„Ich denke, die Kleinfamilie hat einen interessanten Punkt erreicht“ – Alf Mayer hat exklusiv für CrimeMag ein Interview mit Robert Wilson geführt – dessen neuer Roman „Stirb für mich“ gerade bei uns erschienen ist. Wir hatten vor Jahren schon einmal Kontakt gehabt. Robert Wilson, damals mit seiner Frau im portugiesischen Hinterland lebend, hatte mit seiner Freundlichkeit verblüfft und seiner Auskunftsfreude. Dieses Mal waren meine Fragen überschaubar und sehr knapp gehalten – umso ausführlicher und ergiebiger seine Antworten, hier exklusiv für CrimeMag. Offenkundig hatte ihm die Kategorie „welthaltig“ gefallen, die ich
Read More Liebes CrimeMag-Publikum, einen Tag vor der Wahl lesen Sie bei uns wirklich spannende Dinge: Nach dem Weltklasseautor Michael Robotham und seinem exklusiven Text zur Entstehung seines neuen Thrillers „Sag, es tut dir leid“ präsentieren wir Ihnen heute einen weiteren Meister der internationalen Szene: Robert Wilson, bei dem das Familäre politisch und das Politische familiär wird. Alf Mayer hat ihn interviewt und seinen neuen Roman „Stirb für mich“ einlässlich analysiert. Hochkultur heute bei Carlos – er spricht über das Gedicht! Über intergalaktische Kultur, Musik und das Urheberrecht geht es in Rob
Read More Welthaltiger Thriller mit Tiefgang – Robert Wilsons „Stirb für mich“. Eine ausführliche Analyse mit Erweiterungen von Alf Mayer. Die nächtliche Maiden Lane in London, eine Gruppe ausgelassener, angetrunkener junger Menschen in Partystimmung. Die Industriellentochter Alyshia mittendrin. Plötzlich von einem Schwindelgefühl erfasst, wird sie von einem Freund in ein Taxi gestoßen, das mit ihr davonbraust. „Wir wissen, wohin wir fahren“, sagt der Fahrer zu der Entführten. Zumindest im englischen Original sind diese ersten drei Seiten auch sprachlich beschleunigt („The paella yawn in the cruella dawn“), die deutsche Übersetzung („Paella verdauen im Morgengrauen“)
Read More Carlos ist vielseitig. Deswegen spricht er heute zu uns, auf dass das Geistige nicht zu kurz komme, über: das Gedicht. Der Bücherherbst wird groß, oh Herr! Warum immer in den Niederungen des Krimis, des Schrillers waten, warum nicht hinauf in die Sphären der Ätheren, der ewigen Kunst, der Literrrrrrrrrrratur (Marcel R. R.)? Diese Titel warten noch, gründeln im Urschlamm des reich gedüngten weiten Feldes der Poesie. Wer wird sie mäeutisch dem Schlamm (igitt!) entreißen? Rainer „Gedicht“ Kunze Depp? UNTERBRECHUNG! Wie kann man es wagen, diesen verdienten Mann so zu bezeichnen!
Read More „Per Anhalter durch die Galaxis“ für die Generation iPod – Rob Reid erklärt in „Galaxy Tunes“ die Welt des Urheberrechts in einer humorvollen Space Opera, die vor nichts und niemandem halt macht. Von Elly Bösl Die Galaxis wird beherrscht von der Kultivierten Liga, einem Zusammenschluss unterschiedlichster Alien-Zivilisationen, die frei, gleich und in Frieden leben. Jede Spezies, die es geschafft hat, sich während ihrer Entwicklung nicht selbst zu vernichten, kann in die Kultivierte Liga aufgenommen werden. Natürlich legt man in der Kultivierten Liga sehr viel Wert auf Kultur, und so gehen
Read More Christopher G. Moore lenkt heute unseren Blick auf die spannende Frage, was man eigentlich mit delinquenten Greisen macht, die geriatrisch auffällig sind. Gleich erschießen ist so gesehen eine Option … In the Age When Old Men Are Shot In an AP wire report out of Pine Bluff, Arkansas, a hard of hearing 107-year-old man barricaded himself into a room with a weapon. The police dispatched a SWAT squad. One of the cops, Sgt. David DeFoor, who shot and killed centenarian Monroe Isadore, had been placed on administrative leave but not
Read More Pick of the Week N° 20 – Seit Jahren bibliografiert, archiviert und kommentiert der Ehrenglauser-Preisträger Thomas Przybilka in seinem BoKAS (= Bonner Krimi-Archiv Sekundärliteratur) wissenschaftliche und publizistische Arbeiten aus aller Welt, die sich mit den unendlichen Facetten von Kriminalliteratur befassen. In unregelmäßig regelmäßigen Abständen erscheinen dann seine unschätzbar wertvollen Zusammenfassungen der aktuellen Sekundärliteratur, die jeder zur Kenntnis nehmen muss, der sich auch nur ein bisschen über seine Lieblingsliteratur kundig machen möchte. Ein solcher „Newsletter“ hat leicht einmal 160 bis 200 Seiten; deswegen empfiehlt CrimeMag unregelmäßig ein paar Titel aus dieser
Read More Krimilesungen vom 14.09.2013 bis 28.09.2013 Unser Veranstaltungskalender bietet Ihnen eine feine Auswahl an interessanten Autoren, die sich zurzeit auf Lesereise befinden. Friedrich Ani stellt seinen neuen Krimi „M“ vor: 28.09.2013 Schlachthof, München, Beginn 20:30 Uhr Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie hier. Zoë Beck liest auf dem Krimifest Hannover gemeinsam mit Sabine Hartmann, Jürgen Ehlers und Hannes Nygaard: 26.09.2013 Historisches Museum, Hannover, Beginn 18:00 Uhr Für nähere Informationen hier entlang. Jacques Berndorf liest aus seinen Eifel-Krimis: 16.09.2013 Eisenmuseum, Jünkerath, Beginn 20:00 Uhr 26.09.2013 Eventhall ROAD
Read More Der Gattenmörder von Joseph von Eichendorff Vater und Kind gestorben ruhen im Grabe tief, die Mutter hat erworben seitdem ein andrer Lieb. Da droben auf dem Schlosse da schallt das Hochzeitsfest, da lacht’s und wiehern die Rosse, durchs Grün ziehn bunte Gäst’. Die Braut schaut ins Gefilde noch einmal vom Altan, es sah so ernst und milde sie da der Abend an. Rings waren schon verdunkelt die Täler und der Rhein, in ihrem Brautschmuck funkelt nur noch der Abendschein. Sie hörte Glocken gehen im weiten tiefen Tal, er bracht der
Read More Am 16. September, also am Montag, erscheint: „Sag, es tut dir leid“ von Michael Robotham. Für CrimeMag hat er kurz skizziert, warum er dieses Buch mit der prekären Thematik verschwundener Kinder schreiben musste. When Children Don’t Come Home by Michael Robotham Everyone reacts differently to the disappearance of a child. Some husbands and wives look straight into each other’s eyes without needing words, while others are like strangers lying side by side at night, still as corpses, staring at the ceiling. There are men who want to beat someone so
Read More Liebes CrimeMag-Publikum, zu den feinsten Namen der zeitgenössischen Thriller-Autoren gehört Michael Robotham. CrimeMag freut sich, dass er für uns beschreibt, warum er den Roman „Sag, es tut Dir leid“, der am Montag im Handel sein wird, schreiben wollte und musste. Gleich danach lesen Sie eine Würdigung des Buches und des Autors von Alf Mayer. Carlos hat in seinen Archiven gestöbert und erstaunlich visionäre Textfragmente zu Tage gefördert, die Sie sich nicht entgehen lassen können. Zoë Beck überlegt, inwieweit Autoren „ideologische“ Grundentscheidungen verantworten möchten, die sie übernehmen, wenn sie Verlagsvorgaben folgen,
Read More Internationale Meisterklasse – Michael Robothams neuer Thriller „Sag, es tut dir leid“. Es gibt sie, jene Ausnahmeautoren, die einen makellosen Kriminalroman nach dem anderen vorlegen. Der Australier Michael Robotham gehört zu dieser internationalen Meisterklasse. Das ist sie auch schon, die Kurzkritik zu seinem achten Thriller, „Sag, es tut dir leid“ betitelt und hier bei CrimeMag um einen exklusiven Text von Robotham himself ergänzt. „When Children Don’t Come Home“ erklärt seine persönlichen Bezüge zu diesem grausamen Thema und zu seinem neuen Roman. Im Mittelpunkt von „Sag, es tut dir leid“ (Say You’re Sorry)
Read More Carlos hat in seinen Archiven gegraben und kulturell Wertvolles gefunden, dass er uns nicht vorenthalten will – und dazu noch eine kryptische Bemerkung über Karl Karst, die wir zur gegebenen Zeit dechiffrieren werden. Flämischer Marzipan, Nordkorea & Karl Karst Der Diktator fragte, was es zu essen gebe. Der Koch verbeugte sich, gab Artigkeiten von sich des Inhalts, dass es sich beim Generalissimus um ein ewiges Licht handle, um die Blüte des Volkes, den Bezwinger der Finsternis, das Gewirk göttlicher Schmiedekunst, ein Diadem der Ewigkeit mithin, das Ein und Alles eines
Read More „Ich will doch nur eine Geschichte erzählen …“ Im Moment geistern mal wieder diverse Reihenkonzepte heimlich durch die virtuelle Landschaft. Man kennt solche Konzepte vom TV, wenn zum Beispiel neue Autorinnen für eine bereits laufende Serie oder Reihe gebrieft werden oder eine neue Serie eben im Entstehen ist und sich Produzentin, Redakteur und andere beteiligte Menschen bereits einiges an Gedanken gemacht haben, um die Autoren einzunorden. Die Konzepte kennt man auch aus dem Bereich des Heftchenromans, denn auch, wenn immer derselbe Autorname draufstehen mag, steckt ein Pool dahinter, weshalb die
Read More Deutsch, brav und schweigend Tobias Gohlis über Wolfram Fleischhauers „Schweigend steht der Wald“. Das ist ein sehr deutsches Buch. Das bedeutet: Es ist ernsthaft, es ist politisch korrekt, und es ist brav. Man kann es als Schulbuch empfehlen. Der Wald steht im Zentrum. Der deutsche Wald. Nicht nur im Titel, der an der Deutschen Lieblingslied erinnert. Einmal heißt es: „Manche Völker schauen aufs Meer. (..) Aber wir schauen in den Wald. So sind wir eben. Da kommen wir her und da gehen wir immer wieder hin.“ Bei Faunried steht er,
Read More Hey, look what I just got!1 – John Scalzi gewinnt mit „Redshirts“ den Hugo Gernsback Award 2013 in der Kategorie „Bester Roman“ – allerhöchste Zeit, dass Elly Boesl einen Blick in das Buch wirft. Ein Redshirt ist, wie dem eifrigen SF-Leser, -Zuschauer und Rollenspieler sicherlich bekannt, ein Begriff geprägt durch „Star Trek – The Original Series“ und bezeichnet eine Figur, die mehr oder weniger sofort stirbt. Redshirts sind Kanonenfutter, die armen Schweine, die bei Einsätzen auf fremden Planeten dran glauben müssen, um den anderen Figuren (in andersfarbiger Oberbekleidung) das Überleben
Read More Christopher G. Moore diskutiert die Schnittstellen von Politik und Ästhetik, die für alle realitätsbearbeitende Literatur so wichtig ist anhand von Orwells berühmter Besprechung des Skandalromans jener Jahre: Henry Millers „Wendekreis des Krebses“. An Orwellian Look on Henry Miller George Orwell’s 1940 review of Tropic of Cancer is worth revisiting for several reasons. Not least of which is the critical lens that one novelist uses to examine, evaluate and analyze another novelist’s work. Reviews often reveal as much about the biases of the reviewer as they do with the book under
Read More Keine Kuppel, leider nur eine Käseglocke Notizen zu Filmen aus dem Genre von Alf Mayer. Der Hype war groß, die Einschaltquoten der Premiere gewaltig, der Serienstart hierzulande „der beste dieses Jahrtausends“, so der PR-O-Ton. Stephen Kings „Under the Dome“ („Die Arena“), eine CBS-Produktion mit Stephen Spielbergs Firma Amblin mit an Bord, und in Deutschland bei ProSieben, hat eine interessante Anfangsprämisse: Zackrumms senkt sich eine durchsichtige, undurchdringliche Kuppel über die amerikanische Kleinstadt Chester’s Mill, im Mikrokosmos gefangen eigentlich ausreichend Personal, um damit erzählerisch nach allen Regeln der Kunst zu jonglieren. Das
Read More Smackwater Jack by Gerry Goffin & Carole King Now Smackwater Jack, he bought a shotgun ’Cause he was in the mood for a little confrontation He just let it all hang loose He didn’t think about the noose He couldn’t take no more abuse So he shot down the congregation You can’t talk to a man With a shotgun in his hand Shotgun Now Big Jim the chief stood for law and order He called for the guard to come and surround the border Now from his bulldog mouth As
Read More The Lone Ranger Rides Again ‘Heigh-ho the derry-o, the Cheese Stands Alone’ By Thomas Adcock Copyright © 2013 – Thomas Adcock NEW YORK, near America As a young boy in Detroit, once a grand city and a programming pioneer at the dawn of television, I was enthralled by broadcasts via station WXYZ of a weekly show called “The Lone Ranger,” which is not to be confused with this summer’s Hollywood flop movie of the same title. In the TV version of my early youth—the series ran from 1949 to 1957—an
Read More Liebes CrimeMag-Publikum, die Weltlage ist zurzeit besonders Politthriller-affin. Thomas Adcocks brillante Analysen aus den USA sind die reinsten Fundgruben für makrostrukturellen Wahnsinn. Heute zieht er eine klare Linie vom Lone Ranger zu Obamas Syrien-Politik. Auch Carlos reagiert auf den täglichen Irrsinn – heute mit einer neuen Sorte Prosa, der 10-Minuten-Prosa. Thomas Backs hat sich mit Hanno Parmentier über den Massenmörder Peter Kürten unterhalten, der bekanntlich massenmedial („M“) notorisch wurde. Christiane Quandt stellt Ana Paula Maia und ihren Roman „Krieg der Bastarde“ als neue, spannende Stimme aus Brasilien vor. Elfriede Müller
Read More Carlos wird experimentell – écriture automatique oder pensées sauvage oder littérature délirante – wer weiß das schon? Ich nehme mir jetzt genau fünfzehn Minuten Zeit, um einen Text über sinnvolles Alltagsleben zu schreiben. Ich habe in dieser Sekunde noch keine Ahnung, was ich schreiben soll, aber ich bin sicher, dass man das gar nicht braucht. Die Taube Kennen Sie den Ruf der Taube, lieber Leser, liebe Leserin? Er war einmal sehr gut! Man sah die Taube als Symbol des Friedens und der Reinheit. Viele Menschen hielten sie zu Hause, auch
Read More Peter Kürten ‒ Eine Chronik des Grauens ‒ Der Düsseldorfer Serienmörder Peter Kürten schockierte in den Jahren 1929/30 ganz Deutschland, seine Morde und Überfälle waren Tagesgespräch, auch im europäischen Ausland und den US-amerikanischen Metropolen bewegten die Berichte Menschen und Medien. Der Düsseldorfer Historiker und Journalist Hanno Parmentier hat sich über Monate mit den Polizei-und Gerichtsakten beschäftigt – Thomas Backs interviewte ihn zu seinem Werk „Der Würger von Düsseldorf“. A little girl has lost her way, with hair of gold and eyes of grey. We lie beneath the autumn sky, my
Read More Was ein Chihuahua alles fressen kann oder Jäger machen keinen Urlaub – „Den Verkommenen, Maßlosen und Abtrünningen“ ist „Krieg der Bastarde“ von Ana Paula Maia gewidmet. Gut, dass Brasilien dieses Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse ist, sonst hätten wir diesen kapitalen Roman womöglich verpasst. Auf dem WELTEMPFÄNGER N° 20 ist sie schon. Eine Besprechung von Christiane Quandt. Nichts in diesem Roman scheint zufällig, jedes scheinbar noch so nebensächliche Detail wird wieder aufgegriffen und bekommt einen Sinn. Der Erzähler Dimitri hat eigentlich am wenigsten mit der ganzen Sache zu tun, er
Read More Mit allen notwendigen Mitteln Leonid McGill ist eine Art Wiedergänger des klassisch chandleresken PIs. Und das ist als Methode des Erzählens gar nicht falsch, findet Elfriede Müller, die „Manhattan Fever“ gelesen hat. Walter Mosley erfreut sich nicht nur im CrimeMag großer Beliebtheit, wo jedes seiner auf Deutsch erschienenen Bücher Beachtung findet (zum Beispiel hier, hier und hier). Trotz der Manie des Verlags, auch aus den besten Titeln Mosleys, wie dem aktuellen „All I did was shoot my man“, New-York-Reiseführer machen zu wollen, ist diese Leonid-McGill-Geschichte die spannendste. Auch wenn sich
Read More Arche Noah in einer weit, weit entfernten Galaxis – George R. R. Martin ist zurzeit als Autor der Vorlage zu „Game of Thrones“ in aller Munde. Aber er kann auch weniger episch. Elly Bösl hat den frühen Episodenroman „Planetenwanderer“ gefunden und sich gut unterhalten. Irgendwann in ferner Zukunft: Die Menschheit hat sich über das All ausgebreitet, Planeten kolonisiert und sich zum Teil stark verändert. Es gab Begegnungen mit Aliens, die nicht immer konfliktfrei abliefen, und ein Imperium, das vor Jahrtausenden in einem Krieg vernichtet wurde. Haviland Tuf ist ein intergalaktischer
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