im Winter zu kalt, den Herbst finden sie zu nass und dunkel und der Frühling ist alle anderen drei Jahreszeiten in einer. Ein jeder trägt sein Leid und für diese ist es das Wetter. Es gab mal eine Wetterphase in der Geschichte des Planeten Erde, da hätten es diese Leute sehr, sehr schwer gehabt.  gab es damals, also vor etwaRead More
Nichtmal im Schatten der Bäume Über António Lobo Antunes: Bis die Steine leichter sind als Wasser             Der Krieg, an dem man einmal teilgenommen hat, hört nie wieder auf. Ob er verloren wurde oder gewonnen: selbst die, die nach Hause zurückkehren aus Angola, kehren nicht nach Hause zurück. Wer, erschöpft vom Töten, Ruhe sucht zwischen den einst vetrauten Möbeln seines Zimmers in Lissabon, dem schlagen die Zweige des Gestrüpps ins Gesicht, durch das er sich gekämpft hat, die Schreie der Zerfetzen, die Flammen der Hütten: er hat sie in Brand gestecktRead More