Manchmal ist es nützlich, einen lakonischen Reality-Check zu machen, um Literatur und Wirklichkeit sinnvoll sortieren zu können. Christopher G. Moore über einschlägige Fakten: The Rate of Murder You’ve decided to write that crime novel. The one book once released into the world will liberate you from the day job, put you on Charlie Rose, the NYT bestseller list, interviewed by the Wall Street Journal and the Financial Times, and stacks of invitations to the best parties in New York, London and Paris. You’ve heard that international settings are in vogue
Read More Ausgesummt – Die Aufarbeitung des „Tatorts“ vom vergangenen Sonntag kann nicht ohne Superlativ beginnen. 12,81 Millionen Menschen, das entspricht einer Quote von 34 Prozent, schalteten um 20:15 Uhr das Erste ein. Ein Erfolg für die Erfinder des Ermittlerteams aus Münster. Thiel und Boerne haben es wieder einmal geschafft, die Massen vor die Bildschirme zu locken und, das war dem Sender wie den Medien wichtig zu betonen, Till Schweigers Debüt zu übertreffen. Die Frage, ob es dem „Tatort“ gelungen ist, zu unterhalten, besser noch, zu begeistern, bleibt beim Blick auf die
Read More Posted On März 30, 2013By Claudia FiedlerIn Crimemag
Krimilesungen vom 23.03.2013 bis 20.04.2013 Unser Veranstaltungskalender bietet Ihnen eine feine Auswahl an interessanten Autoren, die sich zurzeit auf Lesereise befinden. Friedrich Ani liest aus „Süden und das heimliche Leben“: 17.04.2013 Amtsgericht, Wolfratshausen, Beginn 20:00 Uhr Für weitere Infos hier entlang. Zoë Beck liest aus „Das zerbrochene Fenster“ und stellt Kurzgeschichten vor: 29.03.2013 Birdland Jazzclub, Hamburg, Beginn 21:00 Uhr, Moderation: Kirsten Reimers 09.04.2013 Bärenstübchen, Berlin, Beginn 20:00 Uhr (Kurzprosa „Mit und ohne Mord“) 16.04.2013 Königin-Christinen-Haus, Zeven, Beginn 19:30 Uhr Gabriela Gwisdek
Read More A vice both obscure and unsavoury … A vice both obscure and unsavoury Kept the bishop of Leicester in slavery Admidst terrible howls He deflowered young owls In a crypt fitted out as an aviary. (anonym/trad.)
Read More Sara! Gran! Kriminalliteratur ist ein sich stets neu erfindendes System. Selbst Schrott-Lawinen, Dumpf-Tsunamis, middle-of-the-road-Langweiler, lächerliche Pseudoavantgarde, Wannabe-Murks und Verblödelung kriegen es nicht tot. Innovationen kommen aus unerwarteten Ecken und sorgen für Verwirrung. Dafür sind Sara Grans Romane um die Privatdetektivin Claire DeWitt ein schönes Beispiel. Der neue Roman heißt „Das Ende der Welt“ – Thomas Wörtche hat ihn gelesen. „Das Ende der Welt“ ist der zweite Roman um die sich selbst megaloman-ironisch die „beste Detektivin der Welt“ nennende Claire DeWitt. Der Vorgänger, „Die Stadt der Toten“, wurde entweder (zu Recht)
Read More Liebes CrimeMag-Publikum, heute, am Indiebookday, begründet Thomas Wörtche, anlässlich des Romans „Das Ende der Welt“, warum er Sara Gran für eine der wichtigsten neuen Stimmen der Kriminalliteratur hält. Carlos hingegen urlaubt im Süden und offeriert Besinnliches zum Palmsonntag, einfach zum Nachdenken. Wir freuen uns, Ihnen heute die erste von zwei Momentaufnahmen zu präsentieren, die Andrew Brown, einer der großen südafrikanischen Kriminalautoren und guter Freund des CrimeMag, im Süd-Sudan aufgeschrieben hat – eine Gegend, die bedeutend CrimeMag-relevanter ist als deutsche Mittelgebirge und deutsche Befindlichkeiten. Henrike Heiland hat sich „Field of Blood“
Read More Carlos ist im Urlaub – und das lässt er uns spüren. Mit Besinnlichem … Also: Stuttgart 21 … … wird viel, viel teurer. Heute ginge ein Volksentscheid ganz anders aus. Es waren diese nie zufriedenen Wutbürger, diese schlecht angezogenen Querulanten, Habenichtse, Übelwoller und – im wahrsten Sinne des Wortes – Verblendeten, die das gesagt haben. Die demnach Recht hatten. Sogenannte Bankberater sind Pfeifen, Beutelschneider, wenn nicht einfach nur dumm. 47 000 000 Beweise seit Anbeginn der Krise, in der wir alt werden. (Eigenes Erlebnis hierzu: Im Zuge der Finanzierung meiner
Read More Für ein neues Romanprojekt ist der südafrikanische Autor Andrew Brown im Süd-Sudan unterwegs. Für CrimeMag hat er zwei Miniaturen aus dem tödlichen Wahnsinn geschrieben, die wir Ihnen heute und nächste Woche präsentieren … A layer of AK-47 “I’m pushing on with this thing that people call life.” Aisha says it with a smile, a flash of white teeth showing before she takes a generous gulp of her beer. She has a turn of phrase that can wrench your heart from your chest. We are sitting at the Bedouin Bar in
Read More Posted On März 23, 2013By Henrike HeilandIn Crimemag, DVD
Cynics are just heartbroken idealists – Denise Mina ist eine wichtige, seriöse schottische Kriminalautorin, abseits des Tartan-Noir-Gedömmels. Fernsehstoff vom Feinsten, aber obwohl sich die BBC Mühe gegeben hat, ist die Mini-Serie nach Minas Roman „Der Hintermann“ angesichts dessen Komplexität doch ein wenig simpel geraten. Wenn auch nicht ganz daneben. Henrike Heiland über „The Field of Blood“. Anfang der 80er Jahre war ein copy boy ein copy boy, ganz egal, ob männlichen oder weiblichen Geschlechts. Paddy Meehan, ein junges Mädchen aus Glasgow, will unbedingt Journalistin werden, und dazu muss sie erst
Read More Bloody Chops – übersichtlich, gerecht und manchmal sehr blutig. Heute auf dem Hackblock von Joachim Feldmann (JF) Lucie Flebbes „77 Tage“ und Christian Davids „Mädchenauge“, auf dem von Thomas Wörtche (TW) Darwyn Cooks „Parker“-Comic. Grund zur Freude (JF) Wie üblich hatte der Zug Verspätung. Technische Probleme, oder wie das heißt. Auf jeden Fall dauerte die Rückfahrt von der Leipziger Buchmesse länger als geplant. Da traf es sich gut, dass mir am Stand des Grafit-Verlags der vierte Kriminalroman von Lucie Flebbe in die Hand gedrückt worden war. In „77 Tage“ ermitteln
Read More Christopher G. Moore heute über den Gangster Parker, mit dem Donald E. Westlake als Richard Stark einen Typus geschaffen hat, der heute noch virulent ist – nur nennt man ihn nicht mehr Gangster, sondern CEO o. ä. Eine faszinierende Neuinterpretation einer klassischen Figur. Parker’s Absence of Fear Richard Stark a.k.a. Donald Westlake started a series only after his editor convinced him to change the ending of the first novel. In the original ending, Parker was killed. Apparently, so the story goes, Westlake’s editor changed literary history and crime fiction hasn’t
Read More Eric Walz schreibt historische Romane, als Eric Berg hat jetzt einen typ-gerechten Regionalkrimi („Das Nebelhaus“) geschrieben, der in alle Produkt-Kalküle dieses immer noch boomenden Marktsegments passt. Wie entsteht so ein Produkt, wie ist es gemacht? Sophie Sumburane hat sich mit Eric Walz/Berg getroffen und ein paar Fragen zum Making-of … gestellt … Ich habe mich verteilt S: Warum der Wechsel vom historischen Roman zum Kriminalroman? In der Pressemitteilung steht, Krimis schreiben sei Ihr Lebenstraum – warum haben Sie dann nicht gleich mit Krimis angefangen? E: Also beides ist mein Lebenstraum.
Read More Interna, Termine und anderes – Es ist so weit: Am (Kar-)Freitag, dem 29.03 2013, beginnt die CULTurMAG-Lesereihe im Hambuger Jazz-Club Birdland. Zum Auftakt liest Zoë Beck, die Alligator-Lady Kirsten Reimers moderiert und Count Count spielt: „Literatur vs. Jazz“! Have fun! Die Redaktion
Read More Traum des Bösen von Georg Trakl Verhallend eines Sterbeglöckchens Klänge – Ein Liebender erwacht in schwarzen Zimmern, Die Wang‘ an Sternen, die im Fenster flimmern. Am Strome blitzen Segel, Masten, Stränge. Ein Mönch, ein schwangres Weib dort im Gedränge. Guitarren klimpern, rote Kittel schimmern. Kastanien schwül in goldnem Glanz verkümmern; Schwarz ragt der Kirchen trauriges Gepränge. Aus bleichen Masken schaut der Geist des Bösen. Ein Platz verdämmert grauenvoll und düster; Am Abend regt auf Inseln sich Geflüster. Des Vogelfluges wirre Zeichen lesen Aussätzige, die zur Nacht vielleicht verwesen. Im Park
Read More Besser blödeln mit MH? Jetzt schlagen „Ausländer“ zurück: neue deutsche Comedy-Krimis mit russischen und türkischen Wurzeln. Ein paar Bemerkungen von Ulrich Noller. Nach dem Kayankaya-Prinzip: Mark Zaks Debütroman „Glaube, Liebe, Mafia“ Er heißt Bondar, Josif Bondar. Schon klar, ne „kleine“ Reminiszenz an: Bond, James Bond. Ach ne, oder? Kann ja nix sein, denkt man, ein auf lustig getrimmter Kriminalroman, der schon so daherkommt, mit so einer superplatten Überdrehtheit halt, die für den Rest der Geschichte bloß das Allerschlimmste befürchten lässt … Ist aber nicht so, das belegt die Lektüre von
Read More Posted On März 16, 2013By Die RedaktionIn Crimemag
Liebes CrimeMag-Publikum, in unserer Leipziger-Buchmessenkompaktausgabe denkt Ulrich Noller über komische Krimis mit „Migrationshintergrund“ nach – an den Beispielen von Mark Zaks „Glaube, Liebe, Mafia“ und Su Turhans „Kommissar Pascha“. Carlos ist politisch sehr unkorrekt, aber, wie Sie lesen werden, er darf das. Unkorrrekt ist es vielleicht auch, Dummheit an den Pranger zu stellen, aber Thomas Adcock kann es sich nicht verkneifen, die zehn dümmsten Kongressabgeordneten der USA vorzustellen – zum Fürchten! Tobias Gohlis hingegen ist begeistert von „Romanzo Criminale“, der 22-teiligen italienischen Fernsehserie zu Giancarlo De Cataldos gleichnamigem Romanprojekt –
Read More Darf Carlos das? Carlos darf das! Behinderte (Vorab: Ich bin sogenannter funktionaler Einäuger und habe seit dreißig Jahren einen Tinnitus, mit dem man einen Sennenhund trockenföhnen könnte. Ich darf also alles Folgende.) Der unklare Fall des Paralympioniken und neuerdings auch Meisterschützen Oscar Pistorius hat in vielen Foren praktisch gleichlautende Statements evoziert: „Aber er hat doch so viele Menschen inspiriert!“ Nun, mich nicht. Ich möchte betonen, dass Behinderte erst dann wirklich in der Gesellschaft aufgenommen sein werden, wenn man beispielsweise die ein oder andere ihrer sportlichen Tätigkeiten lächerlich und verzichtbar nennen
Read More Am Mittwoch hatte sich unser USA-Korrespondent Thomas Adcock mit den selbstmörderischen Aspekten von Dummheit unter den Republikanern beschäftigt. Heute liefert er ein paar Beispiele – wanted! – die dümmsten Kongressabgeordneten: The 10 Dumbest Members of the U.S. Congress … and a (very) few of the hundreds of stupid things they’ve said by Thomas Adcock VIRGINIA FOXX — North Carolina Rep. Foxx was unmoved by the 1998 murder of University of Wyoming student Matthew Shepard, who was tortured, pistol-whipped, and nailed to a fence post to die—because he was gay, according
Read More Sound & Frau Del Rauso – Stefano Sollimas TV-Serie „Romanzo Criminale“ nach dem Drehbuch und dem Roman von Giancarlo De Cataldo ist eine Apotheose der 70er Jahre in Rom. Eine Heimatgeschichte der Gewalt, ein Epos vom Aufstieg einer Gruppe von Vorstadtdieben zu den kriminellen Herren der italienischen Hauptstadt und ihrem Niedergang. Als TV-Serie ein Meilenstein und ein Hauptwerk jener jüngeren europäischen Kriminalepik, die erst auf dem Bildschirm volle Gestalt annimmt. Von Tobias Gohlis Ein paar Jungs aus der römischen Vorstadt Nach 8 DVDs oder 22 mal 55 Minuten schließt sich
Read More Typisch für den Sumpf in Hannover! Es hätte ein guter Politthriller werden können, dieser letzte Teil der Trilogie von Bettina Raddatz. Die Autorin hat jahrelang in der niedersächsischen politischen Administration gearbeitet und Insiderwissen schadet nie. Aber Christiane Geldmacher ist enttäuscht … Nach dem „Spitzenkandidat“ und der „Staatskanzlei“ geht es auch in der „Kanzlerkandidatin“ um Macht und Morde im politischen Milieu. Das Problem ist: Man muss sich bei Raddatz durch zu viele Klischees lesen, als dass es wirklich interessant werden könnte. Da gibt es die tüchtige, aber humorlose Büroleiterin; die langweiligen
Read More Posted On März 16, 2013By Die RedaktionIn Crimemag
Interna, Termine, Veranstaltungen – Bei uns konnten Sie mitlesen, wie ein Roman entsteht – Rosa Ribas und Sabine Hofmann haben für uns das work-in-progress in sechs Folgen dokumentiert. Jetzt ist es so weit – die spanische Ausgabe erscheint hier! Der endgültige spanische Titel ist „Don de Lenguas“ und die deutsche Fassung wird bei Rowohlt Polaris herauskommen! Wir gratulieren! Die Redaktion
Read More Seit einigen Wochen beschäftigt sich Christopher G. Moore mit Affekten und ihren gewalttätigen Folgen. Auch heute geht es um „anger & crime“. Anger and the medical solution As a crime fiction writer, anger is an emotion that figures into the emotions of the characters in a narrative where people are threatened, intimidated, disrespected, frustrated, or their worldview/belief system is attacked or challenged. Anger is on the A-list of negative emotions. If anger were an actor, he would never be out of work. Drama is basically what authors and film directors
Read More Krimilesungen vom 09.03.2013 bis 23.03.2013 Unser Veranstaltungskalender bietet Ihnen eine feine Auswahl an interessanten Autoren, die sich zurzeit auf Lesereise befinden. Zoë Beck liest: 15.03.2013 Kleine Träumerei, Münzgasse, Leipzig, Beginn 20:30 Uhr (Lesung der Erzählung „Flann, der Púca“) 19.03.2013 Buchhandlung Buch&Bohne, München, Beginn 20:00 Uhr (Lesung aus „Das zerbrochene Fenster“) Außerdem wird Zoë Beck auf der Leipziger Buchmesse dabei sein, u. a. bei der Leipziger Autorenrunde am 16.03.2013. Alle weiteren Infos auch hier. Jacques Berndorf stellt seinen Krimi „Eifel-Bullen“ vor: 12.03.2013 Schauspiel Köln, Beginn 19:30
Read More Ed-Gein-Limerick There was a young man named Ed Who would not take a woman to bed When he wanted to diddle He cut out the middle And hung the rest in a shed Volksmund, ca. 1957
Read More Für die deutschen Leser, denen vierzig Jahre italienische Geschichte nicht unmittelbar präsent sind, haben der Autor Giancarlo De Cataldo und Tobias Gohlis gemeinsam ein Nachwort zu dem Roman „Der König von Rom“ verfasst. Das Nachwort und die angehängte Zeittafel vergegenwärtigen den historischen Rahmen, die Gemengelage zwischen Staat, Politik und Verbrechen, die den Romanen de Cataldos zugrunde liegen. „Der König von Rom“ erzählt die Geschichte vor der Geschichte: Wie Libanese, der Anführer der späteren Magliana-Bande, seine ersten tastenden Schritte auf dem Weg des großen Verbrechens tut und dabei in Versuchung gerät,
Read More Liebes CrimeMag-Publikum, am Montag, dem 11. März, erscheint der Roman „Der König von Rom“ von Giancarlo De Cataldo, ein weiterer Baustein seiner „Romanzo Criminale“-Saga, die sich als ein Schlüsselwerk der zeitgenössischen Kriminalliteratur erwiesen hat. Mit freundlicher Genehmigung des Folio-Verlages und der Verfasser, veröffentlicht CrimeMag schon heute das Nachwort, das Tobias Gohlis zusammen mit Giancarlo De Cataldo verfasst hat. Gottseidank möchte man fast sagen, dass Carlos vielleicht doch nicht Gott ist. Was allerdings in dem Fall, er sei es doch, leicht passieren könnte, hat er schon einmal zart angedeutet. In „Moving
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